Die meisten Schüler sind nicht 18, wenn sie das Abitur machen. Sie können keinen Mietvertrag unterschreiben, sie können sich nicht immatrikulieren. Aber wenn sie aus betuchten Elternhäusern kommen, gehe sie auf lange und weite Reisen. War das beabsichtigt? Und die Unbetuchten?
132.
Kommentar von :ohne Name 63541
Zeit für Entwicklung/Außerschulisches
Aus meiner Sicht haben die Schüler und Schülerinnen jetzt mit G8 zu wenig Zeit neben dem Unterricht für andere Dinge wie Musik etc. Gleichzeitig sehe ich das Problem, dass Eltern sich G9 wünschen, um ihre Kinder in exklusive Angebote zu stecken, die viel Geld kosten. Andere Schüler hätten dann einfach nur mehr Zeit, um Nachmittags vor dem Handy […]
Aus meiner Sicht haben die Schüler und Schülerinnen jetzt mit G8 zu wenig Zeit neben dem Unterricht für andere Dinge wie Musik etc. Gleichzeitig sehe ich das Problem, dass Eltern sich G9 wünschen, um ihre Kinder in exklusive Angebote zu stecken, die viel Geld kosten. Andere Schüler hätten dann einfach nur mehr Zeit, um Nachmittags vor dem Handy abzuhängen.
Ich wünsche mir G9 , aber gleichzeitig eine Ganztagsschule, die Angebote wie Musik , Vereine etc. integriert. Weniger Unterricht pro Jahr und dadurch mehr Zeit für weitere, aber nicht unbedingt außerschulische Angebote.
Meine persönliche Erfahrung ist, dass mein älterer Sohn durch G8 keine Zeit gespart hat. Er macht jetzt ein FSJ, um noch etwas „nachzureifen“, weil im in der Schulzeit zu wenig Zeit blieb, sich auszuprobieren.
133.
Kommentar von :ohne Name 63568
Überlastung der Schüler*innen
Viele Schüler*innen kommen durch das enorme Pensum an zu lernendem Stoff an ihre Grenzen, Depressionen, Angsterkrankungen, Essstörungen sind mittlerweile sehr verbreitet unter Schüler*innen, G9 könnte die Schüler*innen deutlich entlasten.
134.
Kommentar von :ohne Name 63586
Keine Zeit für Außerschulisches
Seit 33 Jahren bin ich Diplommusiklehrerin an Musikschulen mit dem Hauptfach Cello.
Seit der Änderung auf G 8 beobachte ich, dass die Schüler nicht mehr genügend Zeit haben, unter der Woche zu üben.
Auch so wichtige Dinge wie gemeinsames Musizieren im Orchester oder in Kammermusikensembles, die auch für die Persönlichkeit der Kinder und […]
Seit 33 Jahren bin ich Diplommusiklehrerin an Musikschulen mit dem Hauptfach Cello.
Seit der Änderung auf G 8 beobachte ich, dass die Schüler nicht mehr genügend Zeit haben, unter der Woche zu üben.
Auch so wichtige Dinge wie gemeinsames Musizieren im Orchester oder in Kammermusikensembles, die auch für die Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen enorm wichtig sind, bleiben auf der Strecke.
Für die Gesamtentwicklung der Jugendlichen wäre ein weiteres Schuljahr wirklich notwendig.
135.
Kommentar von :ohne Name 63595
Über den Unterricht hinaus!
Faktisch ist das außerunterrichtliche Engagement nach meiner jahrelangen Erfahrung gesunken und ohne Not komplizierter geworden. Für erlebnispäd. Dinge, bei denen ältere Schüler*innen gebraucht werden, ist das G8 sehr nachteilig: gerade die Klassen 9-11 waren im G9 Zeiträume des Ausprobierens und die Kursstufe saß noch nicht im Nacken. Bei […]
Faktisch ist das außerunterrichtliche Engagement nach meiner jahrelangen Erfahrung gesunken und ohne Not komplizierter geworden. Für erlebnispäd. Dinge, bei denen ältere Schüler*innen gebraucht werden, ist das G8 sehr nachteilig: gerade die Klassen 9-11 waren im G9 Zeiträume des Ausprobierens und die Kursstufe saß noch nicht im Nacken. Bei Austauschen: ähnliche Situation. Die durchgeplanten Wochen, die mit dem Nachmittagsunterricht und dem verdichteten Stoffplan für nicht wenige Schüler*innen ein enormer Leistungsstress bedeuten, erlauben dann eben kaum noch, sich in der SMV (Schülermitverantwortung) ausgiebig zu engagieren bzw. dort längerfristige Strukturen aufzubauen. Mit dem G9 wäre die Gymmi-Welt nicht "heile", aber es würde ein große Aufwertung der außerunterrichtlichen Möglichkeiten bedeuten und das meint auch "außer-schulisch", also ein Segen für die Vereine aller Art.
136.
Kommentar von :Andreas Lins
G9 entlastet die Nachmittage
Schülerinnen und Schüler haben mit G9 erheblich mehr Nachmittagsunterricht. Das führt nicht nur zu weniger Freizeit, Vereinen und Hobbys, sondern auch zu vermehrt feststellbaren Konzentrationsproblemen. Nachmittagsunterricht und danach noch Aufgaben bzw. Festigung des Lernstoffs ist einfach zu viel. Irgendwann bleibt außer dem Frust nichts mehr […]
Schülerinnen und Schüler haben mit G9 erheblich mehr Nachmittagsunterricht. Das führt nicht nur zu weniger Freizeit, Vereinen und Hobbys, sondern auch zu vermehrt feststellbaren Konzentrationsproblemen. Nachmittagsunterricht und danach noch Aufgaben bzw. Festigung des Lernstoffs ist einfach zu viel. Irgendwann bleibt außer dem Frust nichts mehr hängen. Wir sollten unsere Kinder entlasten und sie auch noch Kinder sein lassen.
137.
Kommentar von :ohne Name 63361
Außerschulische Bildungspartner berücksichtigen!
Seit der Einführung von G 8 haben die außerschulischen Bildungsparnter (ABP), so etwa Musikschulen, Sportvereine, Kunstschulen, Pfadfinder usw. mit zahlreichen Hürden zu kämpfen:
a) durch die G 8-bedingte Stundenplanverdichtung ist die nachmittägliche Verfügbarkeit der Kinder bzw. Schüler für die ABP deutlich erschwert worden;
b) dadurch wird es […]
Seit der Einführung von G 8 haben die außerschulischen Bildungsparnter (ABP), so etwa Musikschulen, Sportvereine, Kunstschulen, Pfadfinder usw. mit zahlreichen Hürden zu kämpfen:
a) durch die G 8-bedingte Stundenplanverdichtung ist die nachmittägliche Verfügbarkeit der Kinder bzw. Schüler für die ABP deutlich erschwert worden;
b) dadurch wird es für die ABP schwierig, sinnvolle Stunden- bzw. Trainingspläne zu organisieren;
c) die hohe zeitliche Beanspruchung der Schüler durch G 8 nimmt ihnen die Motivation, Angebote der ABP zu besuchen bzw. dafür in der Freizeit genügend zu tun (Bsp. Musik: üben);
d) durch G 8-bedingte Schülerrückgänge oder G 8-bedingten vorzeitigen Schülerausstieg klagen die ABP zurecht auch über Einnahmenverluste, die teils existenzbedrohend sind.
Die Wiedereinführung des G 9 wäre auch ein wichtiges Signal dahingehend, die Existenz der ABP zu würdigen und in ihren jeweiligen Tätigkeitsbereichen zu stärken, in dem ihnen wieder mehr Spielräume zugestanden werden. Die Angebote der ABPs sind kein schöner Zusatz, sondern inhaltlich und für die Entwicklung der jungen Leute genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger als die Schule bzw. das Gymnasium! Denn der fertige Abiturient soll am Ende nicht nur mit Fachwissen gesegnet sein, sondern auch ein junger, persönlichkeitsgestärkter und mündiger Mensch sein, der mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen steht! Diese "Lernanteile" werden kaum am Gymnasium, aber umso mehr bei außerschulischen Bildungsangeboten erworben!
138.
Kommentar von :ohne Name 63634
Für G9!!! Dringend!!!
Seit Einführung sitzen die Schüler in einem ICE - höher, schneller, weiter! Weshalb? Um dann nach Klasse 12 ein "Bummeljahr" einzulegen, weil sie noch nicht wissen, was sie machen. Aber Hauptsache die Kindheit geklaut. Komisch, dass seit Jahren psychische und psychosomatische Erkrankungen bei Jugendlichen drastisch zugenommen haben....
139.
Kommentar von :ohne Name 63661
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140.
Kommentar von :ohne Name 63661
Stress im Kindes- und Jugendalter
Mein Sohn hat im Juli 2022 sein Abitur gemacht. Danach wollte er erstmal monatelang !! keine neue mehr Verpflichtung eingehen, nicht mal einen "Ferienjob" um Geld zu verdienen. Und so wie ihm ging es sehr vielen aus seinem Jahrgang. Letztlich hat er dann von Januar-März 23 eine längere Auslandsreise gemacht, zusammen mit 8 (!) Klassenkameraden. Er […]
Mein Sohn hat im Juli 2022 sein Abitur gemacht. Danach wollte er erstmal monatelang !! keine neue mehr Verpflichtung eingehen, nicht mal einen "Ferienjob" um Geld zu verdienen. Und so wie ihm ging es sehr vielen aus seinem Jahrgang. Letztlich hat er dann von Januar-März 23 eine längere Auslandsreise gemacht, zusammen mit 8 (!) Klassenkameraden. Er war einfach sehr erschöpft von den 8 Stressjahren, in die der Stoff von ehemals 9 Schuljahren reingepresst wird.
Dieses Jahr im Oktober 23 wird er nun sein Studium aufnehmen.
Zeitgewinn für einen früheren Einstieg ins Studium/Berufsleben? Weitgehend Fehlanzeige.
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Kommentare
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Nach dem Abi erst mal reisen
Die meisten Schüler sind nicht 18, wenn sie das Abitur machen. Sie können keinen Mietvertrag unterschreiben, sie können sich nicht immatrikulieren. Aber wenn sie aus betuchten Elternhäusern kommen, gehe sie auf lange und weite Reisen. War das beabsichtigt? Und die Unbetuchten?
Zeit für Entwicklung/Außerschulisches
Aus meiner Sicht haben die Schüler und Schülerinnen jetzt mit G8 zu wenig Zeit neben dem Unterricht für andere Dinge wie Musik etc. Gleichzeitig sehe ich das Problem, dass Eltern sich G9 wünschen, um ihre Kinder in exklusive Angebote zu stecken, die viel Geld kosten. Andere Schüler hätten dann einfach nur mehr Zeit, um Nachmittags vor dem Handy abzuhängen.
Ich wünsche mir G9 , aber gleichzeitig eine Ganztagsschule, die Angebote wie Musik , Vereine etc. integriert. Weniger Unterricht pro Jahr und dadurch mehr Zeit für weitere, aber nicht unbedingt außerschulische Angebote.
Meine persönliche Erfahrung ist, dass mein älterer Sohn durch G8 keine Zeit gespart hat. Er macht jetzt ein FSJ, um noch etwas „nachzureifen“, weil im in der Schulzeit zu wenig Zeit blieb, sich auszuprobieren.
Überlastung der Schüler*innen
Viele Schüler*innen kommen durch das enorme Pensum an zu lernendem Stoff an ihre Grenzen, Depressionen, Angsterkrankungen, Essstörungen sind mittlerweile sehr verbreitet unter Schüler*innen, G9 könnte die Schüler*innen deutlich entlasten.
Keine Zeit für Außerschulisches
Seit 33 Jahren bin ich Diplommusiklehrerin an Musikschulen mit dem Hauptfach Cello.
Seit der Änderung auf G 8 beobachte ich, dass die Schüler nicht mehr genügend Zeit haben, unter der Woche zu üben.
Auch so wichtige Dinge wie gemeinsames Musizieren im Orchester oder in Kammermusikensembles, die auch für die Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen enorm wichtig sind, bleiben auf der Strecke.
Für die Gesamtentwicklung der Jugendlichen wäre ein weiteres Schuljahr wirklich notwendig.
Über den Unterricht hinaus!
Faktisch ist das außerunterrichtliche Engagement nach meiner jahrelangen Erfahrung gesunken und ohne Not komplizierter geworden. Für erlebnispäd. Dinge, bei denen ältere Schüler*innen gebraucht werden, ist das G8 sehr nachteilig: gerade die Klassen 9-11 waren im G9 Zeiträume des Ausprobierens und die Kursstufe saß noch nicht im Nacken. Bei Austauschen: ähnliche Situation. Die durchgeplanten Wochen, die mit dem Nachmittagsunterricht und dem verdichteten Stoffplan für nicht wenige Schüler*innen ein enormer Leistungsstress bedeuten, erlauben dann eben kaum noch, sich in der SMV (Schülermitverantwortung) ausgiebig zu engagieren bzw. dort längerfristige Strukturen aufzubauen. Mit dem G9 wäre die Gymmi-Welt nicht "heile", aber es würde ein große Aufwertung der außerunterrichtlichen Möglichkeiten bedeuten und das meint auch "außer-schulisch", also ein Segen für die Vereine aller Art.
G9 entlastet die Nachmittage
Schülerinnen und Schüler haben mit G9 erheblich mehr Nachmittagsunterricht. Das führt nicht nur zu weniger Freizeit, Vereinen und Hobbys, sondern auch zu vermehrt feststellbaren Konzentrationsproblemen. Nachmittagsunterricht und danach noch Aufgaben bzw. Festigung des Lernstoffs ist einfach zu viel. Irgendwann bleibt außer dem Frust nichts mehr hängen. Wir sollten unsere Kinder entlasten und sie auch noch Kinder sein lassen.
Außerschulische Bildungspartner berücksichtigen!
Seit der Einführung von G 8 haben die außerschulischen Bildungsparnter (ABP), so etwa Musikschulen, Sportvereine, Kunstschulen, Pfadfinder usw. mit zahlreichen Hürden zu kämpfen:
a) durch die G 8-bedingte Stundenplanverdichtung ist die nachmittägliche Verfügbarkeit der Kinder bzw. Schüler für die ABP deutlich erschwert worden;
b) dadurch wird es für die ABP schwierig, sinnvolle Stunden- bzw. Trainingspläne zu organisieren;
c) die hohe zeitliche Beanspruchung der Schüler durch G 8 nimmt ihnen die Motivation, Angebote der ABP zu besuchen bzw. dafür in der Freizeit genügend zu tun (Bsp. Musik: üben);
d) durch G 8-bedingte Schülerrückgänge oder G 8-bedingten vorzeitigen Schülerausstieg klagen die ABP zurecht auch über Einnahmenverluste, die teils existenzbedrohend sind.
Die Wiedereinführung des G 9 wäre auch ein wichtiges Signal dahingehend, die Existenz der ABP zu würdigen und in ihren jeweiligen Tätigkeitsbereichen zu stärken, in dem ihnen wieder mehr Spielräume zugestanden werden. Die Angebote der ABPs sind kein schöner Zusatz, sondern inhaltlich und für die Entwicklung der jungen Leute genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger als die Schule bzw. das Gymnasium! Denn der fertige Abiturient soll am Ende nicht nur mit Fachwissen gesegnet sein, sondern auch ein junger, persönlichkeitsgestärkter und mündiger Mensch sein, der mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen steht! Diese "Lernanteile" werden kaum am Gymnasium, aber umso mehr bei außerschulischen Bildungsangeboten erworben!
Für G9!!! Dringend!!!
Seit Einführung sitzen die Schüler in einem ICE - höher, schneller, weiter! Weshalb? Um dann nach Klasse 12 ein "Bummeljahr" einzulegen, weil sie noch nicht wissen, was sie machen. Aber Hauptsache die Kindheit geklaut. Komisch, dass seit Jahren psychische und psychosomatische Erkrankungen bei Jugendlichen drastisch zugenommen haben....
Stress im Kindes- und Jugendalter
Mein Sohn hat im Juli 2022 sein Abitur gemacht. Danach wollte er erstmal monatelang !! keine neue mehr Verpflichtung eingehen, nicht mal einen "Ferienjob" um Geld zu verdienen. Und so wie ihm ging es sehr vielen aus seinem Jahrgang. Letztlich hat er dann von Januar-März 23 eine längere Auslandsreise gemacht, zusammen mit 8 (!) Klassenkameraden. Er war einfach sehr erschöpft von den 8 Stressjahren, in die der Stoff von ehemals 9 Schuljahren reingepresst wird.
Dieses Jahr im Oktober 23 wird er nun sein Studium aufnehmen.
Zeitgewinn für einen früheren Einstieg ins Studium/Berufsleben? Weitgehend Fehlanzeige.