Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft
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picture alliance/dpa | Patrick Pleul
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Wein- in Forstflächen umwandeln
Baden-Württemberg hat eine reiche Weinkultur. Diese ist kulturell und touristisch wertvoll und schützenswert.
Zeitgleich muss sie sich einen immer größeren wirtschaftlichen Druck stellen - durch sinkende Nachfrage wegen des Konsumentenverhaltens und stärkerer Konkurrenz aus anderen Regionen.
Ich möchte mich dafür aussprechen, dass das Land daher
Baden-Württemberg hat eine reiche Weinkultur. Diese ist kulturell und touristisch wertvoll und schützenswert.
Zeitgleich muss sie sich einen immer größeren wirtschaftlichen Druck stellen - durch sinkende Nachfrage wegen des Konsumentenverhaltens und stärkerer Konkurrenz aus anderen Regionen.
Ich möchte mich dafür aussprechen, dass das Land daher dafür einsteht, Betriebe, welche unrentabel werden und den o.g. kulturellen Mehrwert nicht einzigartig tragen, in Forstflächen umgewidmet werden. Das Land sollte die Flächen abkaufen (direkt oder in Absprache mit den Kommunen) und diese zu den nahegelegenen Wäldern anschließen. Ein Wald bindet mehr CO2 als ein Weingut, spendet Schatten, mildert die umliegende Temperatur und ist ebenso als touristisches und Naherholungsgebiet ansprechend.
Nur durch nachhaltiges Wirtschaften kann das Kulturgut Wein erhalten bleiben. Und auch hier gilt: Qualität vor Quantität.
Kalamitätsstrategie Baden-Württemberg
Von den großen Forstschäden 2018-2021 wurde Baden-Württemberg glücklicherweise nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen. Es finden sich in BW aber nach wie vor große Flächen mit Waldbeständen, die von einer großen Dürrekalamität bedroht sind. Nimmt man ähnliche Schäden wie in Nordrhein-Westfalen an, so sprechen wir von über 100 Mio Kubikmetern
Von den großen Forstschäden 2018-2021 wurde Baden-Württemberg glücklicherweise nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen. Es finden sich in BW aber nach wie vor große Flächen mit Waldbeständen, die von einer großen Dürrekalamität bedroht sind. Nimmt man ähnliche Schäden wie in Nordrhein-Westfalen an, so sprechen wir von über 100 Mio Kubikmetern Schadholzpotenzial, mehr als die zehnfache reguläre Jahreseinschlagsmenge.
Es ist seit 2018 zwar in BW einiges passiert, Baden-Württemberg braucht aber auch auf Landesebene eine (öffentliche) Strategie, wie solche Schadholzmengen zu bewältigen sind. Die Waldstrategie und der forciete und unterstützte Waldumbau sind wichtige und richtige Entwicklungen, liefern aber keine Lösung für das Problem von akut anfallenden großen Mengen von (Nadel) Schadholz. Die Handreichung zur Errichtung von Nasslagern ist fachlich gut zusammengestellt, verdeutlicht aber mehr, warum es schief gehen wird, als dass eine Lösung im Raum steht: viel zu viele Genehmigungen, viel zu bürokratisch. Eine Kalamitätsstrategie hilft große Mengen CO2 aus dem LULUCF Sektor in BW einzuparen, indem Schadholz verarbeitet oder qualitätserhaltend gelagert wird statt zu verrotten. Konkret muss diese beinhalten:
-Wie baut man ein Netz aus schnell aktivierbaren Lagerstätten (nass und trocken) für mind. 10 Mio. FM auf?
-Planung von Ernte und Abtransport großer Schadholzmengen (Bahnverladungskonzept),
-KI gestützte Modellierung von großflächigen Holzabflüssen aus Schadgebieten,
-Maßnahmen zur Holztransportlogistik, Koordination mit Nachbarbundesländern,
-Engpassplanung,
-Formate für einen länderübergreifenden Austausch zwischen potenziellen Krisenstäben
Paludikulturen thermische Verwertung
Die thermische Verwertung von Paludikulturen sollte im Zusammenhang mit der kommunalen Wärmeplanung, die bei allen Kommunen in BW auf der Agenda ganz oben steht, finanziell und strukturell gefördert werden. Entsprechende Förderprogramme auf Landesebene sowie die Etablierung von interkommunalen Modellvorhaben zur thermischen Verwertung der
Die thermische Verwertung von Paludikulturen sollte im Zusammenhang mit der kommunalen Wärmeplanung, die bei allen Kommunen in BW auf der Agenda ganz oben steht, finanziell und strukturell gefördert werden. Entsprechende Förderprogramme auf Landesebene sowie die Etablierung von interkommunalen Modellvorhaben zur thermischen Verwertung der Moorpflanzen wären zielführend.