Bürgerforum G8/G9

Bildungspläne / Bildungsqualität

Berechne Lesezeit
  • Teilen
  • „Neue Lernkultur“
  • Unterschiede zwischen den Bildungsplänen für G8- und G9-Modellschulen
  • Menge der Inhalte
  • Studier- und Ausbildungsfähigkeit
  • Anforderung durch KI / Entwicklungen des 21. Jahrhunderts
  • 265 Jahreswochenstunden (Abitur), Beschluss der Kultusministerkonferenz

  • Abituraufgaben

Kommentare

Die Kommentierungsphase ist beendet. Vielen Dank für Ihre Kommentare!

8. Kommentar von :KL 53780

Bitte schauen Sie z.B. nach Sachsen..

In Sachsen hat man sich meines Wissens nach der Wende am baden-württembergischen und bayrischen Lehrplan orientiert, um einen eigenen zu erstellen und es immer bei G8 belassen. Ich habe dort in den 90er Jahren Abitur gemacht und habe jetzt schulpflichtige Kinder hier in BaWü.

 

Ich verstehe nicht, warum man denkt, man könne den Stoff von 9 Jahren

In Sachsen hat man sich meines Wissens nach der Wende am baden-württembergischen und bayrischen Lehrplan orientiert, um einen eigenen zu erstellen und es immer bei G8 belassen. Ich habe dort in den 90er Jahren Abitur gemacht und habe jetzt schulpflichtige Kinder hier in BaWü.

 

Ich verstehe nicht, warum man denkt, man könne den Stoff von 9 Jahren (überwiegend Halbtagsschule) ohne Reduktion der Inhalte in 8 Jahre pressen und dabei die ersten 2 Schuljahre keinen Nachmittagsunterricht einzurichten. Kein Wunder, dass in der Mittel- und Oberstufe viele ächzen!

 

Meiner Meinung nach muss sortiert werden, welche Inhalte grundlegend gebraucht und diese dann gleichmäßiger über die Schuljahre verteilt werden. Dann wären immer noch Nachmittag für Hobbies frei.

 

Zum Thema unter 18jährige: Es werden viel weniger Kinder mit 5 eingeschult als noch vor 12 oder 15 Jahren. Damit sind die meisten beim Abitur 18. Und die anderen sind einschl. der Eltern vermutlich pfiffig genug, die paar Monate noch die Eltern Dinge unterschreiben zu lassen.

 

22. Kommentar von :ohne Name 61942

Qualität der Studierenden

Durch das fehlende Jahr bei G8 haben die Schülerinnen und Schülerinnen gerade in der Oberstufe nicht mehr die Möglichkeit, sich breit gefächert und vertieft zu bilden, um den Anforderungen der heutigen Gesellschaft und des Studiums gerecht werden zu können. Es gibt so viele neue Themen Entwicklungen und gesellschaftlicher Herausforderungen, Die

Durch das fehlende Jahr bei G8 haben die Schülerinnen und Schülerinnen gerade in der Oberstufe nicht mehr die Möglichkeit, sich breit gefächert und vertieft zu bilden, um den Anforderungen der heutigen Gesellschaft und des Studiums gerecht werden zu können. Es gibt so viele neue Themen Entwicklungen und gesellschaftlicher Herausforderungen, Die unbedingt im schulischen Rahmen erarbeitet werden sollten und nicht unter Zeitdruck unter den Tisch fallen sollten.

24. Kommentar von :ohne Name 54124

G9 Bildungsplan gibt es bereits

Es gibt in Bawü ausreichend erprobte G9 Bildungspläne für die meisten Fächer. Diese sollten übernommen werden, wenn nicht wirklich Wichtiges dagegen spricht, um G9 schnellstmöglich einzuführen.

29. Kommentar von :Jean Arbre

Vertiefende Angebote

Das Gymnasium hat nach wie vor den Anspruch, eine solide Allgemeinbildung auf hohem Niveau zu vermitteln. Dazu bedarf es nicht nur - wie allgemein anerkannt - einen auf Inhalte und Stundentafel der MINT-Fächer ausgerichteten Schwerpunkt. Es braucht auch im sprachlich-künstlerischen und gesellschaftswissenschaftlichen Bereich genügend

Das Gymnasium hat nach wie vor den Anspruch, eine solide Allgemeinbildung auf hohem Niveau zu vermitteln. Dazu bedarf es nicht nur - wie allgemein anerkannt - einen auf Inhalte und Stundentafel der MINT-Fächer ausgerichteten Schwerpunkt. Es braucht auch im sprachlich-künstlerischen und gesellschaftswissenschaftlichen Bereich genügend Unterrichtsstunden und Möglichkeiten zu vertiefendem Arbeiten. Vor allem den Fächern Geschichte, Geographie und Politik - im G 8 marginalisiert - müsste mehr Raum und Bedeutung beigemessen werden. Dies kann durch die Rückkehr zum G 9 mit neuen Stundentafeln erreicht werden. Die ganzheitliche Persönlichkeitsbildung braucht zudem dringend ethisch-philosophisch ausgerichtete Komponenten - auch ein Ansatz der sich in einem 9-jährigen Rahmen besser verwirklichen lässt.

30. Kommentar von :ohne Name 62245

BIP zu voll

Es werden zu viele Inhalte für zu wenig Zeit vorgesehen!

G9 bietet mehr Zeit auch für persönliche Entwicklung der SuS.

Gefühlt ständig ändern sich die BIP, der Sinn der Änderungen erschließt sich jedoch nicht wirklich. Mehr Kontinuität statt Aktionismus wäre wünschenswert

31. Kommentar von :62266

Bildungspläne

Der Inhalt der G8-Bildungspläne entspricht vielfach nicht dem Leistungsvermögen der Kinder und Jugendlichen. Häufig haben die Schülerinnen und Schüler nicht die nötige geistige Reife, um ein Thema angemessen zu durchdringen. Sie sind schlicht zu jung für das, was früher in G9 erst ein Jahr später im Unterricht behandelt wurde.

45. Kommentar von :ohne Name 62746

G9

G8 wurde als „Turbo-Abitur“ gestartet für besonders begabte Schüler. Diesen war vielfach möglich, den Stoffumfang in verkürzter Zeit zu bewältigen. Dazu sind heute die meisten Schüler nicht in der Lage. Man bedenke: Bei Übertrittsquoten von 50% bis 60% kann das Gros der Schüler das nicht leisten.

G9 böte die Chance, dass der Stoff nicht nur

G8 wurde als „Turbo-Abitur“ gestartet für besonders begabte Schüler. Diesen war vielfach möglich, den Stoffumfang in verkürzter Zeit zu bewältigen. Dazu sind heute die meisten Schüler nicht in der Lage. Man bedenke: Bei Übertrittsquoten von 50% bis 60% kann das Gros der Schüler das nicht leisten.

G9 böte die Chance, dass der Stoff nicht nur oberflächlich und kurzfristig angeeignet würde sondern auch nachhaltig und tief verstanden würde.

47. Kommentar von :ohne Name 62758

Menge an Inhalten

Durch G8 wurden die Lehrpläne drastisch gekürzt. Es wird vielfach nur noch oberflächlich gearbeitet.

15. Kommentar von :ohne Name 55789

Umsetzung des G8 an der Schule und die Auswirkung auf die Schülerinnen und Schüler

Wir haben zwei Töchter, die in Klasse 1 - 4 auf der Waldorfschule Uhlandshöhe gelernt und die beide dann in Klasse 5 auf ein humanistisches Gymnasium in einen G8-Turbozug gewechselt haben.

 

Beide haben die Schule bis zum Abitur ohne Probleme gemeistert, in den Anfangsjahren ohne Nachmittagsschule, später dann 2 x pro Woche Nachmittagsschule,

Wir haben zwei Töchter, die in Klasse 1 - 4 auf der Waldorfschule Uhlandshöhe gelernt und die beide dann in Klasse 5 auf ein humanistisches Gymnasium in einen G8-Turbozug gewechselt haben.

 

Beide haben die Schule bis zum Abitur ohne Probleme gemeistert, in den Anfangsjahren ohne Nachmittagsschule, später dann 2 x pro Woche Nachmittagsschule, wohlgemarkt ohne Hausaufgaben an den "Nachmittagsschultagen". Sie hatten Zeit für ihren aufwendigen Sport, waren Mitglieder im Landeskader und hatten trotzdem noch Freizeit und Muße.

 

Unsere Erfahrung war, dass die Schule es sehr gut geschafft hat, die "Kann"-Inhalte der Lehrpläne so zu straffen, dass alle "Muss"-Inhalte untergebracht waren, ohne dass die Kinder zu wenig "Input" gehabt hätten - die Lehrer waren sehr engagiert und haben alle gemeinsam für ihr Fachgebiet den Lehrplan so zusammengestellt, dass auch Freizeit und Muße für die Kinder bei gleichzeitiger Erfüllung des Lehrplans nicht zu kurz gekommen sind.

 

Unsere Erfahrung war im Vergleich zu anderen Kindern von Freunden und Bekannten, dass an vielen Schulen die Lehrpläne sklavisch von G9 auf G8 übertragen wurden, ohne sich darüber Gedanken zu machen, welche Lehrinhalte eventuell weggelassen werden könnten ("Kann" - zu "Muss""-Inhalten), was dann zur Folge hatte, dass viele Kinder schon in der 5. Klasse 4 x pro Woche Nachmittagsunterricht hatten und noch dazu die Hausaufgaben gemacht werden mussten - ein untragbarer Zustand!

 

Wir haben bei der Schule unserer Töchter die Erfahrung gemacht, dass der Umstieg von G9 auf G8 problemlos möglich war - allerdings nur durch das hohe Engagement der Lehrer, sich mit der Materie intensiv zu befassen und sich nicht auf "Dienst nach Vorschrift" auszuruhen

23. Kommentar von :ohne Name 61942

Sabbat Jahr für Schülerinnen und Schüler

Seit der Einführung von G8 scheint es nahezu obligatorisch, dass nach dem Abitur ein Jahr Urlaub im Ausland gemacht wird. Die Schülerinnen und Schüler merken selber, dass sie eigentlich noch nicht reif genug sind, um die Ausbildung selbstständig an einer Hochschule fortzusetzen. Natürlich ist ein Auslandsaufenthalt positiv für die persönliche

Seit der Einführung von G8 scheint es nahezu obligatorisch, dass nach dem Abitur ein Jahr Urlaub im Ausland gemacht wird. Die Schülerinnen und Schüler merken selber, dass sie eigentlich noch nicht reif genug sind, um die Ausbildung selbstständig an einer Hochschule fortzusetzen. Natürlich ist ein Auslandsaufenthalt positiv für die persönliche Entwicklung und die Selbstständigkeit, Aber dafür ein Jahr Bildung sausen zu lassen, um Neuseeland kennen zu lernen, das können wir uns eigentlich nicht leisten. Um im Ausland Erfahrungen zu sammeln, sollten die Ferien reichen und in der übrigen Zeit des 13. Schuljahres sollten wichtige Bildung Inhalte, Demokratieverständnis, vertiefte Kenntnisse in den Fächern erarbeitet werden. es ist dringend notwendig, wieder G9 einzuführen.