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Themenlandkarte

Kommunikation

An Informationen und Kommunikation über die Pandemie mangelt es nicht. Viele Fragen waren und sind aber offen. Die Maßnahmen und dahinterstehenden Abwägungen müssen nachvollzogen und verstanden werden. Missinformationen und komplexe Zusammenhänge erschweren Kommunikation. Welche Aspekte verbinden Sie mit dem Schlagwort Kommunikation? Was fällt Ihnen hierzu ein?

  • Handeln unter Unsicherheit
  • Zentrale Hotlines?
  • Klare Ansagen der Politik
  • Fake News und Verschwörungserzählungen

Kommentare : zu Kommunikation

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4. Kommentarvon :ohne Name 12736

Fake News und Verschwörungserzählungen

Ich komme aus einer Kreisstadt in Baden-Württemberg. Seit Monaten beobachte ich, dass die 14-tägig stattfindenden Corona-Gegner-Demonstrationen immer größer werden, immer mehr Zulauf bekommen. Mich beunruhigt sehr, welche Botschaften dort verbreitet werden. Das Auftreten der Beteiligten ist professionell, die Inhalte entbehren oft jeglicher

Ich komme aus einer Kreisstadt in Baden-Württemberg. Seit Monaten beobachte ich, dass die 14-tägig stattfindenden Corona-Gegner-Demonstrationen immer größer werden, immer mehr Zulauf bekommen. Mich beunruhigt sehr, welche Botschaften dort verbreitet werden. Das Auftreten der Beteiligten ist professionell, die Inhalte entbehren oft jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Und die Gesamtlage war gerade in den vergangenen Wochen sehr angespannt, fast aufgeheizt und aggresiv. Es ist aber keine Lösung, diese Menschen als Spinner, als Verschwörungsirre abzutun. Ich fände es gut, wenn hier ein Austausch stattfinden könnte. Ein Gespräch. Vielleicht unter zu Hilfe Name von Mediation.

3. Kommentarvon :rgerhards

Handlungshilfen für lokale Corona-Maßnahmen

Lokal entscheidet sich, wie wir mit Corona umgehen. Werden die Maßnahmen akzeptiert, ist die Pandemie unter Kontrolle zu bringen. Sonst wird es schwierig. Gerade in Zeiten der Desinformation ist die Ansprechperson vor Ort wichtig. Dieser wird noch am ehesten vertraut. Die Faktenlage ist, wie hier durch's Land selbst beschrieben, sehr kompliziert

Lokal entscheidet sich, wie wir mit Corona umgehen. Werden die Maßnahmen akzeptiert, ist die Pandemie unter Kontrolle zu bringen. Sonst wird es schwierig.

 

Gerade in Zeiten der Desinformation ist die Ansprechperson vor Ort wichtig. Dieser wird noch am ehesten vertraut. Die Faktenlage ist, wie hier durch's Land selbst beschrieben, sehr kompliziert und schwierig zu erklären.

 

Die "Helfenden vor Ort" benötigen daher Unterstützung - sei es in Form von leicht verwendbaren Materialen, Argumentationshilfen, Schulungen, "best practices" oder auch Ideen. Eine Möglichkeit wäre auch die Einrichtung von Diskussionsforen, in denen sich alle, die sich für die Verbesserung der Situation vor Ort einsetzen, austauschen können. Nicht nur eine kleine Zahl im Bürgerforum, sondern alle, die sich einbringen möchten.

 

Ein Feedback ans Land wäre sicherlich auch nicht schlecht. Corona betrifft alle. Daher sollte auch eine möglichst große Anzahl bei der Bewältigung der Krise mithelfen können - und das möglichst effizient. Hier gilt es eine (virtuelle) Organisation aufzubauen.

2. Kommentarvon :Fit

Zielkonflikte und Güterabwägung in den Vordergrund stellen

Der Fächer an Verordnungsfassungen, aus dem heraus man erst einmal die aktuell geltenden Abschnitte herausarbeiten muss, überfordert die Bürger. Verständlicherweise eignet sich der Rechtstext einer Verordnung mit seiner eigenen Struktur und Änderungsökonomie nicht für die politische Kommunikation. Aktuell erfahren die Corona-Verordnungen als

Der Fächer an Verordnungsfassungen, aus dem heraus man erst einmal die aktuell geltenden Abschnitte herausarbeiten muss, überfordert die Bürger. Verständlicherweise eignet sich der Rechtstext einer Verordnung mit seiner eigenen Struktur und Änderungsökonomie nicht für die politische Kommunikation. Aktuell erfahren die Corona-Verordnungen als verbindliche und oftmals erste Quelle aber eine sehr hohe öffentliche Aufmerksamkeit. Widersprüche, vermeintliche Leerstellen, die Vielzahl an Ausnahmeregelungen und die kaum nachvollziehbare Systematik solcher Texte trägt zum Verdruss und dazu bei, dass das kommunikative Band zwischen Exekutive und Bürgern gerade zerreist.

Dem sollte nicht nur mit wiederholten Dringlichkeits- und emotionalisierten Mitmachappellen in Form von Marketingstrategien begegnet werden, sondern eine Kommunikationsstrategie zur Seite gestellt werden, die mündige Bürger anspricht, einzelne Maßnahmen und ihre Funktionsannahmen bündelt, sie transparent in die Matrix der politischen Zielkonflikte stellt und die nachvollziehbar ohne Autoritätsbeweise argumentiert, wenn es nicht zunehmend zur Ablehung von Maßnahmen aus Unverständnis kommen soll.

Wenn aktuell die Maßnahmen darauf abzielen, möglichst umfassend Anlässe zur Geselligkeit zu verhindern, um die Welle für einmal wieder zu brechen und um dadurch Zeit zu gewinnen und gleichzeitig die Aufrechterhaltung von Wirtschaft, Handel und Bildung demgegenüber priorisiert wird, muss dies offen gesagt werden. Sobald der Blick nur auf einzelne Maßnahmen - z.B. Restaurantbesuch und Arbeit im Großraumbüro - gelenkt wird, stehen die Widersprüche im Vordergrund. Es muss und kann nur politisch nicht infektionslogisch begründet werden wo diese Wirkungsannahme nicht auf vergleichbare Lebensbereiche übertragen wird - wie etwa auf den Kontakt am Arbeitsplatz oder im Gottesdienst. Daher müssen immer auch die Ziel- und Wertkonflikte dargestellt werden, damit aus Verordnungen noch eine Ordnung der politischen Entscheidungen abgeleitet werden kann.

Hier ist viel zu tun, wenn keine fraktionierte Öffentlichkeit enstehen soll.

1. Kommentarvon :SB

Kommunikation in Corona Zeiten

Was ich vermisse ist eine klare Kommunikation seitens der Landesregierung. Da findet ein Treffen der MPs mit der Bundeskanzlerin statt. Da gibt es auch ein Protokoll dazu. Jetzt erwartet man, dass in BaWü eine entsprechende Corona Verordnung kommt. Alle Medien scheinen zu wissen, was in der neuen Verordnung drin steht. Aber die Verordnung

Was ich vermisse ist eine klare Kommunikation seitens der Landesregierung. Da findet ein Treffen der MPs mit der Bundeskanzlerin statt. Da gibt es auch ein Protokoll dazu. Jetzt erwartet man, dass in BaWü eine entsprechende Corona Verordnung kommt. Alle Medien scheinen zu wissen, was in der neuen Verordnung drin steht. Aber die Verordnung selber steht bis Sonntag Abend nirgends. Was wäre denn, einfach im Internet zu sagen: Die kommt bis Sonntag Abend und in NINA gibt es dazu dann eine Meldung. Und schon kann man sich die ganzen Märchen aus den Medien schenken.

Und jetzt ist sie da, die neue Verordnung, und da gibt es einen einfach gehaltenen Flyer. Und da steht: Maximal 10 Personen auch bei Verwandten. Und was steht in der Verordnung? Wenn in gerade Linie verwandt gilt der Absatz 1 mit der Anzahl nicht. Danke dafür, das stärkt das Vertrauen in die Landesregierung ungemein. Wissen die wenn wirklich was sie tun, wenn es nicht mal möglich ist eine Lang- und ein Kurzform kompatibel zu gestalten. Kann so jemand eine Pandemie managen, wenn schon 2 Dokumente nicht mehr beherrschbar sind?

 

Mein Wunsch: Sagen was bis wann kommt was und dann stimmige und klare Aussagen, kein Konjunktiv, kein wünschenswert oder inakzeptabel. Ganz einfach: Das ... ist von ... bis ... verboten.