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Ländlicher Raum

Bauen und Innenentwicklung

Bei der Auftaktveranstaltung in Kornwestheim hat eine Arbeitsgruppe über die Themen Bauen und Innenentwicklung diskutiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben folgende Ergebnisse zusammen gefasst:

  • Wichtig ist ein integriertes Gemeindeentwicklungskonzept. Nicht alle Gemeinden kennen dieses Planungsinstrument und wenden es an.
  • Es besteht im Beriech Holzbau Handlungsbedarf in der Landesbauordnung (LBO). Holzbau zeichnet sich durch eine hohe Energieeffizienz und die Verarbeitung von regionalen Baustoffen aus. Der Fokus soll verstärkt auf die Bauweise gerichtet werden. Dafür müssten bessere Bedingungen geschaffen werden.
  • Kommunen kommen oft an ihre rechtlichen Grenzen, wenn es darum geht Baulücken und Bauplätze zu aktivieren.
  • Dorfgemeinschaftshäuser sind eine Lösung, wenn es keine Lokale mehr im Ort gibt. Sie sind Treffpunkt und bieten Räume für Vereine. Dort werden auch ehrenamtliche Angebote zur Unterstützung im Alltag, wie z.B. Begleitung beim Einkauf, organisiert und angeboten.


Sie konnten Ihre Ideen und Meinung einbringen und bis zum 20. Juli 2017 mitdiskutieren:

  • Wo sehen Sie die zukünftigen Herausforderungen im Ländlichen Raum für das Bauen und die Innenentwicklung?
  • Welche Ideen und Lösungsvorschläge haben Sie, damit der Ländliche Raum hier stark und lebenswert bleibt?
  • Welche konkreten Maßnahmen waren bei Ihnen vor Ort erfolgreich?

Kommentare : zu „Bauen und Innenentwicklung“

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3. Kommentarvon :ohne Name 4257

Zukunftswerkstätten in Gemeinden anbieten (Kommentar themenübergreifend)

Zu allen wesentlichen Themen, die ländliche Gebiete betreffen, sollten Zukunftswerkstätten initiiert werden. Die Menschen vor Ort wissen am besten, wie sie in ihrer Gemeinde leben möchten. Gemeinsam entstehen Ideen und Projekte am Runden Tisch. Durch Bürgerbeteiligung und Ideen für eine lebens- und liebenswerte Gemeinde kann eine neue

Zu allen wesentlichen Themen, die ländliche Gebiete betreffen, sollten Zukunftswerkstätten initiiert werden. Die Menschen vor Ort wissen am besten, wie sie in ihrer Gemeinde leben möchten. Gemeinsam entstehen Ideen und Projekte am Runden Tisch. Durch Bürgerbeteiligung und Ideen für eine lebens- und liebenswerte Gemeinde kann eine neue Identifikation mit dem Ort entstehen.

Es geht dabei nicht nur um Mobilität, Gesundheitsvorsorge, Schule/Bildung, Internet, Bauen und Wohnen - es geht auch um die Art des Zusammenlebens, Kultur, Attraktivität für Besucher und Gäste (Tourismus), Ladeninfrastruktur, Pflege von Traditionen, Nachhaltigkeit und Sichtbarmachen von Geschichte ... u.v.m. Je offener der Prozess gestaltet wird, desto vielfältiger und ideenreicher werden die Ergebnisse sein.

2. Kommentarvon :ohne Name 4212

Nutzen von Innerdörflichen Flächen

Durch die Konzentration der Landwirtschaft auf immer weniger Betriebe entstehen in den Dörfern immer mehr ungenutze Gebäude und Flächen. Eine Bebauung dieser Flächen ist häufig sehr schwierig bzw. nicht möglich, da immer noch Geruchsbelastungen der nicht mehr vorhandenen Tiernutzung berücksichtigt werden müssen. Dies veranlasst die Kommunen für

Durch die Konzentration der Landwirtschaft auf immer weniger Betriebe entstehen in den Dörfern immer mehr ungenutze Gebäude und Flächen. Eine Bebauung dieser Flächen ist häufig sehr schwierig bzw. nicht möglich, da immer noch Geruchsbelastungen der nicht mehr vorhandenen Tiernutzung berücksichtigt werden müssen. Dies veranlasst die Kommunen für soche innerörtliche Bereiche keine Bebauungspläne für eine sinnvolle Bebauung aufzustellen. Um dem Aussterben der Innendörfer entgegen zu wirken ist es dringend geboten den Besitzern solcher Flächen bzw. den Kommunen die Möglichkeit zu geben hier Bauland zu schaffen. Als erstes muß hier diese Einschränkung der Berücksichtigung der "Geruchsbelästigung" fallen. Man kann hier nicht mehr warten bis hierzu die LBO geändert wird, dann noch eventuelle Wartefristen abwarten, denn dies dauert dann einfach zu lange und der Innerörtliche Zerfall nimmt dann so große Ausmaße an, dass ein Wohnen nicht mehr atraktiv ist. Hier sollte die Möglichkeit bestehen, dem Bauwilligen, wenn er die eventuelle Geruchsbelästigung akzeptiert, das Recht auf Bebauung zu geben. Auch sollten die Aufstellung von Bebauungsplänen für Kommunen in diesen Berichen vereinfacht werden und ähnlich wie bei einem Flurbereinigungsverfahren vorgehen können.

 

1. Kommentarvon :ohne Name 4047

Baugrund zu teuer

Liebes Ministerium, mein Mann und ich (beides Akademiker) wohnen derzeit nahe Freiburg. Wir suchen im Moment nach einem Bauplatz bzw einem Haus. Sehr gerne würden wir auf das ländliche Umland ziehen, da Freiburg selbst natürlich außerhalb unserer finanziellen Möglichkeiten steht. Leider ist der ländliche Raum (auch noch bei einer Entfernung von

Liebes Ministerium,

mein Mann und ich (beides Akademiker) wohnen derzeit nahe Freiburg. Wir suchen im Moment nach einem Bauplatz bzw einem Haus. Sehr gerne würden wir auf das ländliche Umland ziehen, da Freiburg selbst natürlich außerhalb unserer finanziellen Möglichkeiten steht. Leider ist der ländliche Raum (auch noch bei einer Entfernung von 30 km) kaum bezahlbar. Ein schwerwiegendes Problem ist dazu der fehlende Baugrund. Sekbst, wenn das Geld mehr wäre, findet man keinen Baugrund. Die Städte/Dörfer dürfen anscheinend nur noch verdichten und kaum mehr neuen Baugrund erschließen. Die Nachfrage ist demnach höher als das Angebot und die Preise werden in die höhe getrieben. Baugrund für junge Famileien auf dem Land?! Für mich nicht ersichtlich und nicht machbar. Jeder Anbieter hat mir bis jetzt gesagt, dass ich mit einem Investitionsvolumen von mind. 400.000 € rechnen muss und das ist noch lange nicht der Mercedes unter den Häusern und auch auf dem Dorf vom Dorf vom Dorf. Die Ansprüche sind eher gering geworden. Meine Frage nun: wer soll sich das noch leisten können? Trotz der niedrigen Zinsen ist das ein Balanceakt und es kann nicht nur Ärzte, Juristen & Co. geben.