Die digitalen Dienstleistungen der deutschen Verwaltung stecken, verglichen mit anderen euopäischen Ländern, weitgehend noch in den Kinderschuhen.
Im Rahmen eines Digitalisierungspakts zwischen Land und Kommunen soll die „smarte Verwaltung“ deshalb ausgebaut werden. Die Potenziale der Digitalisierung sollen in urbanen wie in ländlich geprägten Regionen sinnvoll genutzt werden.
Dabei interessiert uns, welche Erwartungen Sie an digitale Dienstleistungen von Land und Kommunen haben.
Zentrale Fragen sind hierbei:
- Welche Angebote an digitalen Dienstleistungen der Verwaltung nutzen Sie? Welche Angebote fehlen Ihnen?
- Welche Gründe gibt es, warum Sie bestehende Angebote an digitalen Dienstleistungen der Verwaltung evtl. nicht nutzen?
- Was erwarten Sie in diesem Bereich von Ihrer Kommune bzw. dem Land?
Kommentare
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der richtige Zeitpunkt
Manager im Silicon Valley lassen bekannterweise ihre Kinder ohne Computer, Tablet und Smartphone aufwachsen, um ihre Kreativität als zukünftige Manager zu fördern.
Der richtige Zeitpunkt für die Einführung in Computer-Nutzung ist wichtig .- nicht zu früh!
Das heißt, besser neunte Klasse als siebte mit Computer beginnen.
Open University stärken!
Open University stärken!
Offener digitaler Zugang zu Forschungsarbeiten, Abschlussarbeiten!
Offener Zugang zu Lehrgängen wie in Massive Open Online Courses! (MOOCs)
Da besteht viel Potential in Zusammenarbeit von Universitäten, Hochschulen,
Pädagogischen Hochschulen ...
eventuell sogar die Zusammenarbeit mit Volkshochschulen!
Das könnte ein Standortvorteil werden!
Rahmenbedingungen des Landes
Um eine einheitliche Strategie und Vorgehensweise bei der Digitalisierung umzusetzen und Synergieeffekte zu nutzen, sind die Rahmenbedingungen klar und akzentuiert zu definieren. Die Kommunen müssen vom Land eng in die Ausprägung der Digitalisierungsstrategie eingebunden werden, der Großteil der direkten Bürger und Unternehmenskontakte findet ja letztendlich über die Kommunen statt. Auch die Landeshauptstadt Stuttgart beschäftigt sich intensiv und in den verschiedensten Bereichen mit Digitalisierung und arbeitet auch an einer digitalen Gesamtstrategie - einheitliche und koordinierte digitale Außenwirkung und Portfolios sollten selbstverständlich sein, für das Land sowie große und kleine Kommunen gleichermaßen.
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie z.B. das Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung des Landes Baden-Württemberg (E-Government-Gesetz Baden-Württemberg - EGovG BW) und das Gesetz zur Regelung des Zugangs zu Informationen in Baden-Württemberg (Landes-Informationsfreiheitsgesetz -LIFG), sind in vielen Punkten zu vage und unverbindlich um das Land und die Kommunen miteinander digital zu synchronisieren. Die Umsetzung des Open Data Gesetzes des Bundes sollte vom Land als Chance in Richtung einheitlicher Offenheit und Verfügbarkeit von digitalen Daten für Bürger und Unternehmen genutzt werden.
Die Angst vor dem Konnexitätsprinzip und den damit verbundenen finanziellen Aufwendungen sollte die noch zu definierende, einheitliche und koordinierte Digitalisierungsstrategie nicht verwässern.
Schnellerer Ausbau der Glasfasernetze in Kommunen und Kreisen
Sehr geehrte Damen und Herren,
um den Aufbau von Glasfasernetzen in Kommunen und Kreisen zu beschleunigen, sollte die bestehende Konkurrenz zwischen den Netzen Privater und der Öffentlichen Hand zugunsten eines einheitlichen Glasfasernetzes in FTTB/FTTH Qualität aufgegegeben werden.
Es benötigt nur ein Netz mit Zugang für alle Anbieter zu gleichen Konditionen.
Regionale Netzcluster wären vorteilhaft für den Netzausbau, um die Akteure besser zu definieren.
1. Das Ziel der Versorgungsqualität ist von mindestens 50MB auf 1GB fortzuschreiben.
Damit entfällt der technisch unsinnige Vergleich zwischen Vectoring Versorgung mit 50 MB und Glasfaser Versorgungsqualitätmit 10GB.
2. Die Begrenzung der Föderung auf Bereiche, in denen Private nicht tätig werden, sollte aufgegeben werden.
3. Die Föderung sollte außer Gewerbe-auch Wohn- und Mischgebiete umfassen.
4. Die gewerbliche Bedarfsabfrage ist zur Beschleunigung des Glasfaserausbaues aufzugeben-s. Gigabit
Gesellschaftals EU Ziel-.
5. Entgegenstehende Eu- und Bundes Richtlinien sind anzupassen.
Mit freundlichen Grüßen
Rudolf Fußhoeller
Dipl.Ing./ BM a. D.
De-Mail für sichere und vertrauliche Kommunikation
Ich erwarte, dass die Behörden in Baden-Württemberg die sichere und vertrauliche Kommunikation über De-Mail mit Bürgern und Wirtschaft anbieten. "Der Postfach- und Versanddienst De-Mail ist der zentrale Dienst für die zuverlässige und vertrauliche Kommunikation. De-Mail wird ergänzt durch eine vertrauenswürdige Dokumentenablage (De-Safe) und einen zuverlässigen Identitätsnachweis (De-Ident)" (Quelle: Wikipedia). De-Mail basiert auf Projekten der Bundesregierung - und wurde somit aus unseren Steuern finanziert.
Mit De-Mail könnte man bspw. den Schriftverkehr mit dem Finanzamt von Brief und Fax auf elektronische Medien umstellen. Ergänzend sollten auch Anhänge, die man heutzutage häufig schon als PDF-Dateien erhält, und eingescannte Belege (als JPEG) vom Finanzamt akzeptiert werden. Normale Emails scheiden für die Kommunikation aus, weil die Nachrichten nicht vertraulich sind, und ELSTER kann keine Briefe transportieren.
Alle Öffentlichen Bibliotheken bekommen WLAN
Das Land sollte die Kommunen finanziell unterstützen, damit alle Öffentlichen Bibliotheken im Land ihren Nutzern öffentliches, kostenloses WLAN anbieten können. Dies erhöht die Chancengleichheit in Stadt und Land.
Tool-Box für Schulen
Ich hoffe inständig, dass dieser Vorschlag schon längst umgesetzt ist und ich es nur noch nicht weiß. Es sollte eine Tool-Box für Schulen geben wie eine Art Baukastensystem mit dem man mit wenigen Handgriffen für eine Schule eine Webseite erstellen kann, ein geschütztes Chat Programm mit deutschen Servern, ein schwarzes Brett für Nachrichten, etc. Die Inhalte müßte man sicherlich gut erarbeiten. Eine digitale Plattform für Schulen, die jede Schule nutzen kann, anpassen kann, individualisieren kann. Es geht darum, dass nicht jede Schule selbst sich überlegen muss, wie sieht unsere Webseite aus, wer programmiert sie, welche Inhalte stellen wir zur Verfügung. Ein einfaches Content Management System, dass es allen erleichtert Inhalte einzustellen und die Seite aktuell zu halten.
Eine digitale Plattform für Schulen bietet auch Eltern die Möglichkeit der Beteiligung und Teilhabe, die zeitlich begrenzt sind, weil sie viel arbeiten. Zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehört auch, dass Informationen der Schule einfach zugänglich sind. Momentan läuft bei uns alles über Zettel und Kopien und Nachrichtenbücher.
In Zeiten von Ganztagsschulen bekommen die Eltern kaum etwas vom Schulleben und Schulalltag mit. Eine digitale Plattform könnte sehr verbindend wirken für die, die es möchten. Facebook nur für eine geschlossene Gruppe an Schülern, Lehrern, Eltern, Ehemaligen und Unterstützern.
Einfacher Zugang
Ich erwarte, dass ich alle digitalen Angebote ohne hohen technischen Aufwand nutzbar sind. Ich möchte diese Angebote von jedem Gerät aus nutzen können und nicht proprietäre technische Systeme wie bei elektronischen Ausweis anschaffen müssen. Moderne Verfahren wie Anmeldung mit Google ID müssen zumindest für die meisten Angebote ausreichen. Falls wirkliche Transaktionen (z.B. Heirat) entstehen, dann sollten hierfür weltweit übliche Standards genutzt werden wie beispielsweise Blockchain anstatt proprietärer nationaler Lösungen. Die baltischen und nordischen Staaten können hier bereits als Referenzen dienen.
Sprache
"Wir müssen die Bürgerinnen und Bürger bei der Digitalisierung mitnehmen." Die ach so tollen Ergebnisse der "round-table-talks" erfüllen diese Grundforderung auf keinen Fall, so lange 50 % dieser Ergebnisse aus englischen, leeren Worthülsen bestehen, die niemand aus der Bevölkerung außerhalb der sogenannten Experten versteht. Ein weniger schlimmes Beispiel: ... beim Kick-off angestoßene ... Kick-off ist auf deutsch Anstoß, also ... beim Anstoß angestoßene ...? Es gibt viel schlimmere Beispiele in den Ergebnissen der Runden Tische. Also: im Luther- und Reformationsjahr mal wieder dem Volk aufs Maul schauen und eine Sprache verwenden, mit der man die Bevölkerung tatsächlich mitnehmen kann. Dann wird aus bottom-up auch ein von-unten-nach-oben und kein Arsch-hoch. Das erwarte ich vom Land und den Kommunen als allerersten Schritt bei der Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Digitalisierung. Sonst wird diese ein geplanter Rohrkrepierer.
Digitale Netze- Glasfaser
Bei der "Demokratisierung der DDR" wurde von der Post,Telekom Glasfaser in unerreichbarer Geschwindigkeit verlegt. 26 Jahre später bekommt man dies im "Westen" nicht auf die Reihe.
Zahllose Kirchtumspolitiker halten die Hände auf, für Konzessionsabgaben und sonstige Steuern.
Mitbewerber für diese Netze haben Finanzierungsprobleme, sind Pleite. So langsam müssten doch diese Sachverhalte bei der höheren Politik angekommen sein und trotzdem gibt es nur Worthülsen. Müssen denn immer noch verschiedene Politiker gebauchpinselt werden, damit sie zu Gange kommen oder hängt es am heiligen St. Bürokratius? Transparency International hat uns ja auf Platz 10 mit der Korruption. Ich möchte auch auf Kaiser Wilhelm II verweisen der bereits 1912 auf dieses Problem hinwies.