Wir sehen ein Bedürfnis, über die aktuelle Lage politisch zu debattieren. Dafür bieten wir Ihnen auf dieser Seite ein Forum. „Was können Politik und Gesellschaft aus der Corona-Pandemie lernen?“, so lautet die einleitende und auch ein wenig hoffnungsfrohe Frage. Bitte beachten Sie, dass wir hier keine konkreten Fragen beantworten können. Wir sind aber sehr interessiert an Ihren Meinungen und Ratschlägen. Ihre Beiträge werten wir tagesaktuell aus und bringen sie in die Landespolitik ein. Das Forum war bis zum 31. Januar 2022 geöffnet.
Wenn Sie Fragen haben, lesen Sie sich bitte das Informationsangebot der Landesregierung durch.
Kommentare
Die Kommentierungsphase ist beendet. Vielen Dank für Ihre Kommentare!
Corona Verordnung
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
wir haben Geduld, ich kann Ihnen dies unisono aus meinem Bekannten- und Freundeskreis versichern. Geduld ist jedoch an Vertrauen geknüpft. Ihren Appel geduldig zu sein verknüpfen Sie mit der Forderung «Not kennt kein Gebot» und so agiert die Landesregierung.
Kabinettsmitglieder haben über die jüngste Verschärfung der Corona Verordnung – shut-down Zahnärzte - noch nicht einmal die Abgeordneten des Sozialausschusses informiert. Dies weckt Misstrauen. Ich widerspreche Ihnen, Not kennt Gebot – gerade in der Krise.
Schaffen Sie Vertrauen, diskutieren Sie öffentlich mit den Mitgliedern des Landtages den Kurs der Landesregierung – jetzt
Lernen aus der Corona-Pandemie
Diese Pandemie deckt schonungslos die Mängel in der Versorgung mit Schutzausrüstungen u. -masken auf! Wie sonst kann es angehen, dass an solchen wichtigen Dingen ein Mangel herrscht! Hier wird man meiner Meinung nach in Zukunft ansetzen müssen! Ansonsten finde ich den Umgang mit dieser Pandemie richtig und behutsam!!
Lockerungen / Schul- und Kindergartenschließungen
Guten Tag,
Ich habe volles Verständnis für die Sorge um die Gesundheit der Bevölkerung und die Notwendigkeit des Zusammenhalts in Zeiten des Abstand haltens.
Was mich als Mutter aber auch beschäftigt ist die andauernde Frage meiner Kinder wann die Schule wieder losgeht und wann sie Freunde wieder sehen dürfen. Für mich wird es auch von Woche zu Woche schwieriger, die Kinder zuhause zu unterrichten, zumal die eigene Berufstätigkeit beinahe nicht mehr möglich ist.
Kinder alleine zuhause zu lassen ist für mich keine Option sondern Verletzung der Aufssichtspflicht. An der Arbeitsstelle sind jedoch bald auch alle Möglichkeiten (Urlaubstage, Überstunden, Ausgleichstage...) aufgeschöpft.
Ich bin nicht die einzige Mutter, die von Tag zu Tag hofft endlich Bescheid zu bekommen, wie und wann die Schüler (z.B. Klassen 1-3 und 5-7...) wieder im Präsenzunterricht erscheinen dürfen und somit auch wieder "versorgt" sind. Wann können wir Mütter wieder unserer beruflichen Arbeit nachgehen? Bis jetzt sind wir 5 Wochen im Spagat zwischen dem Kind und Arbeitsstelle - zwischen Zuhause selber Kinder unterrichten und nebenbei Homeofficetätigkeiten betreiben - gewesen. Nun immer noch kein Ende in Sicht zu haben macht mir Angst vor dem Burnout, Angst vor Arbeits- und Lohnverlust oder Angst vor mangelnder Betreuung der Kinder.
Natürlich verstehe ich, dass es seitens der Regierung schwierig ist, Auswirkungen von Lockerungen vorherzusehen und die Bekämpfung einer Pandemie schwer planbar ist. Trotzdem bitte ich Sie dringend, bald einen Fahrplan für Schulkinder und Kindergartenkinder zum Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht für alle Schüler und zur Betreuung von Kindergartenkindern zu erstellen. Wir Eltern suchen Möglichkeiten, wie wir Arbeit und Betreuung der Kinder vereinbaren können. Dazu benötigen wir aber ein Zeitfenster in dem wir mit Arbeitgebern Lösungen erarbeiten können.
Und unsere Kinder sehnen sich nach menschlicher Kommunikation mit Freunden, ja sogar nach dem Lernen direkt in der Schule in persönlicher Kommunikation mit Lehrkräften (und sei es nur, dass Kinder vorerst nur jeden zweiten Tag in die Schule gehen...)
Ich hoffe und sehne mich danach, mögliche Wege für alle Kinder und Eltern zu sehen(auch für die, die keine Notbetreuung bekommen) und hoffe natürlich auch, dass wir trotz Lockerungen mit menschlicher Vernunft und Fürsorge aufeinander aufpassen und Risikogruppen schonen können, so dass wir alle gesund bleiben.
Kitaöffnungen
Diese Kollateralschädigungen für Kinder und deren Eltern werden m.E. von der Bundesregierung nicht genügend gewürdigt. Viele sind im home office, müssen von zu Hause aus arbeiten, sind allein (!!!), Kinder betreuen/ unterhalten, einkaufen, kochen, und und und. Und um ihren Job fürchten. Streit und Aggressionen sind vorprogrammiert. Ist es das wert, um die Risikogruppe zu schützen? Ich gehöre zur Risikogruppe, kann mich aber selber weitgehend schützen. Trage seit Wochen eine Maske beim Einkaufen, als mich andere noch verlacht haben und habe sofort auf Abstand geachet. Unterstütze den Single Vater, so gut ich kann. Warum können nicht die Kitakinder wieder in die Kita, die im Sommer in die Schule kommen? Da ist die Bundesliga offenbar wichtiger. Ich bin sehr enttäuscht, dass man auf die Kleinen so wenig Rücksicht nimmt.
Verhältnismäßigkeit der Freiheitseinschränkung
Ich kann mich noch gut an die politische Aussage "Wir begrenzen die Einschränkungen nur auf das unbedingt Notwendige" erinnern. Als Golfspieler gehöre ich auch zur Risikogruppe und verstehe nicht, dass dieser kontaktlose Sport im Freien immer noch nicht erlaubt wird. Auf dem Golfplatz sind die Abstandsregeln problemlos einzuhalten und über 600.000 Golfer in Deutschland wären weniger auf Wald - und Fahradwegen unterwegs. Hier ist es deutlich schwieriger die Abstände einzuhalten. Vielleicht lernt die Politik mit Ihrer Verwaltung durch diese Krise mehr Augenmaß und trifft Entscheidungen nach gesundem Menschenverstand. Nebeneffekt ist eine Entlastung der Verwaltungsgericht, die sich zunehmend mit Klagen zu falscher Verhältnismäßigkeit bzw. Angemessenheit auseinander setzen müssen.
Verhältnismäßigkeit der Freiheitseinschränkung
Ich bin jetzt 72 Jahre und konnte mir nicht vorstellen, dass meine Grundrechte so willkürlich wie derzeit eingeschränkt werden. In vielen Bundesländer ist Golf problemlos möglich. Man hat zum Vordermann mindestens 100-150 m Abstand zu halten, der Kontakt zu anderen kann vermieden und die ganzen Hygienevorschriften können problemlos eingehalten werden. für mich als Schwerbehinderten ist das auch Stück Reha und Entspannung. Trotzdem bleibt das Verbot ohne jeden Sinn und Nutzen. Da packt einem die blanke Wut. What dare you???
Verhältnismäßigkeit der Freizeiteinschränkungen
Man fragt sich in BaWü derzeit, warum Sportarten wie Tennis und Golf weiterhin nicht ausgeübt werden dürfen. Ist man hierzulande zu unbeweglich, zu träge für detaillierte Auseinandersetzung mit dem gesunden Menschenverstand? Was um Himmels Willen macht Individualsport gefährlicher für eine Ansteckung wie das Treffen mit Bekannten im öffentlichen Raum bei gegeben/vorgegebenen Auflagen? Hier werden nach meiner Überzeugung Vereins- und Unternehmensexistenzen unnötig auf’s Spiel gesetzt! Und übrigens auch die Gesundheit derjenigen, für die „ihr“ Sport wichtige Prävention oder Therapie darstellt. Vielleicht mögen die einen oder anderen der verantwortlichen Herrschaften ja die Sportarten (Tennis und Golf) nicht, da diesen immer noch fälschlicherweise ein Privilegierten-Sport-Ruf vorauseilt? Ich bin mal gespannt, wann wir hier in BaWü endlich grünes Licht erhalten, um mehr für unsere Gesundheit in Körper und Geist zu tun!
In der Krise sind nicht die Lockerungsmaßnahmen rechtfertigungsbedürftig, sondern die Aufrechterhaltung von Beschränkungen der Grundrechte.
Vielfältige Bussgeldkataloge erlassen, das kann unsere Landesregierung. Sie hat auch wie unsere Nachbarn, die Bayern, einen genauen Fahrplan – allerdings so der Ministerpräsident – ohne Daten..und « es ist natürlich nicht konkret, was ich sage, dass soll es aber auch nicht sein « so weiter der Ministerpräsident. Ich widerspreche Ihnen, doch genau so muss es sein, schaffen Sie endlich Vertrauen und konkrete Perspektiven für Familien mit Kindern und Unternehmen. Mein Vertrauen haben Sie verspielt, die Abstimmung mit anderen Ländern und der Bundeskanzlerin ist sicherlich erforderlich, aber Abstimmung mit anderen ist keine Strategie und keine Rechtfertigung für die Einschränkung von Grundrechten. Nehmen Sie den ehemaligen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts ernst, nicht die Lockerung, die Einschränkung muss gerechtfertigt werden. Beginnen Sie endlich, die Stellungnahmen des Ethikrates und der Leopoldina ernst zu nehmen und umzusetzen. Schaffen Sie die Steuerungsinstrumente um unser Leben mit dem Virus zu ermöglichen. Schaffen Sie die Grundlagen für breite Tests um Muster und Ausbreitung des Virus zu erkennen. Stärken Sie die Eigenverantwortung, der verordnete Corona-Bürokratismus im Land richtet steigenden Schaden an.