Direkte Demokratie bezeichnet Formen politischer Mitbestimmung, bei denen Bürgerinnen und Bürger unmittelbar über politische Sachfragen entscheiden können. Im Unterschied zur repräsentativen Demokratie erfolgt die Entscheidung nicht durch gewählte, parlamentarische Vertreterinnen und Vertreter, sondern durch die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern. Instrumente direkter Demokratie sind beispielsweise Bürgerentscheide und Volksentscheide.

Die repräsentative Demokratie ist eine Staats- und Regierungsform, bei der Bürgerinnen und Bürger politische Vertreterinnen und Vertreter wählen, die Entscheidungen stellvertretend für die Bevölkerung treffen. Die politische Willensbildung erfolgt somit überwiegend über direkt gewählte Amtsträger, Parlamente und gewählte Gremien. Wahlen, Parteien und parlamentarische Verfahren bilden zentrale Elemente dieses Systems. Ziel ist es, demokratische Entscheidungen durch legitimierte Repräsentation und institutionelle Verfahren zu organisieren.

Die dialogische Themensammlung ist ein frühes Beteiligungsformat, bei dem zentrale Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam relevante Themen, Fragestellungen und Perspektiven zu einem Vorhaben sammeln. Grundlage ist eine Themenlandkarte, die im Dialog ergänzt, präzisiert und erweitert wird. Ziel ist es, Bedürfnisse, Handlungsoptionen, Vorbehalte, Probleme und Rahmenbedingungen sichtbar zu machen, ohne diese bereits zu bewerten. Die ergänzte Themenlandkarte bildet die Grundlage für die weitere Bürgerbeteiligung, insbesondere für Bürgerforen oder Bürgerräte.