Datenstrategie

Verwaltung und Kommunen

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Hier finden Sie die Leitfragen zu dem Datenraum „Verwaltung und Kommunen“. Weitere Details zu den Datenräumen finden Sie im Eckpunkte-Papier (PDF).

  • Was sind die Use Cases? Welche Teildatenräume braucht es dafür?
  • Welche Daten sollten priorisiert werden? In welcher Qualität und insbesondere Aktualität müssen diese vorgehalten sein?
  • Welche Standards sollten gewahrt sein?
  • Wer sind die Bereitstellenden und die Nutzenden?

Kommentare

Sie konnten den Themenbereich bis zum 8. Mai 2025 kommentieren. Vielen Dank für Ihre Kommentare!

10. Kommentar von :Prof. Dr. Jörn von Lucke, Zeppelin Universität

Anforderungen an Standards im Verwaltungsdatenraum

Folgende Standards sollten gewahrt sein: • Offene Standards und offene Schnittstellen politisch einfordern • Wechselmöglichkeiten sicherstellen • Digitaler Zwilling (DIN SPEC 91607) • Urbane Datenplattform (DIN SPEC 91357, 91377) • Perspektiven für eine vollständige deutschlandweite oder gar europäische Registermodernisierung (Stufe 2) […]

Folgende Standards sollten gewahrt sein:

• Offene Standards und offene Schnittstellen politisch einfordern

• Wechselmöglichkeiten sicherstellen

• Digitaler Zwilling (DIN SPEC 91607)

• Urbane Datenplattform (DIN SPEC 91357, 91377)

• Perspektiven für eine vollständige deutschlandweite oder gar europäische Registermodernisierung (Stufe 2) berücksichtigen

 

1. Kommentar von :Christian Bergmann

Anforderungen einer kreisangehörigen Kommune wie Schorndorf

1. Was sind die Use Cases für kreisangehörige Kommunen? Sozialraumanalyse & Armutsprävention (z. B. nach § 80 SGB XII) Pflegebedarfsplanung in Kooperation mit dem Landkreis (SGB XI / PfleWoG BW) Jugendhilfeplanung & Frühe Hilfen (SGB VIII) Bildungsberichterstattung & Übergangsmanagement Wohnraumentwicklung & Integration Gesundheitsmonitoring […]

1. Was sind die Use Cases für kreisangehörige Kommunen?

Sozialraumanalyse & Armutsprävention (z. B. nach § 80 SGB XII)

Pflegebedarfsplanung in Kooperation mit dem Landkreis (SGB XI / PfleWoG BW)

Jugendhilfeplanung & Frühe Hilfen (SGB VIII)

Bildungsberichterstattung & Übergangsmanagement

Wohnraumentwicklung & Integration

Gesundheitsmonitoring auf kommunaler Ebene

Koordinierung von Ehrenamt & Zivilgesellschaft

Zukunftsplanung für Quartiere / Smart Region

 

2. Welche Teildatenräume braucht es dafür?

Sozialdatenraum: Leistungen, Bedarfe, Fallzahlen, Inanspruchnahme (z. B. SGB II, VIII, XII)

Gesundheitsdatenraum: Gesundheitszustände, Versorgungsstruktur, Krankenhausfälle, Pflegeeinrichtungen

Bildungsdatenraum: Schulstandorte, Übergänge, Förderbedarfe, Sprachförderung

Geodatenraum: Infrastruktur, Sozialräume, Erreichbarkeiten, Wohnquartiere

Bürgerbeteiliung & Ehrenamtsdaten: Netzwerke, Engagementprofile

Demografiedatenraum: Bevölkerungsstruktur, Zuzug/Abwanderung, Prognosen

 

3. Welcher Daten sollten priorisiert werden?

Sozialstruktur- und Armutsindikatoren: Einkommen, Bildung, Erwerbsstatus, Haushaltsgröße

Pflege- und Altersdaten: Pflegestufe, Pflegegrad, Versorgungslücken

Familien- und Jugendhilfedaten: Kita-/Schulbesuch, Förderbedarfe, Hilfemaßnahmen

Wohn- und Mietdaten: Sozialwohnungsbestand, Mietspiegel, Leerstand

Gesundheitsdaten: Chronische Erkrankungen, Impfquoten, Krankenhausverweildauern

 

Qualität & Aktualität:

Möglichst monatlich bis quartalsweise aktualisiert

Daten in strukturierter, maschinenlesbarer Form (CSV, JSON, XML)

Standardisierte Metadaten: Zeitstempel, Quelle, Gültigkeit

Pseudonymisiert, aber in kleinräumiger Zuordnung (z. B. Ortsteil, Quartier, mindestens aber PLZ; Anforderungen zwischen Stadtkreisen und kreisangehörigen Kommunen eminent)

Offene Lizenzen bei Open Data (z. B. dl-de/by-2-0)

 

4. Wer sind die Bereitstellenden und Nutzenden?

Bereitstellende:

 

Kommunale Fachämter (Soziales, Jugend, Bildung, Stadtplanung)

Landkreis als Träger übergreifender Systeme (SGB VIII, SGB XI)

Landesbehörden (z. B. Statistisches Landesamt, LGA BW, Gesundheitsämter)

Freie Träger mit kommunalen Leistungen (z. B. Wohlfahrtsverbände, Trägerberichte)

Plattformen wie daten-bw.de oder Geoportal BW

 

Nutzende:

Kommunalverwaltung (Sozialplanung, Steuerung, Hauptamt)

Kreispolitik & Gemeinderäte (Berichtswesen, Planung)

Wohlfahrtsverbände und soziale Träger

Wissenschaftliche Partner

Bürgerschaft & Zivilgesellschaft (Transparenz, Beteiligung)