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Bürgerwerkstatt Umweltbepreisung

Grenzüberschreitende Dialoge, Ooser Festhalle (Bild: Monika Zeindler-Efler)

Themen

Akzeptanz der Umweltbepreisung

  • Soziale Gerechtigkeit
  • Transparenz
  • Vermittlungs- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Mitwirkungsprozess (außerparlamentarisch)
  • Bewährung
  • Wahl der Mittel, etwa Bestrafungen oder Belohnungen
  • Umweltpsychologie

Erläuterungen

Hier finden Sie Erläuterungen zu einigen Aspekten des Themenbereichs „Akzeptanz der Umweltbepreisung“ für eine bessere Verständlichkeit:

Sie können bis zum 26. Juli 2020, 17 Uhr, an der Online-Kommentierung teilnehmen.

Kommentare

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Kommentare : zur Bürgerwerkstatt Umweltbepreisung: Akzeptanz

2. Kommentarvon :ohne Name 8615

Soziale Gerechtigkeit?

Ich finde, dass der Aspekt der sozialen Gerechtigkeit keine Daseinsberechtigung im Zusammenhang mit möglichen Umweltbepreisungen haben sollte. Die Herstellung sozialer Gerechtigkeit ist eine Aufgabe, die der Staat auf finanzieller Ebene durch die Umverteilung von Geldern durchführen sollte, bevor eine Umweltbepreisung durchgeführt wird. Alles

Ich finde, dass der Aspekt der sozialen Gerechtigkeit keine Daseinsberechtigung im Zusammenhang mit möglichen Umweltbepreisungen haben sollte. Die Herstellung sozialer Gerechtigkeit ist eine Aufgabe, die der Staat auf finanzieller Ebene durch die Umverteilung von Geldern durchführen sollte, bevor eine Umweltbepreisung durchgeführt wird. Alles andere wird zu einer Fundamentierung klimaschädlicher Verhaltensweisen bei den subventionierten Gruppen führen. Ein gutes Beispiel ist der/die "ungedämmte Fernpendler*in" mit geringem Einkommen. Erhält diese/r z.B. eine erhöhte Rückvergütung für die lange Fahrtstrecke, so wird diese/r sein/ihr schädliches Verhalten fortsetzen. Erfolgt die Umverteilung jedoch davor, dann kann diese/r das höhere Gehalt aufgrund der hohen Benzinkosten z.B. in eine arbeitsplatznähere Wohnung investieren. Klar ist, dass dieses System Grenzen hat. „Millionär/e/innen“ können bei allen denkbaren CO2-Steuern weiterhin praktisch unbegrenzte Emissionen verursachen. Hier wäre dann eher ein Parallelwährungssystem erforderliche, bei dem jedes Gut sowohl monetär als auch CO2-äquivalent zu bezahlen wäre und jeder Mensch ein gleiches jährliches nicht konvertibles CO2-Budget erhielte. Dieser Traum, obwohl technisch realisierbar, wirkt heute aber ferner als die Erschöpfung aller fossilen Energieträger unserer Erde.

1. Kommentarvon :ohne Name 8615

Die Gerechtigkeit fehlt

Bezüglich der Akzeptanz einer möglichen Umweltbepreisung ist aus meiner Sicht eine gleichmäßige, d.h. gerechte Bepreisung von z.B. CO2-Emmisionen einer der wichtigsten Aspekte überhaupt. Eine hohe Bepreisung von CO2-Emmissionen ist aus meiner Sicht akzeptable, setzt aber voraus, dass alle Verursacher gleichmäßig je kg CO2 bezahlen. Gegenwärtig

Bezüglich der Akzeptanz einer möglichen Umweltbepreisung ist aus meiner Sicht eine gleichmäßige, d.h. gerechte Bepreisung von z.B. CO2-Emmisionen einer der wichtigsten Aspekte überhaupt. Eine hohe Bepreisung von CO2-Emmissionen ist aus meiner Sicht akzeptable, setzt aber voraus, dass alle Verursacher gleichmäßig je kg CO2 bezahlen. Gegenwärtig herrscht hier eine extreme Asymmetrie. Viele Akteure zahlen praktisch gar nicht für CO2-Emmissionen, andere sollen immer stärker belastet werden. Ein Beispiel ist der Schienenverkehr in Deutschland, der fast keine EEG-Umlage zahlt, während private Haushalte hier erhebliche Kosten für die gleichen Emissionen zahlen müssen. Ohne Gleichmäßigkeit werden Umweltbepreisung immer ein Akt staatliche Willkür bleibe, bei der einzelne Bürger für ein Verhalten bestraft werden, für das andere ungeschoren davonkommen.