Ganztages-Grundschule Dornstadt

Kinder und Kindeswohl

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  • Wohl des Kindes: Länge Schultag, Rhythmus, Erholung, Belastung
  • Freizeit und freies Spiel: Zeit für Vereine, Freunde, Familie
  • Förderung: individuelle Unterstützung, Stärken, Schwächen
  • Übergänge: Kita → Grundschule → weiterführende Schule

Kommentare

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3. Kommentar von :02

ADHS anderes

Wie werden Kinder unterstützt die beispielsweise an ADS leiden und was ist, wenn der Ganztag einfach zu viel und zu lange ist? Solche Kinder, benötigen dringend Reizpausen, was zu Hause am besten möglich ist.

1. Kommentar von :ohne Name 141370

Lautstärke am Mittag

Lärm in der Mittagsbetreuung / in den AG`s

Nicht jedes Kind kommt damit zurecht

5. Kommentar von :02

Pausen keine vollen Terminkalender

Kinder benötigen in dem Alter auch mal Pausen. Pausen von Schule, Pausen von Freunden, Pausen von "fremden" Bezugspersonen, Pausen von Lärm, Pausen von Sitzen und lernen, Pausen von Hobbys. Pausen von Entertaint zu werden. Nichts anderes sind die vollgestopften Nachmittage durch AG's in verbindlichen Ganztagsschulen. Viele Kinder zeigen hier […]

Kinder benötigen in dem Alter auch mal Pausen. Pausen von Schule, Pausen von Freunden, Pausen von "fremden" Bezugspersonen, Pausen von Lärm, Pausen von Sitzen und lernen, Pausen von Hobbys. Pausen von Entertaint zu werden. Nichts anderes sind die vollgestopften Nachmittage durch AG's in verbindlichen Ganztagsschulen. Viele Kinder zeigen hier Erschöpfungszustände von einfach "zu viel los" in der Woche. Spielen ist auch in diesem Alter noch elementar wichtig, um Basics fürs Leben zu lernen. Auch mal allein zu spielen, runter zu kommen, vom lauten und anstrengenden Alltag. Erwachsene lächzen danach, 4 Tage-Woche auf der Arbeit zu bekommen, einige haben eine 35 Stunden Woche. Haben Work-Life-Balance. Und die Kinder sollen täglich 7-8 Stunden in die Schule ???? Mit 6, mit 7 mit 8 mit 9 mit 10 Jahren.

11. Kommentar von :N.N.

Kindeswohl First

Eine Wahlmöglichkeit, die die Interessen der Kinder berücksichtigt, ist aus meiner Sicht der einzig gangbare Weg.Ich verstehe, dass manche Familien auf Jobs im umfangreichen Stundenbereich angewiesen sind und nach Möglichkeiten suchen: für die braucht es Lösungen. Flexibilität im Job, keine Großeltern in der Nähe, uvm. Alles verständlich. Auch mein […]

Eine Wahlmöglichkeit, die die Interessen der Kinder berücksichtigt, ist aus meiner Sicht der einzig gangbare Weg.

Ich verstehe, dass manche Familien auf Jobs im umfangreichen Stundenbereich angewiesen sind und nach Möglichkeiten suchen: für die braucht es Lösungen. Flexibilität im Job, keine Großeltern in der Nähe, uvm. Alles verständlich. Auch mein Job verlangt oft Flexibilität - aber auch hier steht doch das Kindeswohl dem vorne an?!

Denkt doch auch Mal an die Kinder: manche mögen das weg stecken (ob es Ihnen gut tut weiß ich nicht), ich hätte es früher nicht getan und sehe das Stand heute auch nicht bei meinen Kindern: totale Reizüberflutung - Blockaden, Emotionsaisbrüche, usw. wären die Folge.

Für mich heißt ein Staat / eine Gemeinde, die mir als Elternteil VORSCHREIBT (leben wir denn hier in einer Planwirtschaft?), dass ich MEIN Kind, für das ich

  • das Beste möchte (glücklich, ausgeglichen, individuell gefördert),

  • das im Kindesalter insbesondere Familienzeit benötigt und

  • für das ich verantwortlich bin (wie soll ich das sein, wenn ich nicht Mal weiß, wer mein Kind ist)

zwingend bis zum späten Nachmittag (und ja, für ein Schulkind ist auch 7:30/:45 bis 14 Uhr extrem lang! - ich keinen 12:30 / 13 Uhr noch) in die Schule zu bringen habe, dies in Verbindung mit einer Schulpflicht und der Festschreibung keiner Wahlmöglichkeit (es gibt ja nur 1 Grundschule) nur eines:

  • entweder Privatschule oder

  • tschüss Dornstadt (und ja, meine Kinder gehen mir über das, was ich heute meine Heimat nenne!).

Rechtlich steht die Schulpflicht und die Erziehungsberechtigung der Eltern auf selber Stufe! Wo genau wird dem bei einer verpflichtenden Ganztagesbetreuung Rechnung getragen? Auch wenn es vielleicht rechtens ist, ist es aus meiner Sicht keinesfalls OK.

Bei ca. 20 Kindern - wie genau soll denn eine Lehrkraft, so gut sie auch ist - auf diese Kinder zugleich individuell eingehen und das in 8h am Tag und im Alter von 6, 7, 8, 9. Ich erinnere mich noch, wie ich müde war von 1, 2 Mittagsschule-Tagen in der Woche - in der 7. Klasse (ganz anderes Alter).

Aus meiner Sicht kann dem Kindeswohl so nicht entsprochen werden: zu laut, zu viel, zu wenig Kontrolle, zu wenig Personal, zu wenig elterliche Verantwortungsmöglichkeit und mit einem Kind um 16:30 Uhr fängt man doch am Ende nichts mehr an (und wer da dem Kind einen Vorwurf macht, sollte selber vielleicht nochmal in diese Art von Schule!).

Wo darf in diesem Modell ein Kind noch Kind sein, eigene Interessen entwickeln? Motivation kommt von Innen - und kann nicht auf indoktriniert werden.

Bei all diesen Überlegungen wundern wir uns noch, dass Kinder unter Leistungsdruck, psychischen Auffälligkeiten, ADHS und vielem mehr leiden?

Offen gestanden: ab Klassenstufe 8 war ich dann FREIWILLIG in mehreren AGs mit Verantwortungen tätig - teils auch als Klassen-/Stufensprecher, Jugend-forscht und vielem mehr.

Es mag Kinder geben, die das in dem Alter weg stecken und ich kann nur für mich sprechen: ich wäre unter gegangen. Kinder müssen heute schon im Familienalltag, in der Krippe, im Kindergarten, in der Schule usw. funktionieren. Und dann auch noch ganztägig?

Weil ich früher Kind sein durfte, weil ich meinen eigenen Antrieb gefunden habe, weil mir Platz für Entwicklung, Ruhe und Muse gegeben wurde, konnte ich mich zu dem entwickeln, was ich heute bin.

Bitte ! Gebt den Kindern die Chance, sich selbst zu entwickeln, Interessen, Stärken und Antrieb zu finden. Und das funktioniert nicht bei Lärm, zu langen Tagen, fehlender Möglichkeiten eigene Interessen zu entdecken, Wochenenden als Regeneration zu brauchen anstatt Freizeit zu haben. Fantasie, Kreativität, Motivation, Ideenreichtum und damit Lösungsfindungskompetenz wie auch die Fähigkeit, mit sich selbst klar zu kommen, entstehen am Besten bei Langeweile und Ruhe.

Mir fehlt die Fantasie, wie die bei Schule bis 14 / 16 Uhr aufkommen mag.

Anschließend: Schon wir Erwachsenen brauchen das Wochenende zur Erholung nach dem Arbeiten, nachdem wir im 2- oder 3-Mann Büros saßen und offen gestanden nicht von morgens bis abends neues Lernen mussten sondern Gelerntes nutzten. Und unsere Kinder sollen das Gleiche im Großraumbüro mit viel mehr Lerninput schaffen? Schreiben ist immer ressourcenintensiver als lesen - egal ob beim lesen/schreiben, in der Informatik, oder beim lernen/anwenden.

2. Kommentar von :ohne Name 141370

Mehr Konflikte in der Klasse

Mehr Konflikte in der Klasse durch eine Überlastung bei einem Ganztag?

8. Kommentar von :LiMe

Kinder brauchen auch unverplante Zeit

Ein Grundschulkind verbringt bereits einen erheblichen Teil des Tages mit Lernen, Regeln, sozialen Anforderungen und festen Abläufen. Ein verpflichtender Ganztag kann dazu führen, dass kaum noch Zeit für freies Spielen, Nichtstun und eigene Entscheidungen bleibt.Gerade freies Spiel hat für Kinder eine andere Qualität als pädagogisch geplante […]

Ein Grundschulkind verbringt bereits einen erheblichen Teil des Tages mit Lernen, Regeln, sozialen Anforderungen und festen Abläufen. Ein verpflichtender Ganztag kann dazu führen, dass kaum noch Zeit für freies Spielen, Nichtstun und eigene Entscheidungen bleibt.

Gerade freies Spiel hat für Kinder eine andere Qualität als pädagogisch geplante Freizeitangebote.

4. Kommentar von :ohne Name 141415

Individualität

Dadurch, dass alle Kinder "ähnlich" in der Ganztagesbetreuung begleitet werden, besteht nicht mehr viel Spielraum für individuelle Entwicklung innerhalb dieser Zeiten. Es besteht das Risiko, dass die Kinder sich alle ähnliche Hobbies aufbauen, da Freizeit- und freie-Spiel-Angebote nicht so umfangreich abgedeckt werden können wie wenn es privat […]

Dadurch, dass alle Kinder "ähnlich" in der Ganztagesbetreuung begleitet werden, besteht nicht mehr viel Spielraum für individuelle Entwicklung innerhalb dieser Zeiten. Es besteht das Risiko, dass die Kinder sich alle ähnliche Hobbies aufbauen, da Freizeit- und freie-Spiel-Angebote nicht so umfangreich abgedeckt werden können wie wenn es privat organisiert ist.

12. Kommentar von :VT

Kindeswohl

Aktuell sehe ich bei meinem Kind (1. Klasse), das wohlgemerkt nur 3,5h in der Grundschule betreut wird, wie mental erschöpft es nach Hause kommt. Es wird intensiv gespielt, sich ausgeruht, bis überhaupt die Hausaufgaben ordenlich und konzentriert erledigt werden können. Ich frage mich, was das Ganztageskonzept mit meinem Kind macht, wenn es 7h […]

Aktuell sehe ich bei meinem Kind (1. Klasse), das wohlgemerkt nur 3,5h in der Grundschule betreut wird, wie mental erschöpft es nach Hause kommt. Es wird intensiv gespielt, sich ausgeruht, bis überhaupt die Hausaufgaben ordenlich und konzentriert erledigt werden können. Ich frage mich, was das Ganztageskonzept mit meinem Kind macht, wenn es 7h betreut werden muss...Ich sehe darin eine Reizüberflutung, ein Burnout (was Kindern evtl schwerer anzusehen ist). Wozu die Gesundheit meines Kindes während den aller ersten Schuljahren so dermaßen strapazieren? In den weiterführenden Schulen werden die Kinder noch früh genug länger betreut - wohlgemerkt sind sie da auch 4 Jahre älter!

9. Kommentar von :LiMe

Erholung nach einem anstrengenden Schultag

Nicht jedes Kind verarbeitet einen langen Schultag gleich gut. Manche Kinder sind nach dem Unterricht, Lärm und sozialen Kontakten erschöpft und brauchen am Nachmittag vor allem Ruhe.

Eine Ganztagsbetreuung kann für ein eher introvertiertes oder schnell überreiztes Kind etwas völlig anderes bedeuten als für ein sehr extrovertiertes Kind.

13. Kommentar von :ohne Name 141475

Wahlmöglichkeit sollte gegeben sein!

Ein qualitativ hochwertiger Ganztag kann gerne geschaffen werden und stetig weiter entwickelt werden im Hinblick auf das Kindeswohl. Jedoch MUSS es eine Wahlmöglichkeit bleiben und keine Verpflichtung!