Der Querschnittsbereich des Klima-Maßnahmen-Registers (KMR) stellt keinen eigenen Sektor dar. Es sind Maßnahmen unter anderem aus den Bereichen klimaneutrale Landesverwaltung, Wissenschaft, Bildung, Ressourceneffizienz und Bioökonomie sowie übergreifende klimapolitische Instrumente und Förderungen enthalten.
Die Zielgruppe Kinder und Jugendliche finde ich im Maßnahmen-Register unterrepräsentiert (nur 4 Maßnahmen lt. Filter). Dabei sind unsere Kinder die Zukunft - auch und gerade in Sachen Klimaschutz. Die nächsten Generationen müssen mit den Klimafolgen fertig werden, deshalb verdienen
Idee zum Klima-Maßnahmen-Register
Klimaschutz fängt in den Köpfen an.
Die Zielgruppe Kinder und Jugendliche finde ich im Maßnahmen-Register unterrepräsentiert (nur 4 Maßnahmen lt. Filter). Dabei sind unsere Kinder die Zukunft - auch und gerade in Sachen Klimaschutz. Die nächsten Generationen müssen mit den Klimafolgen fertig werden, deshalb verdienen sie bei diesem Thema besondere Aufmerksamkeit und Aufklärung.
Diese Aufklärung sollten alle Kinder und Jugendliche bekommen, selbstverständlich auf wissenschaftlich fundierter Basis. Unser Bildungssystem also die Schulen spielen hier eine Schlüsselrolle. Es darf nicht einzelnen engagierten Lehrkräften überlassen werden Umweltbildung zu vermitteln.
Klimaschutz muss Kindern und Jugendlichen „Spaß“ machen und erlebbar sein, damit daraus eine Eigenmotivation entsteht.
Vorschlag1: Ein Pflichtfach „Klima (,Leben- und Gesundheit)“ einführen und unter anderem Fakten und Folgen des Klimawandels vermitteln - die Basis für jegliches Verständnis und Handeln. Als Lehrbuch könnte das beeindruckende Buch von Sven Plöger „Zieht Euch warm an, es wird noch heißer“ dienen. Bestimmt „schwappt“ da auch die eine oder andere Erkenntnis ins Elternhaus rüber.
Sicher, der Lehrplan ist jetzt schon überfrachtet. Wenn man aber bedenkt, dass neben einem Atomkrieg und einem aus einem Labor „entfleuchten“ Virus der Klimawandel und das daraus (und aus der Vergiftung und Ausbeutung unserer Umwelt) resultierende Artensterben wohl die größte Bedrohung für die Menschheit ist, dann darf man schon mal über die Prioritäten im Lehrplan nachdenken.
Vorschlag2: Schulgebäude vorrangig und vorbildhaft mit PV-Anlagen, Stromspeichern, Wärmepumpen usw. ausstatten. Diese Technik dann aktiv in den Unterricht einbeziehen mit Betreuung, Besichtigung, Datenanalysen und ähnlichem, um zu zeigen, dass so etwas funktioniert und sich auch wirtschaftlich rechnet.
Vorschlag3: Sichere Schulwege! Bus, zu Fuß und mit dem Fahrrad. Insbesondere beim Fahrrad gibt es noch viel Luft nach oben. Der Schulweg muss durchgängig (!) sicher mit dem Fahrrad zu bewältigen sein, um Kinder guten Gewissens mit dem Fahrrad zur Schule schicken zu können. 80 oder 90% reichen nicht, es müssen 100% der Gefahrenstellen entschärft werden, sonst fährt doch wieder das Elterntaxi. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen der Schulstraßen, sollte es z.B. eine Pflicht zur Ausarbeitung eines Schulwege-Plans geben, in diesem sollten z.B. Gefahrenstellen analysiert und (mit Unterstützung des Landes) entschärft werden. Auch das Potenzial für Fahrradstraßen wird in Baden Württemberg längst nicht ausgeschöpft, da sind andere Bundesländer im Norden der Republik viel weiter. Erst wenn der Schulweg sicher ist, wird man die Eltern dazu bewegen können auf das Elterntaxi zu verzichten.
Kinder müssen erleben, dass es Alternativen zum Auto gibt, die funktionieren. Nur so werden sie auch später die Alternativen nutzen und vielleicht auch darüber nachdenken, ob es in anderen Lebensbereichen auch klimafreundliche Alternativen zum Gewohnten gibt. Das ist die Erfahrung die ich mit meinen eigenen Kindern gemacht habe.
Vorschlag4: Um Kinder zum Fahrrad fahren zu bewegen muss Fahrradfahren Spaß machen und möglichst cool sein. Beides erreicht man nicht auf oder entlang von Straßen. Da braucht es Erlebnisräume in denen sich Kinder und Jugendliche auch mal austoben können. Das geht natürlich nicht im Straßenverkehr. Deshalb sollte die 2-Meter-Regel nach dem Landeswaldgesetz aufgehoben werden - zumindest für Fahrräder ohne Motor. Der Bedarf ist da, das kann ich aus eigener Erfahrung und Beobachtung sagen.
Negativbeispiel: In einem Waldstück in unserer Nähe haben sich regelmäßig mindestens 10 Kinder und Jugendliche mit ihren Bikes getroffen um einen Trail zu befahren und ihren Spaß zu haben. Bis hierhin finde ich das sehr positiv, auch wenn ich als Wanderer unterwegs war. Die Begegnungen waren jeweils sehr respektvoll und freundlich. Negativ: das Landratsamt hat Schilder aufgestellt, mit dem Verweis auf die 2-Meter-Regel und das Biken im Wald explizit verboten. Seit dem sind mir die Kids nicht mehr begegnet. Wo sind sie jetzt? Hoffentlich holen sie sich ihren Kick jetzt nicht mit Alkohol und anderen Drogen. Hinzu kommt: nur wenn Kinder die Natur erleben und schätzen lernen, werden sie sie später auch respektieren und schützen. Im konkreten Beispiel handelt es sich meines Wissens um einen Landes-Forst. Gleichzeitig wird das Gebiet mit dem Harvester bearbeitet. Da verstehe ich die Prioritäten nicht. Andere (Bundes-)Länder sind da viel großzügiger. Das kann Baden-Württemberg auch.
Die Vorschläge sind weitgehend Kostenneutral - man muss es einfach nur tun!
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Klimaschutz fängt in den Köpfen an
Idee zum Klima-Maßnahmen-Register
Klimaschutz fängt in den Köpfen an.
Die Zielgruppe Kinder und Jugendliche finde ich im Maßnahmen-Register unterrepräsentiert (nur 4 Maßnahmen lt. Filter). Dabei sind unsere Kinder die Zukunft - auch und gerade in Sachen Klimaschutz. Die nächsten Generationen müssen mit den Klimafolgen fertig werden, deshalb verdienen
Idee zum Klima-Maßnahmen-Register
Klimaschutz fängt in den Köpfen an.
Die Zielgruppe Kinder und Jugendliche finde ich im Maßnahmen-Register unterrepräsentiert (nur 4 Maßnahmen lt. Filter). Dabei sind unsere Kinder die Zukunft - auch und gerade in Sachen Klimaschutz. Die nächsten Generationen müssen mit den Klimafolgen fertig werden, deshalb verdienen sie bei diesem Thema besondere Aufmerksamkeit und Aufklärung.
Diese Aufklärung sollten alle Kinder und Jugendliche bekommen, selbstverständlich auf wissenschaftlich fundierter Basis. Unser Bildungssystem also die Schulen spielen hier eine Schlüsselrolle. Es darf nicht einzelnen engagierten Lehrkräften überlassen werden Umweltbildung zu vermitteln.
Klimaschutz muss Kindern und Jugendlichen „Spaß“ machen und erlebbar sein, damit daraus eine Eigenmotivation entsteht.
Vorschlag1: Ein Pflichtfach „Klima (,Leben- und Gesundheit)“ einführen und unter anderem Fakten und Folgen des Klimawandels vermitteln - die Basis für jegliches Verständnis und Handeln. Als Lehrbuch könnte das beeindruckende Buch von Sven Plöger „Zieht Euch warm an, es wird noch heißer“ dienen. Bestimmt „schwappt“ da auch die eine oder andere Erkenntnis ins Elternhaus rüber.
Sicher, der Lehrplan ist jetzt schon überfrachtet. Wenn man aber bedenkt, dass neben einem Atomkrieg und einem aus einem Labor „entfleuchten“ Virus der Klimawandel und das daraus (und aus der Vergiftung und Ausbeutung unserer Umwelt) resultierende Artensterben wohl die größte Bedrohung für die Menschheit ist, dann darf man schon mal über die Prioritäten im Lehrplan nachdenken.
Vorschlag2: Schulgebäude vorrangig und vorbildhaft mit PV-Anlagen, Stromspeichern, Wärmepumpen usw. ausstatten. Diese Technik dann aktiv in den Unterricht einbeziehen mit Betreuung, Besichtigung, Datenanalysen und ähnlichem, um zu zeigen, dass so etwas funktioniert und sich auch wirtschaftlich rechnet.
Vorschlag3: Sichere Schulwege! Bus, zu Fuß und mit dem Fahrrad. Insbesondere beim Fahrrad gibt es noch viel Luft nach oben. Der Schulweg muss durchgängig (!) sicher mit dem Fahrrad zu bewältigen sein, um Kinder guten Gewissens mit dem Fahrrad zur Schule schicken zu können. 80 oder 90% reichen nicht, es müssen 100% der Gefahrenstellen entschärft werden, sonst fährt doch wieder das Elterntaxi. Neben den gesetzlichen Rahmenbedingungen der Schulstraßen, sollte es z.B. eine Pflicht zur Ausarbeitung eines Schulwege-Plans geben, in diesem sollten z.B. Gefahrenstellen analysiert und (mit Unterstützung des Landes) entschärft werden. Auch das Potenzial für Fahrradstraßen wird in Baden Württemberg längst nicht ausgeschöpft, da sind andere Bundesländer im Norden der Republik viel weiter. Erst wenn der Schulweg sicher ist, wird man die Eltern dazu bewegen können auf das Elterntaxi zu verzichten.
Kinder müssen erleben, dass es Alternativen zum Auto gibt, die funktionieren. Nur so werden sie auch später die Alternativen nutzen und vielleicht auch darüber nachdenken, ob es in anderen Lebensbereichen auch klimafreundliche Alternativen zum Gewohnten gibt. Das ist die Erfahrung die ich mit meinen eigenen Kindern gemacht habe.
Vorschlag4: Um Kinder zum Fahrrad fahren zu bewegen muss Fahrradfahren Spaß machen und möglichst cool sein. Beides erreicht man nicht auf oder entlang von Straßen. Da braucht es Erlebnisräume in denen sich Kinder und Jugendliche auch mal austoben können. Das geht natürlich nicht im Straßenverkehr. Deshalb sollte die 2-Meter-Regel nach dem Landeswaldgesetz aufgehoben werden - zumindest für Fahrräder ohne Motor. Der Bedarf ist da, das kann ich aus eigener Erfahrung und Beobachtung sagen.
Negativbeispiel: In einem Waldstück in unserer Nähe haben sich regelmäßig mindestens 10 Kinder und Jugendliche mit ihren Bikes getroffen um einen Trail zu befahren und ihren Spaß zu haben. Bis hierhin finde ich das sehr positiv, auch wenn ich als Wanderer unterwegs war. Die Begegnungen waren jeweils sehr respektvoll und freundlich. Negativ: das Landratsamt hat Schilder aufgestellt, mit dem Verweis auf die 2-Meter-Regel und das Biken im Wald explizit verboten. Seit dem sind mir die Kids nicht mehr begegnet. Wo sind sie jetzt? Hoffentlich holen sie sich ihren Kick jetzt nicht mit Alkohol und anderen Drogen. Hinzu kommt: nur wenn Kinder die Natur erleben und schätzen lernen, werden sie sie später auch respektieren und schützen. Im konkreten Beispiel handelt es sich meines Wissens um einen Landes-Forst. Gleichzeitig wird das Gebiet mit dem Harvester bearbeitet. Da verstehe ich die Prioritäten nicht. Andere (Bundes-)Länder sind da viel großzügiger. Das kann Baden-Württemberg auch.
Die Vorschläge sind weitgehend Kostenneutral - man muss es einfach nur tun!