Alle Ministerien des Landes Baden-Württemberg

Themenlandkarte

Was haben wir vergessen?

Bitte ergänzen Sie hier Themen und Aspekte, die Ihrer Meinung nach fehlen oder die durch die anderen Themenfelder nicht abgedeckt werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf allgemeine Meinungsäußerungen nichts erwidern, die keinen Bezug zu dem Zweck der Online-Beteiligung haben. Wir behalten uns vor, solche Beiträge auszublenden, sollten sie die Online-Beteiligung stören. Dies ergibt sich auch aus unserer Netiquette.

Kommentare : zu Was haben wir vergessen?

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54. Kommentarvon :ohne Name 13227

Gesundheit: "Zentrale Quarantäne" "Verpasste durchgemachte Infektionen", "Erwartete ARE-Testzahlen"; Kultur: Wissensweitergabe

Zentrale Quarantäne/Isolation: Wenn schon im April eine vom RKI erwähnte Analyse ergab, dass zentralisierte Quarantäne als etwa doppelt so effektiv bei der Reduktion der Covid-19 Übertragungen eingeschätzt wird, warum schaffen wir es in Baden-Württemberg im November noch immer nicht, allen Menschen ohne Haupt-/Nebenwohnung mit möglicher

Zentrale Quarantäne/Isolation:

Wenn schon im April eine vom RKI erwähnte Analyse ergab, dass zentralisierte Quarantäne als etwa doppelt so effektiv bei der Reduktion der Covid-19 Übertragungen eingeschätzt wird, warum schaffen wir es in Baden-Württemberg im November noch immer nicht, allen Menschen ohne Haupt-/Nebenwohnung mit möglicher Einzelnutzung ZENTRALISIERTE QUARANTÄNE/Isolation ANZUBIETEN ?

 

Wenn viele Menschen durch soziale Distanzierung weniger "sonstige" Infekionen erleben, wie beeinflusst diese Tatsache mittelfristig das Immunsystem?

Wird es sich auf die Zeit nach Covid-19 Beschränkungen auswirken, wenn das menschliche Immunsystem weniger gewohnt ist, gegen Erkältungsviren zu kämpfen?

 

Wie viele Menschen werden sich diesen Winter durch soziale Distanzierung weniger mit "Nicht-Covid-19"-akuten respiratorischen Erkrankungen (Influenza, Rhinoviren, ...) infizieren? Und wie viele Tests werden daraufhin weniger außer auf SARS-CoV-2 benötigt werden?

 

 

In wie vielen Fällen werden Menschen durch Lockdown und weitere Verbote bisherige Erfahrungen und Wissen weniger an "die nächste Generation" von Kulturschaffenden (Straßenfeste, Veranstalter, Musiker, ..) weitergeben; Wie viele Menschen werden solches Wissen und Können später nicht mehr wie bisher weitergeben können, und wie wollen wir den Verlust dieser Fähigkeiten gesellschaftlich mildern?

Wenn bisher jedes Jahr auf Veranstaltungen Erfahrungen und Wissen zur sicheren Durchführung weitergegeben wurden, wie viel dieses Wissens geht unwiederbringlich verloren?

53. Kommentarvon :ohne Name 3133

Ausweis-Mitführpflicht einführen

..im öffentlichen Raum für alle ab 16 Jahren, um eine Kontrolle über angeordnete Absonderungen überhaupt zu ermöglichen. Das wäre ein milderes Mittel als die - auch immer wieder geforderte - Kontrolle im häuslichen Bereich. Faktisch kann die Polizei aktuell gar nicht überwachen, ob Quarantäne- und Isolierungs-Anordnungen befolgt werden.

52. Kommentarvon :Jürgen, Fellbach

Schnittstelle Medizin/Pflege und Betroffene/Angehörige

Wir brauchen Lösungen für Patienten, die in Kliniken eingeliefert werden. Sie können in ihrer Not keinen Besuch empfangen. Das ist sehr belastend.

Menschen in Pflegeeinrichtungen brauchen verlässliche Konzepte, wie sie Kontakte pflegen können.

Pflegeeinrichtungen brauchen bessere Konzepte, um die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern.

51. Kommentarvon :ohne Name 13126

Hochschulen

Von den Hochschulen ist nirgends die Rede.

Gibt es Konzepte, wie zu einem Präsenzbetrieb zurückgekehrt werden kann?

Die Situation ist für viele Studierende vor allem für die Erstsemester sehr schwierig.

50. Kommentarvon :ohne Name 13050

Themenlandkarte - Menschen mit Handicap

Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hat feststellt, dass seit Jahresende 2017 in Baden-Württemberg allein 943 183 schwerbehinderte Menschen leben. Diese spiegeln 8,6 % der gesamten Bevölkerung Baden-Württembergs wider. Im Jahr 2020 wird die Zahl nicht kleiner geworden sein. Die Anzahl behinderter Menschen generell in Baden-Württemberg

Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg hat feststellt, dass seit Jahresende 2017 in Baden-Württemberg allein 943 183 schwerbehinderte Menschen leben. Diese spiegeln 8,6 % der gesamten Bevölkerung Baden-Württembergs wider. Im Jahr 2020 wird die Zahl nicht kleiner geworden sein. Die Anzahl behinderter Menschen generell in Baden-Württemberg dürfte um ein vielfaches größer sein. Wenn das Land alle hier im Land lebenden Menschen gleich wertschätzt und anerkennt, täte es gut daran, diese auch sichtbar in die Themenkarte aufzunehmen.

49. Kommentarvon :Korczak-Haus-Freiburg e.V.

Corona und Kinder mit schweren Mehrfachbehinderungen

Der Korczak-Haus Freiburg ist ein Elternverein, der Träger eines SBBZ (Schule) eines Schulkindergartens und eines Familienentlastenden Dienstes für Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen. Corona hat den Alltag der Familien und der Einrichtungen vollkommen verändert. Die Kinder haben ein hohes Risiko zu erkranken und wegen unterschiedlicher

Der Korczak-Haus Freiburg ist ein Elternverein, der Träger eines SBBZ (Schule) eines Schulkindergartens und eines Familienentlastenden Dienstes für Menschen mit schweren Mehrfachbehinderungen.

Corona hat den Alltag der Familien und der Einrichtungen vollkommen verändert. Die Kinder haben ein hohes Risiko zu erkranken und wegen unterschiedlicher Vorerkrankungen, hat man Angst, dass ein Corona-Verlauf sehr schwer sein könnte. Die Mitarbeiter/-inne machen sich große Sorgen, dass sie unbewusst, das Virus in das Haus tragen könnten. Die Folge: Familien und Mitarbeitende ziehen sich immer mehr aus dem öffentlichen Leben zurück.

Themen, die für uns geklärt werden müssen:

- Mehr Bustouren, damit man die Kinder weniger Kontakten aussetzt auf dem Weg zwischen Zuhause und Einrichtung.

- Schnelltests, die von ärztlich eingewiesenem Personal (Pädagogen/-innen, Heilerziehungspfleger/-innen) durchgeführt werden dürfen.

Die Tests sind wichtig, um Kollegen/-innen mit unklaren Symptomen die Sicherheit zu geben, dass sie kein Corona haben. Wenn das nicht möglich ist, muss der Unterricht oder die Familienentlastende Betreuung immer wieder ausfallen. Die Familien können mit der zusätzlichen Belastung nicht mehr fertig werden, wenn die Kinder immer öfter zuhause bleiben können.

All diese Themen dürfen im "Bürgerforum Corona" nicht vergessen werden. Die Familien mit Kindern mit schweren Behinderungen sind besonders von Corona betroffen.

48. Kommentarvon :Andrea25

Menschen mit Behinderung unter Corona und überhaupt

Als Mutter dreier Kinder, 23, 22, 17 und Gesetzlicher Betreuer meiner ältesten beeinträchtigten Tochter spüre ich fast täglich die Probleme und Auswirkungen der Corona-Krise; meine gesunden Kinder, deren Zukunft komplett in Frage steht, da die gewünschten und z. T. zugesagten Ausbildungsplätze wieder abgesagt oder schon vorher voll waren und meine

Als Mutter dreier Kinder, 23, 22, 17 und Gesetzlicher Betreuer meiner ältesten beeinträchtigten Tochter spüre ich fast täglich die Probleme und Auswirkungen der Corona-Krise; meine gesunden Kinder, deren Zukunft komplett in Frage steht, da die gewünschten und z. T. zugesagten Ausbildungsplätze wieder abgesagt oder schon vorher voll waren und meine älteste Tochter, die schon zu Beginn damit nicht klar kam und vieles einfach nicht nachvollziehen kann. Hinzu kam der teilweise "Zwang" in die Einrichtung zurückzukehren, obwohl da weder Arbeits- noch Freizeitprogramm geboten wurde. Diese Unsicherheit spiegelt sich fast täglich in unserer Familie und vielen Diskussionen wieder.

47. Kommentarvon :ohne Name 13041

Virusbekämpfung

Alle bisher getroffenen Entscheidungen im Umgang mit dem Virus dienen dazu, den Menschen vor einer Ansteckung zu schützen und schlussendlich das Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren. Alle im öffentlichen Raum geltenden AHA-Regeln + Lüften reichen aber nicht aus, den Virus zu stoppen - zumindest in der kalten Jahreszeit. Im vergangenen

Alle bisher getroffenen Entscheidungen im Umgang mit dem Virus dienen dazu, den Menschen vor einer Ansteckung zu schützen und schlussendlich das Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu bewahren.

Alle im öffentlichen Raum geltenden AHA-Regeln + Lüften reichen aber nicht aus, den Virus zu stoppen - zumindest in der kalten Jahreszeit. Im vergangenen Frühjahr und Sommer sind die Fallzahlen an Neuansteckungen gesunken, sodass die Gesundheitsämter mit der Nachverfolgung nachgekommen sind. Das ist momentan nicht möglich - trotz Einsatz von Bundeswehr oder Kreissparkassenpersonal. Die APP taugt nichts. Von zehn Bekannten hat sie einer installiert - ich. Wenn wir mit diesen Mitteln, die den Entscheidern zur Verfügung stehen die Inzidenzen wieder unter 50 drücken wollen, dann braucht es einen richtigen Lockdown sowie im Frühjahr. Der kostet Milliarden Euro - im November alleine 10 Milliarden für eine Branche, die nichts tun darf, und für den Steuerzahler, der von dieser Branche nichts nutzen kann, aber die Zeche zahlen darf. Der Frust entlädt sich nach und nach auf den Straßen. Alles was wir wissen ist, das die Inzidenzen im Sommer zurückgehen, weil wir uns draußen aufhalten. Im Umkehrschluss heißt das: Jetzt im Herbst und Winter steigen sie wieder expotenziell. Aber warum? Weil wir uns zu 90 Prozent in geschlossenen Räumen aufhalten und die feinen virenbelasteten Aerosole sich stundenlang in einer schlecht gelüfteten Raumluft herumschwirren. Das ist bewiesen, allerdings kann man die Viren in der Raumluft nicht sehen. Alle bisherigen Massnahmen sind reaktionär. In schulen sind Schüler stundenlang diesen Aerosolen ausgesetzt. Hier wird gelüftet. Danach fahren die Schüler im vollbesetzen Bus ohne Abstand und Frischluft nach Hause: Dort trägt man keine Maske.

Alle diese Massnahmen können als Schutz- Flucht- oder Kapitualion vor dem Virus betitelt werden. Der Virus ist unser Feind. Und jetzt kommt die gute Nachricht: Wir können ihn bekämpfen. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Es gibt nicht nur eine, sondern technische Lösungen, um Räume (fast) virenfrei zu bekommen. Es gibt zwei Möglichkeiten: Im Sommer 2021 feiern wir Olympia und Fussball-EM und gehen in den Urlaub. Ab Oktober steigen die Fallzahlen und wir gehen in den dreimonatigen Lockdown. Das kostet mindestens 50 Milliarden Euro. Oder wir investieren jetzt einen Bruchteil davon in technische Lösungen und bekommen bis zum Herbst 2021 alle Räume, in denen gelehrt oder musiziert oder gebetet wird, in den Behörden sich um die Angelegenheiten der Bürger kümmern, in Sportstätten aber auch Bussen, Krankenhäusern und Artztpraxen virenbefreite Luft. Damit bekommen wir die Fallzahlen auch in Winter unter die 35er Inzidenz. Mit Sicherheit. Wenn keine (kaum) Viren in der Luft sind kann sich auch (kaum) jemand anstecken. Es gibt keine Alternative. Bis mit der anstehenden Impfung eine Herdenimmunität hergestellt ist vergehen mindestens 2 Jahre? Mann muss agieren und investieren. Diese technischen Anlagen können wir produzieren, durch die Hersteller. Die Masse an Einzelteilen liefert die darbende Autozulieferindustrie, deren hochqualifiziertes Personal sich entweder in Kurzarbeit befindet, die der Staat finanziert oder gerade entlassen wird. Diese technischen Lösungen, welche in der Massenproduktion güngstig werden werden dann auch mit KfW-Unterstützung auch der Gastronomie oder Privatwirtschaft angeboten. So entwickelt sich ein Erfolgsmodell, welches unsere Land und Kommunen Steuern bringt und welches sich exportieren lässt. Die weltweit führende Wissenschaftlerin, die mit 239 Kollegen der WHO die Aerosole als Hauptübetragungsweg für Corona erklärt hat, schrib mir: Globally, we need to re-think how modern buildings are designed: with no access to natural ventilation, completely reliant on mechanical systems, even in climates like in Australia where they can be naturally ventilated most of the year. This not only results in massive energy consumption by the building sector, but also leads to interiors that support infection spread and many other problems (eg moulds and thus allergies). The change will not happen fast, but it will, and we all need to support each other to make this happen!

With my best regards, Lidia

Professor Lidia Morawska, PhD

Director, International Laboratory for Air Quality and Health (WHO CC for Air Quality and Health)

Je früher wir damit anfangen, desto schneller können wir die Endemie Corona beherrschbar machen - und gleichzeitig gewappnet sein im Kampf gegen künftige Pandemien - die kommen werden!

 

46. Kommentarvon :ohne Name 13040

Bürgerforum Corona

Menschen mit Behinderung

 

45. Kommentarvon :lvkmbw 4487

Inklusion in Zeiten von Corona und danach

Menschen mit Behinderungen und deren Familien sind in besonderer Weise von der Coronakrise betroffen. Sie sind derzeit nahezu unsichtbar. Ein paar Beispiele: Homescooling und Homeoffice sind - je nach Schwere der Behinderung - kaum möglich. Der Trend geht gerade dazu, alles digital zu machen. Doch es fehlen flächendeckend barrierefreie digitale

Menschen mit Behinderungen und deren Familien sind in besonderer Weise von der Coronakrise betroffen. Sie sind derzeit nahezu unsichtbar. Ein paar Beispiele:

Homescooling und Homeoffice sind - je nach Schwere der Behinderung - kaum möglich. Der Trend geht gerade dazu, alles digital zu machen. Doch es fehlen flächendeckend barrierefreie digitale Angebote. Und wie können Menschen mit Behinderungen digital teilnehmen, wenn sie dazu Assistenz und / oder Hilfsmittel zum Bedienen von PC, tablet oder smartphone brauchen?

Entlastungsangebote für Familien mit (pflegebedürftigen) Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung, die zuhause leben, sind fast auf Null zurückgegangen. Die Familien waren vor Beginn der Coronakrise schon am Limit - und sind inzwischen längst darüberhinaus. Ein paar Tage eine Auszeit von der Betreuung nehmen? Fehlanzeige. Die Familien - darunter auch überdurchschnittlich viele Alleinerziehende - sind auf sich alleine gestellt. Großeltern als "Babysitter" fallen aus, da sie zur Risikogruppe zählen. Betreute Freizeitangebote waren und sind reduziert. Stationäre Kurzzeitunterbringungen waren und sind nur begrenzt möglich. Rehaklinken für Mutter/Vater-Kind-Kuren mussten in der Hochphase der Krise schließen und ausgefallene Kuren können nicht so schnell nachgeholt werden, da unendlich lange Wartezeiten bestehen. Ein Grund ist, dass nur rund ein Fünftel aller Kliniken überhaupt (teilweise) barrierefrei ist oder auch Kinder mit schweren Behinderungen aufnimmt. Die Liste wird lang und länger ..

Mund- und Nasenschutz: viele Menschen mit schweren Behinderungen können keine Alltagsmaske tragen. Die Corona-Verordnung des Landes sieht Ausnahmen vor. Aber alle, die ohne Maske unterwegs sind, werden angefeindet, beschimpft, der Zugang zu Läden, Friseur, Museum, usw. verweigert. Es ist ein Spießrutenlauf. Die seelischen Verletzungen sind groß und werden jeden Tag größer. Das Land weist in den Kampagnen zur Maskenpflicht (die wir als Maßnahme befürworten) nicht auf die erlaubten Ausnahmen von der Maskenpflicht hin. Die Betroffenen fühlen sich alleingelassen, ausgegrenzt.

Informationen zu und über Corona werden bislang nicht in vollem Umfang zeitnah auch in Leichter Sprache veröffentlicht. Selbsthilfeverbände behinderter Menschen bemühen sich, die vielen Informationen und Verordnungen zeitnah so zu erklären, dass es wirklich alle verstehen.

Der Schutz der Gesundheit aller ist uns wichtig. Für Menschen mit Behinderungen ist es eine Gratwanderung zwischen Sicherheit (und dem völligen Rückzug ins Private) und Freizeit, selbst zu entscheiden, wieviel Risiko man eingehen kann und sich trauen kann, auch mal die eigene Wohnung, die Wohngruppe zu verlassen. Und die Sorge steigt, dass wieder Besuchsbeschränkungen in Wohneinrichtungen für behinderte Menschen kommen.

Inklusion erlebt gerade eine Rolle rückwärts. Wir werden um Jahre und gar Jahrzehnte zurückgeworfen. Menschen mit Behinderungen und ihre Familien fühlen sich derzeit als Verlierer der Krise. Das dürfen wir als Gesellschaft nicht zulassen!