Ich halte den Versuch der Lehrplanänderungen beim Übergang von G9 auf G8 für gescheitert, nicht G8 an sich.
1. Sprachen 5.Klasse 1. Fremdsprache, 6. Klasse 2.Fremdsprache
In einer Zeit in der die Kinder durch den Übergang, den Eintritt in die Pubertät, die Verzögerung der Entwicklung bei den Jungen besonders belastet sind wurden 2 […]
Ich halte den Versuch der Lehrplanänderungen beim Übergang von G9 auf G8 für gescheitert, nicht G8 an sich.
In einer Zeit in der die Kinder durch den Übergang, den Eintritt in die Pubertät, die Verzögerung der Entwicklung bei den Jungen besonders belastet sind wurden 2 Fremdsprachen-Starts gelegt, statt den Kindern (auch den vorher schon bilingualen Kindern) mehr Luft zu lassen für die intensive Lernerei. 5.Klasse 1.Fremdsprache 7. Klasse 2.Fremdsprache.
2. Anpassung auf kindliche/jugendliche Entwicklung
Ich denke man hätte den Stoff und die Zeit mehr und besser aus der 9. und 10. Klasse rausgenommen. So angeboten hätte m.E. das G8 eine Chance gehabt und gerade am Anfang des Gymnasiums Zeit für Sport und andere Hobbies gelassen und nach oben genug Freiwilligkeit für dann schon entwickelten Ehrgeiz und Schulhobbies gelassen.
8.
Kommentar von :KL 53780
Bitte schauen Sie z.B. nach Sachsen..
In Sachsen hat man sich meines Wissens nach der Wende am baden-württembergischen und bayrischen Lehrplan orientiert, um einen eigenen zu erstellen und es immer bei G8 belassen. Ich habe dort in den 90er Jahren Abitur gemacht und habe jetzt schulpflichtige Kinder hier in BaWü.
Ich verstehe nicht, warum man denkt, man könne den Stoff von 9 Jahren […]
In Sachsen hat man sich meines Wissens nach der Wende am baden-württembergischen und bayrischen Lehrplan orientiert, um einen eigenen zu erstellen und es immer bei G8 belassen. Ich habe dort in den 90er Jahren Abitur gemacht und habe jetzt schulpflichtige Kinder hier in BaWü.
Ich verstehe nicht, warum man denkt, man könne den Stoff von 9 Jahren (überwiegend Halbtagsschule) ohne Reduktion der Inhalte in 8 Jahre pressen und dabei die ersten 2 Schuljahre keinen Nachmittagsunterricht einzurichten. Kein Wunder, dass in der Mittel- und Oberstufe viele ächzen!
Meiner Meinung nach muss sortiert werden, welche Inhalte grundlegend gebraucht und diese dann gleichmäßiger über die Schuljahre verteilt werden. Dann wären immer noch Nachmittag für Hobbies frei.
Zum Thema unter 18jährige: Es werden viel weniger Kinder mit 5 eingeschult als noch vor 12 oder 15 Jahren. Damit sind die meisten beim Abitur 18. Und die anderen sind einschl. der Eltern vermutlich pfiffig genug, die paar Monate noch die Eltern Dinge unterschreiben zu lassen.
22.
Kommentar von :ohne Name 61942
Qualität der Studierenden
Durch das fehlende Jahr bei G8 haben die Schülerinnen und Schülerinnen gerade in der Oberstufe nicht mehr die Möglichkeit, sich breit gefächert und vertieft zu bilden, um den Anforderungen der heutigen Gesellschaft und des Studiums gerecht werden zu können. Es gibt so viele neue Themen Entwicklungen und gesellschaftlicher Herausforderungen, Die […]
Durch das fehlende Jahr bei G8 haben die Schülerinnen und Schülerinnen gerade in der Oberstufe nicht mehr die Möglichkeit, sich breit gefächert und vertieft zu bilden, um den Anforderungen der heutigen Gesellschaft und des Studiums gerecht werden zu können. Es gibt so viele neue Themen Entwicklungen und gesellschaftlicher Herausforderungen, Die unbedingt im schulischen Rahmen erarbeitet werden sollten und nicht unter Zeitdruck unter den Tisch fallen sollten.
24.
Kommentar von :ohne Name 54124
G9 Bildungsplan gibt es bereits
Es gibt in Bawü ausreichend erprobte G9 Bildungspläne für die meisten Fächer. Diese sollten übernommen werden, wenn nicht wirklich Wichtiges dagegen spricht, um G9 schnellstmöglich einzuführen.
29.
Kommentar von :Jean Arbre
Vertiefende Angebote
Das Gymnasium hat nach wie vor den Anspruch, eine solide Allgemeinbildung auf hohem Niveau zu vermitteln. Dazu bedarf es nicht nur - wie allgemein anerkannt - einen auf Inhalte und Stundentafel der MINT-Fächer ausgerichteten Schwerpunkt. Es braucht auch im sprachlich-künstlerischen und gesellschaftswissenschaftlichen Bereich genügend […]
Das Gymnasium hat nach wie vor den Anspruch, eine solide Allgemeinbildung auf hohem Niveau zu vermitteln. Dazu bedarf es nicht nur - wie allgemein anerkannt - einen auf Inhalte und Stundentafel der MINT-Fächer ausgerichteten Schwerpunkt. Es braucht auch im sprachlich-künstlerischen und gesellschaftswissenschaftlichen Bereich genügend Unterrichtsstunden und Möglichkeiten zu vertiefendem Arbeiten. Vor allem den Fächern Geschichte, Geographie und Politik - im G 8 marginalisiert - müsste mehr Raum und Bedeutung beigemessen werden. Dies kann durch die Rückkehr zum G 9 mit neuen Stundentafeln erreicht werden. Die ganzheitliche Persönlichkeitsbildung braucht zudem dringend ethisch-philosophisch ausgerichtete Komponenten - auch ein Ansatz der sich in einem 9-jährigen Rahmen besser verwirklichen lässt.
30.
Kommentar von :ohne Name 62245
BIP zu voll
Es werden zu viele Inhalte für zu wenig Zeit vorgesehen!
G9 bietet mehr Zeit auch für persönliche Entwicklung der SuS.
Gefühlt ständig ändern sich die BIP, der Sinn der Änderungen erschließt sich jedoch nicht wirklich. Mehr Kontinuität statt Aktionismus wäre wünschenswert
31.
Kommentar von :62266
Bildungspläne
Der Inhalt der G8-Bildungspläne entspricht vielfach nicht dem Leistungsvermögen der Kinder und Jugendlichen. Häufig haben die Schülerinnen und Schüler nicht die nötige geistige Reife, um ein Thema angemessen zu durchdringen. Sie sind schlicht zu jung für das, was früher in G9 erst ein Jahr später im Unterricht behandelt wurde.
45.
Kommentar von :ohne Name 62746
G9
G8 wurde als „Turbo-Abitur“ gestartet für besonders begabte Schüler. Diesen war vielfach möglich, den Stoffumfang in verkürzter Zeit zu bewältigen. Dazu sind heute die meisten Schüler nicht in der Lage. Man bedenke: Bei Übertrittsquoten von 50% bis 60% kann das Gros der Schüler das nicht leisten.
G9 böte die Chance, dass der Stoff nicht nur […]
G8 wurde als „Turbo-Abitur“ gestartet für besonders begabte Schüler. Diesen war vielfach möglich, den Stoffumfang in verkürzter Zeit zu bewältigen. Dazu sind heute die meisten Schüler nicht in der Lage. Man bedenke: Bei Übertrittsquoten von 50% bis 60% kann das Gros der Schüler das nicht leisten.
G9 böte die Chance, dass der Stoff nicht nur oberflächlich und kurzfristig angeeignet würde sondern auch nachhaltig und tief verstanden würde.
47.
Kommentar von :ohne Name 62758
Menge an Inhalten
Durch G8 wurden die Lehrpläne drastisch gekürzt. Es wird vielfach nur noch oberflächlich gearbeitet.
6.
Kommentar von :Pia K.
Minderjährige Schulabgänger
Wo ist eigentlich das Problem, wenn Personen mit Abitur noch minderjährig sind ? Wo ist das Problem, wenn von Eltern noch für einige Monate Unterschriften zu leisten sind ?
Bei Realschul- oder Gemeinschaftsschule-Abschlüssen stört das auch niemanden. Wenn diese Personen Ausbildungsverträge abschließen für eine duale Ausbildung, dann hat das noch […]
Wo ist eigentlich das Problem, wenn Personen mit Abitur noch minderjährig sind ? Wo ist das Problem, wenn von Eltern noch für einige Monate Unterschriften zu leisten sind ?
Bei Realschul- oder Gemeinschaftsschule-Abschlüssen stört das auch niemanden. Wenn diese Personen Ausbildungsverträge abschließen für eine duale Ausbildung, dann hat das noch niemanden abgehalten, nur weil die Eltern noch unterschreiben müssen.
Bei diesen meist jüngeren Menschen fragt in der Regel niemand, ob sie noch länger "Kind" sein wollen oder schwerpunktmäßig ihre Hobbies pflegen können. Sie werden mehrheitlich in systemrelevanten Berufen arbeiten !
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Unterschiede G8/G9
Ich halte den Versuch der Lehrplanänderungen beim Übergang von G9 auf G8 für gescheitert, nicht G8 an sich.
1. Sprachen 5.Klasse 1. Fremdsprache, 6. Klasse 2.Fremdsprache
In einer Zeit in der die Kinder durch den Übergang, den Eintritt in die Pubertät, die Verzögerung der Entwicklung bei den Jungen besonders belastet sind wurden 2 Fremdsprachen-Starts gelegt, statt den Kindern (auch den vorher schon bilingualen Kindern) mehr Luft zu lassen für die intensive Lernerei. 5.Klasse 1.Fremdsprache 7. Klasse 2.Fremdsprache.
2. Anpassung auf kindliche/jugendliche Entwicklung
Ich denke man hätte den Stoff und die Zeit mehr und besser aus der 9. und 10. Klasse rausgenommen. So angeboten hätte m.E. das G8 eine Chance gehabt und gerade am Anfang des Gymnasiums Zeit für Sport und andere Hobbies gelassen und nach oben genug Freiwilligkeit für dann schon entwickelten Ehrgeiz und Schulhobbies gelassen.
Bitte schauen Sie z.B. nach Sachsen..
In Sachsen hat man sich meines Wissens nach der Wende am baden-württembergischen und bayrischen Lehrplan orientiert, um einen eigenen zu erstellen und es immer bei G8 belassen. Ich habe dort in den 90er Jahren Abitur gemacht und habe jetzt schulpflichtige Kinder hier in BaWü.
Ich verstehe nicht, warum man denkt, man könne den Stoff von 9 Jahren (überwiegend Halbtagsschule) ohne Reduktion der Inhalte in 8 Jahre pressen und dabei die ersten 2 Schuljahre keinen Nachmittagsunterricht einzurichten. Kein Wunder, dass in der Mittel- und Oberstufe viele ächzen!
Meiner Meinung nach muss sortiert werden, welche Inhalte grundlegend gebraucht und diese dann gleichmäßiger über die Schuljahre verteilt werden. Dann wären immer noch Nachmittag für Hobbies frei.
Zum Thema unter 18jährige: Es werden viel weniger Kinder mit 5 eingeschult als noch vor 12 oder 15 Jahren. Damit sind die meisten beim Abitur 18. Und die anderen sind einschl. der Eltern vermutlich pfiffig genug, die paar Monate noch die Eltern Dinge unterschreiben zu lassen.
Qualität der Studierenden
Durch das fehlende Jahr bei G8 haben die Schülerinnen und Schülerinnen gerade in der Oberstufe nicht mehr die Möglichkeit, sich breit gefächert und vertieft zu bilden, um den Anforderungen der heutigen Gesellschaft und des Studiums gerecht werden zu können. Es gibt so viele neue Themen Entwicklungen und gesellschaftlicher Herausforderungen, Die unbedingt im schulischen Rahmen erarbeitet werden sollten und nicht unter Zeitdruck unter den Tisch fallen sollten.
G9 Bildungsplan gibt es bereits
Es gibt in Bawü ausreichend erprobte G9 Bildungspläne für die meisten Fächer. Diese sollten übernommen werden, wenn nicht wirklich Wichtiges dagegen spricht, um G9 schnellstmöglich einzuführen.
Vertiefende Angebote
Das Gymnasium hat nach wie vor den Anspruch, eine solide Allgemeinbildung auf hohem Niveau zu vermitteln. Dazu bedarf es nicht nur - wie allgemein anerkannt - einen auf Inhalte und Stundentafel der MINT-Fächer ausgerichteten Schwerpunkt. Es braucht auch im sprachlich-künstlerischen und gesellschaftswissenschaftlichen Bereich genügend Unterrichtsstunden und Möglichkeiten zu vertiefendem Arbeiten. Vor allem den Fächern Geschichte, Geographie und Politik - im G 8 marginalisiert - müsste mehr Raum und Bedeutung beigemessen werden. Dies kann durch die Rückkehr zum G 9 mit neuen Stundentafeln erreicht werden. Die ganzheitliche Persönlichkeitsbildung braucht zudem dringend ethisch-philosophisch ausgerichtete Komponenten - auch ein Ansatz der sich in einem 9-jährigen Rahmen besser verwirklichen lässt.
BIP zu voll
Es werden zu viele Inhalte für zu wenig Zeit vorgesehen!
G9 bietet mehr Zeit auch für persönliche Entwicklung der SuS.
Gefühlt ständig ändern sich die BIP, der Sinn der Änderungen erschließt sich jedoch nicht wirklich. Mehr Kontinuität statt Aktionismus wäre wünschenswert
Bildungspläne
Der Inhalt der G8-Bildungspläne entspricht vielfach nicht dem Leistungsvermögen der Kinder und Jugendlichen. Häufig haben die Schülerinnen und Schüler nicht die nötige geistige Reife, um ein Thema angemessen zu durchdringen. Sie sind schlicht zu jung für das, was früher in G9 erst ein Jahr später im Unterricht behandelt wurde.
G9
G8 wurde als „Turbo-Abitur“ gestartet für besonders begabte Schüler. Diesen war vielfach möglich, den Stoffumfang in verkürzter Zeit zu bewältigen. Dazu sind heute die meisten Schüler nicht in der Lage. Man bedenke: Bei Übertrittsquoten von 50% bis 60% kann das Gros der Schüler das nicht leisten.
G9 böte die Chance, dass der Stoff nicht nur oberflächlich und kurzfristig angeeignet würde sondern auch nachhaltig und tief verstanden würde.
Menge an Inhalten
Durch G8 wurden die Lehrpläne drastisch gekürzt. Es wird vielfach nur noch oberflächlich gearbeitet.
Minderjährige Schulabgänger
Wo ist eigentlich das Problem, wenn Personen mit Abitur noch minderjährig sind ? Wo ist das Problem, wenn von Eltern noch für einige Monate Unterschriften zu leisten sind ?
Bei Realschul- oder Gemeinschaftsschule-Abschlüssen stört das auch niemanden. Wenn diese Personen Ausbildungsverträge abschließen für eine duale Ausbildung, dann hat das noch niemanden abgehalten, nur weil die Eltern noch unterschreiben müssen.
Bei diesen meist jüngeren Menschen fragt in der Regel niemand, ob sie noch länger "Kind" sein wollen oder schwerpunktmäßig ihre Hobbies pflegen können. Sie werden mehrheitlich in systemrelevanten Berufen arbeiten !