Online-Kommentierung
Durch das Effizienzgesetz werden Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten am 1. Januar 2028 abgeschafft.
Weitere Informationen aus dem Vorblatt des Gesetzentwurfs
Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten belasten Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und Verwaltung, indem sie die an anderer Stelle benötigte finanziellen und personellen Ressourcen binden. Sie werden daher zunehmend als Teil eines ineffizienten und bürokratischen Systems wahrgenommen.
Am 4. Dezember 2025 haben der Bundeskanzler und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder die Föderale Modernisierungsagenda beschlossen, die sich der Staatsmodernisierung widmet. In ihr wurden Ziele zur Überprüfung und Abschaffung von Berichts- und Dokumentationspflichten beschlossen. Sollen Pflichten aufrechterhalten werden, bedarf dies einer Begründung. Auch sollen Aufbewahrungspflichten reduziert werden. Mit dem Beschluss zur Föderalen Modernisierungsagenda hat sich auch Baden-Württemberg verpflichtet, solche landesrechtlichen Pflichten auf Reduzierungspotentiale zu überprüfen.
Durch das Gesetz werden Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten am 1. Januar 2028 abgeschafft. Teilweise nicht vom Gesetz umfasst werden Pflichten im verwaltungsinternen Bereich, Pflichten im Rahmen von Verwaltungsverfahren und die Möglichkeit der Verwaltung, Anordnungen im Einzelfall zu erlassen. Das Gesetz ermöglicht es der Landesregierung daneben, durch Rechtsverordnung einzelne Pflichten in begründeten Fällen aufrechtzuerhalten.
Keine.
Keine.
Zusätzlicher Bürokratieaufwand für Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft ist durch das Gesetz nicht zu erwarten. Dieses Gesetz leistet vielmehr einen maßgeblichen Beitrag zum Abbau von Bürokratie. Ebenso ergeben sich keine Auswirkungen auf die Vollzugstauglichkeit des Reformvorhabens, da die umfängliche Außer-Kraft-Setzung von Pflichten im Sinne des Gesetzes zu einem festen Stichtag erfolgen soll, ohne dass hierzu weitere Maßnahmen zu ergreifen wären. Die Landesregierung muss jedoch tätig werden, wenn sie einzelne Berichts-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten im Rahmen einer Rechtsverordnung aufrechterhalten möchte oder muss.
Es sind vorwiegend positive Auswirkungen zu erwarten.
Von einem Digitaltauglichkeits-Check konnte abgesehen werden, da das Gesetz weder Verfahrensvorschriften enthält noch Verfahrensabläufe betrifft.
Keine.
Verbände und Organisationen, die von der Regelung betroffen sind, werden in der Regel vom Staatsministerium um eine Stellungnahme gebeten (Verbändeanhörung). Sie können die Stellungnahme Ihrer Organisation hier auch verkürzt darstellen und verlinken. Bitte senden Sie dennoch Ihre vollständige Stellungnahme an das entsprechende Ministerium.


Kommentare
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Holt die Senioren aus den Heimen
Ich habe ein Praktikum in einem Altenheim im Kreis Ludwigsburg gemacht und war erschüttert über die lieblosen Zustände die dort geherrscht haben. Für so eine Behandlung zahlt man dann auch noch 4000 EURO aufwärts. Wo geht das ganze Geld hin? Wasserkopf Verwaltung wie überall? Personalmangel....genervte nicht deutschsprechendes Personal.....Das angebotene Essen über den Tag verteilt hat doch nicht einmal einen Wert von 10 Euro gehabt. Wenig Obst und Gemüse, lieblos vorgesetzt. Schnell, schnell, schnell.....dem Personal ist meine ich teilweise nichts vorzuwerfen, diese sind mit viel Bürokratie ausgelastet. Hoher Krankenstand, Personalmangel, manche Mitarbeiter geben sich sehr viel Mühe, doch auch diese können die Misstände nicht ausbügeln, wie auch. Mein Kommentar ist also um Gotteswillen nicht gegen diese gemeint....Die alten Menschen gehören ins tägliche Leben im vertrauen Umfeld mit sinnvollen Aufgaben eingebunden damit sie nicht abbauen. Qualität beim Essen ist wichtig. Vitamine, Nährstoffe...LEBENSmittel....keine Füllstoffe. Gutes Wasser und Beschäftigung für das Gehirn. Aber ja, wer soll das heute noch leisten. Viele Angehörigen müssen arbeiten oder haben schlichtweg kein Interesse an Ihren Eltern. Wie wäre es, wenn die Gemeinden wieder Krankenpflegevereine pro Ort einführen oder mehrere Pflegefachkräfte pro Ort ( Früher Krankenschwester pro Ort ) die die Dörfer versorgen. Seniorennachmittage gibt es teilweise schon vor Ort. Die privaten profitorientierten Pflegedienste sind mir ein Dorn im Auge. Dort habe ich ebenso ein Praktikum gemacht. Wem geht es eigentlich noch um den Menschen selbst. Es geht nur um die Kohle und das ist traurig. Die Kassen sind leer und wo wird gespart? An den Hilfsbedürftigen und Armen, die Hilfe brauchen. Wo anderst wird das Geld zum Fenster raus geworfen.
Folgen unklar
Gegen den grundsätzlichen Ansatz ist nichts auszusetzen.
Leider lassen sich die tatsächlichen Folgen schlecht bewerten. Zum einen sind die Ausnahmen nicht bekannt, zum anderen ist es für die Öffentlichkeit nicht möglich einzuschätzen, welche Pflichten wegfallen und damit zu bewerten, ob diese erhalten werden sollten.
Gute Herangehensweise!
Die Herangehensweise ist aufjedenfall sehr spannend, erstmal zu sagen, dass alles bis auf x gestrichen wird. Was genau die Landesregierung dann behalten möchte/muss, weil irgendeinanderes Rechts es vorsieht, bleibt offen. Mal sehen, ob das der größere Teil wird.
Berichtspflichten über "Hintertür" möglich!
Der Gesetzentwurf greift zu kurz, wenn Berichtspflichten zwar formal abgeschafft, über bereits bestehende Auskunfts- und Aufsichtsrechte in anderen Gesetzen aber weiterhin eingefordert werden können. Insbesondere der offene Begriff der „Aufsichtsmaßnahmen“ in § 3 Absatz 2 schafft eine erhebliche Hintertür für wiederkehrende Datenabfragen. Auch die Ausnahme der „wichtigen öffentlichen Belange“ in § 3 Absatz 3 ist zu unbestimmt und kann den angestrebten Bürokratieabbau weitgehend entwerten. Regelmäßige, standardisierte oder anlasslose Berichtspflichten sollten daher nur auf einer ausdrücklichen gesetzlichen Grundlage zulässig sein. Einzelfallbezogene Auskünfte müssen an einen konkreten Anlass gebunden, erforderlich und verhältnismäßig sein. Zudem sollte ausgeschlossen werden, dass bereits vorhandene Daten erneut erhoben oder abgeschaffte Berichtspflichten lediglich unter einer anderen Bezeichnung fortgeführt werden.
Berichts-, Dokumentations-, Aufbewahrungspflichten
Im Grunde hört sich das Vorhaben erstmal gut an. Mich würde interessieren, welche Bereiche das Gesetz konkret betrifft und welche Nachteile für die Bürgerinnen, Staat und Umwelt entstehen können? Ich habe Sorge, dass dieses Gesetz manchen finanziell sehr nützlich sein wird. Ein Beispiel: Cumex konnte strafrechtlich nicht immer weiterverfolgt werden, weil die Aufbewahrungspflichen überschritten waren. Daraus entstand ein finanzieller Schaden für uns alle. So nützlich dieses Vorhaben ist, es darf uns nicht dazu führen, dass es ausgenutzt wird.
Plegekräfte
Die Dokumentierung jeder einzelnen Aktion sollte abgeschafft werden,'
um den Kräften mehr Zeit für ihre Klienten zu geben.
Anstelle könnte ein täglicher Bericht mit Besonderheiten treten.
Peter Aly Freiburg 82 Jahre alt