Service-Navigation

Suchfunktion

Kommunale Flüchtlingsdialoge

Flüchtlinge und Integration

Im Dialog Antworten auf Integration entwickeln

  • Ministerpräsident Winfried Kretschmann (l.) unterhält sich mit Flüchtlingen in der LEA in Karlsruhe. (Foto: dpa)

Viele Flüchtlinge werden in den nächsten Jahren in Deutschland leben und arbeiten. Vor allem die Kommunen stellt dies vor große Aufgaben, denn die Integration findet vor Ort statt. Viele Städte und Gemeinden begeben sich auf den Weg und führen Debatten über die zukünftige Entwicklung und Maßnahmen, die es zu ergreifen gilt. Die Landesregierung möchte diese Bemühungen unterstützen.

Initiative für kommunale Flüchtlingsdialoge

In einer gemeinsamen Initiative der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung Gisela Erler und dem Städtetag Baden-Württemberg, vertreten durch ihr Geschäftsführendes Vorstandmitglied Gudrun Heute-Blum, erörterten auf einer Auftaktveranstaltung am 21. Januar 2016 zehn Kommunen gemeinsam mit anderen Akteuren Ansätze für Bürgerbeteiligungsprozesse in der Flüchtlingspolitik. Die Pressemitteilung und – zeitnah – die Ergebnisse dieser Sitzung finden Sie am Ende dieser Seite.

Warum Flüchtlingsdialoge?

Zentrale Fragestellung der Dialoge ist, wie das Zusammenleben und die Integration als kommunale Gemeinschaftsaufgabe gelingen können. Die wesentlichen Themenfelder sind Bauen und Wohnen, Lernen und Arbeiten, Gemeinschaft sowie Sicherheit. Sie sollen im Dialog zwischen Verwaltung, Politik, Vereinen und Zivilgesellschaft, Flüchtlingen und Bürgerinnen und Bürgern bearbeitet werden. Viele Menschen machen sich aufgrund der hohen Zahl an Flüchtlingen Sorgen. Auch diese sollten in den Dialogen zur Sprache kommen. Neben den inhaltlichen Fragen geht es bei den kommunalen Flüchtlingsdialogen insbesondere darum, den Kommunen einen Werkzeugkasten an die Hand zu geben, um dieses komplexe Thema nach dialogischem Prinzip mit vielen Akteuren aus Bürgerschaft, Verwaltung und Kommunalpolitik zu bearbeiten. Kommunen sollen dabei ihre Erfahrungen weitergeben und andere Kommunen beraten.

Die kommunalen Flüchtlingsdialoge sind ein Kooperationsprojekt von Staatsrätin Gisela Erler mit dem Städtetag und der Bertelsmann Stiftung. Mit dabei sind auch die Führungsakademie und die Landeszentrale für politische Bildung.

Weitere Informationen und Unterstützung

In vielen Kommunen finden bereits Dialoge statt und die Landesregierung möchte dies unterstützen. Über das Programm „Flüchtlingshilfe durch Bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ des Sozial- und des Staatsministeriums könnten sich die Kommunen um finanzielle Unterstützung für die Bürgerbeteiligung vor Ort bewerben. Die Antragstellung ist laufend bis zum 31.10.2016 an die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) möglich. Für die Antragstellung steht ein Formular zur Verfügung. Vor Antragstellung ist eine telefonische Beratung durch die LpB erforderlich. Damit setze die Landesregierung die „Politik des Gehörtwerdens“ fort. Das Programm umfasst zwei Säulen:

  1. Das Förderprogramm „Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe – Gemeinsam in Vielfalt“ und
  2. die Förderung der Qualifizierung bürgerschaftlich Engagierter in der Flüchtlingshilfe.

Im Rahmen der zweiten Säule stehen Mittel zur Förderung der kommunalen Flüchtlingsdialoge zur Verfügung. Dieser Teil des Programms wird von der Landeszentrale für politische Bildung im Auftrag des Sozialministeriums umgesetzt.

Als Ansprechpartner für interessierte Kommunen, insbesondere bei Fragen der finanziellen Förderung, steht die Stabsstelle der Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung beratend zur Verfügung (beteiligungsportal@stm.bwl.de, Tel.: 0711-2153-0).

Antragsformular Kommunaler Flüchtlingsdialog (pdf)

Ausschreibung Kommunale Flüchtlingsdialog


Ministerium

Das Staatsministerium in der Villa Reitzenstein (Parkansicht).

Staatsministerium Baden-Württemberg

Porträt

Gisela Erler

Staatsrätin für Zivilgesellschaft

und Bürgerbe-

teiligung

 

Mehr

Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung

Fußleiste