Man könnte dem Lehrermangel auch entgegen treten, indem man die mit diesen Aufgaben gebundenen bzw. verbundenen Stunden wieder für Unterricht nutzt.
16.
Kommentar von :ohne Name 62011
Stress für Schüler und Lehrer
Der Stress für Schüler und Lehrer stieg extrem. Zum einen, weil es viel früher und viel mehr Nachmittagsunterricht gibt. Schüler haben weniger Zeit zu lernen, Lehrer Stress, in weniger Zeit zu Korrigieren oder den Unterricht vorzubereiten.
17.
Kommentar von :ohne Name 62029
Zunahme von Wochenstunden u. Nachmittagsunterricht durch G8
Die Zunahme der Wochenstundenzahl durch G8 bedeutet nicht nur für die SuS viel mehr Nachmittagsunterricht mit den entsprechenden Folgen für Hobbies, Hausaufgaben und Freizeit. Die Lehrkräfte sind davon offensichtlich genauso betroffen. Das hat zur Folge, dass Lehrkräfte generell, aber vor allem auch diejenigen, die aus familiären Gründen ihr
Die Zunahme der Wochenstundenzahl durch G8 bedeutet nicht nur für die SuS viel mehr Nachmittagsunterricht mit den entsprechenden Folgen für Hobbies, Hausaufgaben und Freizeit. Die Lehrkräfte sind davon offensichtlich genauso betroffen. Das hat zur Folge, dass Lehrkräfte generell, aber vor allem auch diejenigen, die aus familiären Gründen ihr Deputat reduzieren, durch G8 mehr Probleme haben, Familie und Beruf zu vereinbaren. Man muss jedes Schuljahr aufs neue bangen, ob der Stundenplan es einem ermöglicht seine Kinder rechtzeitig aus der Kinderbetreuung abzuholen. Viele reduzieren deshalb mehr als nötig ihr Deputat um zusätzliche Stunden am Nachmittag zu vermeiden. Das ist in Zeiten des Lehrkräftemangels ganz klar kontraproduktiv. Mit G9 und weniger Unterricht am Nachmittag könnten die Betroffenen ihr Deputat erhöhen und auch wieder mehr Kurse in der Jahrgangsstufe übernehmen ohne Gefahr zu laufen, ständig am Nachmittag unterrichten zu müssen.
Die Stundenplaner*innen haben bei der riesigen Wochenstundenzahl der SuS in G8 wirklich keinen leichten Job und leider kommt es trotz ihrer Bemühungen immer wieder zu unzumutbaren Stundenplänen - für die SuS und die Lehrkräfte. Diese Problematik ließe sich durch G9 sicher entschärfen!
24.
Kommentar von :ohne Name 62200
G8 fördert BildungsUNgleichheit und psychische Probleme
Ich habe G9 noch als junge Gymnasiallehrkraft mitbekommen und sehe eine klare Veränderung bei den SchülerInnen und ihrer psychischen Gesundheit. Psychische Probleme (wie Depressionen, Schulangst, Überforderung, etc.) haben zugenommen und die meisten Abiturienten gehen nach dem Abi nicht direkt an die Uni oder in die Ausbildung, sondern gönnen sich
Ich habe G9 noch als junge Gymnasiallehrkraft mitbekommen und sehe eine klare Veränderung bei den SchülerInnen und ihrer psychischen Gesundheit. Psychische Probleme (wie Depressionen, Schulangst, Überforderung, etc.) haben zugenommen und die meisten Abiturienten gehen nach dem Abi nicht direkt an die Uni oder in die Ausbildung, sondern gönnen sich ein Jahr Auszeit zur Erholung. Wir verlieren viele SchülerInnen auf dem Weg zum Abitur. Die Berufsgymnasien mit G9 sind total angesagt.
Den Grund für die Überforderung sehe ich vor allem darin, dass viele Fächer und Lerninhalte wegen G8 nun schon ein bis zwei Jahre früher unterrichtet werden (z.B. die zweite Fremdsprache, Chemie, Geschichte, Physik...). Der Bildungsplan wurde hier zwar angepasst, aber durch das fehlende Schuljahr wurden die Themen "abgespeckt". Echte Vertiefung gibt es kaum und Übungsphasen werden in die Hausaufgaben gepresst. Der Englischunterricht in Klasse 5/6 zum Beispiel ist eine einzige "Hetze" durch die verschiedenen Zeiten.
Meiner Erfahrung nach kommen nur ca. 20% der SchülerInnen gut zurecht mit G8. Der Rest wird aber abgehängt, braucht Nachhilfe oder geht frühzeitig vom Gymnasium ab. Hier in unserem Kreis gibt es zwölf G8 Gymnasien und nur ein G9 Gymnasium. Wie wäre es, wenn man diese Zahl umkehrt?
52.
Kommentar von :ohne Name 62704
Kaum noch Zeit
Die Schülerinnen und Schüler haben so viel Schulstress dass das Interesse und die Profilierung einer einzelnen Person gar nicht mehr möglich ist. Viele Angebote, die LuL den SuS aufzeigen wollen, können somit gar nicht in Anspruch genommen werden.
Man jetzt durch den Stoff, man hat wenig Zeit zum Üben un und und! Übrigens wird mal als G8-Schule
Die Schülerinnen und Schüler haben so viel Schulstress dass das Interesse und die Profilierung einer einzelnen Person gar nicht mehr möglich ist. Viele Angebote, die LuL den SuS aufzeigen wollen, können somit gar nicht in Anspruch genommen werden.
Man jetzt durch den Stoff, man hat wenig Zeit zum Üben un und und! Übrigens wird mal als G8-Schule häufig zum „Verlierer“ bei der Anmeldung der neuen 5.klässlerinnen, wenn die Nachbarschule G9 anbietet, obwohl man den SuS wahrscheinlich mehr Angebote unterbreiten kann.
Wieso schafft man hier einen Wettbewerb, wo keiner notwendig ist?! Bildung sollte kein Wettbewerb sein, bei dem alle um Schülerzahlen kämpfen sondern viel mehr im Bildungsqualität!
55.
Kommentar von :WeAreOurChoices
Gestresste Schüler - gestresste Lehrer
Eine Abordnung an ein G9 Gymnasium zeigte mir, dass die Schüler dort viel ruhiger und ausgeglichener sind. Das Unterrichten dort ist schon allein deshalb viel weniger stressig.
61.
Kommentar von :ohne Name 62869
Anforderungen...
Schüler sind keine Gefäße, die jederzeit mit jedwedem Inhalt befüllt werden können. Und nicht jedes Thema lässt sich altersgerecht so reduzieren, dass es in jeder Klassenstufe gleichermaßen mit gymnasialem Anspruch bearbeitet werden kann. So werden seit dem Wechsel von G9 nach G8 im Fach Geschichte die Themen ein Jahr nach unten versetzt
Schüler sind keine Gefäße, die jederzeit mit jedwedem Inhalt befüllt werden können. Und nicht jedes Thema lässt sich altersgerecht so reduzieren, dass es in jeder Klassenstufe gleichermaßen mit gymnasialem Anspruch bearbeitet werden kann. So werden seit dem Wechsel von G9 nach G8 im Fach Geschichte die Themen ein Jahr nach unten versetzt aufgerufen. Die Komplexität der Auseinandersetzung ist damit zurückgegangen, den Kindern fehlt das Jahr Lebensreife: ihr Geschichtsbewusstsein steht auf einem früheren Stand, die erwartete vertiefte und für die Entwicklung desselben gewinnbringend Auseinandersetzung mit der Geschichte findet so nicht statt. Eine Rückkehr zu G9 würde die bessere Passung wieder ermöglichen.
66.
Kommentar von :Ohne Name 1345
Weniger Druck durch G9
Der Stress, den die Schülerinnen und Schüler durch G8 erfahren, wirkt sich auch auf die Lehrkräfte aus. Nachmittagsunterricht bis 17 Uhr sind für Schülerinnen und Schüler und für Lehrkräfte gleichermaßen keine Seltenheit mehr.
Der Druck, den Lehrstoff zu vermitteln, hat enorm zugenommen. Dieser Druck wirkt sich in erster Linie auf die Schülerinnen
Der Stress, den die Schülerinnen und Schüler durch G8 erfahren, wirkt sich auch auf die Lehrkräfte aus. Nachmittagsunterricht bis 17 Uhr sind für Schülerinnen und Schüler und für Lehrkräfte gleichermaßen keine Seltenheit mehr.
Der Druck, den Lehrstoff zu vermitteln, hat enorm zugenommen. Dieser Druck wirkt sich in erster Linie auf die Schülerinnen und Schüler aus, aber eben auch auf die Lehrkräfte.
Die mangelnde Freizeit durch G8 wirkt sich unmittelbar auf das Konzentrationsvermögen der Schülerinnen und Schüler im Unterricht aus. Und das wiederum hat zur Folge, dass Lehrkräfte öfter mit mangelnder Aufmerksamkeit konfrontiert sind.
Ich spreche mich klar dafür aus, G9 wieder einzuführen. Andere Bundesländer machen es vor! Damit wird der Bildungsstandort BW wieder gestärkt und es werden Kinder, Eltern und Lehrkräfte entlastet. Vielleicht sind dann wieder mehr junge Menschen bereit, sich für ein Lehramtsstudium zu entscheiden.
77.
Kommentar von :ohne Name 63460
Erfahrungen der Lehrkräfte einbeziehen
In 40 Jahren Schuldienst habe ich leider die Erfahrung gemacht, dass bei wesentlichen Entscheidungen über unser Schulsystem und die schulische Entwicklung die Erfahrungen der Lehrkräfte an der Basis viel zu wenig Gehör finden, obwohl es immer wieder Versuche gab und gibt, auf die Lehrkräfte zuzugehen. So gab es zum Beispiel, auch über die Verbände
In 40 Jahren Schuldienst habe ich leider die Erfahrung gemacht, dass bei wesentlichen Entscheidungen über unser Schulsystem und die schulische Entwicklung die Erfahrungen der Lehrkräfte an der Basis viel zu wenig Gehör finden, obwohl es immer wieder Versuche gab und gibt, auf die Lehrkräfte zuzugehen. So gab es zum Beispiel, auch über die Verbände wie den PhV, deutliche Warnungen vor der Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung, vor der Einführung von G8, vor der Erhöhung der Deputatsstunden für Lehrkräfte, dringende Forderung nach Mehreinstellungen von Lehrkräften, nach Fachkräften für IT und Fortbildungen im Bereich „Soziale Medien“ usw. Viele Warnungen, Sorgen und Mahnungen haben sich im Nachhinein als richtig und berechtigt erwiesen.
Ich würde mir wünschen, dass man im Vorfeld wesentlicher bildungspolitischer Entscheidungen mehr auf die Lehrkräfte vor Ort und an der Basis hört und nicht so sehr über deren Köpfe hinweg entscheidet. Die Erfahrungen unserer Lehrkräfte an der Basis ist m.E. sehr wichtig und hilfreich. Dafür gibt es gute Ansätze an Schulen, auch in der Eltern-Lehrer-Beteiligung, und es hat sich in den letzten Jahren auch viel gebessert, aber da ist immer noch viel Luft nach oben.
45.
Kommentar von :ohne Name 62608
Inhomogene Klassen
Für sehr starke Schüler kann ein G8 Sinn ergeben, aber das sind die wenigsten, die meisten profitieren von mehr Zeit
die Klassen sind inhomogen, der Lehrer zerreisst sich und kann gar nicht jedem gerecht werden, es sind zu viele Inhalte und zu wenig Zeit zum üben, das üben wird auf daheim ausgelagert, wenn der Schüler allein ist
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Aufgaben Outsourcen
- externe Netzwerkbetreuer
- Schulpsychologen
- Erzieher als Unterstützung
- mehr Verwaltungsangestellte
Man könnte dem Lehrermangel auch entgegen treten, indem man die mit diesen Aufgaben gebundenen bzw. verbundenen Stunden wieder für Unterricht nutzt.
Stress für Schüler und Lehrer
Der Stress für Schüler und Lehrer stieg extrem. Zum einen, weil es viel früher und viel mehr Nachmittagsunterricht gibt. Schüler haben weniger Zeit zu lernen, Lehrer Stress, in weniger Zeit zu Korrigieren oder den Unterricht vorzubereiten.
Zunahme von Wochenstunden u. Nachmittagsunterricht durch G8
Die Zunahme der Wochenstundenzahl durch G8 bedeutet nicht nur für die SuS viel mehr Nachmittagsunterricht mit den entsprechenden Folgen für Hobbies, Hausaufgaben und Freizeit. Die Lehrkräfte sind davon offensichtlich genauso betroffen. Das hat zur Folge, dass Lehrkräfte generell, aber vor allem auch diejenigen, die aus familiären Gründen ihr
Die Zunahme der Wochenstundenzahl durch G8 bedeutet nicht nur für die SuS viel mehr Nachmittagsunterricht mit den entsprechenden Folgen für Hobbies, Hausaufgaben und Freizeit. Die Lehrkräfte sind davon offensichtlich genauso betroffen. Das hat zur Folge, dass Lehrkräfte generell, aber vor allem auch diejenigen, die aus familiären Gründen ihr Deputat reduzieren, durch G8 mehr Probleme haben, Familie und Beruf zu vereinbaren. Man muss jedes Schuljahr aufs neue bangen, ob der Stundenplan es einem ermöglicht seine Kinder rechtzeitig aus der Kinderbetreuung abzuholen. Viele reduzieren deshalb mehr als nötig ihr Deputat um zusätzliche Stunden am Nachmittag zu vermeiden. Das ist in Zeiten des Lehrkräftemangels ganz klar kontraproduktiv. Mit G9 und weniger Unterricht am Nachmittag könnten die Betroffenen ihr Deputat erhöhen und auch wieder mehr Kurse in der Jahrgangsstufe übernehmen ohne Gefahr zu laufen, ständig am Nachmittag unterrichten zu müssen.
Die Stundenplaner*innen haben bei der riesigen Wochenstundenzahl der SuS in G8 wirklich keinen leichten Job und leider kommt es trotz ihrer Bemühungen immer wieder zu unzumutbaren Stundenplänen - für die SuS und die Lehrkräfte. Diese Problematik ließe sich durch G9 sicher entschärfen!
G8 fördert BildungsUNgleichheit und psychische Probleme
Ich habe G9 noch als junge Gymnasiallehrkraft mitbekommen und sehe eine klare Veränderung bei den SchülerInnen und ihrer psychischen Gesundheit. Psychische Probleme (wie Depressionen, Schulangst, Überforderung, etc.) haben zugenommen und die meisten Abiturienten gehen nach dem Abi nicht direkt an die Uni oder in die Ausbildung, sondern gönnen sich
Ich habe G9 noch als junge Gymnasiallehrkraft mitbekommen und sehe eine klare Veränderung bei den SchülerInnen und ihrer psychischen Gesundheit. Psychische Probleme (wie Depressionen, Schulangst, Überforderung, etc.) haben zugenommen und die meisten Abiturienten gehen nach dem Abi nicht direkt an die Uni oder in die Ausbildung, sondern gönnen sich ein Jahr Auszeit zur Erholung. Wir verlieren viele SchülerInnen auf dem Weg zum Abitur. Die Berufsgymnasien mit G9 sind total angesagt.
Den Grund für die Überforderung sehe ich vor allem darin, dass viele Fächer und Lerninhalte wegen G8 nun schon ein bis zwei Jahre früher unterrichtet werden (z.B. die zweite Fremdsprache, Chemie, Geschichte, Physik...). Der Bildungsplan wurde hier zwar angepasst, aber durch das fehlende Schuljahr wurden die Themen "abgespeckt". Echte Vertiefung gibt es kaum und Übungsphasen werden in die Hausaufgaben gepresst. Der Englischunterricht in Klasse 5/6 zum Beispiel ist eine einzige "Hetze" durch die verschiedenen Zeiten.
Meiner Erfahrung nach kommen nur ca. 20% der SchülerInnen gut zurecht mit G8. Der Rest wird aber abgehängt, braucht Nachhilfe oder geht frühzeitig vom Gymnasium ab. Hier in unserem Kreis gibt es zwölf G8 Gymnasien und nur ein G9 Gymnasium. Wie wäre es, wenn man diese Zahl umkehrt?
Kaum noch Zeit
Die Schülerinnen und Schüler haben so viel Schulstress dass das Interesse und die Profilierung einer einzelnen Person gar nicht mehr möglich ist. Viele Angebote, die LuL den SuS aufzeigen wollen, können somit gar nicht in Anspruch genommen werden.
Man jetzt durch den Stoff, man hat wenig Zeit zum Üben un und und! Übrigens wird mal als G8-Schule
Die Schülerinnen und Schüler haben so viel Schulstress dass das Interesse und die Profilierung einer einzelnen Person gar nicht mehr möglich ist. Viele Angebote, die LuL den SuS aufzeigen wollen, können somit gar nicht in Anspruch genommen werden.
Man jetzt durch den Stoff, man hat wenig Zeit zum Üben un und und! Übrigens wird mal als G8-Schule häufig zum „Verlierer“ bei der Anmeldung der neuen 5.klässlerinnen, wenn die Nachbarschule G9 anbietet, obwohl man den SuS wahrscheinlich mehr Angebote unterbreiten kann.
Wieso schafft man hier einen Wettbewerb, wo keiner notwendig ist?! Bildung sollte kein Wettbewerb sein, bei dem alle um Schülerzahlen kämpfen sondern viel mehr im Bildungsqualität!
Gestresste Schüler - gestresste Lehrer
Eine Abordnung an ein G9 Gymnasium zeigte mir, dass die Schüler dort viel ruhiger und ausgeglichener sind. Das Unterrichten dort ist schon allein deshalb viel weniger stressig.
Anforderungen...
Schüler sind keine Gefäße, die jederzeit mit jedwedem Inhalt befüllt werden können. Und nicht jedes Thema lässt sich altersgerecht so reduzieren, dass es in jeder Klassenstufe gleichermaßen mit gymnasialem Anspruch bearbeitet werden kann. So werden seit dem Wechsel von G9 nach G8 im Fach Geschichte die Themen ein Jahr nach unten versetzt
Schüler sind keine Gefäße, die jederzeit mit jedwedem Inhalt befüllt werden können. Und nicht jedes Thema lässt sich altersgerecht so reduzieren, dass es in jeder Klassenstufe gleichermaßen mit gymnasialem Anspruch bearbeitet werden kann. So werden seit dem Wechsel von G9 nach G8 im Fach Geschichte die Themen ein Jahr nach unten versetzt aufgerufen. Die Komplexität der Auseinandersetzung ist damit zurückgegangen, den Kindern fehlt das Jahr Lebensreife: ihr Geschichtsbewusstsein steht auf einem früheren Stand, die erwartete vertiefte und für die Entwicklung desselben gewinnbringend Auseinandersetzung mit der Geschichte findet so nicht statt. Eine Rückkehr zu G9 würde die bessere Passung wieder ermöglichen.
Weniger Druck durch G9
Der Stress, den die Schülerinnen und Schüler durch G8 erfahren, wirkt sich auch auf die Lehrkräfte aus. Nachmittagsunterricht bis 17 Uhr sind für Schülerinnen und Schüler und für Lehrkräfte gleichermaßen keine Seltenheit mehr.
Der Druck, den Lehrstoff zu vermitteln, hat enorm zugenommen. Dieser Druck wirkt sich in erster Linie auf die Schülerinnen
Der Stress, den die Schülerinnen und Schüler durch G8 erfahren, wirkt sich auch auf die Lehrkräfte aus. Nachmittagsunterricht bis 17 Uhr sind für Schülerinnen und Schüler und für Lehrkräfte gleichermaßen keine Seltenheit mehr.
Der Druck, den Lehrstoff zu vermitteln, hat enorm zugenommen. Dieser Druck wirkt sich in erster Linie auf die Schülerinnen und Schüler aus, aber eben auch auf die Lehrkräfte.
Die mangelnde Freizeit durch G8 wirkt sich unmittelbar auf das Konzentrationsvermögen der Schülerinnen und Schüler im Unterricht aus. Und das wiederum hat zur Folge, dass Lehrkräfte öfter mit mangelnder Aufmerksamkeit konfrontiert sind.
Ich spreche mich klar dafür aus, G9 wieder einzuführen. Andere Bundesländer machen es vor! Damit wird der Bildungsstandort BW wieder gestärkt und es werden Kinder, Eltern und Lehrkräfte entlastet. Vielleicht sind dann wieder mehr junge Menschen bereit, sich für ein Lehramtsstudium zu entscheiden.
Erfahrungen der Lehrkräfte einbeziehen
In 40 Jahren Schuldienst habe ich leider die Erfahrung gemacht, dass bei wesentlichen Entscheidungen über unser Schulsystem und die schulische Entwicklung die Erfahrungen der Lehrkräfte an der Basis viel zu wenig Gehör finden, obwohl es immer wieder Versuche gab und gibt, auf die Lehrkräfte zuzugehen. So gab es zum Beispiel, auch über die Verbände
In 40 Jahren Schuldienst habe ich leider die Erfahrung gemacht, dass bei wesentlichen Entscheidungen über unser Schulsystem und die schulische Entwicklung die Erfahrungen der Lehrkräfte an der Basis viel zu wenig Gehör finden, obwohl es immer wieder Versuche gab und gibt, auf die Lehrkräfte zuzugehen. So gab es zum Beispiel, auch über die Verbände wie den PhV, deutliche Warnungen vor der Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung, vor der Einführung von G8, vor der Erhöhung der Deputatsstunden für Lehrkräfte, dringende Forderung nach Mehreinstellungen von Lehrkräften, nach Fachkräften für IT und Fortbildungen im Bereich „Soziale Medien“ usw. Viele Warnungen, Sorgen und Mahnungen haben sich im Nachhinein als richtig und berechtigt erwiesen.
Ich würde mir wünschen, dass man im Vorfeld wesentlicher bildungspolitischer Entscheidungen mehr auf die Lehrkräfte vor Ort und an der Basis hört und nicht so sehr über deren Köpfe hinweg entscheidet. Die Erfahrungen unserer Lehrkräfte an der Basis ist m.E. sehr wichtig und hilfreich. Dafür gibt es gute Ansätze an Schulen, auch in der Eltern-Lehrer-Beteiligung, und es hat sich in den letzten Jahren auch viel gebessert, aber da ist immer noch viel Luft nach oben.
Inhomogene Klassen
Für sehr starke Schüler kann ein G8 Sinn ergeben, aber das sind die wenigsten, die meisten profitieren von mehr Zeit
die Klassen sind inhomogen, der Lehrer zerreisst sich und kann gar nicht jedem gerecht werden, es sind zu viele Inhalte und zu wenig Zeit zum üben, das üben wird auf daheim ausgelagert, wenn der Schüler allein ist