Bürgerforum G8/G9

Auswirkungen G8/G9 auf das gesamte Schulsystem

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  • Qualität der Bildung; weitere Herausforderungen
  • Wege zum Abitur / Förderung der Leistungsstarken
  • Durchlässigkeit für Schülerinnen und Schüler (Erhöhung Wechselmöglichkeiten)
  • Übergangsverhalten (Übertritt nach 4. Klasse; späterer Wechsel); Grundschulempfehlung; Aufwertung der Realschulen
  • Wechselwirkungen (Gymnasium, berufliche Gymnasien, andere weiterführende Schularten, Privatschulen etc.)

Kommentare

Sie konnten den Themenbereich bis zum 22. September 2023, 17 Uhr, kommentieren. Vielen Dank für Ihre Kommentare!

31. Kommentar von :Gymnasiallehrer

In der Themenlandkarte fehlt als Thema: "Zukunftsfähigkeit des Gymnasiums"

Das Thema "Zukunftsfähigkeit des Gymnasiums" fehlt bislang. Eine Initiative aus der Wirtschaft fordert mittlerweile die Ausweitung des Informatik-Unterrichts auf die gesamte Unter- und Mittelstufe ab Klasse 5. (Wobei Informatik von Medien- und Digitalkompetenz bis zum Verständnis der Hintergründe (Programmierung, Algorithmen) reichen soll und für […]

Das Thema "Zukunftsfähigkeit des Gymnasiums" fehlt bislang.

Eine Initiative aus der Wirtschaft fordert mittlerweile die Ausweitung des Informatik-Unterrichts auf die gesamte Unter- und Mittelstufe ab Klasse 5. (Wobei Informatik von Medien- und Digitalkompetenz bis zum Verständnis der Hintergründe (Programmierung, Algorithmen) reichen soll und für alle Schüler verbindlich sein soll..

Das ist in G8 aber gar nicht möglich, da die drei bis vier zusätzlich nötigen Stunden gar nicht mehr in die ohnehin schon übervollen Stundenpläne des G8 hineingepresst werden können. D.h. Andere Fächer müssten Stunden abgeben, was aber völlig unrealistisch ist, da alle Hauptfächer ohnehin schon vier Stunden weniger haben als früher in G9, und die Gesellschaftswissenschaften auch Stunden abgegeben haben.

In G9 wäre dieser zusätzliche Informatik-Unterricht und auch ein oder zwei Zusatzstunden in Gemeinschaftskunde und Erdkunde in der Mittelstufe dagegen kein Problem. (Das Wahlalter in BW wurde auf 16 abgesenkt. Aber mehr GK in der Mittelstufe gibt es nicht?!?)

Dieses Thema "Zukunftsfähiges Gymnasium" muss im Bürgerforum auch diskutiert werden.

32. Kommentar von :Gymnasiallehrer

In G8 kein problemloser Wechsel von Realschule zu Gymi möglich

Mit der Einführung von G8 wurde die Wechselmöglichkeit von der Realschule und GMS zum Gymnasium praktisch abgeschafft: Da die Inhalte im G8 ja in einem Schuljahr weniger unterrichtet werden, fehlen bei einem ohnehin schwierigen Wechsel von RS/GMS zum Gymnasium jetzt Teilinhalte ganz.. (Am Gymi haben die Schüler ja Ende Klasse 9 bereits die […]

Mit der Einführung von G8 wurde die Wechselmöglichkeit von der Realschule und GMS zum Gymnasium praktisch abgeschafft: Da die Inhalte im G8 ja in einem Schuljahr weniger unterrichtet werden, fehlen bei einem ohnehin schwierigen Wechsel von RS/GMS zum Gymnasium jetzt Teilinhalte ganz.. (Am Gymi haben die Schüler ja Ende Klasse 9 bereits die kompletten Inhalte von Kl. 10 an RS bzw. GMS behandelt.)

Da ist die "Aufwärtskompatibilität" verloren gegangen.

In G9 ist ein Wechsel zum Gymnasium (nach Klasse 5, 6, 7, 8, 9) viel einfacher, aber immer noch anspruchsvoll, da die zuvor gelernten Inhalte am Gymnasium ja vertieft unterrichtet wurden.

33. Kommentar von :Engagementförderin

Ehrenamtliches Engagement braucht Zeit!

Kinder und Jugendliche brauchen Erfahrungsräume - und dafür brauchen sie Zeit. Durch das eng getaktete G8 haben Kinder und Jugendliche kaum mehr Zeit, Erfahrungen im ehrenamtlichen Engagement zu machen, hier Gemeinschaft zu erleben, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen, Selbstwirksamkeit und Verantwortung zu erfahren. Studien zeigen, dass […]

Kinder und Jugendliche brauchen Erfahrungsräume - und dafür brauchen sie Zeit. Durch das eng getaktete G8 haben Kinder und Jugendliche kaum mehr Zeit, Erfahrungen im ehrenamtlichen Engagement zu machen, hier Gemeinschaft zu erleben, etwas gemeinsam auf die Beine zu stellen, Selbstwirksamkeit und Verantwortung zu erfahren. Studien zeigen, dass Menschen, die in jungen Jahren bereits ehrenamtlich engagiert waren, im Laufe ihres Lebens engagiert bleiben bzw. sich immer wieder engagieren. Wer als junger Mensch diese Möglichkeit nicht hatte, wird sich auch später eher selten ehrenamtlichen engagieren.

Wir können hier einen wichtigen Grundstein für ehrenamtliches Engagement in der Gesellschaft legen, in dem wir jungen Menschen die Möglichkeit und Zeit geben, ein ehrenamtliches Engagement auszufüllen, sich im ehrenamtlichen Engagement zu erleben.

Es ist unbestritten, dass ehrenamtliches Engagement gerade in unserer modernen Gesellschaft eine enorm große Bedeutung hat.

Darum - G9 statt G8!

34. Kommentar von :ohne Name 61900

Vergleichbarkeit mit beruflichen Gymnasien

Durch das G8 fehlt den Schülern (auch im Vergleich zu den meisten anderen Bundesländern) ein Schuljahr bis zum Abitur. Durch einen Wechsel zu einem beruflichen Gymnasium können sie praktisch zu G9 wechseln. Dadurch verlieren die allgemeinbildenden Gymnasien viele Schüler in der Kursstufe. Durch den unterschiedlichen […]

Durch das G8 fehlt den Schülern (auch im Vergleich zu den meisten anderen Bundesländern) ein Schuljahr bis zum Abitur. Durch einen Wechsel zu einem beruflichen Gymnasium können sie praktisch zu G9 wechseln. Dadurch verlieren die allgemeinbildenden Gymnasien viele Schüler in der Kursstufe.

Durch den unterschiedlichen Verrechnungspunkte/Notenpunkteschlüssel ist der Wechsel sogar noch viel vorteilhafter für die Schüler!

Will man wirklich Konkurrenz auf Augenhöhe, müsste sowohl G9 wiederkommen als auch einheitliche Punktetabellen gelten!

35. Kommentar von :ohne Name 61912

Keine Qualität im Schnellverfahren

Die Qualität der Bildung wird nicht durch ein gymnasiales Schnellverfahren in 8 Jahren erreicht. Sondern durch eine an die Reife der Jugendlichen orientiert Bildung. Die dazu hinreichend bekannten Rückmeldungen der Universitäten über die Bildung und Reife der Erstsemester sind ein weiterer Beweis dafür.

36. Kommentar von :Ohne Name 3343

Zurück zu G9

Aus der Wirtschaft und von den Universitäten kommt immer wieder die Klage, die jungen Leute seien nicht ausbildungs- oder studierfähig. Gleichwohl Ich diese Pauschalisierung nicht gutheißen kann, darf man sich durchaus die Frage stellen, welchen Beitrag - neben anderen - die am Gymnasium verkürzte Schulzeit dazu leistet. Man mag es vielleicht nicht […]

Aus der Wirtschaft und von den Universitäten kommt immer wieder die Klage, die jungen Leute seien nicht ausbildungs- oder studierfähig. Gleichwohl Ich diese Pauschalisierung nicht gutheißen kann, darf man sich durchaus die Frage stellen, welchen Beitrag - neben anderen - die am Gymnasium verkürzte Schulzeit dazu leistet. Man mag es vielleicht nicht glauben, aber dieses eine Jahr an Reifungsprozess des Gehirns schlägt sich tatsächlich in einem Zuwachs an Reflexions- und Abstraktionskompetenz nieder. Beides Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium.

 

37. Kommentar von :ohne Name 61942

Allgemeinbildendes gegen berufliches Gymnasium

Durch den Wechsel zum beruflichen Gymnasium gibt es G9 durch die Hintertür. Allerdings mit komplett anderem Schwerpunkt bezüglich der Fächer. Gerade das allgemein bildende Abitur am allgemeinbildenden Gymnasium darf nicht durch das fehlende Schuljahr zusammen gestrichen und in der Qualität vermindert werden, insbesondere auch im Vergleich zum […]

Durch den Wechsel zum beruflichen Gymnasium gibt es G9 durch die Hintertür. Allerdings mit komplett anderem Schwerpunkt bezüglich der Fächer. Gerade das allgemein bildende Abitur am allgemeinbildenden Gymnasium darf nicht durch das fehlende Schuljahr zusammen gestrichen und in der Qualität vermindert werden, insbesondere auch im Vergleich zum beruflichen Gymnasium

38. Kommentar von :M14B

unnötiger Stress, fehlende Bildung

Abitur nach 8 Jahren: Führt zu vollen Stundenplänen für Kinder und Jugendliche, Belastung für Schüler*innen und Lehrkräfte, da zu wenig Zeit zum Üben und Festigen von Gelerntem; echte Studierfähigkeit und "Reife", wie sie eigentlich im Abiturzeugnis verbrieft ist, kann so kaum erreicht werden. Die betroffenen MENSCHEN leiden - genauso wie die […]

Abitur nach 8 Jahren: Führt zu vollen Stundenplänen für Kinder und Jugendliche, Belastung für Schüler*innen und Lehrkräfte, da zu wenig Zeit zum Üben und Festigen von Gelerntem; echte Studierfähigkeit und "Reife", wie sie eigentlich im Abiturzeugnis verbrieft ist, kann so kaum erreicht werden. Die betroffenen MENSCHEN leiden - genauso wie die QUALITÄT ihrer Bildung - und damit längerfristig unser ganzes Land!

 

Außerdem: dadurch, dass - verständlicher Weise - viele Schüler*innen des 8jährigen, allgemeinbildenden Gymnasiums "abwandern", um im beruflichen, 9jährigen Gymnasium ihr Abitur mit mehr Zeit abzulegen, leiden besonders Gymnasien im ländlichen Raum: ihre Oberstufen werden immer kleiner - dadurch können sie weniger Kurse anbieten, dadurch werden sie (und auch die Stundenpläne...) immer unattraktiver...dadurch kommt es zu noch mehr Abwanderung und das allgemeinbildende Gymnasium wird ausgehöhlt.

39. Kommentar von :ohne Name 54124

Durchlässigkeit in alle Richtungen zwischen den Schularten und Bundesländern ermöglichen

Mit G8 ist de facto ein Wechsel von der Real- oder Gemeinschaftsschule auf das Gymnasium nicht möglich. Das ist fatal für die Schüler, der Wechsel muss unbedingt wieder ermöglicht werden - das sollte bei der Umsetzung von G9 mit berücksichtigt werden.   Auch ein Umzug zwischen Bundesländern muss wieder möglich sein - hier schafft G8 teils […]

Mit G8 ist de facto ein Wechsel von der Real- oder Gemeinschaftsschule auf das Gymnasium nicht möglich. Das ist fatal für die Schüler, der Wechsel muss unbedingt wieder ermöglicht werden - das sollte bei der Umsetzung von G9 mit berücksichtigt werden.

 

Auch ein Umzug zwischen Bundesländern muss wieder möglich sein - hier schafft G8 teils unüberwindbare Hürden mit schweren sozialen Einschnitten, da Kinder in nicht altersgemäße Gruppen wechseln müssen wenn sie von G9-Ländern nach BaWü ziehen.

40. Kommentar von :ohne Name 61978

G9 mit altbewährter Qualität

Ich bin Lehrer an einem Ulmer Gymnasium. Wir unterrichten G8 und sehen allerorts wie wenig Zeit bleibt. Lehrpläne sind oft nur knapp oder nicht in dieser Zeit zu bewältigen. Gefühlt bleiben mehr Kinder als vor 20 Jahren auf der Strecke, was nahelegt, dass Kinder heute mehr gefordert werden - zumal auch eine Gymnasialempfehlung nicht mehr […]

Ich bin Lehrer an einem Ulmer Gymnasium. Wir unterrichten G8 und sehen allerorts wie wenig Zeit bleibt. Lehrpläne sind oft nur knapp oder nicht in dieser Zeit zu bewältigen.

Gefühlt bleiben mehr Kinder als vor 20 Jahren auf der Strecke, was nahelegt, dass Kinder heute mehr gefordert werden - zumal auch eine Gymnasialempfehlung nicht mehr erforderlich ist.

G8 verschärft viele Probleme.

G9 würde viele Probleme entschärfen.

Warum sollen Kinder nicht (wenn begabt und fleißig genug) in Ruhe lernen, Zeit für Sport und Musik oder anderes haben? Oder eben genug Zeit um mit nicht optimalen Voraussetzungen, doch das Abitur zu schaffen.

G9 ja - aber vernünftig! Alte Qualität. Genug Personal (das halte ich für eine Utopie - nicht nur wegen der aktuellen Probleme)