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Teilhabechancen für Kinder

Mehrere Kinder stehen nebeneinander in einem Kindergarten. (Bild: © Christian Charisius/dpa)

Teilhabe

Psychische und physische Lage/Gesundheit

Zwischen der Gesundheit von Kindern und dem sozialen Status der Eltern besteht ein deutlicher Zusammenhang. Übergewicht und Adipositas sowie eine nicht altersentsprechende Grobmotorik kommen bei Kindern aus Familien mit niedrigem sozialen Status deutlich häufiger vor als bei Kindern aus Familien mit hohem sozialen Status. Risikofaktoren, zu denen ein Aufwachsen in Armutslagen gehört, müssen allerdings nicht zwangsläufig zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen von Kindern führen.

Was sollte Ihrer Meinung nach getan werden, um die gesundheitliche Ungleichheit von Kindern und Jugendlichen zu reduzieren? Kennen Sie gute Beispiele für gesundheitsförderliche und präventive Maßnahmen, die im Quartier verankert, gut vernetzt sowie Teil einer kommunalen Gesamtstrategie sind? Welchen Unterstützungsbedarf haben Kinder psychisch kranker und suchtkranker Eltern?

Sie können bis zum 5. Oktober 2020, 17 Uhr, an der Online-Kommentierung teilnehmen.

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Kommentare

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Kommentare : Kinder- und Jugendstudie: Gesundheit

4. Kommentarvon :ohne Name 11432

Gesundheitsförderung verankern + Beteiligung

Damit alle Kinder, unabhängig ihrer sozialen Lage, gut und gesund aufwachsen können, bedarf es Rahmenbedingungen in Kita und Schule, aber auch im Stadtteil, die dies begünstigen. Wird Gesundheitsförderung in diesen Settings verankert, profitieren langfristig alle Kinder davon. Fachkräfte zu Gesundheitlichen Themen schulen Kostenlose

Damit alle Kinder, unabhängig ihrer sozialen Lage, gut und gesund aufwachsen können, bedarf es Rahmenbedingungen in Kita und Schule, aber auch im Stadtteil, die dies begünstigen. Wird Gesundheitsförderung in diesen Settings verankert, profitieren langfristig alle Kinder davon.

 

Fachkräfte zu Gesundheitlichen Themen schulen

Kostenlose Bewegungsangebote

Bewegungsfreundliche Umgebung (Kita, Schule, Stadtteil etc.)

Niederschwellige Unterstützungsangebote vor Ort

Geh-Struktur, d.h. aufsuchende Arbeit, Interventionen, die auch wirklich alle Kinder / Eltern erreicht

Umfassende Essensverpflegung in Kita und Schule, damit Kindern nicht ohne die Möglichkeit für ein gutes Frühstück in den Tag starten können

...

 

und: Kinder und Jugendliche zu ihren Belangen beteiligen. Nicht über ihre Köpfe hinweg entscheiden, was wohl gut für sie ist, sondern ihre Ideen, Meinungen, Wünsche erfragen, ernst nehmen, wenn möglich umsetzen oder gemeinsam Alternativen finden.

 

3. Kommentarvon :ohne Name 11432

Multiplikatoren sensibilisieren

Kinder und Jugendliche verbringen einen Großteil ihrer Zeit in Kitas bzw. Schulen. Pädagogische Fach- und Lehrkräfte sind als Multiplikatoren zu sehen. Sie sollten zu einem armutssensiblen Umgang sensibilisiert bzw. geschult werden, damit alle Kinder gesund aufwachsen können. Neben dem Verhalten der Fachkräfte sind insbesondere auch Strukturen

Kinder und Jugendliche verbringen einen Großteil ihrer Zeit in Kitas bzw. Schulen. Pädagogische Fach- und Lehrkräfte sind als Multiplikatoren zu sehen. Sie sollten zu einem armutssensiblen Umgang sensibilisiert bzw. geschult werden, damit alle Kinder gesund aufwachsen können.

 

Neben dem Verhalten der Fachkräfte sind insbesondere auch Strukturen zu schaffen, die es allen Kindern ermöglichen, die jeweiligen Entwicklungsaufgaben bestmöglich zu meistern. Vielleicht sind auch kleine Dinge hierbei hilfreich: allen Kindern "Matschhosen" zu Verfügung stellen, Budget für Ausflüge zur Verfügung stellen, Kindergeburstage entsprechend umgestalten..

 

2. Kommentarvon :ohne Name 10865

Gesundheit ganzheitlicher sehen und aufklären

Aus meiner Erfahrung kommen Themen, die für Jugendliche ganz wichtig sind zu kurz: Sexualität und Entwicklung im Jugendalter, psychische Entwicklung, psychische Erkrankungen, Umgang mit (zunehmender) Autonomie, Distanz zu den Eltern, Suizidgedanken, Gewalt von Jugendlichen gegen die Eltern, Medienkonsum, (Cyber-)Mobbing usw. Hier sehe ich eindeutig

Aus meiner Erfahrung kommen Themen, die für Jugendliche ganz wichtig sind zu kurz: Sexualität und Entwicklung im Jugendalter, psychische Entwicklung, psychische Erkrankungen, Umgang mit (zunehmender) Autonomie, Distanz zu den Eltern, Suizidgedanken, Gewalt von Jugendlichen gegen die Eltern, Medienkonsum, (Cyber-)Mobbing usw. Hier sehe ich eindeutig Handlungs- und Schulungsbedarf, auch weil die Zielgruppe schwer zu erreichen ist.

1. Kommentarvon :ohne Name 10579

Ernährung ist ein großes Problem

Egal ob Schule oder Freizeitveranstaltung - nirgendwo wird in der Massenversorgung von Kindern und Jugendlichen so sehr gespart wie in der Ernährung. Die Folgen für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit sowie die Lernerfolge und Entwicklung von Kindern wird auf ganz fatale Weise massiv unterschätzt. Selbstverständlich ist ein Salatbuffet mit

Egal ob Schule oder Freizeitveranstaltung - nirgendwo wird in der Massenversorgung von Kindern und Jugendlichen so sehr gespart wie in der Ernährung. Die Folgen für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit sowie die Lernerfolge und Entwicklung von Kindern wird auf ganz fatale Weise massiv unterschätzt.

 

Selbstverständlich ist ein Salatbuffet mit hochwertigen Ölen, Essigtinkturen und Obst am Mittagstisch für viele Jugenderholungsmaßnahmen genauso eine gigantische finanzielle Herausforderung wie für Schulen. Aber die aktuelle Essensparkultur kann nicht förderlich sein und beugt auch Krankheiten nicht vor.

 

Aber bitte - wie sollen wir als Träger von Jugenderholungsmaßnahmen entscheiden: Sollten wir aufgrund der hohen Kosten für das Essen den Kindern und Jugendlichen lieber nicht an Jugenderholungsmaßnahmen oder an der Schulverpflegung teilnehmen lassen, weil das Budget für ordentliches Essen nicht ausreicht oder wollen wir lieber die Kinder mit billigsten fettigen Nudelgerichten ohne Inhalte abspeisen und uns weiterhin wundern, dass kein Pisa-Gewinner dabei raus kommt?

 

Also hier müsste es viel mehr Förderkonzepte geben und Programme die den Gesundheitsaspekt "ESSEN" in Verbindung mit Krankheiten (auch psychische Krankheiten) in Bezug setzen, genauso wie der Wunsch nach einem Leistungsniveau, welches mit schlechtem und billigem Essen einfach nicht erreicht werden kann.

 

Für den SUV nur das beste und teuerste Öl - für unsere Kinder nur das billigste. So kann es nicht funktionieren, denn: "Man Isst was man Isst".