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Gesundheit

Landärztemangel entgegenwirken

Im Zuge des Ausbaus der Studienplätze im Studiengang Humanmedizin und des Maßnahmenpakets zur Stärkung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum, hat die Landesregierung beschlossen, ab dem Jahr 2021 im Rahmen des zulassungsrechtlich Möglichen jährlich 75 Studienplätze in der Medizin im Wege einer Landarztquote zu vergeben.

Seit einigen Jahren zeichnet sich in Baden-Württemberg eine stagnierende Entwicklung in der hausärztlichen bzw. allgemeinmedizinischen Versorgung ab, die sich besonders in den ländlichen Regionen des Landes zeigt.

Die Landesregierung hat als Maßnahme zur Unterstützung der Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in besonderen Bedarfsgebieten im ländlichen Raum beschlossen, dass im Rahmen der hochschulzulassungsrechtlichen Möglichkeiten, 75 Studienplätze der Humanmedizin für Bewerberinnen und Bewerbern vorgehalten werden, die sich verpflichten, nach Abschluss des Studiums zehn Jahre als Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner in einem hausärztlich unterversorgten Gebiet tätig zu sein.

Der Gesetzentwurf sieht die erforderlichen Vorschriften für eine Verpflichtung von Bewerberinnen und Bewerbern vor, nach Abschluss des Medizinstudiums zehn Jahre als Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner in einem hausärztlich unterversorgten Gebiet tätig zu sein. Im Falle einer Verpflichtung kann eine Zulassung über eine Vorabquote für den öffentlichen Bedarf nach Artikel 9 Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 des Staatsvertrags über die Hochschulzulassung erfolgen. Aufgrund dieser Regelung wird entsprechend der Vorschrift für den Sanitätsoffiziersdienst der Bundeswehr rechtzeitig in der Hochschulzulassungsverordnung die Landarztquote als Vorabquote eingerichtet. Die genaue Höhe der Vorabquote im Rahmen der bis zu 75 Studienplätzen ist aus verfassungsrechtlichen Gründen abhängig vom prognostizierten Bedarfs an hausärztlicher Versorgung in den ländlichen Regionen.

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Kommentare : zur Änderung des Landarztgesetzes