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Wasserstoff-Roadmap

Ein Mann hält in Stuttgart den Zapfhahn einer Wasserstofftankstelle an den Stutzen eines Wasserstoffautos. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)

Technologie

Wasserstoff in der Mobilität

Die Wasserstoffanwendung ist im Mobilitätssektor und insbesondere für Fahrzeuge sinnvoll, in denen Formen der direkten Nutzung von erneuerbarem Strom (zum Beispiel Batterie) technisch schwierig oder ökonomisch oder ökologisch nicht sinnvoll umsetzbar sind. Die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie bietet sich in den Bereichen der Nutzfahrzeuge, dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Bussen und Zügen, für kommunale Nutz- und Sonderfahrzeuge sowie in der Logistik und in besonderen Anwendungsfällen im Bereich der Personenkraftwagen (PKW) an. Auf Wasserstoff basierende Kraftstoffe bieten vor allem eine Defossilisierungsoption für die Luft- und Schifffahrt.

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Kommentare : zur Wasserstoff-Roadmap BW: Wasserstoff in der Mobilität

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27. Kommentarvon :Peter Trawitzki, Energiedienst
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26. Kommentarvon :Thomas Jordan

Wasserstoff in der Mobilität

Der Mobilitätssektor braucht dringend einen Beitrag zur CO2 –Reduktion durch Wasserstoff. Aus strukturpolitischen Gründen sollte hier unter Umständen überproportional viel unternommen werden. Der Pkw hat sich jedoch als schwieriger Kandidat für den Markteintritt (Konkurrent zu Batterie-gestützte Elektromobilität, Emotionalität, Lead durch Japan und

Der Mobilitätssektor braucht dringend einen Beitrag zur CO2 –Reduktion durch Wasserstoff. Aus strukturpolitischen Gründen sollte hier unter Umständen überproportional viel unternommen werden. Der Pkw hat sich jedoch als schwieriger Kandidat für den Markteintritt (Konkurrent zu Batterie-gestützte Elektromobilität, Emotionalität, Lead durch Japan und Korea, etc.) erwiesen. Daher sollte der Fokus eher auf Schwerlast, Bus, Bahn, Binnenschifffahrt und Luftverkehr und den entsprechenden Versorgungsinfrastrukturen liegen.

Gerade von den Entwicklungen im Schwerlastbereich können später auch Individual-Mobilität durch Skalierung, d.h. Kostenreduktion in der Versorgung und Nutzung ähnlichen Komponenten für die Antriebsstränge, profitieren.

Ein weiterer Aspekt in der Mobilität liegt in der technologieoffenen Förderung anderer Umsetzer neben den Brennstoffzellen. Gerade in Baden-Württemberg gibt es ein extrem breit aufgestelltes Netz an Zulieferern, die sich auf eine einzigartige Expertise im konventionellen Motorenbau stützt. Ein sauberer Wasserstoffmotor, zum Beispiel für den Schwerlasttransport oder die Binnenschifffahrt, könnte diverse technische Vorteile mit diesen BW spezifischem Know-how kombinieren. Hier gilt es, technologie-offen und pragmatisch ein großen Effekt zur CO2 Reduktion im Verkehr zu erzielen.

Als Land in dem Hochtechnologie entwickelt wird, sollte sich wesentliche Aktivitäten dem Thema Technologien für den Wasserstoff-getriebenen Luftverkehr widmen. Insbesondere hier, aber auch für die zuvor aufgeführten Mobilitäts-/Transportsysteme wird der kryogene Flüssigwasserstoff LH2 aufgrund seiner Dichte und seinen Sicherheitsvorteilen eine dominante Rolle spielen. Für das elektrische Fliegen braucht es dann noch sehr leichte hochperformante Elektromotoren. Hier bieten LH2 gekühlte Supraleiter einzigartige Synergien. Das heißt, es sollte verstärkt in die Kryotechnologie, die Flüssigwasserstofftechnologie und die Weiterentwicklung und gekoppelte Nutzung von Supraleitern investiert werden.

Anknüpfend an die direkte H2-Nutzung in der Mobilität sollen vergleichend PtL- und PtG-Kraftstoff- und Antriebsoptionen untersucht werden.

25. Kommentarvon :Mario Klein

Bestehende Tankstellen nutzen oder erweitern?

Bundesländerübergreifende Erarbeitung eines Konzeptes zur Schaffung einer Infrastruktur zur flächendeckenden Wasserstoffversorgung über das bestehende Tankstellennetz.

24. Kommentarvon :AchimD

Im Fahrzeugsektor alle Segmente (LKW,Busse und PKW) fördern

Es sollten ohne Vorfestlegungen alle Segmente im Fahrzeugsektor mit wasserstoffbasierten Antrieben entwickelt und gefördert werden. Um möglichst schnell CO2- und schadstoffarme Fahrzeuge in den Markt zu bringen gehören dazu auch Fahrzeuge mit dem Wasserstoffträger Methan. CNG gehört heute bereits mit ca. 50% Biomethan zu den umweltfreundlichsten

Es sollten ohne Vorfestlegungen alle Segmente im Fahrzeugsektor mit wasserstoffbasierten Antrieben entwickelt und gefördert werden. Um möglichst schnell CO2- und schadstoffarme Fahrzeuge in den Markt zu bringen gehören dazu auch Fahrzeuge mit dem Wasserstoffträger Methan. CNG gehört heute bereits mit ca. 50% Biomethan zu den umweltfreundlichsten Treibstoffen und kann der Schadstoffreduzierung durch die E-Mobilität einen zusätzlichen Schub verleihen - zumindest bis CO2-neutral gewonnener Wasserstoff nennenswerte Marktanteile im Fahrzeugsektor übernehmen kann.

23. Kommentarvon :Michael Harenbrock (MANN+HUMMEL)

Syn Fuels

Im Bereich der auf H2 basierenden Kraftstoffen stellt sich die Frage, wie das üblicherweise benötigte CO2 in ausreichendem Maße und zu akzeptablen Kosten „gewonnen“ werden soll

22. Kommentarvon :Michael Harenbrock (MANN+HUMMEL)

Brennstoffzellen für Nutzfahrzeuge

In diesen Anwendungen müssen die Systeme im Einsatz besonders zuverlässig, robust und langlebig sein. Dies hängt maßgeblich von Umgebungseinflüssen ab, vor denen der Stack optimal geschützt werden muss. Hier gibt es auf jeden Fall Forschungsbedarf zur anwendungsbezogenen Auslegung von z.B. Filtersystemen

21. Kommentarvon :ohne Name 10298

Wasserstoff in der Mobilität

Wasserstoffmotoren für LKW, Flugzeuge und Schiffe

20. Kommentarvon :Roland Blind / Kfz-Gewerbe BW

Minderung von Treibhausgasen, regenerative Kraftstoffe und Arbeiten an Gasfahrzeugen

Eine Maßnahme der Wasserstoffstrategie im Verkehrsbereich sieht die Umsetzung der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED-II vor (siehe Seite 19 „Nationale Wasserstoffstrategie“). Forderung an den Gesetzgeber muss daher sein, diese Richtlinie möglichst ambitioniert im Sinne regenerativer Kraftstoffe umzusetzen. Hierzu zählen auch die Einführung von

Eine Maßnahme der Wasserstoffstrategie im Verkehrsbereich sieht die Umsetzung der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED-II vor (siehe Seite 19 „Nationale Wasserstoffstrategie“). Forderung an den Gesetzgeber muss daher sein, diese Richtlinie möglichst ambitioniert im Sinne regenerativer Kraftstoffe umzusetzen. Hierzu zählen auch die Einführung von Mindestquoten für E-Fuels, Beimischungen und Steuersenkungen für alternative Kraftstoffe. Wasserstoffbasierende E-Fuels bzw. deren Beimischungen sind auch deswegen für die schnelle CO2-Reduktion so wichtig, weil der Austausch der deutschen Pkw-Flotte durch Elektrofahrzeugen zu lange dauern würde – sofern diese von den Herstellern in solch hohen Stückzahlen überhaupt verfügbar wären.

 

Ebenfalls müssen Kaufanreize unter dem Aspekt der Technologieoffenheit und der tatsächlichen Potentiale zur CO2-Reduzierung für weitere Antriebsformen (u. a. CNG-Fahrzeuge) gefordert werden. Hierzu könnte die vorhandene Tankinfrastruktur genutzt werden und innerhalb von kurzer Zeit eine signifikante Senkung der Emissionen im Verkehrsbereich umgesetzt werden. Für E-Fuels und Wasserstoff sprechen außerdem der kurze Tankvorgang, die hohe Reichweite und damit mehr Flexibilität und auch keine Abhängigkeit von Temperaturbedingungen. Wasserstoff und strombasierte Kraftstoffe sind neben Biokraftstoffen die optimalen Möglichkeiten, erneuerbare Energien zu speichern und zu transportieren.

 

Des Weiteren besitzt die Sicherheit von gasbetriebenen Fahrzeugen bereits heute schon einen hohen Stellenwert. Sowohl die Wartungs- und Reparaturarbeiten an Gasfahrzeugen als auch an HV-Fahrzeugen sind im Kfz-Gewerbe bereits heute etabliert. Zusätzlich werden an Gasfahrzeugen im zweijährigen Turnus Gasanlagenprüfungen durchgeführt, welche Voraussetzung für das Bestehen der Hauptuntersuchung sind. Kfz-Betriebe sind daher in der Lage, auch bei einer stärkeren Marktdurchdringung mit Wasserstofffahrzeugen alle erforderlichen Arbeiten an diesen Fahrzeugen durchzuführen. Auch beim Autofahrer zeigt sich trotz der heute noch geringen Anzahl verfügbarer Fahrzeuge und dem dünnen Tankstellennetz für Wasserstoff eine hohe Akzeptanz der Antriebsart. Verschiedene Umfragen zeigen, dass viele Autofahrer dem Wasserstoff die größte Zukunftsfähigkeit attestieren (Focus 2020: www.focus.de/auto/elektroauto/elektro-wasserstoff-oder-doch-benziner-exklusive-umfrage-beim-elektroauto-ticken-die-deutschen-voellig-anders-als-die-politik-glaubt_id_12160375.html)

 

19. Kommentarvon :DO_HBG

Motorenentwicklung und Hochschulbeteiligung

Wir sollten die technologieoffene Diskussion zur H2 Nutzung im Mobilitätsbereich mit Motorenentwicklern und Herstellern in BaWü suchen.

Wichtig wäre auch dabei das Thema H2 in der Mobilität an den Hochschulen zu platzieren, z.B. durch Initiierung studentischer/akademischer Projekte wie die Formel E Student oder den Shell-Eco-Marathon o.ä.

 

18. Kommentarvon :MehrerCompressionGmbH
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