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Wasserstoff-Roadmap

Ein Mann hält in Stuttgart den Zapfhahn einer Wasserstofftankstelle an den Stutzen eines Wasserstoffautos. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)

Technologie

Wasserstoff in der Mobilität

Die Wasserstoffanwendung ist im Mobilitätssektor und insbesondere für Fahrzeuge sinnvoll, in denen Formen der direkten Nutzung von erneuerbarem Strom (zum Beispiel Batterie) technisch schwierig oder ökonomisch oder ökologisch nicht sinnvoll umsetzbar sind. Die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie bietet sich in den Bereichen der Nutzfahrzeuge, dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Bussen und Zügen, für kommunale Nutz- und Sonderfahrzeuge sowie in der Logistik und in besonderen Anwendungsfällen im Bereich der Personenkraftwagen (PKW) an. Auf Wasserstoff basierende Kraftstoffe bieten vor allem eine Defossilisierungsoption für die Luft- und Schifffahrt.

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Kommentare : zur Wasserstoff-Roadmap BW: Wasserstoff in der Mobilität

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2. Kommentarvon :Bogua

Wasserstoff in der Mobilität

Die reine Wasserstofftechnologie würde ich zuerst in der Luft- und Schiffahrt umsetzen und dies mit dem Speichermedium LOHC der Vorteil wäre die Infrastruktur zur Betankung wäre schon vorhanden und gespeicherter Wasserstoff in LOHC könnte in jedem Flughafen und Schiffahrtshafen vorgehalten werden. Ebenso wäre die Explosionsgefahr sehr stark

Die reine Wasserstofftechnologie würde ich zuerst in der Luft- und Schiffahrt umsetzen und dies mit dem Speichermedium LOHC

der Vorteil wäre die Infrastruktur zur Betankung wäre schon vorhanden

und gespeicherter Wasserstoff in LOHC könnte in jedem Flughafen und

Schiffahrtshafen vorgehalten werden. Ebenso wäre die Explosionsgefahr sehr stark reduziert.

Für den PKW und LKW-Bereich würde ich in der ersten Dekade auf Biogas mit Wasserstoff gepeppt versorgt über die Erdgaspipline tendieren.

Weil dies auch zügig umgesetzt werden könnte.

Dies würde natürlich heißen das die Pkws und Lkws mit Gasmotoren ausgestattet sein müssten.

 

1. Kommentarvon :ohne Name 9938

Wasserstoff in der Mobilität

Die Anzeichen verdichten sich, dass für den Bereich PKW Wasserstoff als Ionenbereitsteller in einer Brennstoffzelle zur Elektrizitätsproduktion für die Batterie im Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug, wenn überhaupt, nur eine stark untergeordnete Rolle spielen wird. Offensichtlich zu kompliziert und Ineffizient. siehe

Die Anzeichen verdichten sich, dass für den Bereich PKW Wasserstoff als Ionenbereitsteller in einer Brennstoffzelle zur Elektrizitätsproduktion für die Batterie im Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug, wenn überhaupt, nur eine stark untergeordnete Rolle spielen wird. Offensichtlich zu kompliziert und Ineffizient.

siehe www.heise.de/autos/artikel/Effizienzvergleich-von-Antrieben-3904877.html

Im ÖPNV haben sich E-Busse vielerorts als Nachfolgeanschaffungen für Diesel-Busse bereits durchgesetzt. Selbst im LKW-Bereich wird der Einsatz von Wasserstoff immer fraglicher. Nach wie vor ist ein Einsatz von Wasserstoff in der Luft- und Raumfahrt wahrscheinlich.

4. Kommentarvon :ohne Name 10000

Wasserstoffantrieb als Verbrennungsmotor?

In der aktuellen Diskussion kommt der klassische Wasserstoff-Verbrennungsmotor kaum vor. Natürlich bleibt beim Verbrenner das Stickstoff-Thema, aber das scheint mir lösbar, wenn man auf die Erfolge aktueller Abgasreinigung sieht. Interessant wäre ein Vergleich der Wirkungsgrade von Brennstoffzelle in Verbindung mit einem Elektromotor im Vergleich

In der aktuellen Diskussion kommt der klassische Wasserstoff-Verbrennungsmotor kaum vor. Natürlich bleibt beim Verbrenner das Stickstoff-Thema, aber das scheint mir lösbar, wenn man auf die Erfolge aktueller Abgasreinigung sieht. Interessant wäre ein Vergleich der Wirkungsgrade von Brennstoffzelle in Verbindung mit einem Elektromotor im Vergleich zum Wasserstoff-Verbrennungsmotor. Auch eine Kostengegenüberstellung wäre für die weitere Diskussion interessant.

7. Kommentarvon :ohne Name 10028

Nutzung von Wasserstoff in Bau und Landmaschinen

Leider wird Wasserstoff nur als Antriebsart für Lkw und Busse gesehen, ein Einsatz in Land und Baumaschinen bzw. auch in Motorbetriebenen- Kleingeräten wird vernachlässigt, gerade Baumaschinen die in Innenstädten oder Tunnel arbeiten würden zu einer Verbesserung der Luft und Arbeitsqualität führen, weniger Geräuschentwicklung, und ebenso flexibel

Leider wird Wasserstoff nur als Antriebsart für Lkw und Busse gesehen,

ein Einsatz in Land und Baumaschinen bzw. auch in Motorbetriebenen- Kleingeräten wird vernachlässigt, gerade Baumaschinen die in Innenstädten oder Tunnel arbeiten würden zu einer Verbesserung der Luft und Arbeitsqualität führen, weniger Geräuschentwicklung, und ebenso flexibel

wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren.

 

 

3. Kommentarvon :ohne Name 9992

Mobilität auf dem Wasser

Speziell bei Booten bietet sich die H2 Technologie für Hybridantriebe an. Boote stellen außerdem eine sehr gute Plattform für die Entwicklung und Erprobung, da hier im Vergleich zum KFZ "einfachere" Rahmenbedingungen vorliegen.

6. Kommentarvon :Ulf Groos

Mobilität

Im Fokus stehen LKW und hier sollten die Zulieferer ertüchtigt werden. Aber allein schon wegen der Stückzahlen und dem hohen Interesse in Asien und der daraus resultierenden Absatzmärkte darf die PKW-Anwendung nicht aus dem Fokus geraten. Hier sind insbesondere die Zulieferer zu unterstützen. Ebenso sind die öffentlichen Busflotten unter Zugzwang,

Im Fokus stehen LKW und hier sollten die Zulieferer ertüchtigt werden. Aber allein schon wegen der Stückzahlen und dem hohen Interesse in Asien und der daraus resultierenden Absatzmärkte darf die PKW-Anwendung nicht aus dem Fokus geraten. Hier sind insbesondere die Zulieferer zu unterstützen. Ebenso sind die öffentlichen Busflotten unter Zugzwang, um die Emissionsgrenzwerte in Zukunft zu erfüllen und hierzu müssen die Kommunen ertüchtigt werden und v.a. im Aufbau ihrer HRS unterstützt werden.

8. Kommentarvon :AchimD

Roadmap ohne Vorfestlegungen der Anwendungsgebiete, Einbeziehung Methan

Die Roadmap sollte offen sein für alle Anwendungsgebiete. Es ist zu früh, heute schon Vorfestlegungen zu treffen und den PKW-Sektor weitgehend auszuschließen. Die Beurteilung für die Sektoren muss nach der Gesamtumweltbilanz im Lebenszyklus (Produktion und Betrieb) erfolgen. Insbesondere bei CO2 macht es keinen Sinn, nur den lokalen Ausstoß im

Die Roadmap sollte offen sein für alle Anwendungsgebiete. Es ist zu früh, heute schon Vorfestlegungen zu treffen und den PKW-Sektor weitgehend auszuschließen.

 

Die Beurteilung für die Sektoren muss nach der Gesamtumweltbilanz im Lebenszyklus (Produktion und Betrieb) erfolgen. Insbesondere bei CO2 macht es keinen Sinn, nur den lokalen Ausstoß im Betrieb zu bewerten und auf dieser Basis Förderungsprioritäten zu setzen.

 

Für den PKW-Sektor (Golfklasse) hat der ADAC in einer Studie von 10/2019 (http://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/alternative-antriebe/klimabilanz/) bei einer Gesamtbetrachtung aktuell für CNG-Fahrzeuge (Erdgas + 15% Bio-Methan) die beste Umweltbilanz ermittelt. Wasserstoff und Methan sind nicht unabhängig zu betrachten, da sie ineinander umwandelbar sind. Das Erdgasnetz bietet derzeit die besten Transportmöglichkeiten und eine Speicherkapazität (incl. Erdgas-Speicher) von 3 Monaten für den Gesamtenergiebedarf Deutschlands. CNG kann damit den Weg zum Wasserstoff zumindest in einer Übergangszeit von ca. 2 Jahrzehnten unterstützen, bietet aber selbst durch Steigerung des Biomethananteils, H2-Beimischung und Power to Gas noch wesentliche Potentiale. Die Roadmap sollte deshalb die Umweltpotentiale von CNG- und Wasserstoff-Mobilität auf der Zeitschiene berücksichtigen.

 

Das künftige Mobilitätskonzept sollte robust sein und sich nicht nur auf ein Energie- und Antriebskonzept stützen. Die E-Mobilität ist für den PKW-Sektor nicht DIE Lösung, sondern eine Lösung für wesentliche Teilsegmente. Japan und China entwickeln deshalb bereits auch Wasserstoff-PKW. Es wäre fahrlässig, den in Deutschland, insbesondere auch in BW, vorhandenen Know-How-Vorsprung im H2-PKW-Sektor durch Konzentration auf andere Segmente zu verspielen sowie die sofort nutzbaren Potentiale von CNG-Mobilität außen vor zu lassen.

9. Kommentarvon :Hans-Peter Schmid

Sichtbarkeit und Wirkung von Maßnahmen der Road Map

Wasserstoff hat theroretisches Potential in allen Sektoren, als Energieträger in der Gebäudeheizung, in industrieller Prozesswärme, im großen Stil bei der Stahlerzeugung und in der Elektromobilität. Für Baden-Württemberg ist die Elektromobilität sicherlich der Sektor, bei dem Maßnahmen der road-map sowohl in der industriellen Wertschöpfungskette

Wasserstoff hat theroretisches Potential in allen Sektoren, als Energieträger in der Gebäudeheizung, in industrieller Prozesswärme, im großen Stil bei der Stahlerzeugung und in der Elektromobilität. Für Baden-Württemberg ist die Elektromobilität sicherlich der Sektor, bei dem Maßnahmen der road-map sowohl in der industriellen Wertschöpfungskette (Infrastruktur und Fahrzeugherstellung) wie auch im "Mobilitätsalltag" direkt und am ehesten spürbar werden. Deshalb ist eine Fokussierung auf die Elektromobilität und die Wasserstoffinfrastruktur wünschenswert.

5. Kommentarvon :Markus Körner

Nutzung von H2 als Energiequelle im Sektor Verkehr

H2 sollte als Energiequelle schweren Nutzfahrzeugen wie Lkw und Bussen im Straßenverkehr als auch Regionalverkehr auf der Schiene vorbehalten sein, nur hier macht es Sinn. Dabei reden wir von grünem Wasserstoff dieser FCEV der es ermöglicht den Einsatz komplett CO2-frei zu Betreiben, also WTW (Well-to-Wheel). Hintergrund ist der hohe Energiebedarf

H2 sollte als Energiequelle schweren Nutzfahrzeugen wie Lkw und Bussen im Straßenverkehr als auch Regionalverkehr auf der Schiene vorbehalten sein, nur hier macht es Sinn. Dabei reden wir von grünem Wasserstoff dieser FCEV der es ermöglicht den Einsatz komplett CO2-frei zu Betreiben, also WTW (Well-to-Wheel). Hintergrund ist der hohe Energiebedarf aufgrund Gewicht und Fahrleistung der Fahrzeuge. Pkw sehe ich umgekehrt eher in der reinen E-Mobilität als BEV bzw. PHEV.

10. Kommentarvon :ohne Name 10064

Wasserstoff in der Mobilität

Wasserstoff hat zwei Bedeutungen in der Mobilität. Zum einen kann er zur Verstromung in Brennstoffzellen genutzt werden und damit als Alternative oder eigentlich richtiger als Ergänzung zur Batterie genutzt werden, er ist aber auch elementarer Bestandteil von synthetischen Kraftstoffen, die wir in verschiedenen Bereichen der Mobilität wie z.B. dem

Wasserstoff hat zwei Bedeutungen in der Mobilität. Zum einen kann er zur Verstromung in Brennstoffzellen genutzt werden und damit als Alternative oder eigentlich richtiger als Ergänzung zur Batterie genutzt werden, er ist aber auch elementarer Bestandteil von synthetischen Kraftstoffen, die wir in verschiedenen Bereichen der Mobilität wie z.B. dem Flugbereich, aber auch im Schiffsantrieb für eine unabsehbar lange Zeit benötigen werden. In der Kette von der Wasserstofferzeugung bis zur Nutzung in synthetischen Kraftstoffen gibt es viele Möglichkeiten zur Kopplung von Wärme, Wasserstoff, Strom und Wasserstoffträgern wie Methanol.