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Coronavirus

Was lernen wir aus der Corona-Pandemie?

Wir sehen ein Bedürfnis, über die aktuelle Lage politisch zu debattieren. Dafür bieten wir Ihnen auf dieser Seite ein Forum. „Was können Politik und Gesellschaft aus der Corona-Pandemie lernen?“, so lautet die einleitende und auch ein wenig hoffnungsfrohe Frage. Bitte beachten Sie, dass wir hier keine konkreten Fragen beantworten können. Wir sind aber sehr interessiert an Ihren Meinungen und Ratschlägen. Ihre Beiträge werten wir tagesaktuell aus und bringen sie in die Landespolitik ein. Das Forum ist für unbestimmte Zeit geöffnet.

Anregung und Inspiration für die Diskussion

Als Anregung und Inspiration für die Diskussion sammeln wir für Sie hier interessante Beiträge zur aktuellen Situation:

Der Hammer und der Tanz von Tomas Pueyo

Schwere globale Pandemien treten etwa alle 100 Jahre auf – die Ausbreitung des Coronavirus gehört noch nicht dazu. Neue Zürcher Zeitung, 6. April 2020

Was lehren uns die Pandemien der Vergangenheit? Es diskutieren: Prof. Dr. Heiner Fangerau (Medizinethiker, Universität Düsseldorf), Prof. Dr. Malte Thießen (Historiker, LWL Münster), Dr. Manfred Vasold (Historiker und Buchautor), Moderation: Gregor Papsch (SWR2 Forum, 30. März 2020)

Passauer Neue Presse: Die Corona-Rückwärts-Prognose. Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise vorbei ist (Matthias Horx, 24. März 2020)

Facebook-Seite von Staatsrätin Gisela Erler

Neue Zürcher Zeitung (NZZ): In der Corona-Krise stellen wir die Weichen für die Zukunft (23. März 2020)

Bitte stellen Sie hier keine Anfragen. Wenn Sie Fragen haben, lesen Sie sich bitte das Informationsangebot der Landesregierung durch.

Kommentare

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Kommentare : zu Lernen aus Corona-Pandemie

15. Kommentarvon :ohne Name 9392

Unwissend zurück in den Kitaregelbetrieb

Die letzten Wochen wurden dominiert von der Diskussion über Lockerungen, weil sich einige in ihren Rechten eingeschränkt fühlen. Was aber ist mit denen, die sich der Gefahr bewusst sind? Wir kennen diese Krankheit noch kaum. Wo bitte erfahre ich, wie ich meine Kinder schützen kann? Müssen die Kinder wieder in die Kita oder Schule, auch wenn sie

Die letzten Wochen wurden dominiert von der Diskussion über Lockerungen, weil sich einige in ihren Rechten eingeschränkt fühlen. Was aber ist mit denen, die sich der Gefahr bewusst sind? Wir kennen diese Krankheit noch kaum. Wo bitte erfahre ich, wie ich meine Kinder schützen kann? Müssen die Kinder wieder in die Kita oder Schule, auch wenn sie nicht zur Risikogruppe zählen? Schließlich wissen wir noch so gut wie nichts über die Folgen der Krankheit. Ein Vorschlag: Beendet endlich diese völlig missverstandene "Emanzipation", nach der Frauen mit Kindern auch noch arbeiten müssen, um nicht als von gestern zu gelten! Ein Grundeinkommen für Mütter würde zu finanzieller Unabhängigkeit der Frauen führen und gleichzeitig eine Wertschätzung ihrer Arbeit als Mutter, Köchin, Putzfrauen, Erzieherin usw bedeuten. Nicht zuletzt sind es die Mütter, die mit unseren Kindern den Fortbestand unserer Gesellschaft und unseres Rentensystems sichern! Nicht die Belange der Wirtschaft sondern die der Familien sollten zählen! Nehmt den Frauen endlich diese unsägliche Doppelbelastung, zwei Fulltimejobs machen zu müssen: Beruf und Kinder plus Haushalt!

Wahre Emanzipation heißt, nicht finanziell vom Partner abhängig zu sein und wählen zu können, ob man arbeiten will trotz Familie. Ein Grundeinkommen für Mütter würde diese finanzielle Unabhängigkeit sichern und den Frauen ermöglichen, selbst zu wählen!

13. Kommentarvon :Fuchs

Zu guter letzt.

Die Lockerungen sind noch nicht einmal drei Tage alt und schon bekommt man mit dem Fall Coesfeld eine leise Ahnung davon, dass man es Rbeitgebern nicht überlassen darf zu entscheiden, ob vorerkrankte Arbeitnehmer aus der freien Wirtschaft an ihrem Arbeitsplatz erscheinen können oder besser zu Hause arbeiten sollten. Da könnte man es zukünftig

Die Lockerungen sind noch nicht einmal drei Tage alt und schon bekommt man mit dem Fall Coesfeld eine leise Ahnung davon, dass man es Rbeitgebern nicht überlassen darf zu entscheiden, ob vorerkrankte Arbeitnehmer aus der freien Wirtschaft an ihrem Arbeitsplatz erscheinen können oder besser zu Hause arbeiten sollten. Da könnte man es zukünftig genausogut auch gleich den Arbeitgebern überlassen zu entscheiden, ob ein Arbeitnehmer z. B. Mit einer Tumorerkrankung, der dringend operiert werden muss, am Arbeitsplatz zu erscheinen hat oder nicht. Genauso, wie es unter Menschen verantwortlich und unverantwortlich handelnde gibt, gibt es diese auch unter Arbeitgebern, denn schließlich werden Unternehmen von Menschen geführt. Solange es keinen Impfstoff gibt, kann die Präsenzpflicht für vorerkrankte Arbeitnehmer das Todesurteil bedeuten. Da nützen auch Masken nichts weil sie entweder nicht schützen, oder bestimmte Vorerkrankungen es überhaupt nicht erlauben, Masken zu tragen, insbesondere ei Arbeitnehmern mit Lungenvorerkrankungen, weil diese nach wenigen Minuten unter Masken keine Luft mehr bekommen. Da könnte man Lungenvorerkrankten genausogut gleich eine Plastiktüte über den Kopf stülpen. Der Fall Coesfeld in NRW und auch der zeitgleich Fall am Flughafen Karlsruhe in BA. - Wű., bei dem man nicht "bedacht" hat, dass die einreisenden Leute zunächst in zweiwöchige Quarantäne müssen, was man angesichts der Berichterstattung nicht nicht zur Kenntnis nehmen konnte, gibt eine Vorahnung davon, was das bedeutet, wenn vorerkrankten Arbeitnehmern kein gesetzlicher Schutz gewährt wird. Im Fall Coesfeld hat das alleinige Vertrauen darauf, dass alle Arbeitgeber schon verantwortlich genug handeln werden, dazu geführt, dass nun die jüngst beschlossenen Lockerungen für den gesamten Landkreis Coesfeld verschoben wurden. Angesichts der politischen Ignoranz in Bezug auf vorerkrankte Arbeitnehmer, die bei mir als Betroffene inzwischen die Frage aufkeimen lässt, ob dahinter das Kalkül steckt, sich auf diese Weise der hinderlichen kranken Bevölkerungsteile zu entledigen, oder ob das die sind, von denen ein baden-württembergischer Politiker gesprochen hat, die, die zugunsten aller über die angeblich unvermeidliche Klinge springen müssen, kann ich nur noch sagen: Herzlichen Glückwunsch! Zur Ankunft des hausgemachten Bumerangs.

12. Kommentarvon :Hans

Corona und was DAS aus uns macht

Wie es der Zufall so will, lese ich gerade das Buch "Worauf wir uns verlassen wollen", geschrieben von Winfried Kretschmann im Jahre 2018, also noch gar nicht so alt. Es geht ihm darin vor allem um seine Idee und Ansicht eines, auf die Zukunft ausgerichteten Konservatismus. Das Buch hat mich sehr interessiert und ich teile auch zu 90 % das, was

Wie es der Zufall so will, lese ich gerade das Buch

"Worauf wir uns verlassen wollen", geschrieben von Winfried Kretschmann im Jahre 2018, also noch gar nicht so alt.

Es geht ihm darin vor allem um seine Idee und Ansicht eines, auf die Zukunft ausgerichteten Konservatismus. Das Buch hat mich sehr interessiert und ich teile auch zu 90 % das, was Herr Kretschmann hier schreibt.

Allerdings steht es in manchen Dingen und Aussagen in grassem Gegensatz zu den Aktionen, die gerade in unserer Gesellschaft abgehen.

Er schreibt auf Seite 56: "Der Staat, der freiheitlich bleiben will, kann und darf den Menschen keinen Sinn aufzwingen. Stattdessen sieht er es als seine Aufgabe, einen >>Leerraum>zu denken, zu glauben, zu hoffen und zu handeln, wie es ihm sein inneres Gewissen eingibt

11. Kommentarvon :Fuchs

Vorerkrankte Arbeitnehmer

Vor 10 Tagen habe ich noch an diesen Staat und ihre humanistische Gesellschaft geglaubt. Heute bin ich nur noch fassungslos über einen Staat, der im Zuge von Lockerungen über einen gesetzlichen Schutz von vorerkrankten Arbeitnehmern (insbesondere aus der freien Wirtschaft) kein einziges Wort verliert und über Menschen in dieser Gesellschaft, die

Vor 10 Tagen habe ich noch an diesen Staat und ihre humanistische Gesellschaft geglaubt. Heute bin ich nur noch fassungslos über einen Staat, der im Zuge von Lockerungen über einen gesetzlichen Schutz von vorerkrankten Arbeitnehmern (insbesondere aus der freien Wirtschaft) kein einziges Wort verliert und über Menschen in dieser Gesellschaft, die vorerkrankten Arbeitnehmern einen entsprechenden Schutz nicht zugestehen wollen. Ich bin fassungslos darüber, dass der Fact Sheet, den Public Health, ein Zusammenschluss von ca. 25 wissenschaftichen Fachverbänden veröffentlicht hat, dem die Deutsche Gesellschaft für Arbeitsmedizin einstimmig zustimmt, und sich vor allem an die politischen Entscheidungsträger wendet, einfach ignoriert wird. Auch der paritätische Wohlfahrtsverband hat auf die Brisanz dieses Themas hingewiesen. Und trotzdem passiert: Genau Nichts. Wenn die einen auf gut Glück von einer Brücke springen wollen, so mögen sie die Freiheit bekommen, dies zu tun. Es kann aber nicht sein, dass anderen das Recht verweigert wird, nicht mitzuspringen. Wenn angesichts der heute verkündeten und weiter angestrebten Lockerungen jetzt bei diesem Thema nichts getan wird, führt dies den shut down ad absurdum, denn wie lautete nochmal die Begründung dafür? Ich meine, mich erinnern zu können, dass es aus allen Kanälen hieß: Um die Risikogruppen zu schützen, das sind aber verdammt nochmal nicht nur Menschen jenseits der 80. Hoffentlich hat man auch daran gedacht, dass

vorerkrankte Arbeitnehmer auch Angehörige haben, die, wenn dieses Experiment - und nichts anderes ist dies - schief läuft, Rechenschaft verlangen werden, bestenfalls über eine lebenslang eingetretene Arbeitsunfähigkeit wegen eines Schadens, der auf einen schon vorhandenen Schaden draufsattelt, schlimmstenfalls über einen Tod, der ohne Weiteres hätte vermieden werden können durch geeignete Gesetzgebung für Arbeitnehmer mit Vorerkrankungen.

10. Kommentarvon :Roman Kessler

In der Krise sind nicht die Lockerungsmaßnahmen rechtfertigungsbedürftig, sondern die Aufrechterhaltung von Beschränkungen der Grundrechte.

Vielfältige Bussgeldkataloge erlassen, das kann unsere Landesregierung. Sie hat auch wie unsere Nachbarn, die Bayern, einen genauen Fahrplan – allerdings so der Ministerpräsident – ohne Daten..und « es ist natürlich nicht konkret, was ich sage, dass soll es aber auch nicht sein « so weiter der Ministerpräsident. Ich widerspreche Ihnen, doch genau

Vielfältige Bussgeldkataloge erlassen, das kann unsere Landesregierung. Sie hat auch wie unsere Nachbarn, die Bayern, einen genauen Fahrplan – allerdings so der Ministerpräsident – ohne Daten..und « es ist natürlich nicht konkret, was ich sage, dass soll es aber auch nicht sein « so weiter der Ministerpräsident. Ich widerspreche Ihnen, doch genau so muss es sein, schaffen Sie endlich Vertrauen und konkrete Perspektiven für Familien mit Kindern und Unternehmen. Mein Vertrauen haben Sie verspielt, die Abstimmung mit anderen Ländern und der Bundeskanzlerin ist sicherlich erforderlich, aber Abstimmung mit anderen ist keine Strategie und keine Rechtfertigung für die Einschränkung von Grundrechten. Nehmen Sie den ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts ernst, nicht die Lockerung, die Einschränkung muss gerechtfertigt werden. Beginnen Sie endlich, die Stellungnahmen des Ethikrates und der Leopoldina ernst zu nehmen und umzusetzen. Schaffen Sie die Steuerungsinstrumente um unser Leben mit dem Virus zu ermöglichen. Schaffen Sie die Grundlagen für breite Tests um Muster und Ausbreitung des Virus zu erkennen. Stärken Sie die Eigenverantwortung, der verordnete Corona-Bürokratismus im Land richtet steigenden Schaden an.

9. Kommentarvon :Roman Kessler
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8. Kommentarvon :ohne Name 9288

Verhältnismäßigkeit der Freizeiteinschränkungen

Man fragt sich in BaWü derzeit, warum Sportarten wie Tennis und Golf weiterhin nicht ausgeübt werden dürfen. Ist man hierzulande zu unbeweglich, zu träge für detaillierte Auseinandersetzung mit dem gesunden Menschenverstand? Was um Himmels Willen macht Individualsport gefährlicher für eine Ansteckung wie das Treffen mit Bekannten im öffentlichen

Man fragt sich in BaWü derzeit, warum Sportarten wie Tennis und Golf weiterhin nicht ausgeübt werden dürfen. Ist man hierzulande zu unbeweglich, zu träge für detaillierte Auseinandersetzung mit dem gesunden Menschenverstand? Was um Himmels Willen macht Individualsport gefährlicher für eine Ansteckung wie das Treffen mit Bekannten im öffentlichen Raum bei gegeben/vorgegebenen Auflagen? Hier werden nach meiner Überzeugung Vereins- und Unternehmensexistenzen unnötig auf’s Spiel gesetzt! Und übrigens auch die Gesundheit derjenigen, für die „ihr“ Sport wichtige Prävention oder Therapie darstellt. Vielleicht mögen die einen oder anderen der verantwortlichen Herrschaften ja die Sportarten (Tennis und Golf) nicht, da diesen immer noch fälschlicherweise ein Privilegierten-Sport-Ruf vorauseilt? Ich bin mal gespannt, wann wir hier in BaWü endlich grünes Licht erhalten, um mehr für unsere Gesundheit in Körper und Geist zu tun!

7. Kommentarvon :ohne Name 9282

Verhältnismäßigkeit der Freiheitseinschränkung

Ich bin jetzt 72 Jahre und konnte mir nicht vorstellen, dass meine Grundrechte so willkürlich wie derzeit eingeschränkt werden. In vielen Bundesländer ist Golf problemlos möglich. Man hat zum Vordermann mindestens 100-150 m Abstand zu halten, der Kontakt zu anderen kann vermieden und die ganzen Hygienevorschriften können problemlos eingehalten

Ich bin jetzt 72 Jahre und konnte mir nicht vorstellen, dass meine Grundrechte so willkürlich wie derzeit eingeschränkt werden. In vielen Bundesländer ist Golf problemlos möglich. Man hat zum Vordermann mindestens 100-150 m Abstand zu halten, der Kontakt zu anderen kann vermieden und die ganzen Hygienevorschriften können problemlos eingehalten werden. für mich als Schwerbehinderten ist das auch Stück Reha und Entspannung. Trotzdem bleibt das Verbot ohne jeden Sinn und Nutzen. Da packt einem die blanke Wut. What dare you???

6. Kommentarvon :GL 1960

Verhältnismäßigkeit der Freiheitseinschränkung

Ich kann mich noch gut an die politische Aussage "Wir begrenzen die Einschränkungen nur auf das unbedingt Notwendige" erinnern. Als Golfspieler gehöre ich auch zur Risikogruppe und verstehe nicht, dass dieser kontaktlose Sport im Freien immer noch nicht erlaubt wird. Auf dem Golfplatz sind die Abstandsregeln problemlos einzuhalten und über 600.000

Ich kann mich noch gut an die politische Aussage "Wir begrenzen die Einschränkungen nur auf das unbedingt Notwendige" erinnern. Als Golfspieler gehöre ich auch zur Risikogruppe und verstehe nicht, dass dieser kontaktlose Sport im Freien immer noch nicht erlaubt wird. Auf dem Golfplatz sind die Abstandsregeln problemlos einzuhalten und über 600.000 Golfer in Deutschland wären weniger auf Wald - und Fahradwegen unterwegs. Hier ist es deutlich schwieriger die Abstände einzuhalten. Vielleicht lernt die Politik mit Ihrer Verwaltung durch diese Krise mehr Augenmaß und trifft Entscheidungen nach gesundem Menschenverstand. Nebeneffekt ist eine Entlastung der Verwaltungsgericht, die sich zunehmend mit Klagen zu falscher Verhältnismäßigkeit bzw. Angemessenheit auseinander setzen müssen.