„Äpfel vom Bodensee sind nicht nur von hoher Qualität und schmecken hervorragend, sie sind auch Kulturgut und prägen die Arbeit und das Leben vieler Menschen. Die Eröffnung der Bodensee-Apfelsaison stellt die Bedeutung der Arbeit unserer Obstbäuerinnen und Obstbauern im Land in den Mittelpunkt. Gemeinsam wollen wir für die neue Apfelernte werben. Die deutsche Bodenseeregion zählt zu den klimatisch weltbesten Anbaugebieten für lecker Obst.“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Sarah Schweizer am 27. August 2026 in Langenargen-Oberdorf im Bodenseekreis anlässlich der Eröffnung der Bodensee-Apfelsaison 2026/2027 auf dem Obsthof Gierer.
Die Bodensee-Apfelsaisoneröffnung bietet die Gelegenheit, auf die aktuellen Entwicklungen in der Obstwirtschaft aufmerksam zu machen. In diesem Wirtschaftsjahr haben die Obstbauern ganz besonders mit der anhaltenden Trockenheit aber auch den gestiegenen Mindestlöhnen zu kämpfen. „Die Auswirkungen des Klimawandels machen auch vor dem heimischen Obstbau nicht Halt. Ausbleibender Regen hat Einfluss auf die Größe, Menge und Qualität der Apfelernte. Um die Wirtschaftlichkeit unserer Betriebe zu sichern braucht es deshalb zielgerichtete Strategien und weitere Fortschritte in der Züchtung. Gleichzeitig stellt der gestiegene Mindestlohn unsere Obstbaubetriebe vor weitere Herausforderungen“, sagte die Staatssekretärin.
Obstbau im Land zukunftsfähig machen
Im Rahmen der Saisoneröffnung der Apfelernte werden Verbraucherinnen und Verbraucher im immer wieder auf die Vorzüge und die Bedeutung von Äpfeln und regionalen Obstsorten aufmerksam gemacht. Speziell Äpfel gelten als Lieblingsobst der Deutschen und bieten wichtige Vitamine. Auch in diesem Jahr werden in der Bodenseeregion auf rund 8.600 Hektar Fläche Äpfel geerntet. „Die Landesregierung unternimmt alle Anstrengungen, die den Obstbau in Baden-Württemberg sichern und zukunftsfähig machen. Obstbau ist nicht nur identitätsstiftend für unsere Heimat, sondern auch ein bedeutender Teil einer wichtigen Wertschöpfungskette im Land“, so die Staatssekretärin.
Mit dem Programm der Europäischen Union zur Förderung von Erzeugerorganisationen des Obst- und Gemüsesektors steht der Obstbranche ein besonderes Förderinstrument mit großem Gestaltungsspielraum zur Verfügung. Gefördert werden unter anderem Kernobstneupflanzungen, Hagelschutznetze und Bewässerungsanlagen.
„Kaufen Sie regionales Obst und unterstützen Sie damit unsere Obstbauern in unserer Heimat. Gleiches gilt für die wunderbaren Veredelungsprodukte aus den verschiedensten Apfel- und Obstsorten. Allen Obstbäuerinnen und Obstbauern wünsche ich gute Erträge“, so die Staatssekretärin abschließend.
Die zwei Erzeugerorganisationen Württembergische Obstgenossenschaft Raiffeisen e.G. (WOG) und Marktgemeinschaft Bodenseeobst e.G. (MaBo) bündeln das Obst von rund 600 Erzeugerbetrieben in Baden-Württemberg.

