Landwirtschaft

Staatsschule für Gartenbau bietet attraktive Weiterbildungsplätze

Die Staatsschule für Gartenbau in Hohenheim ist die älteste Gartenschule Deutschlands und mit Themen wie Klimaanpassung und Ressourceneffizienz aktueller denn je.

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Ein Ausbilder im Garten- und Landschaftsbau (r.) erklärt einem angehenden Gärtner (l.) das Einpflanzen einer Dachbegrünung. (Foto: © dpa)
Symbolbild

„Die Staatsschule für Gartenbau fördert Gartenbautalente und legt gleichzeitig den Grundstein für lebendige Gartenanlagen, die unsere Heimat auf ganz eigene Weise lebenswert machen. Die Weiterbildung in Hohenheim vermittelt fundiertes technisches und pflanzenphysiologisches Fachwissen in Theorie und Praxis. Solche attraktive Weiterbildungsplätze eröffnen berufliche Perspektiven und bringen Expertise und frische Ideen in den Gartenbau“, unterstrich die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Sarah Schweizer, am 10. September 2026 in Stuttgart-Hohenheim anlässlich des Besuchs der Staatsschule für Gartenbau.

Die Staatsschule für Gartenbau gliedert sich in die Fachbereiche „Bildung und Information“ und „Gartenbauliches Versuchswesen“ mit Versuchsbetrieb. Sie ist eine Weiterbildungsstätte für die Fachrichtungen Garten- und Landschaftsbau, Baumschule, Friedhofsgärtnerei, Gemüsebau, Staudengärtnerei und Zierpflanzenbau sowie Floristik. Im Versuchsbetrieb werden praxisorientierte Forschungsarbeiten zu den Themenfeldern Gemüsebau, Stauden- und Ziergehölzsichtung, Rasen und Zierpflanzen sowie fachrichtungsübergreifende Versuche durchgeführt.

Vielfältige Forschungsaktivitäten

Im Rahmen der fachrichtungsübergreifenden Forschungsaktivitäten wird untersucht, wie es gelingen kann die Biodiversität zu stärken, eine klimaangepasste Pflanzenauswahl zu treffen und Ressourcen zu schonen. Der praktizierte Gartenbau 4.0 orientiert sich an einem effizienten Umgang mit Energie, Wasser sowie Düngemitteln. Beispielsweise wird im Forschungsprojekt „Greenground“ die Verbesserung der Wassereffizienz bei torfreduzierten Substraten und die Erhöhung der Klimaresilienz bei neugepflanzten Stadtbäumen untersucht.

Aktuell werden an der Staatsschule für Gartenbau 135 Studierende unterrichtet. Das Angebot umfasst unter anderem die Vorbereitung auf die Meisterprüfung in den unterschiedlichsten Bereichen des Gartenbaus. Ebenso besteht die Möglichkeit nach Absolvierung einer zweijährigen Fachschule für Gartenbau den Grad als staatlich geprüfter Techniker zu erlangen. Außerdem ist es in Hohenheim möglich, die einjährige Fachschule für Gartenbau zu besuchen oder an spezifischen Weiterbildungsangeboten im Bereich der professionellen Florist-Meister-Ausbildung teilzunehmen.

„Das vielfältige Bildungsangebot hält die unterschiedlichsten Möglichkeiten bereit, um Kreativität, Wissen und Begeisterung für das Gärtnerhandwerk zu vertiefen. Das gilt gleichermaßen auch für die fachrichtungsbezogene und fachrichtungsübergreifende Forschung im Gartenbau. Mit der praxisorientierten Forschungstätigkeit wird in Hohenheim die Zukunft der Branche aktiv mitgestaltet“, so die Staatssekretärin.

Die Staatsschule für Gartenbau Stuttgart-Hohenheim ist eine nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts in der Trägerschaft des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg.