Sicherheit

Baden-Württemberg stärkt die Stadionallianzen

Innenminister Manuel Hagel hat mit den Profi-Fußballvereinen aus Baden-Württemberg eine gemeinsame Verständigung für die Erarbeitung regionaler Sicherheitskonzepte bei Hochrisikospielen getroffen.

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von links nach rechts: Sebastian Gehring, Vorstand Marketing & Medien der SG Sonnenhof Großaspach, Christian Fischer, Vizepräsident Karlsruher SC, Dominik Schwärzel, Vorstandsvorsitzender des SSV Ulm, Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle (VfB Stuttgart), Manuel Hagel, Innenminister von Baden-Württemberg, Daniel Förderer, Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim und Holger Sanwald, Vorstandsvorsitzender des 1. FC Heidenheim

Nach den Ausschreitungen beim DFB-Pokalspiel zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern hat Innenminister Manuel Hagel Fußballvereine aus Baden-Württemberg ins Innenministerium eingeladen. Ziel war es, insbesondere bei Hochrisikospielen für noch mehr Sicherheit zu sorgen. Ergebnis ist eine Ziel war es, insbesondere bei Hochrisikospielen für noch mehr Sicherheit zu sorgen. Ergebnis ist eine Gemeinsame Verständigung für die Erarbeitung regionaler Sicherheitskonzepte bei Hochrisikospielen (PDF).

„Fußball verbindet Menschen über Generationen und gesellschaftliche Grenzen hinweg. Fußball ist die Begegnung von Menschen, Leidenschaft und fairer sportlicher Wettbewerb. Alle Besucherinnen und Besucher, gerade auch Familien mit Kindern, haben Anspruch darauf, Fußballspiele in Baden-Württemberg sicher und friedlich erleben zu können. Unsere Stadionallianzen sind ein wesentlicher Eckpfeiler, um diese Sicherheit zu gewährleisten.

Stadionallianzen - Erfolgsmodell made in Baden-Württemberg

Die Stadionallianzen sind ein Erfolgsmodell made in Baden-Württemberg und Ausdruck gemeinsamer Verantwortung für einen sicheren Fußball im Land. Sie sind dabei kein starres Konzept, sondern werden mit den Entwicklungen und Erfahrungen jedes einzelnen Spieltages weiterentwickelt und passgenau an jedem Spielort ausbuchstabiert. Deshalb habe ich heute die baden-württembergischen Vereine des Profifußballs eingeladen, um über das Thema Sicherheit im Stadion zu sprechen. Denn für die Sicherheit im Stadion sind die Vereine zuständig.

Wir haben besprochen, und die Vereine sind sich einig, dass die Sicherheit gerade bei Hochrisikospielen entlang von zehn Aktionsfeldern nachjustiert wird. Das reicht von verbesserten Einlasskontrollen über ein strengeres Akkreditierungsmanagement etwa für Dienstleister bis hin zum Einsatz modernster Technik. Dazu gehört auch, dass wir jetzt eine Rechtsgrundlage dafür schaffen, damit künftige Verstöße und Ereignisse wie in Mannheim am 21. August auch finanzielle Folgen haben und ein Bußgeld verhängt werden kann“, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Manuel Hagel am 3. September 2026 in Stuttgart.

Zu dem Termin im Innenministerium Baden-Württemberg waren Vertreterinnen und Vertreter des SC Freiburg, des 1. FC Heidenheim, der TSG Hoffenheim, des Karlsruher SC, des SV Waldhof Mannheim, der SG Sonnenhof Großaspach, des VfB Stuttgart und des SSV Ulm geladen.

Sicherheitsarchitektur weiterentwickeln

Baden-Württemberg hatte 2017 als erstes Land die Stadionallianzen eingeführt und damit Neuland betreten. Inzwischen steht fest: Die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Polizei, Vereinen, Kommunen und Fanprojekten zahlt sich aus und ist der Schlüssel zum Erfolg. Das zeigte zuletzt auch die gerade abgelaufenen Saison 2025/2026. Und das zeigen andere Länder, die sich dem Baden-Württembergischen Weg inzwischen angeschlossen haben. „Wir wollen und werden an unserem Erfolgsmodell der Stadionallianzen festhalten. Denn mit den Stadionallianzen haben wir einen doppelten Effekt: Weniger Gewalt, weniger Kosten, weniger Personal, aber mehr Sicherheit – und das seit vielen Jahren! Die enge Zusammenarbeit von Polizei, Vereinen, Kommunen und Fanprojekten bleibt das Fundament der baden-württembergischen Sicherheitsstrategie im Fußball. Gleichzeitig gilt aber auch: Eine Sicherheitsarchitektur ist nichts, was fertig, statisch und in Stein gemeißelt ist, man darf da nicht stehen bleiben, man muss sie immer weiterentwickeln. Und genau das tun wir jetzt“, unterstrich Innenminister Manuel Hagel.

Die Vereinbarung im Überblick

Gemeinsame Verständigung der baden-württembergischen Vereine des Profifußballs für die Erarbeitung regionaler Sicherheitskonzepte bei Hochrisikospielen