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Wasserstoff-Roadmap

Ein Mann hält in Stuttgart den Zapfhahn einer Wasserstofftankstelle an den Stutzen eines Wasserstoffautos. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)

Technologie

Infrastrukturausbau

Der Infrastrukturausbau ist für den Transport und die Nutzung des Wasserstoffs entscheidend. Für den Wasserstofftransport könnten geeignete bestehende Erdgasnetze genutzt und umgewidmet oder neue Leitungen gebaut werden. Transportoptionen wie Methanol (CH3OH), Ammoniak (NH3), flüssige organische Wasserstoffträger (LOHC) und flüssiger Wasserstoff müssen auf deren Einsatzfähigkeit geprüft werden und entsprechende Anwendungskonzepte entwickelt werden. Neben der Transportinfrastruktur ist außerdem der kontinuierliche Ausbau von Tankstellen notwendig, um Wasserstoff in Mobilitätsanwendungen nutzbar zu machen. Hier ist jedoch die Frage nach Art, Umfang und Zeitrahmen zu stellen.

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Kommentare : zur Wasserstoff-Roadmap BW: Infrastrukturausbau

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32. Kommentarvon :Hynamics

Aufbau eines staatlichen und nationalen Netzwerk für Wasserstoff

Im Bereich Mobilität ermöglichen die Forstschritte bei den Batterietechnologien elektrische Lösungen, die noch vor wenigen Jahren nicht erreichbar waren. Auf welche Mobilitätssegmente wird die Strategie von Baden-Württemberg besonders ausgerichtet sein? Wird es eine Priorisierung zwischen den Nutzungen Straße/Schiene/Maritime/Luft geben? Mit

Im Bereich Mobilität ermöglichen die Forstschritte bei den Batterietechnologien elektrische Lösungen, die noch vor wenigen Jahren nicht erreichbar waren. Auf welche Mobilitätssegmente wird die Strategie von Baden-Württemberg besonders ausgerichtet sein? Wird es eine Priorisierung zwischen den Nutzungen Straße/Schiene/Maritime/Luft geben?

Mit welchen Mitteln wird das Land das Entstehen eines Wasserstoff-Logistiksektors ermöglichen?

 

31. Kommentarvon :Hynamics
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30. Kommentarvon :Hynamics
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29. Kommentarvon :terrantes bw GmbH

Wasserstoff-Backbone-Netz für Deutschland

Als Gas-Fernleitungsnetzbetreiber in Baden-Württemberg stehen wir zu unserer Verantwortung, zum Gelingen der Energiewende beizutragen. Gleichzeitig fühlen wir uns als Betreiber kritischer Infrastruktur verpflichtet, die Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg sicherzustellen. Vor diesem Hintergrund sind wir der festen Überzeugung, dass die

Als Gas-Fernleitungsnetzbetreiber in Baden-Württemberg stehen wir zu unserer Verantwortung, zum Gelingen der Energiewende beizutragen. Gleichzeitig fühlen wir uns als Betreiber kritischer Infrastruktur verpflichtet, die Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg sicherzustellen. Vor diesem Hintergrund sind wir der festen Überzeugung, dass die Gas-Fernleitungsinfrastruktur einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele bei gleichzeitig größtmöglicher gesellschaftlicher Akzeptanz und Kosteneffizienz leisten kann und wird.

Im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern weist Erdgas bereits heute eine deutlich bessere CO2-Bilanz auf. Seit Jahren ist in Baden-Württemberg durch die Vielzahl an Kunden ein Trend zur kontinuierlich wachsenden Kapazitätsnachfrage zu verzeichnen. Zudem erwarten wir durch den Ausstieg aus der Kernenergie sowie dem schrittweisen Zurückfahren der Kohleverstromung zusätzlichen, signifikanten Kapazitätsbedarf. Angesichts sehr hoher Kosten sowie der reinen Größenordnung des Energiebedarfes erwarten wir selbst bei (Teil-)Elektrifizierung in den Anwendungen mittel- bis langfristig eine Stabilisierung der Gasnachfrage auf hohem Niveau.

Die vor diesem Hintergrund über die nächsten Jahre notwendigen Investitionen in den Ausbau unserer Transportinfrastruktur werden wir so auslegen, dass diese eine künftige Nutzung mit 100 Prozent Wasserstoff ermöglichen.

Unsere bestehende Infrastruktur untersuchen wir aktuell auf den Grad der Wasserstoffverträglichkeit. Dabei zeichnet sich bereits heute ab, dass eine Um- bzw. Nachrüstung zu relativ moderaten Kosten möglich ist.

Bereits im Frühjahr dieses Jahres haben die deutschen Gas-Fernleitungsnetzbetreiber ihre Planungen für ein Wasserstoff-Backbone-Netz vorgestellt. Eine entsprechende Grüngas-Variante ist auch im aktuellen NEP-Entwurf enthalten. Diese ließe sich durch Umwidmung bestehender Infrastruktur sowie vereinzelten Leitungsneubauten realisieren und würde einen kostengünstigen Transport CO2-neutralen Wasserstoffs aus den Erzeuger-Regionen (Norden, Osten, Westen) in Verbrauchsregionen wie Baden-Württemberg ermöglichen. Entsprechende Konzepte werden aktuell auch für eine europaweite Versorgung erarbeitet.

In einer erwartungsgemäß relativ langen Übergangsphase von Erdgas- zu Wasserstoffbedarf werden Verbraucher in Baden-Württemberg unterschiedliche Gase/Gemische nachfragen. Dieser Umstand macht es unserer Einschätzung nach erforderlich, die Anbindung Baden-Württembergs ebenfalls über ein 100-prozentiges Wasserstoff-Backbone zu realisieren. Nach den Ansätzen für das deutsche Backbone-Netz würde die Aufspeisung aus dem Norden (Hessen) bzw. Osten (Bayern) erfolgen.

So ließen sich einige Regionen im Land relativ zeitnah und zu relativ moderaten Kosten an das Wasserstoff-Backbone anschließen (inkl. Wasserstofftankstellen). Gleichwohl ergeben sich durch die notwendige Doppelstruktur (Erdgas/Wasserstoff) in manchen Regionen größere Herausforderungen.

Daher kommt es für eine kosteneffiziente und schnelle Dekarbonisierung aller Sektoren in beiden Konstellationen entscheidend darauf an, möglichst frühzeitig einen Konsens über Zielsetzung und Investitionssicherheit herzustellen.

 

28. Kommentarvon :Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg

Stufenweiser Ausbau der Infrastruktur

Der notwendige Ausbau der Infrastruktur hält sich zunächst in Grenzen, wenn auf kleine dezentrale Anlagen in der Nähe des Verbrauchs – sowohl des grünen Wasserstoffs wie auch der der im Prozess entstehenden Abwärme – gesetzt wird. Parallel zu einem verstärkten Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung und der entsprechenden Verteil- und Übertragungsnetze

Der notwendige Ausbau der Infrastruktur hält sich zunächst in Grenzen, wenn auf kleine dezentrale Anlagen in der Nähe des Verbrauchs – sowohl des grünen Wasserstoffs wie auch der der im Prozess entstehenden Abwärme – gesetzt wird. Parallel zu einem verstärkten Ausbau erneuerbarer Stromerzeugung und der entsprechenden Verteil- und Übertragungsnetze können dann auch etwa ab 2030 großflächiger Elektrolysekapazitäten aufgebaut werden. Bei weiter steigendem Bedarf an grünem Wasserstoff kommen weitere aufwändige und damit teure Transportoptionen (Pipeline, verflüssigter Wasserstoff in Tankern) ins Spiel.

27. Kommentarvon :Georg Blesinger

LH2

Flüssigem Wasserstoff (LH2) kommt gerade in der frühen Phase des Hochlaufs der Wasserstoffwirtschaft eine wichtige Rolle zu, um unabhängig und vorauseilend zum Ausbau der H2-Netz-Infrastruktur große Mengen Wasserstoff überregional und regional verteilen zu können. Er ist außerdem auch im Bereich cer Heavy-Duty-Mobilitätsanwendungen ein Enabler. Um

Flüssigem Wasserstoff (LH2) kommt gerade in der frühen Phase des Hochlaufs der Wasserstoffwirtschaft eine wichtige Rolle zu, um unabhängig und vorauseilend zum Ausbau der H2-Netz-Infrastruktur große Mengen Wasserstoff überregional und regional verteilen zu können. Er ist außerdem auch im Bereich cer Heavy-Duty-Mobilitätsanwendungen ein Enabler. Um die Wasserstoffwirtschaft in der Breite und regional zu entwickeln wird Wasserstoff kurz und mittelfristig auch als Batch-Transport in Tanks bewegt werden müssen. Hierbei wird LH2 eine tragende Rolle zukommen. Die damit verbundenen Konsequenzen und Chancen sollten (auch) in BW rechtzeitig erkannt werden.

26. Kommentarvon :Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES)

Gasspeicher als erneuerbaren Speicher nutzen

Ein Erneuerbares Energiesystems wird erhebliche Residuallasten hervorbringen, die durch erneuerbare Flexibilitätsquellen zu decken sind. Mindestens als saisonale Flexibilitätsanbieter werden Gasspeicher erneuerbare Energien (im gasförmigen Zustand) in einem solchen Energiesystem anbieten müssen. Mittlere und große Mengen von Wasserstoff könnten in

Ein Erneuerbares Energiesystems wird erhebliche Residuallasten hervorbringen, die durch erneuerbare Flexibilitätsquellen zu decken sind. Mindestens als saisonale Flexibilitätsanbieter werden Gasspeicher erneuerbare Energien (im gasförmigen Zustand) in einem solchen Energiesystem anbieten müssen. Mittlere und große Mengen von Wasserstoff könnten in vorhandenen Kavernen- und Porenspeichern gelagert werden. Die im Vergleich zu Erdgas niedrigere Energiedichte von Wasserstoff führt aber zu einem steigenden Bedarf an Gasspeicherkapazitäten. Wenn Wasserstoff Erdgas in der globalen Wirtschaft ersetzen soll, werden daher drei- bis viermal so große Speicherkapazitäten benötigt wie heute. Diese Entwicklungsperspektive sollte durch einen geeigneten Rechtsrahmen für Gasspeicher unterstützt werden. Insbesondere sollte der rechtliche Rahmen des Wettbewerbs um sektorenübergreifende Flexibilität (insb. im Verhältnis zwischen Gasspeichern und Stromspeichern) diskriminierungsfrei ausgestaltet werden. Die Belastung mit Entgelten, Abgaben und Steuern sollte diskriminierungsfrei konzeptioniert werden. Dazu gehört unter anderem, eine Abschaffung der Konvertierungsumlage an Gasspeichern. Diese Umlage entfällt auf die Speicherung erneuerbarer Gase, bei der Nutzung von Stromspeichern fällt sie jedoch nicht an. Eine entsprechende Aufforderung an die Bundesregierung hatte der Bundesrat bereits mit seiner Entschließung (Drucksache 138-1-19) vom 7. Juni 2019 verabschiedet.

25. Kommentarvon :ohne Name 10326

Infrastrukturausbau

Bezüglich des Infrastrukturausbaus haben wir in D weltweit eine Vorreiterrolle erreicht, das sollten wir weiter ausbauen. In Zukunft wird die Betankung von großen LKW hinzukommen, daher ist es wichtig das zukünftige HRS interoperabel sind. Dabei kann diese Technologie nicht nur für die Straßen gebundene Mobilität genutzt werden sondern z.B. auch

Bezüglich des Infrastrukturausbaus haben wir in D weltweit eine Vorreiterrolle erreicht, das sollten wir weiter ausbauen.

In Zukunft wird die Betankung von großen LKW hinzukommen, daher ist es wichtig das zukünftige HRS interoperabel sind.

Dabei kann diese Technologie nicht nur für die Straßen gebundene Mobilität genutzt werden sondern z.B. auch bei Zügen oder Binnenschiffen und auch dort helfen Mobilität klimafreundlich zu gestalten.

24. Kommentarvon :ohne Name 10322

Gleichwertiger Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektromobilität und Wasserstoffmobilität

Der Ausbau eines dichten Netzes von Ladesäulen für Elektro-Autos, Elektro-Busse, Elektro-Motorräder, Elektro-Fahrräder etc. muss in B.-W. und in der BRD genauso energisch und gleichwertig vorangetrieben werden, wie der Ausbau von Wasserstofftankstellen etc. für das Betanken von Pkw, Busse, Lkw, Motorräder etc., die über eine Brennstoffzelle und

Der Ausbau eines dichten Netzes von Ladesäulen für Elektro-Autos, Elektro-Busse, Elektro-Motorräder, Elektro-Fahrräder etc. muss in B.-W. und in der BRD genauso energisch und gleichwertig vorangetrieben werden, wie der Ausbau von Wasserstofftankstellen etc. für das Betanken von Pkw, Busse, Lkw, Motorräder etc., die über eine Brennstoffzelle und einen Elektromotor angetrieben werden.

23. Kommentarvon :Carola Metzger (INP)

ganzheitlich zu betrachtende Infrastruktur

Sollte das bestehende Erdgasnetz genutzt werden, sind die Bedingungen im bundesweiten Gasnetz zu klären. Es ist in der Strategie festzulegen, ob man einzelne Abschnitte rein für den Wasserstofftransport umstellen möchte, oder ob man Exzessiver Wasserstoff in das Wasserstoffnetz einspeisen, und damit den Wasserstoffanteil erhöht. Hierbei ist zu

Sollte das bestehende Erdgasnetz genutzt werden, sind die Bedingungen im bundesweiten Gasnetz zu klären. Es ist in der Strategie festzulegen, ob man einzelne Abschnitte rein für den Wasserstofftransport umstellen möchte, oder ob man Exzessiver Wasserstoff in das Wasserstoffnetz einspeisen, und damit den Wasserstoffanteil erhöht. Hierbei ist zu prüfen, inwieweit die momentan gültigen Grenzwerte an Wasserstoff im Erdgasnetz technisch sinnvoll sind, oder ob eine Anhebung technisch sinnvoll ist und die entsprechenden Reglements angepasst werden können.

- Welche Kapazitäten sind im Erdgasnetz für den Wasserstofftransport verfügbar?

- Welche politischen und kommerziellen Regularien sind für den Transport H2 im Erdgasnetz zu treffen?

- Welche Aktionen hat BW in dieser bundesweiten Thematik aktuell oder geplant?

Der kontinuierliche Ausbau von Tankstellen ist ein Thema, in dem die INP bereits Analysen erarbeitet hat. Darin beinhaltet sind:

- Rahmenbedingungen (Genehmigungen, Anlieferung von H2 / Zugang zu H2 Erzeugung, Förderung, Timeline)

- Tankstellenkonzept (relevante Fahrzeuge, H2 Tank, H2 Versorgung, Wartung, Kostenschätzung)

- Standortplanung (Variantenauswahl, Anordnungskonzept)

- Ausblick