Die Bildungspläne sollten sich im Pflichtbereich auf das Wesentliche konzentrieren.
Daneben wäre es kein Schaden Gesundheitsvorsorge, Juristische Sachverhalte, Versicherungsthemen und Geldangelegenheiten als Angebot ohne Teilnahmepflicht und ohne Benotung sozusagen als Kür aufzunehmen. Diese Angebote sollten von kompetenten Gastdozenten
Die Bildungspläne sollten sich im Pflichtbereich auf das Wesentliche konzentrieren.
Daneben wäre es kein Schaden Gesundheitsvorsorge, Juristische Sachverhalte, Versicherungsthemen und Geldangelegenheiten als Angebot ohne Teilnahmepflicht und ohne Benotung sozusagen als Kür aufzunehmen. Diese Angebote sollten von kompetenten Gastdozenten geleitet werden.
Wobei bei all diesen Themen in allererster Linie die Eltern in der Pflicht sind.
21.
Kommentar von :ohne Name 61921
Abwärtstrend
Es hat sich mehr als genug gezeigt, dass das Bildungsniveau sinkt, nicht zuletzt, weil keine Zeit und keine Muße zum Lernen da ist. Die Inhalte sind nicht altersgemäß, der Takt zu hoch. Es fehlt ein Jahr!
26.
Kommentar von :Bildung lohnt sich
Fakten sind nicht alles
Bildung bedeutet nicht nur, von den Abiturstandards geforderte Fakten wiedergeben zu können, sondern viel mehr noch, Bereitschaft zu Offenheit, Engagement und konstruktiver Kritikfähigkeit zu erwerben. Meiner Erfahrung nach war hier in dem im G8 gestrichenen zusätzlichen Jahr wesentlich mehr zu erreichen.
28.
Kommentar von :TanjaB
keine sinnvolle Anpassung
Bei den Bildungsplänen wurde nahezu keine Rücksicht auf die Entwicklung der Schüler genommen. Sie wurden zwar 2016 geändert bzw. jetzt nochmal, aber dabei wurde immer noch nicht beachtet, dass die Schüler, wenn sie Themen ein Jahr früher bekommen, diese nicht genauso gut verarbeiten und verstehen können, wie ein Jahr später. Es wurden grundsätzlich
Bei den Bildungsplänen wurde nahezu keine Rücksicht auf die Entwicklung der Schüler genommen. Sie wurden zwar 2016 geändert bzw. jetzt nochmal, aber dabei wurde immer noch nicht beachtet, dass die Schüler, wenn sie Themen ein Jahr früher bekommen, diese nicht genauso gut verarbeiten und verstehen können, wie ein Jahr später. Es wurden grundsätzlich für die Bearbeitung der Themen die gleichen Zeiten angesetzt wie bei G9. Damit bleibt für wichtige zusätzliche zwischenmenschliche Themen, die Schüler auch lernen sollten, z.B. der gute Umgang miteinander, wie verhalte ich mich in einer Gruppenarbeit, wie gehe ich an Probleme heran, um sie zu lsen, wo finde ich bei welchen Themen Hilfe, etc. viel zu wenig Zeit.
Falls G8 bleibt, muss hier dringend nachgearbeitet werden, außer uns Lehrern sind unsere Schüler und ihre Entwicklung egal.
35.
Kommentar von :Frau Alt
Qualität statt Quantität
Das Ziel von G8 war Quantität (schnelle Mehrwertsteigerung durch frühen Eintritt ins Arbeitsleben, schnelle Rettung der Sozialkassen durch frühere Einzahlung). Arbeitnehmer bzw. Humankapital statt Schüler.
Ich wünsche mit eine Rückkehr zur Qualität. Längeres bewusstes Lernen, ein höheres Maß an Reife bei den jungen Leuten, wenn sie Abitur machen
Das Ziel von G8 war Quantität (schnelle Mehrwertsteigerung durch frühen Eintritt ins Arbeitsleben, schnelle Rettung der Sozialkassen durch frühere Einzahlung). Arbeitnehmer bzw. Humankapital statt Schüler.
Ich wünsche mit eine Rückkehr zur Qualität. Längeres bewusstes Lernen, ein höheres Maß an Reife bei den jungen Leuten, wenn sie Abitur machen und ein Studium anstreben.
Darum G9!
41.
Kommentar von :ohne Name 62650
PRO G9
Der ständige Wechsel zeigt doch bereits, dass hier etwas im Argen liegt. Es wird hier ständig versucht nachzubessern. Es funktioniert nur leider nicht.
Im Fach Mathematik bauen die Themen aufeinander auf. Was in den unteren Klassenstufen nicht ausreichend gefestigt wurde, kann in den oberen Klassen kaum nachgeholt werden. Es fehlt die Zeit fürs
Der ständige Wechsel zeigt doch bereits, dass hier etwas im Argen liegt. Es wird hier ständig versucht nachzubessern. Es funktioniert nur leider nicht.
Im Fach Mathematik bauen die Themen aufeinander auf. Was in den unteren Klassenstufen nicht ausreichend gefestigt wurde, kann in den oberen Klassen kaum nachgeholt werden. Es fehlt die Zeit fürs Vertiefen.
Weiteres Beispiel:
Das Abitur ist jedes Jahr ein Würfelspiel, mal mit Umkehrfunktionen, mal ohne. Mal mit vektoriellen Beweisen, mal ohne.
Sollte das nicht in Klasse 5 schon bekannt sein, sodass man daraufhin arbeiten kann?
44.
Kommentar von :ohne Name 62719
voller Lehrplan und verändertes Lernverhalten
Wirkliches Verstehen und Begreifen von Inhalten und die Fähigkeit, selbstständige Transferleistungen zu erbringen, benötigen Zeit und die ist durch zu volle Lehrpläne für G8 nicht gegeben. Dadurch, dass sich das Lernverhalten und die Konzentration der Kinder und Jugendlichen durch zunehmenden Medienkonsum zudem stark verändert hat, benötigt das
Wirkliches Verstehen und Begreifen von Inhalten und die Fähigkeit, selbstständige Transferleistungen zu erbringen, benötigen Zeit und die ist durch zu volle Lehrpläne für G8 nicht gegeben. Dadurch, dass sich das Lernverhalten und die Konzentration der Kinder und Jugendlichen durch zunehmenden Medienkonsum zudem stark verändert hat, benötigt das Lernen an der Schule dringend mehr Zeit: G9
11.
Kommentar von :MUTTER, die noch selbst erziehen möchte
Klassengrösse ist Schlüssel zur Qualität
Die gesamte Debatte um Rückkehr zu G9 ist ein Irrlicht. Die Qualität des Unterrichts muss steigen, dann kann auch in g8 das umfangreiche Wissen eines allg. bildenden Abiturs zeitschonend vermittelt werden. Qualität erreicht man durch kleine Klassen. Dadurch steigt auch die Motivation der Lehrkräfte, die dann wieder ordentlich arbeiten können.
Vor
Die gesamte Debatte um Rückkehr zu G9 ist ein Irrlicht. Die Qualität des Unterrichts muss steigen, dann kann auch in g8 das umfangreiche Wissen eines allg. bildenden Abiturs zeitschonend vermittelt werden. Qualität erreicht man durch kleine Klassen. Dadurch steigt auch die Motivation der Lehrkräfte, die dann wieder ordentlich arbeiten können.
Vorschlag: halbiert die Klassengrösse bei g8 in einigen Fächern und schickt die Kids jeweils zur Hälfte am Nachmittag in die Freizeit.
Und natürlich sollten auch wirklich nur die , wie hier betitelt, „leistungsstarken“ Schüler auf ein allg. bildendes Gymnasium gehen. Schade finde ich, dass nach wie vor im Bildungssystem-Begriffs-Spektrum kein wertungsfreier Begriff für intelektuell talentierte Personen verwendet wurde. Die handwerklich oder sozial talentierten Personen könnten sich durch solche hochwertenden Begriffe für intelektuell Begabte herabgewertet fühlen. Das wiederum verursacht das Bedürfnis alle ans Gym zu schicken. Mangelnde Wertschätzung für verschiedene Talente ist auch ein enormes Problem im Bildungssystem. Quod erat demonstrandum…
13.
Kommentar von :ohne Name 54028
Anforderungen durch KI
Unser Ministerpräsident hat im Hinblick auf KI eine richtige Frage gestellt: Vokabeln lernen noch notwendig?
Ich bin davon überzeugt, dass Details zukünftig nicht mehr präsent sein müssen, sondern abrufbar sein werden.
Vokabeln sind Detailswissen. Fremdsprachenkenntnisse werden von Apps wie Microsoft Translator ersetzt werden, insbesondere im
Unser Ministerpräsident hat im Hinblick auf KI eine richtige Frage gestellt: Vokabeln lernen noch notwendig?
Ich bin davon überzeugt, dass Details zukünftig nicht mehr präsent sein müssen, sondern abrufbar sein werden.
Vokabeln sind Detailswissen. Fremdsprachenkenntnisse werden von Apps wie Microsoft Translator ersetzt werden, insbesondere im Alltagsgebrauch.
Englisch als erste Fremdsprache wird wohl weiterhin Pflicht bleiben müssen. Aber auch insoweit sollte man sich auf Lesen, Schreiben und Sprechen konzentrieren und nicht vergeblich versuchen, die Tiefen der englischen Literatur zu vermitteln. In gewisser Weise könnte das auch für unsere Muttersprache Deutsch gelten.
Geschichte bedarf struktureller Erkenntnisse und weniger Detailsdaten.
Kurz: Der Lehrplan sollte sich auf Struktur und weniger auf Details konzentrieren.
Elend: Die Naturwissenschaften bestehen großteils aus Struktur.
Mit diesem Ansatz sollte der Kern- und Pflichtbereich zu verkleinern sein. Natürlich wird es weiterhin freiwillige Angebote geben, die jeder nach seinen Vorlieben in Anspruch nehmen kann oder auch nicht. Insoweit wird nur die Teilnahme bescheinigt. Dadurch entstehende Freizeit kann natürlich auch anderweitig verwendet werden, z.B. für Vereine. Insoweit entfiele der Erfolgsdruck. Kunst, Literatur oder Sport, wozu Noten? Im Übrigen gibt es auch private Bildungsangebote, die man nutzen kann.
Gibt es Untersuchungen, welches Schulwissen und welche erlernte Fähigkeiten für Menschen verschiedener Altersgruppen rückblickend wichtig waren? Auch das könnte ein Maßstab sein, wenn man Lehrpläne hinterfragt.
Gibt es Untersuchungen, welche Anforderungen Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Berufsgruppen an Lehrpläne stellen (z.B. Fischer/Fischer Dübel; Schwarz von Lidl; ehemals Weibel von ZKM; Hanselka von KIT; Werner von DM, Kunst- und Kulturschaffende usw.)? Welche Fähigkeiten wünschen sich die führenden Köpfe der Gesellschaft? Welche Fähigkeiten gab Ihnen die Schule mit auf ihren Weg?
Machen Sie doch mal einen Test: Lassen Sie die Aufgaben einer PISA-Studie mal ohne und mal mit KI lösen. Das Ergebnis könnte doch spannend sein.
Ob und wie hat Asien seine Lehrpläne im Hinblick auf KI angepasst?
Gilt auch hier der Satz: Weniger kann mehr sein. Angebote ohne Zwang und Benotung kann zu mehr Entfaltung und Zufriedenheit führen.
Daher mein gewagter Satz im BNN Feedback zu Kretschmann: Maximal G8!
Zusatz: Und das auch noch mit weniger Wochenstunden?
Alle rufen nach Bürokratieabbau, vielleicht sollte auch der Bildungsbereich Ballast abwerfen. Es gibt die Pflicht, aber auch ein weites Feld von Spielwiesen ohne Zwang und ohne Bewertung.
Ich hoffe, dass dem Land Baden-Württemberg zumindest einige Handlungsspielräume eröffnet sind.
19.
Kommentar von :LehrerBW
Einzelfächer verzahnen und mit Material unterstützen
Als Lehrer an einem Gymnasium verzweifele ich selbst häufig an den Bildungsplänen. So viele Details die unterrichtet werden sollen, aber kaum Unterstützung bezüglich sinnvoller Reihenfolge, spannender Anwendungsaufgaben, motivierender Übungen... Das soll bitte jede Schule oder gar jeder Lehrer selbst entwickeln. Was für eine wahnsinnige
Als Lehrer an einem Gymnasium verzweifele ich selbst häufig an den Bildungsplänen. So viele Details die unterrichtet werden sollen, aber kaum Unterstützung bezüglich sinnvoller Reihenfolge, spannender Anwendungsaufgaben, motivierender Übungen... Das soll bitte jede Schule oder gar jeder Lehrer selbst entwickeln. Was für eine wahnsinnige Ressourcenverschwendung.
Es geht nicht darum, alle zu verpflichten das Gleiche zu machen. Aber wie wäre es mit einem sehr guten Angebot? Dann kann ich immer noch abweichen, wenn ich eine exzellente Idee habe. Aber in den meisten Fällen ist mein Unterricht "immerhin" sehr gut. In Neuseeland hat man mit dieser Methode den Mathe-Unterricht innerhalb weniger Jahre massiv verbessert...
Und wenn man schon nach einer sehr guten Version sucht, könnte man sich endlich von der universitären Unterscheidung der Fächer trennen. Im Chemieunterricht können viele Schüler:innen nicht rechnen, in Mathe keine Rechtschreibung und draußen im Verein können sie eh nichts vom Schulwissen anwenden.
Meiner Erfahrung nach schafft es der NWT-Unterricht noch am besten, diese Verzahnung der verschiedenen Inhalte zu ermöglichen. Um beispielsweise ein Technik-Projekt erfolgreich abzuschließen, muss man in der Planung Dinge berechnen, sich im Team absprechen, Bauteile am Computer planen, eine Vielzahl an Aufgaben organisieren, spontan mit Problemen umgehen (bei denen vielleicht auch die Lehrkraft keine Lösung parat hat), Informationen recherchieren, Ergebnisse präsentieren und am Ende einen sauberen Bericht schreiben.
Es ist für viele Schüler:innen unglaublich motivierend, so viele verschiedene Fähigkeiten einzusetzen und am Ende ein echtes Ergebnis in den Händen zu halten. Plötzlich ist es gar keine "richtige Schule" mehr. Nein, die Kinder wollen in der Pause weiterarbeiten, kommen zusätzlich am Freitag Nachmittag und WOLLEN Dinge verstehen.
Es wäre so schön (und auch viel effektiver), wenn es solche Situationen viel häufiger in einem Schülerleben gäbe. Die Vorbereitung auf das Leben nach der Schule (incl. Studium) ist hier nämlich viel intensiver.
Neben einer Veränderung der Bildungspläne erscheint mir dafür außerdem mehr Zeit wichtig. Also bitte: Rückkehr zu G9 + Entschlackung der Bildungspläne. Wenn es so läuft, wie in der Vergangenheit, dann wird das mehr an Zeit nämlich mit noch mehr Inhalten zugemüllt und ein Großteil des Veränderungspotentials wäre damit verloren.
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Bildungspläne
Die Bildungspläne sollten sich im Pflichtbereich auf das Wesentliche konzentrieren.
Daneben wäre es kein Schaden Gesundheitsvorsorge, Juristische Sachverhalte, Versicherungsthemen und Geldangelegenheiten als Angebot ohne Teilnahmepflicht und ohne Benotung sozusagen als Kür aufzunehmen. Diese Angebote sollten von kompetenten Gastdozenten
Die Bildungspläne sollten sich im Pflichtbereich auf das Wesentliche konzentrieren.
Daneben wäre es kein Schaden Gesundheitsvorsorge, Juristische Sachverhalte, Versicherungsthemen und Geldangelegenheiten als Angebot ohne Teilnahmepflicht und ohne Benotung sozusagen als Kür aufzunehmen. Diese Angebote sollten von kompetenten Gastdozenten geleitet werden.
Wobei bei all diesen Themen in allererster Linie die Eltern in der Pflicht sind.
Abwärtstrend
Es hat sich mehr als genug gezeigt, dass das Bildungsniveau sinkt, nicht zuletzt, weil keine Zeit und keine Muße zum Lernen da ist. Die Inhalte sind nicht altersgemäß, der Takt zu hoch. Es fehlt ein Jahr!
Fakten sind nicht alles
Bildung bedeutet nicht nur, von den Abiturstandards geforderte Fakten wiedergeben zu können, sondern viel mehr noch, Bereitschaft zu Offenheit, Engagement und konstruktiver Kritikfähigkeit zu erwerben. Meiner Erfahrung nach war hier in dem im G8 gestrichenen zusätzlichen Jahr wesentlich mehr zu erreichen.
keine sinnvolle Anpassung
Bei den Bildungsplänen wurde nahezu keine Rücksicht auf die Entwicklung der Schüler genommen. Sie wurden zwar 2016 geändert bzw. jetzt nochmal, aber dabei wurde immer noch nicht beachtet, dass die Schüler, wenn sie Themen ein Jahr früher bekommen, diese nicht genauso gut verarbeiten und verstehen können, wie ein Jahr später. Es wurden grundsätzlich
Bei den Bildungsplänen wurde nahezu keine Rücksicht auf die Entwicklung der Schüler genommen. Sie wurden zwar 2016 geändert bzw. jetzt nochmal, aber dabei wurde immer noch nicht beachtet, dass die Schüler, wenn sie Themen ein Jahr früher bekommen, diese nicht genauso gut verarbeiten und verstehen können, wie ein Jahr später. Es wurden grundsätzlich für die Bearbeitung der Themen die gleichen Zeiten angesetzt wie bei G9. Damit bleibt für wichtige zusätzliche zwischenmenschliche Themen, die Schüler auch lernen sollten, z.B. der gute Umgang miteinander, wie verhalte ich mich in einer Gruppenarbeit, wie gehe ich an Probleme heran, um sie zu lsen, wo finde ich bei welchen Themen Hilfe, etc. viel zu wenig Zeit.
Falls G8 bleibt, muss hier dringend nachgearbeitet werden, außer uns Lehrern sind unsere Schüler und ihre Entwicklung egal.
Qualität statt Quantität
Das Ziel von G8 war Quantität (schnelle Mehrwertsteigerung durch frühen Eintritt ins Arbeitsleben, schnelle Rettung der Sozialkassen durch frühere Einzahlung). Arbeitnehmer bzw. Humankapital statt Schüler.
Ich wünsche mit eine Rückkehr zur Qualität. Längeres bewusstes Lernen, ein höheres Maß an Reife bei den jungen Leuten, wenn sie Abitur machen
Das Ziel von G8 war Quantität (schnelle Mehrwertsteigerung durch frühen Eintritt ins Arbeitsleben, schnelle Rettung der Sozialkassen durch frühere Einzahlung). Arbeitnehmer bzw. Humankapital statt Schüler.
Ich wünsche mit eine Rückkehr zur Qualität. Längeres bewusstes Lernen, ein höheres Maß an Reife bei den jungen Leuten, wenn sie Abitur machen und ein Studium anstreben.
Darum G9!
PRO G9
Der ständige Wechsel zeigt doch bereits, dass hier etwas im Argen liegt. Es wird hier ständig versucht nachzubessern. Es funktioniert nur leider nicht.
Im Fach Mathematik bauen die Themen aufeinander auf. Was in den unteren Klassenstufen nicht ausreichend gefestigt wurde, kann in den oberen Klassen kaum nachgeholt werden. Es fehlt die Zeit fürs
Der ständige Wechsel zeigt doch bereits, dass hier etwas im Argen liegt. Es wird hier ständig versucht nachzubessern. Es funktioniert nur leider nicht.
Im Fach Mathematik bauen die Themen aufeinander auf. Was in den unteren Klassenstufen nicht ausreichend gefestigt wurde, kann in den oberen Klassen kaum nachgeholt werden. Es fehlt die Zeit fürs Vertiefen.
Weiteres Beispiel:
Das Abitur ist jedes Jahr ein Würfelspiel, mal mit Umkehrfunktionen, mal ohne. Mal mit vektoriellen Beweisen, mal ohne.
Sollte das nicht in Klasse 5 schon bekannt sein, sodass man daraufhin arbeiten kann?
voller Lehrplan und verändertes Lernverhalten
Wirkliches Verstehen und Begreifen von Inhalten und die Fähigkeit, selbstständige Transferleistungen zu erbringen, benötigen Zeit und die ist durch zu volle Lehrpläne für G8 nicht gegeben. Dadurch, dass sich das Lernverhalten und die Konzentration der Kinder und Jugendlichen durch zunehmenden Medienkonsum zudem stark verändert hat, benötigt das
Wirkliches Verstehen und Begreifen von Inhalten und die Fähigkeit, selbstständige Transferleistungen zu erbringen, benötigen Zeit und die ist durch zu volle Lehrpläne für G8 nicht gegeben. Dadurch, dass sich das Lernverhalten und die Konzentration der Kinder und Jugendlichen durch zunehmenden Medienkonsum zudem stark verändert hat, benötigt das Lernen an der Schule dringend mehr Zeit: G9
Klassengrösse ist Schlüssel zur Qualität
Die gesamte Debatte um Rückkehr zu G9 ist ein Irrlicht. Die Qualität des Unterrichts muss steigen, dann kann auch in g8 das umfangreiche Wissen eines allg. bildenden Abiturs zeitschonend vermittelt werden. Qualität erreicht man durch kleine Klassen. Dadurch steigt auch die Motivation der Lehrkräfte, die dann wieder ordentlich arbeiten können.
Vor
Die gesamte Debatte um Rückkehr zu G9 ist ein Irrlicht. Die Qualität des Unterrichts muss steigen, dann kann auch in g8 das umfangreiche Wissen eines allg. bildenden Abiturs zeitschonend vermittelt werden. Qualität erreicht man durch kleine Klassen. Dadurch steigt auch die Motivation der Lehrkräfte, die dann wieder ordentlich arbeiten können.
Vorschlag: halbiert die Klassengrösse bei g8 in einigen Fächern und schickt die Kids jeweils zur Hälfte am Nachmittag in die Freizeit.
Und natürlich sollten auch wirklich nur die , wie hier betitelt, „leistungsstarken“ Schüler auf ein allg. bildendes Gymnasium gehen. Schade finde ich, dass nach wie vor im Bildungssystem-Begriffs-Spektrum kein wertungsfreier Begriff für intelektuell talentierte Personen verwendet wurde. Die handwerklich oder sozial talentierten Personen könnten sich durch solche hochwertenden Begriffe für intelektuell Begabte herabgewertet fühlen. Das wiederum verursacht das Bedürfnis alle ans Gym zu schicken. Mangelnde Wertschätzung für verschiedene Talente ist auch ein enormes Problem im Bildungssystem. Quod erat demonstrandum…
Anforderungen durch KI
Unser Ministerpräsident hat im Hinblick auf KI eine richtige Frage gestellt: Vokabeln lernen noch notwendig?
Ich bin davon überzeugt, dass Details zukünftig nicht mehr präsent sein müssen, sondern abrufbar sein werden.
Vokabeln sind Detailswissen. Fremdsprachenkenntnisse werden von Apps wie Microsoft Translator ersetzt werden, insbesondere im
Unser Ministerpräsident hat im Hinblick auf KI eine richtige Frage gestellt: Vokabeln lernen noch notwendig?
Ich bin davon überzeugt, dass Details zukünftig nicht mehr präsent sein müssen, sondern abrufbar sein werden.
Vokabeln sind Detailswissen. Fremdsprachenkenntnisse werden von Apps wie Microsoft Translator ersetzt werden, insbesondere im Alltagsgebrauch.
Englisch als erste Fremdsprache wird wohl weiterhin Pflicht bleiben müssen. Aber auch insoweit sollte man sich auf Lesen, Schreiben und Sprechen konzentrieren und nicht vergeblich versuchen, die Tiefen der englischen Literatur zu vermitteln. In gewisser Weise könnte das auch für unsere Muttersprache Deutsch gelten.
Geschichte bedarf struktureller Erkenntnisse und weniger Detailsdaten.
Kurz: Der Lehrplan sollte sich auf Struktur und weniger auf Details konzentrieren.
Elend: Die Naturwissenschaften bestehen großteils aus Struktur.
Mit diesem Ansatz sollte der Kern- und Pflichtbereich zu verkleinern sein. Natürlich wird es weiterhin freiwillige Angebote geben, die jeder nach seinen Vorlieben in Anspruch nehmen kann oder auch nicht. Insoweit wird nur die Teilnahme bescheinigt. Dadurch entstehende Freizeit kann natürlich auch anderweitig verwendet werden, z.B. für Vereine. Insoweit entfiele der Erfolgsdruck. Kunst, Literatur oder Sport, wozu Noten? Im Übrigen gibt es auch private Bildungsangebote, die man nutzen kann.
Gibt es Untersuchungen, welches Schulwissen und welche erlernte Fähigkeiten für Menschen verschiedener Altersgruppen rückblickend wichtig waren? Auch das könnte ein Maßstab sein, wenn man Lehrpläne hinterfragt.
Gibt es Untersuchungen, welche Anforderungen Menschen verschiedenen Alters und verschiedener Berufsgruppen an Lehrpläne stellen (z.B. Fischer/Fischer Dübel; Schwarz von Lidl; ehemals Weibel von ZKM; Hanselka von KIT; Werner von DM, Kunst- und Kulturschaffende usw.)? Welche Fähigkeiten wünschen sich die führenden Köpfe der Gesellschaft? Welche Fähigkeiten gab Ihnen die Schule mit auf ihren Weg?
Machen Sie doch mal einen Test: Lassen Sie die Aufgaben einer PISA-Studie mal ohne und mal mit KI lösen. Das Ergebnis könnte doch spannend sein.
Ob und wie hat Asien seine Lehrpläne im Hinblick auf KI angepasst?
Gilt auch hier der Satz: Weniger kann mehr sein. Angebote ohne Zwang und Benotung kann zu mehr Entfaltung und Zufriedenheit führen.
Daher mein gewagter Satz im BNN Feedback zu Kretschmann: Maximal G8!
Zusatz: Und das auch noch mit weniger Wochenstunden?
Alle rufen nach Bürokratieabbau, vielleicht sollte auch der Bildungsbereich Ballast abwerfen. Es gibt die Pflicht, aber auch ein weites Feld von Spielwiesen ohne Zwang und ohne Bewertung.
Ich hoffe, dass dem Land Baden-Württemberg zumindest einige Handlungsspielräume eröffnet sind.
Einzelfächer verzahnen und mit Material unterstützen
Als Lehrer an einem Gymnasium verzweifele ich selbst häufig an den Bildungsplänen. So viele Details die unterrichtet werden sollen, aber kaum Unterstützung bezüglich sinnvoller Reihenfolge, spannender Anwendungsaufgaben, motivierender Übungen... Das soll bitte jede Schule oder gar jeder Lehrer selbst entwickeln. Was für eine wahnsinnige
Als Lehrer an einem Gymnasium verzweifele ich selbst häufig an den Bildungsplänen. So viele Details die unterrichtet werden sollen, aber kaum Unterstützung bezüglich sinnvoller Reihenfolge, spannender Anwendungsaufgaben, motivierender Übungen... Das soll bitte jede Schule oder gar jeder Lehrer selbst entwickeln. Was für eine wahnsinnige Ressourcenverschwendung.
Es geht nicht darum, alle zu verpflichten das Gleiche zu machen. Aber wie wäre es mit einem sehr guten Angebot? Dann kann ich immer noch abweichen, wenn ich eine exzellente Idee habe. Aber in den meisten Fällen ist mein Unterricht "immerhin" sehr gut. In Neuseeland hat man mit dieser Methode den Mathe-Unterricht innerhalb weniger Jahre massiv verbessert...
Und wenn man schon nach einer sehr guten Version sucht, könnte man sich endlich von der universitären Unterscheidung der Fächer trennen. Im Chemieunterricht können viele Schüler:innen nicht rechnen, in Mathe keine Rechtschreibung und draußen im Verein können sie eh nichts vom Schulwissen anwenden.
Meiner Erfahrung nach schafft es der NWT-Unterricht noch am besten, diese Verzahnung der verschiedenen Inhalte zu ermöglichen. Um beispielsweise ein Technik-Projekt erfolgreich abzuschließen, muss man in der Planung Dinge berechnen, sich im Team absprechen, Bauteile am Computer planen, eine Vielzahl an Aufgaben organisieren, spontan mit Problemen umgehen (bei denen vielleicht auch die Lehrkraft keine Lösung parat hat), Informationen recherchieren, Ergebnisse präsentieren und am Ende einen sauberen Bericht schreiben.
Es ist für viele Schüler:innen unglaublich motivierend, so viele verschiedene Fähigkeiten einzusetzen und am Ende ein echtes Ergebnis in den Händen zu halten. Plötzlich ist es gar keine "richtige Schule" mehr. Nein, die Kinder wollen in der Pause weiterarbeiten, kommen zusätzlich am Freitag Nachmittag und WOLLEN Dinge verstehen.
Es wäre so schön (und auch viel effektiver), wenn es solche Situationen viel häufiger in einem Schülerleben gäbe. Die Vorbereitung auf das Leben nach der Schule (incl. Studium) ist hier nämlich viel intensiver.
Neben einer Veränderung der Bildungspläne erscheint mir dafür außerdem mehr Zeit wichtig. Also bitte: Rückkehr zu G9 + Entschlackung der Bildungspläne. Wenn es so läuft, wie in der Vergangenheit, dann wird das mehr an Zeit nämlich mit noch mehr Inhalten zugemüllt und ein Großteil des Veränderungspotentials wäre damit verloren.