Die Landwirtschaft auch auf der Alb ist kein Selbstzweck einzelner ewig Gestriger, die keinen Fortschritt wollen. Sie ist als erstes Grundlage der Ernährung der Bevölkerung und als zweites Existenzgrundlage der Landwirtsfamilien. Der sehr hohe Flächenverbrauch in den vergangenen Jahren, gerade auf der Albhochfläche im Umland der A8 für […]
Die Landwirtschaft auch auf der Alb ist kein Selbstzweck einzelner ewig Gestriger, die keinen Fortschritt wollen. Sie ist als erstes Grundlage der Ernährung der Bevölkerung und als zweites Existenzgrundlage der Landwirtsfamilien.
Der sehr hohe Flächenverbrauch in den vergangenen Jahren, gerade auf der Albhochfläche im Umland der A8 für Infrastruktur, Wohn- und Gewerbeflächen, erneuerbare Energien, hat Spuren in der Alblandschaft hinterlassen, die für jeden sichtbar sind.
Spürbar dagegen ist der Flächenverbrauch -zunächst- nur für die Landwirte, denn ein knapper werdendes Gut übt erheblichen wirtschaftlichen Druck auf die Betriebe aus, bis hin zur Hofaufgabe.
Viel langsamer spürbar, aber umso dramatischer, schwindet die Basis für unsere Ernährungssicherheit: fruchtbarer Ackerboden
Die wertvollen Funktionen, die unversiegelter Boden darüber hinaus noch hat, sind in anderen Kommentaren bereits dargestellt.
Über allen Diskussionen steht die Frage, können wir diesen rasanten Flächenverbrauch weiter verantworten?
Dürfen wir seit dem Jahr 2000 täglich zwischen 5-12ha Landwirtschaftsfläche in B-W unwiederbringlich versiegeln? (Vor 2000 war der tägliche Flächenverbrauch teils noch höher)
Wären wir in der Lage, ein sehr groß dimensioniertes Gewerbegebiet (50ha im Endausbau) so zu gestalten, dass unsere heutigen Vorstellungen von hohen Gewerbesteuereinnahmen, hochqualifizierten Arbeitsplätzen, campusähnlichen Strukturen, flächenschonender Geschossbau, Parkhäuser statt Parkplätze usw. auch erfüllt würden?
Damit dies sichergestellt werden könnte, gehört mehr als das Bauchgefühl "es könnte schon klappen" dazu. Genaue Bedarfsanalyse, positive Kosten/Nutzen-Analyse, Ausformulierung der Ziele in einer Satzung, ein Ankerbetrieb usw. wären unabdingbare Voraussetzungen.
Innovation und Nachhaltigkeit in Gewerbe und Handwerk im ländlichen Raum findet nicht in den überdimensionierten interkommunalen Gewerbegebieten statt, sondern direkt in den Gemeinden vor Ort.
"Einen weiteren Flop können wir uns nicht leisten."
2.
Kommentar von :Dolph
Versiegelung von wertvoller Ackerfläche
Klimawandel durch FlächenversiegelungEs ist wissenschaftlich belegt, dass sich versiegelte Flächen um ein vielfaches schneller erwärmen als naturbelassene Flächen. Diese Wärmestrahlung kann die restliche Ackerfläche nicht kompensieren, was zu einem lokalen und später auch zu einem globalen Temperaturanstieg führen wird. Alle Befürworter eines […]
Klimawandel durch Flächenversiegelung
Es ist wissenschaftlich belegt, dass sich versiegelte Flächen um ein vielfaches schneller erwärmen als naturbelassene Flächen. Diese Wärmestrahlung kann die restliche Ackerfläche nicht kompensieren, was zu einem lokalen und später auch zu einem globalen Temperaturanstieg führen wird. Alle Befürworter eines solchen Projekts machen sich somit auch mitschuldig an der Klimaerwärmung. Die Folgen daraus sind fatal.
Konsequenz: Kein weiterer Flächenverbrauch!
1.
Kommentar von :Steffen W.
Flächenverbrauch guter, landwirtschaftlich nutzbarer Fläche
Die aktuell geplante Lage des interkommunalen Gewerbegebietes würde zu einem sehr großen Flächenverbrauch von guter, landwirtschaftlich nutzbarer Fläche führen. Dieser Einschnitt in das Landschaftsbild kann aus meiner Sicht nicht mit der Positionierung der schwäbischen Alb als Biosphärengebiet in Einklang gebracht werden.
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Kommentare
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Landwirtschaft
Die Landwirtschaft auch auf der Alb ist kein Selbstzweck einzelner ewig Gestriger, die keinen Fortschritt wollen. Sie ist als erstes Grundlage der Ernährung der Bevölkerung und als zweites Existenzgrundlage der Landwirtsfamilien.
Der sehr hohe Flächenverbrauch in den vergangenen Jahren, gerade auf der Albhochfläche im Umland der A8 für Infrastruktur, Wohn- und Gewerbeflächen, erneuerbare Energien, hat Spuren in der Alblandschaft hinterlassen, die für jeden sichtbar sind.
Spürbar dagegen ist der Flächenverbrauch -zunächst- nur für die Landwirte, denn ein knapper werdendes Gut übt erheblichen wirtschaftlichen Druck auf die Betriebe aus, bis hin zur Hofaufgabe.
Viel langsamer spürbar, aber umso dramatischer, schwindet die Basis für unsere Ernährungssicherheit: fruchtbarer Ackerboden
Die wertvollen Funktionen, die unversiegelter Boden darüber hinaus noch hat, sind in anderen Kommentaren bereits dargestellt.
Über allen Diskussionen steht die Frage, können wir diesen rasanten Flächenverbrauch weiter verantworten?
Dürfen wir seit dem Jahr 2000 täglich zwischen 5-12ha Landwirtschaftsfläche in B-W unwiederbringlich versiegeln? (Vor 2000 war der tägliche Flächenverbrauch teils noch höher)
Wären wir in der Lage, ein sehr groß dimensioniertes Gewerbegebiet (50ha im Endausbau) so zu gestalten, dass unsere heutigen Vorstellungen von hohen Gewerbesteuereinnahmen, hochqualifizierten Arbeitsplätzen, campusähnlichen Strukturen, flächenschonender Geschossbau, Parkhäuser statt Parkplätze usw. auch erfüllt würden?
Damit dies sichergestellt werden könnte, gehört mehr als das Bauchgefühl "es könnte schon klappen" dazu. Genaue Bedarfsanalyse, positive Kosten/Nutzen-Analyse, Ausformulierung der Ziele in einer Satzung, ein Ankerbetrieb usw. wären unabdingbare Voraussetzungen.
Innovation und Nachhaltigkeit in Gewerbe und Handwerk im ländlichen Raum findet nicht in den überdimensionierten interkommunalen Gewerbegebieten statt, sondern direkt in den Gemeinden vor Ort.
"Einen weiteren Flop können wir uns nicht leisten."
Versiegelung von wertvoller Ackerfläche
Klimawandel durch Flächenversiegelung
Es ist wissenschaftlich belegt, dass sich versiegelte Flächen um ein vielfaches schneller erwärmen als naturbelassene Flächen. Diese Wärmestrahlung kann die restliche Ackerfläche nicht kompensieren, was zu einem lokalen und später auch zu einem globalen Temperaturanstieg führen wird. Alle Befürworter eines solchen Projekts machen sich somit auch mitschuldig an der Klimaerwärmung. Die Folgen daraus sind fatal.
Konsequenz: Kein weiterer Flächenverbrauch!
Flächenverbrauch guter, landwirtschaftlich nutzbarer Fläche
Die aktuell geplante Lage des interkommunalen Gewerbegebietes würde zu einem sehr großen Flächenverbrauch von guter, landwirtschaftlich nutzbarer Fläche führen. Dieser Einschnitt in das Landschaftsbild kann aus meiner Sicht nicht mit der Positionierung der schwäbischen Alb als Biosphärengebiet in Einklang gebracht werden.