Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus, tauschte sich am 16. Juli 2026 mit Vertreterinnen und Vertretern führender Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Baden-Württemberg zur HighTech-Agenda Baden-Württemberg aus. Mit dem Koalitionsvertrag hat sich die Landesregierung das Ziel gesetzt, unter Federführung des Wirtschaftsministeriums eine ressortübergreifende landesspezifische HighTech-Agenda Baden-Württemberg zu entwickeln. Sie soll zentrale Zukunftstechnologien und -branchen in den Blick nehmen und die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Landes nachhaltig stärken.
Hoffmeister-Kraut betonte: „Der Austausch mit Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung zu Beginn des Erarbeitungsprozesses ist mir wichtig, um die größten Bedarfe frühzeitig zu identifizieren. China setzt derzeit weltweit das Innovationstempo. Deshalb müssen auch wir schnell ins Handeln kommen. Gleichzeitig muss unsere HighTech-Agenda eng an Initiativen des Bundes und der Europäischen Union anschließen, damit Baden-Württemberg bestmöglich von Förderungen der Hightech Agenda Deutschland, der SPRIND und von europäischen Innovationsinitiativen profitiert.“
Mehr Geschwindigkeit bei Innovation notwendig
Der heutige Expertenaustausch habe ein klares Bild ergeben: „Wir brauchen mehr Geschwindigkeit bei Innovation, dafür benötigen wir eine innovationsfreundlichere Regulierung und einfachere Prozesse auf allen Ebenen. Zugleich brauchen wir mehr privates Kapital aus Deutschland, damit innovative Unternehmen wachsen können, ohne das Land verlassen zu müssen. Ebenso wichtig ist eine klare Priorisierung bei der Förderung der Schlüsseltechnologien im Land“, so die Wirtschaftsministerin.
Mit Blick auf die Innovationsförderung des Landes sprach sich die Ministerin dafür aus, bestehende Aktivitäten und Förderprogramme konsequent auf gemeinsame Ziele auszurichten. Kooperationen müssten gestärkt, bestehende Initiativen besser verzahnt und Synergien konsequent genutzt werden – gerade angesichts begrenzter finanzieller Mittel.
Am Gespräch waren neben Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft auch einige Ministerien des Landes beteiligt. Mit allen betroffenen Ressorts sollen unter Federführung des Wirtschaftsministeriums nun über die Sommerpause Formate zur Erarbeitung der HighTech-Agenda sowie erste Umsetzungsprojekte entwickelt werden.
Bestehende Innovations-Ökosysteme noch enger vernetzen
Die Ministerin rief die beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen dazu auf, sich weiterhin aktiv in den Prozess einzubringen: „Wir fangen nicht bei null an. Wir bauen auf Vorschlägen aus einem breit aufgesetzten Beteiligungsprozess zur Innovationsstrategie meines Hauses auf und können an zahlreiche technologie-spezifische Landesinitiativen wie Allianz 4.0, QuantumBW oder GreenTech BW anknüpfen. Auch der vom Land geförderte Innovationspark AI bietet hervorragende Voraussetzungen, um neue Technologien schneller in die Anwendung zu bringen. Jetzt kommt es darauf an, unsere bestehenden Innovations-Ökosysteme noch enger zu vernetzen und konsequent auf die Ziele der HighTech-Agenda des Landes auszurichten.“
Zum Abschluss unterstrich Hoffmeister-Kraut: „Baden-Württemberg bringt alle Voraussetzungen mit, um Innovation erfolgreich zu entwickeln und in den Markt zu bringen: eine exzellente Forschung, starke Unternehmen und engagierte Talente. Im globalen Wettbewerb kommt es nun darauf an, dass wir schneller werden, mutiger handeln und noch vernetzter zusammenarbeiten. Genau dafür schaffen wir mit der HighTech-Agenda Baden-Württemberg den strategischen Rahmen.“

