Welchen Einfluss hatte die Corona-Pandemie auf die Schulen und die Kinderbetreuung? Welche Themenbereiche und Aspekte fallen Ihnen dazu ein, die betrachtet werden könnten?
- Bedeutung für das öffentliche Leben
- Benachteiligte Kinder
- Digitales Lernen
- „Generation Corona“
- Homeschooling
- Infrastruktur (Gebäude und IT)
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RKI-Empfehlung in Schulen JETZT umsetzen
Das RKI hat in seinen Empfehlungen einen klaren Grenzwert genannt, ab dem Schulen strengere Hygienemaßnahmen ergreifen und z.B. die Schüler im wochenweisen Wechsel in die Schule kommen sollen.
Diesem Wunsch hat die Kanzlerin entsprochen, als sie die Kultusminister*innen um die Vorstellung eines Vier-Stufen-Plans bat.
Dieser wurde so wischiwaschi umgesetzt, dass er weder verbindliche Geltung hat, noch klare Zahlen benennt. Kinder & Lehrer werden husch-husch in Quarantäne geschickt, Fallzahlen verschwiegen oder nachträglich gemeldet und wir befinden uns mitten im exponentiellen Wachstum.
Dass die Abstandsregelungen an Schulen und Unterricht in kleinen Gruppen wieder eingeführt werden, ist JETZT notwendig, nicht erst in 2 Wochen! Es ist der einzig sichere Weg, damit Schulen nicht zu Superspreadern werden und gleichzeitig das Recht auf Bildung zu wahren, für das eben Präsenz der Kinder und Jugendlichen im sozialen Umfeld der Schule eben auch wichtig ist.
Wenn wir die Schulen blind aufgelassen werden wie bisher, die Kinder in überfüllten Bussen in die Schule fahren und die KuMis den Kopf in den Sand stecken, ist weder Schüler*innen noch Eltern noch Lehrkräften geholfen und wird auch gravierende Folgen für die Wirtschaft haben!
Schule als Ort der Persönlichkeitsbildung und Ort des sozialen Lernens/ Miteinanders
Schule wurde in letzter Zeit von vielen Menschen hauptsächlich in ihrer Funktion als einer Betreuungseinrichtung betrachtet, damit Eltern (anders als im März) ihrer Arbeit nachkommen können. Wenn es darüber hinaus ging, erweiterte sich der Blick auf die kognitive Bildung der Kinder und/ oder fehlende Inhalte durch fehlende Schulwochen.
In der Betrachtung der Institution Schule fehlte der Wegfall der Schule als Ort der Persönlichkeitsbildung außerhalb des Elternhauses:
- durch weitgehende Konzentration auf Kernfächer
- durch personelle Engpässe an den Schulen Wegfall von entsprechenden Angeboten wie zum Beispiel AGs
- durch Corona-VO Schule viele persönlichkeitsbildende Angebote nicht mehr durchführbar, weil z.B. klassenübergreifend, Abstandsregeln etc. sowie teambildende Aktivitäten verboten (Schullandheim, Ausflüge usw.)
- musische Angebote und Bildung sowohl in der Freizeit als auch in der Schule kaum noch vorhanden
- Betriebspraktika zur Findung und zum Ausprobieren von Fähigkeiten und Fertigkeiten unter diesen Umständen kaum noch möglich. Einige Segmente fallen weg und können daher auch nicht ausprobiert werden (Kultur, Gastronomie usw.)
Ebenso viel zu kurz kommt die Bedeutung der Schule als Ort des sozialen Miteinanders. Unter den jetzigen Rahmenbedingungen ist Lernen in einigen Bereichen und Fächern unter enorm erschwerten Bedingungen möglich, jedoch kaum soziales Lernen. Es fehlen die Möglichkeiten und bis dato bestehende Strukturen und Aktivitäten sind verboten.
Dadurch ist kaum noch Arbeit an der Klassengemeinschaft oder Schulgemeinschaft möglich. So kann soziales Lernen außerhalb des Schonraumes Elternhaus schlicht nicht stattfinden. Wo findet es dann statt? Die Vereine können die Lücke ja leider auch nicht füllen. Ist soziales Lernen über einen so langen Zeitraum wirklich zu vernachlässigen oder gar verzichtbar?
Wäre eine Überarbeitung der Coronaverordnung Schule machbar, damit da wo personell möglich Gelegenheiten des sozialen Lernens nach draußen verlegt werden können (geht auch im Winter)? Je nach Schulstandort könnte damit auch wieder mehr Bewegung stattfinden. Bsp. Kanutour, Waldexpedition u.v.m.
Darüber hinaus: wie und wo soll und kann Persönlichkeitsbildung die nächsten Jahre stattfinden? Vor allem für Kinder aus sogenannten bildungsfernen Familien.
Transport
Im Schulgebäude gelten Hygienebestimmungen und auf Einhaltung wird geachtet. Auf dem Weg zur Schule und zurücks sind die Schüler in Schulbussen zusammengepfercht. In den Pausen stehen Schüler außerhalb des Schulgeländes an Kiosken und Imbissen dicht zusammengedrängt ohne Beachtung jeglicher Hygieneregeln. Alle Maßnahmen werden hier ad adsurdum geführt. Das muss dringend geändert werden. Konzepte sehr halbherzig - ganzheitliche Lösung erforderlich.
Kinder stehen im Regen / Keine Aufenthaltsmöglichkeiten
Wussten Sie schon,
dass die Kinder vor Schulbeginn das Gebäude nicht mehr betreten dürfen und dass sie sich in den Pausen weder in den Fluren noch in den Vorräumen aufhalten dürfen. Und die Klassenzimmer sind sowieso nur für die Dauer des Unterrichts geöffnet. Die höchste Priorität an unserem Gymnasium liegt darin, dass die Schulleitung keine Haftungsprobleme bekommt. Aufenthaltsräume können für die Schüler nicht zur Verfügung gestellt werden, weil keine Durchmischung stattfinden darf.
D.h. die Kinder stehen im Regen und bald auch im Schnee!!!!
Es mag grundsätzlich so sein, dass in den Klassenzimmern eine Aufsichtspflicht besteht. Aber diese muss dann temporär ausgesetzt werden. Wie groß ist tatsächlich die Chance, dass Kinder "aus dem Fenster fallen", wie es als Begründung angegeben wird.
Ich stelle mir immer vor, wie unsere Schulleitung in ihrem schönen warmen Büro sitzt und auf die Kinder herunterblickt, die frierend vor der Schule stehen. Die Busse kommen teilweise bis zu 30 Minuten vor Unterrichtsbeginn.
Ist das im Sinne unserer Regierung/Kultusministerin?
Ich wünsche mir schon fast das Homeschooling wieder zurück. Dann weiß ich wenigstens, dass mein Kind sich ohne Maske im Warmen befindet und unter wesentlich besseren Bedingungen lernen kann als in der Schule.
MFG
Gesundheit
Bitte halten Sie sich endlich an die Empfehlungen des RKI und ermöglichen Abstand durch hybrides Lernen in halber Klassenstärke mit Betreuung für die jüngeren Jahrgänge. Es ist nicht hinnehmbar, dass man im Klassenzimmer keinen Abstand halten kann. Das gefährdet die Gesundheit von Lehrkräften und Schüler*innen.
Luftfilter für Schulen
Wäre es nicht einfacher, alle Klassenzimmer so schnell wie möglich mit Luftfilter-Systemen auzustatten ?
Wenn dazu die Weihnachtspause genutzt wird, nimmt das viel Druck aus dem Schulalltag.
Bestimmt könnte man viel Eltern und Freiwillige zur Mithilfe motovieren.
Das wäre doch mal ein lohnender Einsatz und ist im Vergleich zu den wirtschaftlischen Hilfen ein viel geringerer Einsatz von Steuergeldern.
Vor allem wenn es sich um die angeblich höchste Priorität in der Corona-Krise handelt, dass die Schulen gut weiterlaufen.
Handlungsbedarf an Schulen
Ich finde die bisher getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid19 wichtig.
Die derzeitigen Z u s t ä n d e in den Schulen finde ich jedoch f u r c h t b a r !!
Nur damit der Präsenzunterricht in vollem Umfang stattfinden kann, werden Regeln gelockert, die Empfehlungen des RKI scheinbar ignoriert.
Lehrer und Schüler müssen mit bis zu 29 weiteren Mitschülern mit Maske, ohne Abstandsregeln, in einem Klassenzimmer sitzen und die Fenster werden, auch wenn es jetzt Winter wird, alle 20 Minuten für 5 Minuten geöffnet.
Dazu die immer noch viel zu vollen Busse und Züge, in denen einige die Masken nur so halb tragen.
Ich kann verstehen, dass es für viele Eltern ein Problem bei der Betreuung gibt. Hierfür müssen natürlich Lösungen gefunden werden, aber nicht auf Kosten der Kinder.
Ich finde, hier muss jetzt dringend gehandelt werden!
Im Stich gelassen...
Ich las gerade die neue Corona-Verordnung und traute meinen Augen nicht. Sämtlicher Sport im Freizeitbereich, sofern nicht alleine oder zu zweit ausgeübt, ist untersagt, aber Schwimmbäder und Sportstätten bleiben für den SCHULSPORT geöffnet?
Ich als Lehrer soll also knapp 30 Kinder ohne Maske und z.T. auch ohne Mindestabstand mindestens 45 Minuten, meist 90, unterrichten? Ganz davon zu schweigen, dass ich die Maskenpflicht bzw das Abstandsgebot in den Umkleidekabinen nur bedingt oder gar nicht kontrollieren kann und darf.
Dass die Wirtschaft am Laufen gehalten werden muss, das sehe ich absolut genauso. Dafür müssen die Menschen arbeiten gehen können und ihre Kinder betreut wissen. Demzufolge bin ich gegen die generelle Schließung von Schulen und Kitas. Auf einem anderen Blatt steht allerdings, dass Lehrer und auch Schüler, von welchen aus beiden Gruppen Personen mit erhöhtem Risiko angehören, nur mangelhaft oder im Falle des Sportunterrichts überhaupt nicht geschützt werden. In einer Klasse befinden sich zwischen 25 und 31 Schüler, ab einer Infektionsrate von 50 wurde eine Klassenteilung versprochen- passiert ist nichts. Stattdessen sitzen wir in einer Innenstadtschule in der Stadt mit der höchsten Neuinfektionszahl in ganz Baden-Württemberg auf engstem Raum bei geöffneten Fenstern mit Masken. Die Schule liegt an einer vierspurigen Straße, was die Verständigung bei Lüften UND mit Masken quasi unmöglich macht. Halsschmerzen und Stimmprobleme bei den Lehrkräften nach dem ersten Tag der Woche sind an der Tagesordnung, was die Ängste um Corona noch verstärkt. Das Tragen einer FFP2-Maske fällt bei einem ganzen Schultag aus, da hier nach spätestens 75 min (Maske ohne Ventil) eine Pause von 30 min oder länger gemacht werden soll- wer hat dies schon innerhalb eines Unterrichtstages? Dazu Aufsichten im vollen Pausenhof, die Klassen stehen zwar theoretisch getrennt und mit Maske, aufgrund der Schülerzahl und der Enge ist auch hier nichts so wie es sein sollte.
Ich müsste mich komplett von meiner Familie mit zwei kleinen Kindern isolieren, wollte ich ein reines Gewissen haben- denn ich bin ja nicht nur dem Staat verpflichtet, sondern auch noch eine Privatperson...
Hygienekonzept Schule
In unserer Schule in Herrenberg gibt es trotz Corona noch "Wanderklassen". Dadurch ist es nicht möglich ein Hygienekonzept einzuhalten. Beim Übergang von einer Klasse zur Anderen sind die Zeiten viel zu kurz um vernünftig zu lüften und zu desinfizieren.
Es wäre vernünftig, bei zu wenigen und zu kleinen Klassenzimmern zumindest teilweise auf Onlineunterricht umzustellen, aber die Schule hat wohl eine vom Kultusministerium verordnete Präsenzpflicht zu erfüllen.
Ich stelle in meinem Umfeld unter befreundeten Jugendlichen eine hohe Akzeptanz der Coronaregeln fest, die aber immer mehr brökelt, da wir im privaten Bereich sehr streng sein sollen, und in der Schule und in den Schulbussen ist dann plötzlich alles egal.
Kinder sind unsere Zukunft? Vor allem sind sie Menschen
Wo wird in der Schule@Corona die Seele der betroffenen Schülerinnen und Schüler berücksichtigt? Insgesamt verliert das Corona-Management (auch in anderen Lebensbereichen abseits von Schule) immer mehr die Menschen aus dem Blick. Auch in den Schulen geht es nur um "funktionieren", "durchhalten", "sich nicht so anstellen".
Aber hier sind junge Menschen mit ihren Ängsten und Sorgen beteiligt - diese brauchen in der Schule@Corona einen festen Platz! Diese jungen Menschen sollen morgen das Wohlergehen unseres Landes sichern - sichern wir heute ihr Wohlergehen im Hier und Jetzt!