Da man am beruflichen Gymnasium quasi einen Wechsel zum G9 schafft, die Qualität des allgemeinen bildenden Abiturs durch das fehlende Schuljahr deutlich gemindert ist, sinkt der Wert des eigentlich breit gefächerten und gleichzeitig vertieften Abiturs am allgemeinen bildenden Gymnasium, deutlich gegenüber dem spezialisierten Abitur am beruflichen […]
Da man am beruflichen Gymnasium quasi einen Wechsel zum G9 schafft, die Qualität des allgemeinen bildenden Abiturs durch das fehlende Schuljahr deutlich gemindert ist, sinkt der Wert des eigentlich breit gefächerten und gleichzeitig vertieften Abiturs am allgemeinen bildenden Gymnasium, deutlich gegenüber dem spezialisierten Abitur am beruflichen Gymnasium.
8.
Kommentar von :TanjaB
Wichtige Basis-Ausbildung
Das allgemeinbildende Gymnasium bietet eine wichtige Basis-Ausbildung für Schülerinnen. Diesem Anspruch muss es aber auch gerecht werden. Um es in den Hausbau zu übersetzen:
- Kindergarten/Grundschule: Bau des Fundaments - Keller -> muss stabil sein und tragkräftig (auch hier fehlt es den Kollegen massiv an Unterstützung und den nötigen […]
Das allgemeinbildende Gymnasium bietet eine wichtige Basis-Ausbildung für Schülerinnen. Diesem Anspruch muss es aber auch gerecht werden. Um es in den Hausbau zu übersetzen:
- Kindergarten/Grundschule: Bau des Fundaments - Keller -> muss stabil sein und tragkräftig (auch hier fehlt es den Kollegen massiv an Unterstützung und den nötigen Möglichkeiten ihren Schülern auch gerecht zu werden)
- weiterführende Schulen: Erdgeschoss, erster Stock, zweiter Stock, etc.
Aufgrund der fehlenden Unterstützung unserer Kollegen in der Grundschule kommen die Schüler bereits teilweise mit einem geschädigten Fundament zu uns. Dieses müssten wir eigentlich zunächst stabiliseren um sicher einen ersten Stock aufsetzen zu können -> bei G8 nicht möglich.
Dann benötigt man für einen guten stabilen ersten Stock die richtigen Materialien (keine maroden Schulen, etc.), man benötigt Zeit damit z.B. der Beton aushärtet, bevor man den nächsten Stock aufsetzt -> haben wir in G8 nicht.
Die Folge: es bilden sich Risse im Bau, er ist, je nach Größe der Risse, (massiv) einsturzgefährdet.
Da wir am Gymnasium entsprechend höher bauen, ist genügend Zeit extrem wichtig für ein sicherers Hochhaus der Bildung. Wir als allgemeinbildenes Gymnasium bereiten für alle Berufsrichtungen vor (auch für evtl. folgende Vertiefungen an z.B. Wirtschaftsgymnasien). Wenn hier die unteren Stockwerke so geschädigt sind, wie das bei G8 der Fall ist, können wir unserer Rolle als Basis-Ausbilder nicht gerecht werden und alle folgenden Ausbildungsstätten haben darunter zu leiden (wie bei den Grundschulen auch).
Ziel der Ausbildung sollte eine stabile Basis sein, die tragfähig ist. G8 kann das im momentanen Zustand nicht leisten.
9.
Kommentar von :ohne Name 62149
G8 führt zu Abgängen an berufliche Gymnasien; Konkurrenz, da Abitur dort leichter
Die erhöhten Anforderungen im G8 führen dazu, dass SchülerInnen das allgemeinbildende Gymnasium verlassen und an ein berufliches Gymnasium wechseln.
Häufig gehen auch leistungsstarke SchülerInnen vom G8-Gymnasium ab, da sie für ihr Wunsch-Studienfach einen sehr guten Abiturschnitt brauchen. Dieses Ziel können sie an einem beruflichen Gymnasium […]
Die erhöhten Anforderungen im G8 führen dazu, dass SchülerInnen das allgemeinbildende Gymnasium verlassen und an ein berufliches Gymnasium wechseln.
Häufig gehen auch leistungsstarke SchülerInnen vom G8-Gymnasium ab, da sie für ihr Wunsch-Studienfach einen sehr guten Abiturschnitt brauchen. Dieses Ziel können sie an einem beruflichen Gymnasium besser erreichen, weil dort die Anforderungen in der Kursstufe und im Abitur niedriger sind. Ich kenne SchülerInnen, die z.B. Notenverbesserungen in einzelnen Fächern um bis zu 2 Noten am beruflichen Gymnasium hatten, ohne dass sie mehr für diese Fächer gearbeitet hätten.
Die niedrigeren Anforderungen und damit die "automatisch" besseren Noten an den beruflichen Gymnasien führen dazu, dass SchülerInnen das allgemeinbildende Gymnasium verlassen. Die Abgänge führen häufig dazu, dass an den allgemeinbildenden Gymnasium die künftige Kursstufe ziemlich ausgedünnt ist, was zu Problemen beim Kursangebot führen kann.
Viele Lehrkräfte und SchülerInnen empfinden es auch als ungerecht, dass die Abituranforderungen an beruflichen Gymnasien viel niedriger sind als an allgemeinbildenden, dass aber der Abiturschnitt beider Schulformen bei der Studienplatzvergabe gleich gewertet wird. So gibt es eine Konkurrenz der Abgänger von beruflichen und allgemeinbildenden Gymnasien bei der Studienplatzvergabe in den NC-Fächern, obwohl für das Abitur an beruflichen Gymnasien weniger geleistet werden muss als an den allgemeinbildenden.
Gäbe es G9, so wäre mehr Zeit zum Lernen bis zum Abitur an allgemeinbildenden Gymnasien. Die SchülerInnen wären
"reifer", da 1 Jahr ältern, und daher auch i.d.R. lernbereiter und aufnahmefähiger. Es gäbe weniger Abgänge an die beruflichen Gymnasien, was diese entlasten würde. Dies würde auch zu weniger Studienabbrechern führen: Das allgemeinbildende Gymnasium kann seine SchülerInnen - schon von der Zielsetzung her - besser auf ein Studium vorbereiten als das berufliche.
18.
Kommentar von :ohne Name 62449
Das allgemeinbildende Gymnasium ist die erfolgreichste Schulart
Auch wenn die Kombination von Realschule und Beruflichen Gymnasien immer wieder als "G9" bezeichnet wird, ist dies schlicht falsch und eine absichtliche Irreführung.
Nicht alles, was 9 Jahre währt, ist gymnasial.
Betriebe und Unternehmen wissen, was der Unterschied zwischen echtem und Pseude-G9 bedeutet.
Ein Blick in die Studienlage eigt es […]
Auch wenn die Kombination von Realschule und Beruflichen Gymnasien immer wieder als "G9" bezeichnet wird, ist dies schlicht falsch und eine absichtliche Irreführung.
Nicht alles, was 9 Jahre währt, ist gymnasial.
Betriebe und Unternehmen wissen, was der Unterschied zwischen echtem und Pseude-G9 bedeutet.
Ein Blick in die Studienlage eigt es eindeutig: Die Chance sein Studium erfolgreich abzuschließen verdoppelt sich, wenn der Schüler vom AGY und nicht vom RS+BGY kommt. (Mercatorstudie)
Daher ist echtes G9 der Wille der Familien und der erfolgreiche Weg!
29.
Kommentar von :ohne Name 62575
für G9
Solide Vorbereitung auf ein Hochschulstudium
31.
Kommentar von :ohne Name 63001
Vertiefte Bildung schützt unsere Demokratie
Wer Zeit hatte, sich auseinanderzusetzen, ist weniger anfällig für schnelle Lösungen wie derjenige, der es gewohnt ist, alles halbverdaut und auf die Schnelle zu sich zu nehmen. Unsere Demokratie braucht junge Menschen, die es gewohnt sind, sich in aller Ruhe - und indem sie sich Zeit für ein Urteil gönnen - auseinanderzusetzen. Wer es gelernt hat […]
Wer Zeit hatte, sich auseinanderzusetzen, ist weniger anfällig für schnelle Lösungen wie derjenige, der es gewohnt ist, alles halbverdaut und auf die Schnelle zu sich zu nehmen. Unsere Demokratie braucht junge Menschen, die es gewohnt sind, sich in aller Ruhe - und indem sie sich Zeit für ein Urteil gönnen - auseinanderzusetzen. Wer es gelernt hat nachzudenken und das Für und Wider sorgfältig gegeneinander abzuwägen, ist weniger anfällig für diejenigen, die schnelle und oft populistische Lösungen anbieten.
10.
Kommentar von :ShakespeareIsNotAMilkShake
Beschneidungen an allen Enden
Die Rolle des allgemeinbildenden Gymnasiums wird an allen nur denkbaren Fronten beschnitten, das beobachte ich seit meinem eigenen Abitur in den Neunzigern.
Mit dem Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung schicken Eltern Kinder aufs Gymnasium, die aus Sicht der Grundschullehrer:innen dort keine gute Perspektive haben. Die Gymnasien jedoch […]
Die Rolle des allgemeinbildenden Gymnasiums wird an allen nur denkbaren Fronten beschnitten, das beobachte ich seit meinem eigenen Abitur in den Neunzigern.
Mit dem Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung schicken Eltern Kinder aufs Gymnasium, die aus Sicht der Grundschullehrer:innen dort keine gute Perspektive haben. Die Gymnasien jedoch sind verpflichtet, diese Kinder besonders zu fördern. Das resultiert seit Jahren in einem immer weiter sinkenden Anforderungsniveau im Unterricht, Kinder mit wirklich gymnasialem Profil langweilen sich zu Tode.
Die Bildungsstandards müssen am Gymnasium dennoch erfüllt werden. Folglich kommt irgendwann das große Pauken und der Kampf mit den Noten. Viele Schüler:innen verlassen das Gymnasium dann doch, und diejenigen, die bleiben, verbringen viel zu viel Zeit mit Büffeln und Ochsen, anstatt dass sie in den Genuss wirklicher Bildung kommen. Diese benötigt ZEIT, um sich entfalten zu können. Kinder und Jugendlichen benötigen Freiräume, um Dinge ausprobieren, üben und erproben zu können. All das fehlt im G8. Der Zeitdruck ist zu hoch, sodass viel zu früh die Leistungsmessung im Vordergrund steht. Das darf nicht sein!
Ein allgemeinbildendes Gymnasium muss einen hohen fachlichen Standard gewährleisten. Zugleich muss es den Schüler:innen aber auch die Möglichkeit bieten, sich auszuprobieren auf den Gebieten Sport, Musik, Kunst und Theater. Es muss genügend Zeit geben für soziales Engagement, z.B. in der SMV und diversen AGs und Projekten.
All das hat über die Jahre nicht nur stark gelitten, vieles davon ist völlig verkümmert. G8 hat eine Bildungs- und Kulturlandschaft kaputt gemacht. Es wird höchste Zeit für eine flächendeckende (!) Wiedereinführung von G9, mit der Möglichkeit, dass Schulen zu ihrer Profilierung einen Turbo-G8-Zug anbieten - und Familien diesen dann für ihre Kinder aus freien Stücken wählen können.
G8 ist Murks. G8 muss weg!
19.
Kommentar von :ohne Name 62479
allgemein - bildend
Für die breite Öffentlichkeit hat sich die Argumentation mit Aspekten der Nützlichkeit etabliert. Von Bildung ist kaum noch die Rede. Warum vertreten wir nicht selbstbewusst den Wert einer allgemeinen Bildung für die Stärkung der Persönlichkeit der uns anvertrauten jungen Menschen - das hat nie bedeutet, sie nur mit Wissen abzufüllen. Warum zeigen […]
Für die breite Öffentlichkeit hat sich die Argumentation mit Aspekten der Nützlichkeit etabliert. Von Bildung ist kaum noch die Rede. Warum vertreten wir nicht selbstbewusst den Wert einer allgemeinen Bildung für die Stärkung der Persönlichkeit der uns anvertrauten jungen Menschen - das hat nie bedeutet, sie nur mit Wissen abzufüllen. Warum zeigen wir nicht die gesellschaftliche Relevanz dieser Arbeit - nur starke, eigenständige Menschen sind imstande, Gesellschaft ohne Indoktrination mitzugestalten.
20.
Kommentar von :ohne Name 62563
Reif für ein Studium?
Das Gymnasium soll auf ein Studium vorbereiten und hinführen. Dazu gehört auch, sich intensiv mit Themen auseinanderzusetzen, wofür mit G8 zu wenig Zeit ist. In der 12. Klasse sind die Schüler leider für manche Themen noch zu jung.
28.
Kommentar von :ohne Name 62908
Allgemeinbildung für alle
Das allgemeinbildende Gymnasium soll allen, die einen höheren Bildungsabschluss wünschen, offen stehen und diese Bildung kann nicht im Dauerlauf erworben werden. Unabhängig vom weiteren Bildungsweg, ob Handwerk, Ausbildung oder Doktortitel ist eine grundlegende Allgemeinbildung in jungen Jahren nie verkehrt.
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Kommentare
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Bedeutungsverlust
Da man am beruflichen Gymnasium quasi einen Wechsel zum G9 schafft, die Qualität des allgemeinen bildenden Abiturs durch das fehlende Schuljahr deutlich gemindert ist, sinkt der Wert des eigentlich breit gefächerten und gleichzeitig vertieften Abiturs am allgemeinen bildenden Gymnasium, deutlich gegenüber dem spezialisierten Abitur am beruflichen Gymnasium.
Wichtige Basis-Ausbildung
Das allgemeinbildende Gymnasium bietet eine wichtige Basis-Ausbildung für Schülerinnen. Diesem Anspruch muss es aber auch gerecht werden. Um es in den Hausbau zu übersetzen:
- Kindergarten/Grundschule: Bau des Fundaments - Keller -> muss stabil sein und tragkräftig (auch hier fehlt es den Kollegen massiv an Unterstützung und den nötigen Möglichkeiten ihren Schülern auch gerecht zu werden)
- weiterführende Schulen: Erdgeschoss, erster Stock, zweiter Stock, etc.
Aufgrund der fehlenden Unterstützung unserer Kollegen in der Grundschule kommen die Schüler bereits teilweise mit einem geschädigten Fundament zu uns. Dieses müssten wir eigentlich zunächst stabiliseren um sicher einen ersten Stock aufsetzen zu können -> bei G8 nicht möglich.
Dann benötigt man für einen guten stabilen ersten Stock die richtigen Materialien (keine maroden Schulen, etc.), man benötigt Zeit damit z.B. der Beton aushärtet, bevor man den nächsten Stock aufsetzt -> haben wir in G8 nicht.
Die Folge: es bilden sich Risse im Bau, er ist, je nach Größe der Risse, (massiv) einsturzgefährdet.
Da wir am Gymnasium entsprechend höher bauen, ist genügend Zeit extrem wichtig für ein sicherers Hochhaus der Bildung. Wir als allgemeinbildenes Gymnasium bereiten für alle Berufsrichtungen vor (auch für evtl. folgende Vertiefungen an z.B. Wirtschaftsgymnasien). Wenn hier die unteren Stockwerke so geschädigt sind, wie das bei G8 der Fall ist, können wir unserer Rolle als Basis-Ausbilder nicht gerecht werden und alle folgenden Ausbildungsstätten haben darunter zu leiden (wie bei den Grundschulen auch).
Ziel der Ausbildung sollte eine stabile Basis sein, die tragfähig ist. G8 kann das im momentanen Zustand nicht leisten.
G8 führt zu Abgängen an berufliche Gymnasien; Konkurrenz, da Abitur dort leichter
Die erhöhten Anforderungen im G8 führen dazu, dass SchülerInnen das allgemeinbildende Gymnasium verlassen und an ein berufliches Gymnasium wechseln.
Häufig gehen auch leistungsstarke SchülerInnen vom G8-Gymnasium ab, da sie für ihr Wunsch-Studienfach einen sehr guten Abiturschnitt brauchen. Dieses Ziel können sie an einem beruflichen Gymnasium besser erreichen, weil dort die Anforderungen in der Kursstufe und im Abitur niedriger sind. Ich kenne SchülerInnen, die z.B. Notenverbesserungen in einzelnen Fächern um bis zu 2 Noten am beruflichen Gymnasium hatten, ohne dass sie mehr für diese Fächer gearbeitet hätten.
Die niedrigeren Anforderungen und damit die "automatisch" besseren Noten an den beruflichen Gymnasien führen dazu, dass SchülerInnen das allgemeinbildende Gymnasium verlassen. Die Abgänge führen häufig dazu, dass an den allgemeinbildenden Gymnasium die künftige Kursstufe ziemlich ausgedünnt ist, was zu Problemen beim Kursangebot führen kann.
Viele Lehrkräfte und SchülerInnen empfinden es auch als ungerecht, dass die Abituranforderungen an beruflichen Gymnasien viel niedriger sind als an allgemeinbildenden, dass aber der Abiturschnitt beider Schulformen bei der Studienplatzvergabe gleich gewertet wird. So gibt es eine Konkurrenz der Abgänger von beruflichen und allgemeinbildenden Gymnasien bei der Studienplatzvergabe in den NC-Fächern, obwohl für das Abitur an beruflichen Gymnasien weniger geleistet werden muss als an den allgemeinbildenden.
Gäbe es G9, so wäre mehr Zeit zum Lernen bis zum Abitur an allgemeinbildenden Gymnasien. Die SchülerInnen wären
"reifer", da 1 Jahr ältern, und daher auch i.d.R. lernbereiter und aufnahmefähiger. Es gäbe weniger Abgänge an die beruflichen Gymnasien, was diese entlasten würde. Dies würde auch zu weniger Studienabbrechern führen: Das allgemeinbildende Gymnasium kann seine SchülerInnen - schon von der Zielsetzung her - besser auf ein Studium vorbereiten als das berufliche.
Das allgemeinbildende Gymnasium ist die erfolgreichste Schulart
Auch wenn die Kombination von Realschule und Beruflichen Gymnasien immer wieder als "G9" bezeichnet wird, ist dies schlicht falsch und eine absichtliche Irreführung.
Nicht alles, was 9 Jahre währt, ist gymnasial.
Betriebe und Unternehmen wissen, was der Unterschied zwischen echtem und Pseude-G9 bedeutet.
Ein Blick in die Studienlage eigt es eindeutig: Die Chance sein Studium erfolgreich abzuschließen verdoppelt sich, wenn der Schüler vom AGY und nicht vom RS+BGY kommt. (Mercatorstudie)
Daher ist echtes G9 der Wille der Familien und der erfolgreiche Weg!
für G9
Solide Vorbereitung auf ein Hochschulstudium
Vertiefte Bildung schützt unsere Demokratie
Wer Zeit hatte, sich auseinanderzusetzen, ist weniger anfällig für schnelle Lösungen wie derjenige, der es gewohnt ist, alles halbverdaut und auf die Schnelle zu sich zu nehmen. Unsere Demokratie braucht junge Menschen, die es gewohnt sind, sich in aller Ruhe - und indem sie sich Zeit für ein Urteil gönnen - auseinanderzusetzen. Wer es gelernt hat nachzudenken und das Für und Wider sorgfältig gegeneinander abzuwägen, ist weniger anfällig für diejenigen, die schnelle und oft populistische Lösungen anbieten.
Beschneidungen an allen Enden
Die Rolle des allgemeinbildenden Gymnasiums wird an allen nur denkbaren Fronten beschnitten, das beobachte ich seit meinem eigenen Abitur in den Neunzigern.
Mit dem Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung schicken Eltern Kinder aufs Gymnasium, die aus Sicht der Grundschullehrer:innen dort keine gute Perspektive haben. Die Gymnasien jedoch sind verpflichtet, diese Kinder besonders zu fördern. Das resultiert seit Jahren in einem immer weiter sinkenden Anforderungsniveau im Unterricht, Kinder mit wirklich gymnasialem Profil langweilen sich zu Tode.
Die Bildungsstandards müssen am Gymnasium dennoch erfüllt werden. Folglich kommt irgendwann das große Pauken und der Kampf mit den Noten. Viele Schüler:innen verlassen das Gymnasium dann doch, und diejenigen, die bleiben, verbringen viel zu viel Zeit mit Büffeln und Ochsen, anstatt dass sie in den Genuss wirklicher Bildung kommen. Diese benötigt ZEIT, um sich entfalten zu können. Kinder und Jugendlichen benötigen Freiräume, um Dinge ausprobieren, üben und erproben zu können. All das fehlt im G8. Der Zeitdruck ist zu hoch, sodass viel zu früh die Leistungsmessung im Vordergrund steht. Das darf nicht sein!
Ein allgemeinbildendes Gymnasium muss einen hohen fachlichen Standard gewährleisten. Zugleich muss es den Schüler:innen aber auch die Möglichkeit bieten, sich auszuprobieren auf den Gebieten Sport, Musik, Kunst und Theater. Es muss genügend Zeit geben für soziales Engagement, z.B. in der SMV und diversen AGs und Projekten.
All das hat über die Jahre nicht nur stark gelitten, vieles davon ist völlig verkümmert. G8 hat eine Bildungs- und Kulturlandschaft kaputt gemacht. Es wird höchste Zeit für eine flächendeckende (!) Wiedereinführung von G9, mit der Möglichkeit, dass Schulen zu ihrer Profilierung einen Turbo-G8-Zug anbieten - und Familien diesen dann für ihre Kinder aus freien Stücken wählen können.
G8 ist Murks. G8 muss weg!
allgemein - bildend
Für die breite Öffentlichkeit hat sich die Argumentation mit Aspekten der Nützlichkeit etabliert. Von Bildung ist kaum noch die Rede. Warum vertreten wir nicht selbstbewusst den Wert einer allgemeinen Bildung für die Stärkung der Persönlichkeit der uns anvertrauten jungen Menschen - das hat nie bedeutet, sie nur mit Wissen abzufüllen. Warum zeigen wir nicht die gesellschaftliche Relevanz dieser Arbeit - nur starke, eigenständige Menschen sind imstande, Gesellschaft ohne Indoktrination mitzugestalten.
Reif für ein Studium?
Das Gymnasium soll auf ein Studium vorbereiten und hinführen. Dazu gehört auch, sich intensiv mit Themen auseinanderzusetzen, wofür mit G8 zu wenig Zeit ist. In der 12. Klasse sind die Schüler leider für manche Themen noch zu jung.
Allgemeinbildung für alle
Das allgemeinbildende Gymnasium soll allen, die einen höheren Bildungsabschluss wünschen, offen stehen und diese Bildung kann nicht im Dauerlauf erworben werden. Unabhängig vom weiteren Bildungsweg, ob Handwerk, Ausbildung oder Doktortitel ist eine grundlegende Allgemeinbildung in jungen Jahren nie verkehrt.