Belastung von Schülern nach massiven Nachmittagsunterricht
Wenn ein Kind in der 9ten Klasse an drei Tagen Nachmittagsunterricht hat, dann stimmt etwas nicht mehr in diesem Land. Schade, was da Alles auf der Strecke bleibt: Sportverein, Musikunterricht, vielfältige Hobbies, in denen die Kinder sich jenseits der Schule entfalten und entwickeln können, und Freiräume für ihre Begabungsschwerpunkte haben. […]
Wenn ein Kind in der 9ten Klasse an drei Tagen Nachmittagsunterricht hat, dann stimmt etwas nicht mehr in diesem Land. Schade, was da Alles auf der Strecke bleibt: Sportverein, Musikunterricht, vielfältige Hobbies, in denen die Kinder sich jenseits der Schule entfalten und entwickeln können, und Freiräume für ihre Begabungsschwerpunkte haben. Schade, schade. Manche Kinder entwickeln schon dadurch Ängste, dass die auf den übervollen webuntis-Stundenplan schauen... Schade.
128.
Kommentar von :ohne Name 63439
Mehr Freiräume für individuelle Interessen und Persönlichkeitsentwicklung
Zeitliche Freiräume für Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume für die Entwicklung und das Ausleben individueller Interessen. Wie könnten wir von jungen Menschen verlangen, dass sie sich in Sportvereinen, Ehrenämtern oder für ihre Schulgemeinschaft engagieren, wenn sie nach ihrem nahezu täglichen Unterricht, der teilweise […]
Zeitliche Freiräume für Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume für die Entwicklung und das Ausleben individueller Interessen. Wie könnten wir von jungen Menschen verlangen, dass sie sich in Sportvereinen, Ehrenämtern oder für ihre Schulgemeinschaft engagieren, wenn sie nach ihrem nahezu täglichen Unterricht, der teilweise bis spät in den Nachmittag und den frühen Abend reicht (an unserem Gymnasium zum Teil bis nach 17 Uhr) noch an ihren Hausaufgaben und Lernverpflichtungen arbeiten müssen?
Wenn wir mündige Individuen heranziehen wollen, die ein gestaltender Teil der Gesellschaft sein mögen, dann brauchen diese jungen Menschen Freiräume um ihre Persönlichkeit zu entwickeln, Leidenschaften zu entdecken, Lebenserfahrungen auch außerhalb des vollgepackten schulischen Alltags zu machen. Mit G9 hätten viele Schüler:innen mehr Zeit für sich, für andere, für uns.
Unsere Kinder brauchen das neunjährige Abitur! Für G9!
21.
Kommentar von :Interessierter und informierter Bürger
redet mit ihnen anstatt nur über sie
Seit Jahren wird über G8 / G9 diskutiert und debattiert - in der Politik, in Verbänden, in Initiativen, in der Wissenschaft - hat eigentlich mal jemand unsere Schüler gefragt, was sie wollen und warum?
Es muss ja einen Grund geben, weshalb trotz G8 noch viele Schüler den mühsamen Weg über das allgemein bildende Gymnasium gehen, anstatt den […]
Seit Jahren wird über G8 / G9 diskutiert und debattiert - in der Politik, in Verbänden, in Initiativen, in der Wissenschaft - hat eigentlich mal jemand unsere Schüler gefragt, was sie wollen und warum?
Es muss ja einen Grund geben, weshalb trotz G8 noch viele Schüler den mühsamen Weg über das allgemein bildende Gymnasium gehen, anstatt den "bequemen Weg" über Realschule + berufliches Gymnasium zu wählen. Gibt es da vielleicht doch einen Unterschied?
Hat schon mal jemand den praktischen Erfahrungsschatz von Abiturienten genutzt und ausgewertet? Wer weiß besser was gut und was schlecht läuft, als die, die es erlebt haben? In so vielen Jahren wäre dafür eigentlich Zeit gewesen ...
... ich habe noch nicht eine Umfrage unter Schülern gesehen!
110.
Kommentar von :Charlotte63049
Keine Zeit für Persönlichkeitsentwicklung in G8
Schulorchester in der Mittagspause (Das Essen in der Mensa muss verchlungen werden, damit es schnell weiter geht...), eine AG spät am Nachmittag nach dem Unterricht (Man kann ja auch bei völliger Dunkelheit noch nach Hause Fahrrad fahren...), Üben des Gelernten, GFS-Vorbereitung, Praktika - am besten in den Ferien (Am Nachmittag reicht die Zeit […]
Schulorchester in der Mittagspause (Das Essen in der Mensa muss verchlungen werden, damit es schnell weiter geht...), eine AG spät am Nachmittag nach dem Unterricht (Man kann ja auch bei völliger Dunkelheit noch nach Hause Fahrrad fahren...), Üben des Gelernten, GFS-Vorbereitung, Praktika - am besten in den Ferien (Am Nachmittag reicht die Zeit nicht), Sport beim Verein - nur am Wochenende... Wie sollen SchülerInnen körperlich und psychisch fit bleiben, wenn sie nur im Hamsterrad rennen? Für Muße, Langweile, Kreativität ist nur in den Sommerferien Zeit. Da wird aber auch alles vergessen, was man "schnell, schnell" gelernt hat. Zeit für das Reifen der Persönlichkeit - in G8 eine Fehlanzeige.
112.
Kommentar von :ohne Name 63118
das 9. Jahr wird nachgeholt.
Ich habe als Lehrkraft den Wechsel von G9 zu G8 (inkl. der parallelen Phase) miterlebt.
Wussten früher maximal ein 10% der Schülerinnen und Schüler noch nicht, wie sie Schule ihre Bildung weiterführen, sind es heute zwischen 50 und 70 %, die noch nicht wissen, was sie machen sollen.
Also wird gejobt, um die Welt gereist, FSJ oder BuFDi gemacht. […]
Ich habe als Lehrkraft den Wechsel von G9 zu G8 (inkl. der parallelen Phase) miterlebt.
Wussten früher maximal ein 10% der Schülerinnen und Schüler noch nicht, wie sie Schule ihre Bildung weiterführen, sind es heute zwischen 50 und 70 %, die noch nicht wissen, was sie machen sollen.
Also wird gejobt, um die Welt gereist, FSJ oder BuFDi gemacht. Wenn man dann die Schülerinnen und Schüler wieder trifft sind sie reif genug, das sie ihre beruliche Ausbildung anzugehen.
Früher konnten wir dies mit unseren schulischen Angeboten erreicht, mit G8 haben wir es quasi privatisiert. Und nun schlägt die soziale Schere zu - gutsituierte Eltern können es sich leisten, diese Auszeiten zu finanzieren. Alle anderen müssen schauen, wo sie (und ihre Kinder) bleiben.
27.
Kommentar von :ohne Name 61915
Bedürfnisse der Kinder und Familien
Die Bildungspläne werden immer voller, die Schüler:innen sollen das Pensum in acht Jahren meistern, wobei auf deren Alter und Lebenswirklichkeit keine Rücksicht genommen wird. Ohne massive Unterstützung ist das für viele Kinder nicht zu leisten.
Für Freizeit, Vereinsleben, Freunde etc. bleibt immer weniger Zeit.
79.
Kommentar von :ohne Name 62704
Lasst den SuS Zeit sich zu finden und entwickeln
Die SuS sitzen dank G8 teilweise von 7.45 bis 17.30 Uhr in der Schule! Das sind längere „Arbeitstage“ als manch Vollzeitsarbeitende haben. Die Jugendlichen tun mir leid, denn ein freie kreative Entfaltung, das eigene Lerntempo etc. Werden dadurch eigentlich nicht mehr ermöglicht.
Ebensowenig ist die persönliche Reife in Abiturprüfungen ( Achtung: […]
Die SuS sitzen dank G8 teilweise von 7.45 bis 17.30 Uhr in der Schule! Das sind längere „Arbeitstage“ als manch Vollzeitsarbeitende haben. Die Jugendlichen tun mir leid, denn ein freie kreative Entfaltung, das eigene Lerntempo etc. Werden dadurch eigentlich nicht mehr ermöglicht.
Ebensowenig ist die persönliche Reife in Abiturprüfungen ( Achtung: Reifeprüfung!!!) zwischen G9 und G8-Schülern so extrem! Wie ist das also noch vergleichbar?!
95.
Kommentar von :ohne Name 62896
Absurde Wochenstundenzahl
Wenn man so viele Stunden in eine Woche zwängt, gibt es schon auch Schultage, die erst um 17.30 Uhr enden. Das ist eine reine Aufbewahrung - so gut wie kein Jugendlicher kann um so eine Zeit noch motiviert und konzentriert arbeiten.
99.
Kommentar von :Vater von drei Kindern
Ich bedaure meine Kinder
Wenn ich vergleichend betrachte, wie in meinen eigenen 9 Jahren am Gymnasium Zeit für Vereine, Hobbys, Musizieren und viele Sozialkontakte die Entwicklung meiner Persönlichkeit geprägt hat und wie Streß, Zeitmangel, hohe Wochenstundenzahlen und das Bedürfnis, sich nach dem Abitur erst einmal "zu erholen" meine Kinder belastet hat, und noch immer […]
Wenn ich vergleichend betrachte, wie in meinen eigenen 9 Jahren am Gymnasium Zeit für Vereine, Hobbys, Musizieren und viele Sozialkontakte die Entwicklung meiner Persönlichkeit geprägt hat und wie Streß, Zeitmangel, hohe Wochenstundenzahlen und das Bedürfnis, sich nach dem Abitur erst einmal "zu erholen" meine Kinder belastet hat, und noch immer belastet, könnte ich heulen. Im Studium á là Bologna geht es dann im schnellen Takt ähnlich weiter, Hauptsache keine Zeit verlieren auf dem Weg zum - ja, wohin denn? Jedenfalls nicht zu einer Jugend voller eigenständiger und gründlicher Erkenntnis in der gebotenen Freiheit.
G8 ist hier nicht allein die Wurzel allen Übels, aber hat doch einen hohen Anteil an einer kläglichen Mühle an Stelle einer freien Entwicklung.
103.
Kommentar von :ohne Name 62956
G9
Es war damals schon klar, und es ist auch so gekommen, dass die Schüler*innen eines G8 Gymnasium sich sehr genau überlegen müssen, was sie am Nachmittag noch leisten können. Kann man noch eine Sportart ausprobieren, mit den ganzen Nachmittagen? Ein Instrument lernen? Jugendgruppen besuchen oder leiten. Es hat alles gelitten. Aber am meisten leiden […]
Es war damals schon klar, und es ist auch so gekommen, dass die Schüler*innen eines G8 Gymnasium sich sehr genau überlegen müssen, was sie am Nachmittag noch leisten können. Kann man noch eine Sportart ausprobieren, mit den ganzen Nachmittagen? Ein Instrument lernen? Jugendgruppen besuchen oder leiten. Es hat alles gelitten. Aber am meisten leiden die Schüler*innen mit 36 Schulstunden in der Woche.
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Belastung von Schülern nach massiven Nachmittagsunterricht
Wenn ein Kind in der 9ten Klasse an drei Tagen Nachmittagsunterricht hat, dann stimmt etwas nicht mehr in diesem Land. Schade, was da Alles auf der Strecke bleibt: Sportverein, Musikunterricht, vielfältige Hobbies, in denen die Kinder sich jenseits der Schule entfalten und entwickeln können, und Freiräume für ihre Begabungsschwerpunkte haben. Schade, schade. Manche Kinder entwickeln schon dadurch Ängste, dass die auf den übervollen webuntis-Stundenplan schauen... Schade.
Mehr Freiräume für individuelle Interessen und Persönlichkeitsentwicklung
Zeitliche Freiräume für Kinder und Jugendliche
Kinder und Jugendliche brauchen Freiräume für die Entwicklung und das Ausleben individueller Interessen. Wie könnten wir von jungen Menschen verlangen, dass sie sich in Sportvereinen, Ehrenämtern oder für ihre Schulgemeinschaft engagieren, wenn sie nach ihrem nahezu täglichen Unterricht, der teilweise bis spät in den Nachmittag und den frühen Abend reicht (an unserem Gymnasium zum Teil bis nach 17 Uhr) noch an ihren Hausaufgaben und Lernverpflichtungen arbeiten müssen?
Wenn wir mündige Individuen heranziehen wollen, die ein gestaltender Teil der Gesellschaft sein mögen, dann brauchen diese jungen Menschen Freiräume um ihre Persönlichkeit zu entwickeln, Leidenschaften zu entdecken, Lebenserfahrungen auch außerhalb des vollgepackten schulischen Alltags zu machen. Mit G9 hätten viele Schüler:innen mehr Zeit für sich, für andere, für uns.
Unsere Kinder brauchen das neunjährige Abitur! Für G9!
redet mit ihnen anstatt nur über sie
Seit Jahren wird über G8 / G9 diskutiert und debattiert - in der Politik, in Verbänden, in Initiativen, in der Wissenschaft - hat eigentlich mal jemand unsere Schüler gefragt, was sie wollen und warum?
Es muss ja einen Grund geben, weshalb trotz G8 noch viele Schüler den mühsamen Weg über das allgemein bildende Gymnasium gehen, anstatt den "bequemen Weg" über Realschule + berufliches Gymnasium zu wählen. Gibt es da vielleicht doch einen Unterschied?
Hat schon mal jemand den praktischen Erfahrungsschatz von Abiturienten genutzt und ausgewertet? Wer weiß besser was gut und was schlecht läuft, als die, die es erlebt haben? In so vielen Jahren wäre dafür eigentlich Zeit gewesen ...
... ich habe noch nicht eine Umfrage unter Schülern gesehen!
Keine Zeit für Persönlichkeitsentwicklung in G8
Schulorchester in der Mittagspause (Das Essen in der Mensa muss verchlungen werden, damit es schnell weiter geht...), eine AG spät am Nachmittag nach dem Unterricht (Man kann ja auch bei völliger Dunkelheit noch nach Hause Fahrrad fahren...), Üben des Gelernten, GFS-Vorbereitung, Praktika - am besten in den Ferien (Am Nachmittag reicht die Zeit nicht), Sport beim Verein - nur am Wochenende... Wie sollen SchülerInnen körperlich und psychisch fit bleiben, wenn sie nur im Hamsterrad rennen? Für Muße, Langweile, Kreativität ist nur in den Sommerferien Zeit. Da wird aber auch alles vergessen, was man "schnell, schnell" gelernt hat. Zeit für das Reifen der Persönlichkeit - in G8 eine Fehlanzeige.
das 9. Jahr wird nachgeholt.
Ich habe als Lehrkraft den Wechsel von G9 zu G8 (inkl. der parallelen Phase) miterlebt.
Wussten früher maximal ein 10% der Schülerinnen und Schüler noch nicht, wie sie Schule ihre Bildung weiterführen, sind es heute zwischen 50 und 70 %, die noch nicht wissen, was sie machen sollen.
Also wird gejobt, um die Welt gereist, FSJ oder BuFDi gemacht. Wenn man dann die Schülerinnen und Schüler wieder trifft sind sie reif genug, das sie ihre beruliche Ausbildung anzugehen.
Früher konnten wir dies mit unseren schulischen Angeboten erreicht, mit G8 haben wir es quasi privatisiert. Und nun schlägt die soziale Schere zu - gutsituierte Eltern können es sich leisten, diese Auszeiten zu finanzieren. Alle anderen müssen schauen, wo sie (und ihre Kinder) bleiben.
Bedürfnisse der Kinder und Familien
Die Bildungspläne werden immer voller, die Schüler:innen sollen das Pensum in acht Jahren meistern, wobei auf deren Alter und Lebenswirklichkeit keine Rücksicht genommen wird. Ohne massive Unterstützung ist das für viele Kinder nicht zu leisten.
Für Freizeit, Vereinsleben, Freunde etc. bleibt immer weniger Zeit.
Lasst den SuS Zeit sich zu finden und entwickeln
Die SuS sitzen dank G8 teilweise von 7.45 bis 17.30 Uhr in der Schule! Das sind längere „Arbeitstage“ als manch Vollzeitsarbeitende haben. Die Jugendlichen tun mir leid, denn ein freie kreative Entfaltung, das eigene Lerntempo etc. Werden dadurch eigentlich nicht mehr ermöglicht.
Ebensowenig ist die persönliche Reife in Abiturprüfungen ( Achtung: Reifeprüfung!!!) zwischen G9 und G8-Schülern so extrem! Wie ist das also noch vergleichbar?!
Absurde Wochenstundenzahl
Wenn man so viele Stunden in eine Woche zwängt, gibt es schon auch Schultage, die erst um 17.30 Uhr enden. Das ist eine reine Aufbewahrung - so gut wie kein Jugendlicher kann um so eine Zeit noch motiviert und konzentriert arbeiten.
Ich bedaure meine Kinder
Wenn ich vergleichend betrachte, wie in meinen eigenen 9 Jahren am Gymnasium Zeit für Vereine, Hobbys, Musizieren und viele Sozialkontakte die Entwicklung meiner Persönlichkeit geprägt hat und wie Streß, Zeitmangel, hohe Wochenstundenzahlen und das Bedürfnis, sich nach dem Abitur erst einmal "zu erholen" meine Kinder belastet hat, und noch immer belastet, könnte ich heulen. Im Studium á là Bologna geht es dann im schnellen Takt ähnlich weiter, Hauptsache keine Zeit verlieren auf dem Weg zum - ja, wohin denn? Jedenfalls nicht zu einer Jugend voller eigenständiger und gründlicher Erkenntnis in der gebotenen Freiheit.
G8 ist hier nicht allein die Wurzel allen Übels, aber hat doch einen hohen Anteil an einer kläglichen Mühle an Stelle einer freien Entwicklung.
G9
Es war damals schon klar, und es ist auch so gekommen, dass die Schüler*innen eines G8 Gymnasium sich sehr genau überlegen müssen, was sie am Nachmittag noch leisten können. Kann man noch eine Sportart ausprobieren, mit den ganzen Nachmittagen? Ein Instrument lernen? Jugendgruppen besuchen oder leiten. Es hat alles gelitten. Aber am meisten leiden die Schüler*innen mit 36 Schulstunden in der Woche.