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Hochbau
  • 14.12.2017

Neubau der Justizvollzugsanstalt Rottweil

  • Beteiligungsprozess zum Neubau der JVA in Rottweil.

Das Preisgericht hat über die in der 1. Phase eingereichten Lösungsvorschläge für den Neubau der Justizvollzugsanstalt Rottweil beraten und 21 Konzepte für die 2. Phase ausgewählt. Der Architekturwettbewerb ging aus einem umfassenden Bürgerbeteiligungsprozess zum Neubau hervor.

Für den Neubau der Justizvollzugsanstalt Rottweil hat das Preisgericht in seiner Sitzung am 13. Dezember 2017 nach intensiven Beratungen aus über 50 eingegangenen Arbeiten von Bewerbergemeinschaften aus Architekten und Freianlagenplanern 21 grundsätzliche Lösungsmöglichkeiten ausgewählt. Diese werden nun in der 2. Phase des Realisierungswettbewerbs weiter vertieft.

Die Jury war aus freien Architekten und Freianlagenplanern, Vertretern des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg, der Stadt Rottweil, des Staatsministeriums, des Ministeriums für Finanzen und des Ministeriums der Justiz und für Europa hochrangig besetzt. Vorsitzender des Preisgerichts war Dipl.-Ing. Wolfgang Riehle aus Reutlingen.

Umfassende Bürgerbeteiligung führt zu Architekturwettbewerb

„Das große Interesse der Architektinnen und Architekten an dieser komplexen Aufgabe unterstreicht den hohen Stellenwert des Projekts in der Öffentlichkeit. Mit dem Neubau der Justizvollzugsanstalt Rottweil wird die Vollzugslandschaft neu aufgestellt. Kleine und unwirtschaftliche Justizvollzugsanstalten können dann aufgegeben werden“, sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett.

„Wir haben Neuland betreten mit der umfassenden Bürgerbeteiligung und dem daraus entstandenen Architekturwettbewerb für ein Gefängnis. Der Mut hat sich ausgezahlt“, so die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung Gisela Erler.

Der Minister der Justiz und für Europa, Guido Wolf, sagte: „Wir freuen uns sehr über die zahlreichen eingereichten Vorschläge. Das Projekt kann jetzt endlich Fahrt aufnehmen. Die neue Justizvollzugsanstalt hat zentrale Bedeutung für den Vollzug in Baden-Württemberg. Entsprechend groß ist unser Interesse, dass schnellstmöglich mit den konkreten Planungen und dem Bau begonnen wird.“

Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß betonte: „Es war eine gute Entscheidung des Landes, einen Architekturwettbewerb auszuloben und dabei weitgehend die Ergebnisse aus den Bürgerbeteiligungsrunden zu berücksichtigen. Für die Bürgerinnen und Bürger ist eine architektonisch ansprechende Gestaltung und eine möglichst landschaftsverträgliche Einbettung der Justizvollzugsanstalt auf dem Esch wichtig.“

Justizvollzugsanstalt in Landschaft einbinden

Bei der jetzt abgeschlossenen 1. Phase lag der Schwerpunkt des Wettbewerbs auf der Einbindung der Justizvollzugsanstalt in die Landschaft und auf dem Umgang mit der Natur. In der 2. Phase des Wettbewerbs sollen die ausgewählten Konzepte vertieft werden. Die zweite Preisgerichtssitzung ist im Juni 2018 vorgesehen.

Nach dem positiven Bürgerentscheid am 20. September 2015 wurde ein offener, zweiphasiger, interdisziplinärer Planungswettbewerb für den Neubau der Justizvollzugsanstalt mit 500 Haftplätzen ausgelobt. Hier sollen zukünftig Strafgefangene aus den Zuständigkeitsbereichen der Landgerichte Rottweil, Hechingen, Konstanz und Waldshut untergebracht werden.

Beteiligungsportal: Neue Justizvollzugsanstalt auf dem Esch


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