Literatur

Alfred Kröner Verlag erhält Verlagspreis Literatur 2026

Der Alfred Kröner Verlag aus Stuttgarter wird für seine Verbindung von Tradition und innovativer Literatur mit dem Verlagspreis Literatur des Landes ausgezeichnet.

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Eine gelbe Leiter steht vor einem Bücherregal
Symbolbild

Das vielseitige Programm des Alfred Kröner Verlags wird mit dem Verlagspreis Literatur 2026 des Landes ausgezeichnet. Dieser ist mit 12.500 Euro verbunden und wird bei den Baden-Württembergischen Literaturtagen am 20. September 2026 in Bad Mergentheim übergeben.

Der Verlagspreis Literatur würdigt auch 2026 die Vielfalt und Leistungsfähigkeit der Verlagslandschaft in Baden-Württemberg. Die eingegangenen Bewerbungen zeigen, wie viele besondere Verlage mit verlegerischer Haltung, handwerklicher Sorgfalt, programmatischem Mut und großer Nähe zu Autorinnen und Autoren, Leserinnen und Lesern arbeiten – unter Bedingungen, die wirtschaftlich herausfordernder werden.

Neşe Erikli, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, sagte: „Der Alfred Kröner Verlag zeigt, wie sich Tradition und Aufbruch erfolgreich verbinden lassen. Er bewahrt das literarische Erbe und bringt zugleich neue Stimmen, internationale Literatur und zeitgenössische Perspektiven zu den Leserinnen und Lesern. Verlage machen unsere Demokratie und unsere Kultur stärker. Sie geben Autorinnen und Autoren eine Stimme, stoßen gesellschaftliche Debatten an und eröffnen neue Blickwinkel. Gerade in Zeiten, in denen Desinformation und Polarisierung zunehmen, brauchen wir starke unabhängige Verlage.“

Das Alte weitertragen und das Neue in die Welt bringen

In der Jurybegründung heißt es: „Der Alfred Kröner Verlag steht für eine verlegerische Haltung, die Tradition als lebendige Grundlage versteht und Innovation nicht als Trend, sondern als langfristige Verpflichtung gegenüber Literatur und Öffentlichkeit.“ Der Verlag erfülle dabei zwei zentrale Aufgaben des Verlegens gleichermaßen überzeugend: das Alte weitertragen und das Neue in die Welt bringen. Dabei begleite der Verlag literarische Stimmen über lange Zeiträume, ermögliche literarische Kontinuität und Entwicklung jenseits kurzfristiger Marktlogiken.

Der Jury gehörten in diesem Jahr Tom Erben (Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Baden-Württemberg), Dr. Jörg Ennen (Württembergische Landesbibliothek Stuttgart), Carolin Callies (Ladenburger Literaturtage), Matthias Walz (Literarische Gesellschaft Karlsruhe) und Heidemarie Schlenk (jos fritz Buchhandlung Freiburg) an. 

Verlagspreis Literatur des Landes Baden-Württemberg

Der mit 12.500 Euro dotierte Verlagspreis Literatur des Landes würdigt unabhängige Verlage mit einem besonderen literarischen Schwerpunkt. Bisherige Preisträger waren die Verlage Edition CONVERSO, danube books Verlag, kunstanstifter Verlag, Verlag Das Wunderhorn, Klöpfer & Meyer, Verlag Ulrich Keicher, der Legueil Verlag, Jürgen Schweier Verlag, persona verlag, Ithaka Verlag, Info-Verlag, Drey-Verlag, Verlag Urs Engeler Editor, konkursbuch Verlag Claudia Gehrke, Derk Janßen Verlag und Diwan Hörbuchverlag.

Alfred Kröner Verlag Stuttgart

„Kröner kennt man – denkt man", so der Verleger Alfred Klemm, der die Verlagsgeschäfte nach 122 Jahren nach wie vor in der Familie hält. Der 1904 gegründete Alfred Kröner Verlag sei aber nicht mehr „nur“ der Lexikonverlag mit der bekannten Taschenausgabe, die weiterhin Klassiker, Sachbücher insbesondere zu Ländern und Zeitgeschichte und Fachlexika enthalte. Der Schwerpunkt liege nun auf „Literatur von Welt“: Kultbücher und moderne Klassiker, vorwiegend übersetzt aus kleinen Ländern wie Irland, Neuseeland, Georgien oder Singapur. Die KrönerEditionKlöpfer mit deutschsprachiger Belletristik, vor allem aus Baden-Württemberg, und Klassiker in Liebhaberausgaben runden das Programm ab. 

Eingereicht hatte der Verlag drei Druckerzeugnisse als Beleg für seine Arbeit:

  • Tadhg Mac Dhonnagáin, Madame Lazare. Roman (aus dem Irischen übersetzt von Elvira Veselinović)

  • Gespräche über Bäume. Gedichte zur Demokratie (herausgegeben von Hubert Klöpfer und Thomas Weiß)

  • Becky Manawatu, Auē. Roman (aus dem neuseeländischen Englisch von Jana Grohnert)