Bei G8 gibt es viel mehr Bulimie-Lernen, das G9 erleichtert vertiefteres Arbeiten, was zum einen generell sinnvoller, weil nachhaltiger ist. Zum anderen bereitet dies auch in den höheren Stufen viel eher auf ein Studium vor.
Nicht umsonst sind in den letzten Jahren die Studienabbruchquoten gestiegen...
12.
Kommentar von :ohne Name 62308
Aufgabe des Gymnasiums
Das Gymnasium bereitet auf das Studium an einer Universität vor und hat den Anspruch, eine vielseitige Ausbildung auf hohem Niveau. Dies braucht Zeit und kann nicht in 8 Jahren Gymnasium zufriedend erreicht werden. Die Klasse 11 war früher das "Eingangstor" zur Oberstufe - diese Klasse 11 fehlt schmerzlich im G8.
13.
Kommentar von :ohne Name 62311
Bildung braucht Zeit
Das allgemeinbildende Gymnasium trägt seinen Auftrag schon im Namen. Unter Bildung verstehe ich nicht das Eintrichtern von Inhalten, die dann auswendig gelernt werden, sondern eine Auseinandersetzung mit Inhalten, durch die man sich entwickelt. Diese braucht mehr Zeit.
14.
Kommentar von :ohne Name 62422
Schwächung der Gymnasien
Das G8 hat de facto zu einer Schwächung der Gymnasien geführt. Gerade auf dem Land gehen viele Schüler:innen mit Gymnasialempfehlung auf die Realschule und anschließend aufs berufliche Gymnasium. Nicht weil sie das Gymnasium nicht schaffen würden, sondern weil die Eltern den Leistungsdruck fürchten. Damit werden die Gymnasien geschwächt.
15.
Kommentar von :ohne Name 62437
Warum gibt es G8?
G8 wurde nur eingeführt, um Geld zu sparen.
Eine Freundin von mir, war damals an einer Pilotschule und hat in der 8. Klasse abgebrochen und sie war nicht die einzige. Es gibt für alle Schulformen Kinder, die damit super zurechtkommen, aber für die Mehrheit ist G8 nicht gut. Daher sollte jeder Schule selbst entscheiden können, ob sie G8 oder G9 […]
G8 wurde nur eingeführt, um Geld zu sparen.
Eine Freundin von mir, war damals an einer Pilotschule und hat in der 8. Klasse abgebrochen und sie war nicht die einzige. Es gibt für alle Schulformen Kinder, die damit super zurechtkommen, aber für die Mehrheit ist G8 nicht gut. Daher sollte jeder Schule selbst entscheiden können, ob sie G8 oder G9 oder beides anbietet.
16.
Kommentar von :ohne Name 62470
Gymnasiallehrer Chemie
Bildung der Zukunft ist in abnehmendem Maße Auswendiglernen und in zunehmendem Maße vernetztes Kombinieren von Wissen, das uns von digitalen Endgeräten zur Verfügung gestellt wird. Um dies auszubilden benötigen die Schüler_innen Unterricht, in dem sie kreativ nach Lösungen suchen. Die Schüler_innen des G8 sind aber überwiegend so gepolt, dass sie […]
Bildung der Zukunft ist in abnehmendem Maße Auswendiglernen und in zunehmendem Maße vernetztes Kombinieren von Wissen, das uns von digitalen Endgeräten zur Verfügung gestellt wird. Um dies auszubilden benötigen die Schüler_innen Unterricht, in dem sie kreativ nach Lösungen suchen. Die Schüler_innen des G8 sind aber überwiegend so gepolt, dass sie Lernstoff konsumieren. Ein kreativer Umgang mit Wissen ist bei so viel Unterrichtsstunden pro Woche nur von wenigen Schüler_innen leistbar.
17.
Kommentar von :Frau Alt
Das dreigliedrige Schulsystem war unglaublich stark
Leider hat man alle drei Säulen kaputtgespart und durch ideologische Entscheidungen ausgehöhlt.
Noch zu meiner Zeit waren die Hauptschulen super.
Lernwillige, praktisch begabte Jugendliche besuchten sie, die als Hobby zwar nicht gerne lasen, aber gerne Sport machten und mit den Händen etwas schufen. Sie waren ausdauernd, unermüdlich und […]
Leider hat man alle drei Säulen kaputtgespart und durch ideologische Entscheidungen ausgehöhlt.
Noch zu meiner Zeit waren die Hauptschulen super.
Lernwillige, praktisch begabte Jugendliche besuchten sie, die als Hobby zwar nicht gerne lasen, aber gerne Sport machten und mit den Händen etwas schufen. Sie waren ausdauernd, unermüdlich und hatten Ziele. Sie wurden erfolgreiche Handwerksmeister und oft Millionäre mit eigenem Betrieb.
Auf der Realschule waren fleißige, zielstrebige Jugendliche, die akribisch puzzeln konnten, gerne strukturierten, rechneten, ordneten. Sie konnten fehlerfrei schreiben, sogar in zwei Sprachen, und waren Helden beim Schnelltippen an der Schreibmaschine und beim Stenographieren. Sie wurden erfolgreiche Bankangestellte, Industriekauffrauen und Sekretäre.
Am Gymnasium waren denkerisch begabte Jugendliche, die Massen an Büchern lasen (freiwillig!), sich neben den drei Pflichtsprachen noch zwei weitere aus purem Interesse aneigneten, um die Ecke denken konnten, Hintergründe beleuchteten und kritisch waren, ohne anmaßend zu sein oder sich selbst zu überschätzen. Viele von ihnen wurden nicht reich, aber sie studierten und setzten Maßstäbe in der geistigen Welt.
Alle drei Sorten Jugendliche wurden nicht immer, aber meistens bis sehr oft glücklich und waren auf ihrem ganz eigenen Weg erfolgreich im Leben.
Damals.
18.
Kommentar von :ohne Name 62449
Das allgemeinbildende Gymnasium ist die erfolgreichste Schulart
Auch wenn die Kombination von Realschule und Beruflichen Gymnasien immer wieder als "G9" bezeichnet wird, ist dies schlicht falsch und eine absichtliche Irreführung.
Nicht alles, was 9 Jahre währt, ist gymnasial.
Betriebe und Unternehmen wissen, was der Unterschied zwischen echtem und Pseude-G9 bedeutet.
Ein Blick in die Studienlage eigt es […]
Auch wenn die Kombination von Realschule und Beruflichen Gymnasien immer wieder als "G9" bezeichnet wird, ist dies schlicht falsch und eine absichtliche Irreführung.
Nicht alles, was 9 Jahre währt, ist gymnasial.
Betriebe und Unternehmen wissen, was der Unterschied zwischen echtem und Pseude-G9 bedeutet.
Ein Blick in die Studienlage eigt es eindeutig: Die Chance sein Studium erfolgreich abzuschließen verdoppelt sich, wenn der Schüler vom AGY und nicht vom RS+BGY kommt. (Mercatorstudie)
Daher ist echtes G9 der Wille der Familien und der erfolgreiche Weg!
19.
Kommentar von :ohne Name 62479
allgemein - bildend
Für die breite Öffentlichkeit hat sich die Argumentation mit Aspekten der Nützlichkeit etabliert. Von Bildung ist kaum noch die Rede. Warum vertreten wir nicht selbstbewusst den Wert einer allgemeinen Bildung für die Stärkung der Persönlichkeit der uns anvertrauten jungen Menschen - das hat nie bedeutet, sie nur mit Wissen abzufüllen. Warum zeigen […]
Für die breite Öffentlichkeit hat sich die Argumentation mit Aspekten der Nützlichkeit etabliert. Von Bildung ist kaum noch die Rede. Warum vertreten wir nicht selbstbewusst den Wert einer allgemeinen Bildung für die Stärkung der Persönlichkeit der uns anvertrauten jungen Menschen - das hat nie bedeutet, sie nur mit Wissen abzufüllen. Warum zeigen wir nicht die gesellschaftliche Relevanz dieser Arbeit - nur starke, eigenständige Menschen sind imstande, Gesellschaft ohne Indoktrination mitzugestalten.
20.
Kommentar von :ohne Name 62563
Reif für ein Studium?
Das Gymnasium soll auf ein Studium vorbereiten und hinführen. Dazu gehört auch, sich intensiv mit Themen auseinanderzusetzen, wofür mit G8 zu wenig Zeit ist. In der 12. Klasse sind die Schüler leider für manche Themen noch zu jung.
Immer auf dem neuesten Stand
Abonnieren Sie den Beteiligungsportal-Newsletter.
Um unsere Webseite für Sie optimal gestalten und verbessern zu können, verwenden wir Cookies.
Kommentare
Die Kommentierungsphase ist beendet. Vielen Dank für Ihre Kommentare!
Studienvorbereitung
Bei G8 gibt es viel mehr Bulimie-Lernen, das G9 erleichtert vertiefteres Arbeiten, was zum einen generell sinnvoller, weil nachhaltiger ist. Zum anderen bereitet dies auch in den höheren Stufen viel eher auf ein Studium vor.
Nicht umsonst sind in den letzten Jahren die Studienabbruchquoten gestiegen...
Aufgabe des Gymnasiums
Das Gymnasium bereitet auf das Studium an einer Universität vor und hat den Anspruch, eine vielseitige Ausbildung auf hohem Niveau. Dies braucht Zeit und kann nicht in 8 Jahren Gymnasium zufriedend erreicht werden. Die Klasse 11 war früher das "Eingangstor" zur Oberstufe - diese Klasse 11 fehlt schmerzlich im G8.
Bildung braucht Zeit
Das allgemeinbildende Gymnasium trägt seinen Auftrag schon im Namen. Unter Bildung verstehe ich nicht das Eintrichtern von Inhalten, die dann auswendig gelernt werden, sondern eine Auseinandersetzung mit Inhalten, durch die man sich entwickelt. Diese braucht mehr Zeit.
Schwächung der Gymnasien
Das G8 hat de facto zu einer Schwächung der Gymnasien geführt. Gerade auf dem Land gehen viele Schüler:innen mit Gymnasialempfehlung auf die Realschule und anschließend aufs berufliche Gymnasium. Nicht weil sie das Gymnasium nicht schaffen würden, sondern weil die Eltern den Leistungsdruck fürchten. Damit werden die Gymnasien geschwächt.
Warum gibt es G8?
G8 wurde nur eingeführt, um Geld zu sparen.
Eine Freundin von mir, war damals an einer Pilotschule und hat in der 8. Klasse abgebrochen und sie war nicht die einzige. Es gibt für alle Schulformen Kinder, die damit super zurechtkommen, aber für die Mehrheit ist G8 nicht gut. Daher sollte jeder Schule selbst entscheiden können, ob sie G8 oder G9 oder beides anbietet.
Gymnasiallehrer Chemie
Bildung der Zukunft ist in abnehmendem Maße Auswendiglernen und in zunehmendem Maße vernetztes Kombinieren von Wissen, das uns von digitalen Endgeräten zur Verfügung gestellt wird. Um dies auszubilden benötigen die Schüler_innen Unterricht, in dem sie kreativ nach Lösungen suchen. Die Schüler_innen des G8 sind aber überwiegend so gepolt, dass sie Lernstoff konsumieren. Ein kreativer Umgang mit Wissen ist bei so viel Unterrichtsstunden pro Woche nur von wenigen Schüler_innen leistbar.
Das dreigliedrige Schulsystem war unglaublich stark
Leider hat man alle drei Säulen kaputtgespart und durch ideologische Entscheidungen ausgehöhlt.
Noch zu meiner Zeit waren die Hauptschulen super.
Lernwillige, praktisch begabte Jugendliche besuchten sie, die als Hobby zwar nicht gerne lasen, aber gerne Sport machten und mit den Händen etwas schufen. Sie waren ausdauernd, unermüdlich und hatten Ziele. Sie wurden erfolgreiche Handwerksmeister und oft Millionäre mit eigenem Betrieb.
Auf der Realschule waren fleißige, zielstrebige Jugendliche, die akribisch puzzeln konnten, gerne strukturierten, rechneten, ordneten. Sie konnten fehlerfrei schreiben, sogar in zwei Sprachen, und waren Helden beim Schnelltippen an der Schreibmaschine und beim Stenographieren. Sie wurden erfolgreiche Bankangestellte, Industriekauffrauen und Sekretäre.
Am Gymnasium waren denkerisch begabte Jugendliche, die Massen an Büchern lasen (freiwillig!), sich neben den drei Pflichtsprachen noch zwei weitere aus purem Interesse aneigneten, um die Ecke denken konnten, Hintergründe beleuchteten und kritisch waren, ohne anmaßend zu sein oder sich selbst zu überschätzen. Viele von ihnen wurden nicht reich, aber sie studierten und setzten Maßstäbe in der geistigen Welt.
Alle drei Sorten Jugendliche wurden nicht immer, aber meistens bis sehr oft glücklich und waren auf ihrem ganz eigenen Weg erfolgreich im Leben.
Damals.
Das allgemeinbildende Gymnasium ist die erfolgreichste Schulart
Auch wenn die Kombination von Realschule und Beruflichen Gymnasien immer wieder als "G9" bezeichnet wird, ist dies schlicht falsch und eine absichtliche Irreführung.
Nicht alles, was 9 Jahre währt, ist gymnasial.
Betriebe und Unternehmen wissen, was der Unterschied zwischen echtem und Pseude-G9 bedeutet.
Ein Blick in die Studienlage eigt es eindeutig: Die Chance sein Studium erfolgreich abzuschließen verdoppelt sich, wenn der Schüler vom AGY und nicht vom RS+BGY kommt. (Mercatorstudie)
Daher ist echtes G9 der Wille der Familien und der erfolgreiche Weg!
allgemein - bildend
Für die breite Öffentlichkeit hat sich die Argumentation mit Aspekten der Nützlichkeit etabliert. Von Bildung ist kaum noch die Rede. Warum vertreten wir nicht selbstbewusst den Wert einer allgemeinen Bildung für die Stärkung der Persönlichkeit der uns anvertrauten jungen Menschen - das hat nie bedeutet, sie nur mit Wissen abzufüllen. Warum zeigen wir nicht die gesellschaftliche Relevanz dieser Arbeit - nur starke, eigenständige Menschen sind imstande, Gesellschaft ohne Indoktrination mitzugestalten.
Reif für ein Studium?
Das Gymnasium soll auf ein Studium vorbereiten und hinführen. Dazu gehört auch, sich intensiv mit Themen auseinanderzusetzen, wofür mit G8 zu wenig Zeit ist. In der 12. Klasse sind die Schüler leider für manche Themen noch zu jung.