Klima-Maßnahmen-Register 2026

Gebäude

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Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.

Der Anteil des Gebäudesektors an den Gesamtemissionen im Land betrug im Jahr 2023 22,6 Prozent. Die Emissionen entstehen vor allem durch den Energieverbrauch für die Bereitstellung von Warmwasser und Raumwärme. Sie sind also stark abhängig von der Witterung. Das Sektorziel für 2030 in diesem Bereich gibt eine Minderung um 49 Prozent (gegenüber 1990) vor.

KLIMA.LÄND: Übersicht der Maßnahmen im Sektor „Gebäude“

Kommentare

Sie konnten den Themenbereich bis 27. März 2026 kommentieren. Vielen Dank für Ihre Kommentare!

8. Kommentar von :Jugendrat für Klima und Nachhaltigkeit

Stellungnahme des Jugendrats Baden-Württemberg für Klima & Nachhaltigkeit

Der Jugendrat für Klima & Nachhaltigkeit unterstützt die bisher vorhandenen Maßnahmen des Klimamaßnahmenregisters, sieht jedoch ein Defizit bei der Umsetzung und dem Gesamtvolumen und schlägt daher im Sektor Gebäude folgende Ergänzungen vor:

Reform der Landesbauordnung (LBO) 


Das Land Baden-Württemberg soll die pauschale Pflicht zur Schaffung von

Der Jugendrat für Klima & Nachhaltigkeit unterstützt die bisher vorhandenen Maßnahmen des Klimamaßnahmenregisters, sieht jedoch ein Defizit bei der Umsetzung und dem Gesamtvolumen und schlägt daher im Sektor Gebäude folgende Ergänzungen vor:

Reform der Landesbauordnung (LBO) 


Das Land Baden-Württemberg soll die pauschale Pflicht zur Schaffung von Kfz-Stellplätzen bei Neubauten und Sanierungen aus der Landesbauordnung (LBO) streichenund diese konsequent in eine moderne "Mobilitätsverpflichtung" umwandeln. Statt starrer Kfz-Stellplatzschlüssel (z. B. "mindestens 1 Parkplatz pro Wohneinheit") werden für urbane Räume und gut an den ÖPNV angebundene Lagen Stellplatz-Obergrenzen (Maximalwerte) eingeführt. Bauherren müssen stattdessen ganzheitliche Mobilitätskonzepte nachweisen: Dazu gehören zwingend hochwertige, barrierefreie Fahrrad- und Lastenradstellplätze, Flächen für Carsharing direkt am Gebäude sowie gegebenenfalls die Bereitstellung von ÖPNV-Zuschüssen für die zukünftigen Bewohner. Die Reform entlastet nicht nur das Klima, sondern auch finanziell Bauherren und Mieter.


5. Kommentar von :T Seichter

Klimaschutz und CO2 Reduzierung

Klimaschutz und CO2 Reduzierung


Sehr geehrte Damen und Herren,

wie ich am Wochenende in den Medien erfahren habe, ist die CO2 Reduzierung in Deutschland 2025 stagniert.

Um nicht nur die Klimaziele zu erreichen, sondern gleichzeitig die Wirtschaft zu unterstützen,
möchte ich hier einen Weg aufzeigen, der funktioniert.

Wir reden vom Straßenverkehr,

Klimaschutz und CO2 Reduzierung


Sehr geehrte Damen und Herren,

wie ich am Wochenende in den Medien erfahren habe, ist die CO2 Reduzierung in Deutschland 2025 stagniert.

Um nicht nur die Klimaziele zu erreichen, sondern gleichzeitig die Wirtschaft zu unterstützen,
möchte ich hier einen Weg aufzeigen, der funktioniert.

Wir reden vom Straßenverkehr, Elektroautos, Vegetation im Ausland aufbauen.
Alles Gute, dennoch langfristige Projekte die Investitionen verursachen und dem Investor direkt erst einmal nicht zugutekommen.

In der Industrie, welche dringend Unterstützung braucht, auch, was die Energiekosten betrifft, habe ich hier eine wichtige Information.

Die Lüftungsanlagen von Nicht Wohngebäuden weisen Leckagen auf. Trotz rechtlicher Vorgaben sind diese in erheblichen Umfang.
Jede Luftleckage in diesen Leitungen verursacht, dass der Lüfter in der Klimagerätes mehr fördern muss.
Diese Mehrenergie sind teilweise 30-45 % der Gesamtgebäude Energiekosten.

Durch eine spezielle Methode, die es im Bestand und Neubau ermöglicht, diese Leckagen extrem zu reduzieren,
wird dem Betrieb nicht nur eine CO2 Reduzierung zuteil, durch einen ROI von 1-2 Jahren,
spart das Unternehmen direkt Energiekosten ein, und reduziert somit auch seine eigenen Ausgaben.

Wenn wir jetzt berücksichtigen, dass wir in Deutschland von über 3 Millionen Nicht Wohngebäuden sprechen, wird anschaulich,
welches Potential hier unbekannterweise vorliegt.

Einmal an der Einsparung von Energie, und gleichzeitig die hierdurch erreichte CO2 Reduzierung.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten dieses Potential abzugreifen.
Wir arbeiten mit dieser Technologie und haben auch im Pharma-Bereich bereits extrem gute Ergebnisse erzielt.

Gerne stelle ich Ihnen dieses effektive Verfahren persönlich oder in einem Online-Termin vor.


Thomas Seichter
Director
Energieeffizienz für Lüftungssysteme
Exterperte Aeroseal-Technologie

7. Kommentar von :ohne Name 137015

Vermietersicht auf energetische Sanierung

Ich bin selbst Vermieter im kleinen Stil und muss sagen, dass mich die aktuellen Vorgaben für eine energetische Sanierung nur bedingt ansprechen. Klar bekommt man viel Förderung und kann steuerlich absetzen, aber das Geld muss man erstmal haben. Ja, auch Vermieter haben es nicht dicke im Geldbeutel! Auch die CO2-Abgabe stört einen in dieser

Ich bin selbst Vermieter im kleinen Stil und muss sagen, dass mich die aktuellen Vorgaben für eine energetische Sanierung nur bedingt ansprechen. Klar bekommt man viel Förderung und kann steuerlich absetzen, aber das Geld muss man erstmal haben. Ja, auch Vermieter haben es nicht dicke im Geldbeutel! Auch die CO2-Abgabe stört einen in dieser geringen Höhe nicht wirklich. Der Anreiz zur Sanierung, auch erstmal im kleineren Stil, ist gering. Die Nebenkosten werden einfach auf die Mieter umgelegt egal wie hoch die Gas- und Ölpreise in Zukunft steigen. Die Niederländer sind uns hier etwas voraus und vermieten dort mit Warmmiete. Damit hätte ein Vermieter eher den Anreiz zu sanieren um mehr Netto-Miete zu erhalten. Auch eine Deckelung für zukünftige Nebenkosten basierend auf einem Verbrauch der letzen X-Jahre wäre denkbar um Anreize zu schaffen.

Ich wollte zuletzt eine PV-Anlage für meine Mieter installieren. Oh man wie kompliziert mit so einem Mieterstrommodell und vielen teuren Zählern die man extra braucht! Und dann hat man auch keine Garantie, dass die Mieter den Strom abkaufen werden. Dann kann ich in Zukunft meinen Strom ohne Einspeisevergütung, wenn es nach Frau Reiche geht, dem Stromnetz schenken. Dann lieber ein kleines Balkonkraftwerk.

Allem Voran steht natürlich die Notwendigkeit viel Wohnraum zu schaffen der am bestem den einfachen Bauvorschriften entspricht für bezahlbare Immobilienpreise. Es gibt viele leerstehende Gebäude, alte Bürogebäude, unvollständige Gebäude von insolventen Bauträgern etc. die man umnutzen sollte. Mit einem erhöhten Wohnangebot würden durch mehr Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt die Mietpreise trotz energetischer Sanierung auch weniger steigen.

6. Kommentar von :Lorenz Heublein

EWärmeG verschärfen als Antwort auf das Gebäudemodernisierungsgesetz

Bereits in der Maßnahme "Sicherstellung zukunftsfähiger Gebäudestandards" aus dem Jahr 2022 hat sich die Landesregierung dazu verpflichtet, auf Bundesebene darauf hinzuwirken, "dass das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zielkompatible Anforderungen an den Gebäudebestand sowie an Neubauten erhält und dass die Anforderungsgrößen, die Anforderungssystematik

Bereits in der Maßnahme "Sicherstellung zukunftsfähiger Gebäudestandards" aus dem Jahr 2022 hat sich die Landesregierung dazu verpflichtet, auf Bundesebene darauf hinzuwirken, "dass das Gebäudeenergiegesetz (GEG) zielkompatible Anforderungen an den Gebäudebestand sowie an Neubauten erhält und dass die Anforderungsgrößen, die Anforderungssystematik sowie die Normstruktur grundlegend überarbeitet und vereinfacht werden."

 

Die angekündigte Entkernung des GEG auf Bundesebene bremst die Wärmewende und erzeugt massive Unsicherheit bei GebäudeeigentümerInnen und Unternehmen. Auch bei der Planung und Realisierung erneuerbar betriebener Wärmenetze könnte die Gesetzesänderung auf Bundesebene zu einer verzögerten Realisierung, geringeren Anschlussquoten oder zur kompletten Unwirtschaftlichkeit führen.

 

Angesichts der europäischen Rahmenbedingungen (ETS II) und der starken Abhängigkeit der THG-Minderungsziele des Landes vom Gebäudesektor (49 % Minderung bis 2030) sollte gerade jetzt wieder auf die Bundesebene eingewirkt werden und zusätzlich das EWärmeG verschärft werden, um den Wegfall der 65%-Quote für erneuerbare Wärme im Fall eines Heizungstauschs zu kompensieren. Der 2008 definierte Anteil von 15 Prozent erneuerbarer Energie zum Heizen und zur Warmwasserbereitung des Gebäudes ist nicht ausreichend, um die Wärmewende in der benötigten Geschwindigkeit fortzuschreiben und insbesondere MieterInnen vor hohen Heizkosten durch Weiternutzung fossiler Energien zu schützen.

4. Kommentar von :Jan

Sanierung erhöhen - Energiearmut bekämpfen

  • Die Vorlage eines Energieausweises zur Miete muss für alle Eigentümer verpflichtend sein! Nicht nur ein etwaiges Ordnungsgeld muss die Rechtsfolge sein. Ohne Energieausweis bzw. der soldien Einschätzung des Energieverbrauchs könnten energiebezogene Nebenkostenabrechnungen angefochten werden. Durch geförderderte energetische Sanierung darf es zu

  • Die Vorlage eines Energieausweises zur Miete muss für alle Eigentümer verpflichtend sein! Nicht nur ein etwaiges Ordnungsgeld muss die Rechtsfolge sein. Ohne Energieausweis bzw. der soldien Einschätzung des Energieverbrauchs könnten energiebezogene Nebenkostenabrechnungen angefochten werden. Durch geförderderte energetische Sanierung darf es zu keiner unverhaltnismäßigen Mietsteigerung kommen, hier muss die Vertragsfreiheit ggü Mietwucher zurückgedrängt werden. Mitnahmeeffeke gilt es zu dämpfen.

  • Zukunft Altbau muss breiter bekannt gemacht werden. Förderregime müssen kontinuierlich und durchdringbarer werden.

  • Fossilhybridheizungen sollten nicht mehr gefördert werden, da diese durch Ihre Laufzeit nun länger als bis 2040, zur angestrebten Klimaneutralität laufen würden. Hier entsteht ein Glaubwürdigkeitsproblem.

  • im Bestand: Dämmen vor anklemmen, solange der Energiemix nicht 100 % EE ist, muss die devise gelten, dass zuerst gedämmt wird, bevor z.B. eine WP angeschlossen wird

  • Aufklärung und EHRLICHE lokale Kommunikation zur Fernwärmenetzen und Betrieb. Wer kann es betreiben? Durch was kann es gespeist werden? Was ist der zu erwartende Kostenrahmen?

 

3. Kommentar von :Kerstin

Klimaschutzmaßnahmen im Bereich Gebäude

1. Dach- und Fassadenbegrünung: Begrünte Dächer und Fassaden wirken wie natürliche Klimaanlagen, da sie die Umgebungstemperatur senken, CO2 binden und die Biodiversität fördern. Zudem schützen sie Gebäude vor Witterungseinflüssen und verlängern die Lebensdauer der Bausubstanz.  Sie reduzieren den Hitzeinseleffekt in Städten und entlasten das

1. Dach- und Fassadenbegrünung: Begrünte Dächer und Fassaden wirken wie natürliche Klimaanlagen, da sie die Umgebungstemperatur senken, CO2 binden und die Biodiversität fördern. Zudem schützen sie Gebäude vor Witterungseinflüssen und verlängern die Lebensdauer der Bausubstanz.  Sie reduzieren den Hitzeinseleffekt in Städten und entlasten das Kanalsystem bei Starkregen.

2. Installation von Wärmepumpen: Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus der Luft, dem Boden oder dem Wasser und sind besonders effizient, wenn Gebäude gut gedämmt sind. Sie können sowohl in Neubauten als auch in Altbauten mit niedrigen Vorlauftemperaturen eingesetzt werden. Sie reduzieren den CO2-Ausstoß erheblich und nutzen erneuerbare Energiequellen.

3. Energetische Sanierung: Maßnahmen wie die Dämmung von Wänden, Dächern und Fenstern sowie der Austausch alter Heizsysteme können den Energieverbrauch drastisch senken. Energetische Sanierungen machen Gebäude klimaneutraler und senken langfristig die Heizkosten.

4. Helle Dachziegel und reflektierende Materialien: Helle Dachziegel reflektieren die Wärmeeinstrahlung und verhindern eine Überhitzung des Gebäudes. Sie reduzieren den Kühlbedarf im Sommer und tragen zu einem angenehmeren Raumklima bei.

5. Regenwassermanagement: Maßnahmen wie Retentionsdächer, Entsiegelung von Flächen und Versickerungsmulden helfen, Regenwasser zurückzuhalten und Überflutungen zu vermeiden. Sie schützen Gebäude vor Wasserschäden und entlasten die Kanalisation bei Starkregen.

6. Solarenergie nutzen: Die Installation von Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen auf Dächern ermöglicht die Nutzung von Sonnenenergie zur Strom- und Wärmeerzeugung. Solarenergie ist eine saubere, erneuerbare Energiequelle, die den CO2-Ausstoß reduziert.

7. Anpassung an extreme Wetterereignisse: Maßnahmen wie sturmsichere Fenster, Schutz vor eindringendem Wasser und Verzicht auf Unterkellerung in hochwassergefährdeten Gebieten erhöhen die Widerstandsfähigkeit von Gebäuden. Sie minimieren Schäden durch den Klimawandel und erhöhen die Sicherheit.

8. Effiziente Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung: Moderne Lüftungssysteme sorgen für frische Luft, ohne Wärme zu verlieren. Sie verbessern die Luftqualität und reduzieren den Energiebedarf für Heizung und Kühlung.

9. Nachhaltige Baustoffe verwenden: Der Einsatz von recycelten oder nachwachsenden Materialien wie Holz, Lehm oder Hanf reduziert die CO2-Bilanz von Neubauten. Nachhaltige Baustoffe sind umweltfreundlich und oft energieeffizient in der Herstellung.

10. Smarte Gebäudetechnologien: Intelligente Steuerungssysteme für Heizung, Beleuchtung und Kühlung optimieren den Energieverbrauch. Sie helfen, Energieverschwendung zu vermeiden und den Betrieb effizienter zu gestalten.

1. Kommentar von :Thorsten Braasch

grundsätzliche Gedanken

Ich wurde gebeten, meinen Gesamttext auf die (hoffentlich) passenden Themenfelder aufzuteilen. Hier nun also nur in stakkato ein paar Anregungen ohne Gesamtkontext. Sorry.

Mein roter Faden hinter allem: stets all das in BW unattraktiv teuer zu machen, was dem Leben auf diesem Planeten schadet (für alle Lebewesen!), und alles zu fördern – durch

Ich wurde gebeten, meinen Gesamttext auf die (hoffentlich) passenden Themenfelder aufzuteilen. Hier nun also nur in stakkato ein paar Anregungen ohne Gesamtkontext. Sorry.

Mein roter Faden hinter allem: stets all das in BW unattraktiv teuer zu machen, was dem Leben auf diesem Planeten schadet (für alle Lebewesen!), und alles zu fördern – durch Anreize (!!!), möglichst nur selten durch Verbote – was Leben weiterhin ermöglicht. Als Big Picture also (notabene über diverse Legislaturperioden hinweg) Eigenverantwortung, Selbstwirksamkeit, Solidargemeinschaft, Fairness, Gerechtigkeit, Demokratie, Menschlichkeit, Natürlichkeit, Ur-Urenkeltauglichkeit.

Das Ganze immer fußend auf Glaubwürdigkeit, Aufrichtigkeit, Konsequenz. Ich bin sicher, das killt dann auch sofort jede rechtsextreme Rückwärtsgerichtetheit und Herrenmenschenideologie, erst recht, wenn Menschen erst gar nicht mehr nach Europa flüchten müssen, da es in ihrer Heimat – aufgrund unseres Konsumverhaltens und Dekadenz – nicht mehr 50°C heiß wird, Dürren von Überschwemmungen von Wirbelstürmen von Dürren gefolgt werden und wir einfach unseren (Klamotten-)Müll und Mikroplastik in deren Vorgärten entsorgen.

Was von all dem gar nicht in Stuttgart gestaltet werden darf, sondern zwingend nach Berlin, Brüssel oder zur UNO gehört, dafür sorry again. Für dieses Kapitel hier rege ich also an:

·         in Hamburg baut eine junge Firma angeblich mit wiederverwertbaren Bausteinen, ganz ähnlich den Lego-Bauklötzen, aber komplett aus Lehm, Stroh oder irgendwas anderem Organischem, Nachwachsendem (in Graubünden scheint dies auch bereits sehr weit verbreitet zu sein mit sehr guten Ergebnissen und Kundenzufriedenheit). Kann all sowas nicht auch in BW ganz stark gefördert werden?

·         siehe auch z.B. Prof. Moritz Dörstelmann vom KIT Karlsruhe und gewiss ganz viele andere

·         die Grundsteuer reduzieren für alle Gebäudebesitzer, die ihr Gebäude bereits 3fach verglast und / oder außenisoliert und / oder mit Solar ausgestattet und oder mit Wärmepumpe, Erdwärme versehen haben? Die anderen zahlen halt 100% ihrer Grundsteuer

·         z.B. ab 2040 das Bauen mit Beton in BW verbieten, da nachwachsende Alternativen etabliert sind

·         letztlich schnappte ich etwas von Hausisolierung mittels Vakuumschicht zwischen Innen- und Außenwand. Kann BW z.B. dort Vorreiter werden?

·         Förderung von Wohnraumreduktion, wenn die eigenen Kinder aus dem Haus sind, gemeinschaftliche Wohnformen, etc.

·         angeblich ebenfalls in Hamburg werden nun leerstehende Bürogebäude doch als bezahlbarer (!) Wohnraum genutzt. Dazu waren offenbar auch dort Gesetzesänderungen nötig, aber das kann man ja machen, wenn so ganz pragmatisch Menschen endlich ein Dach über dem Kopf haben. Diejenige, die in diesem Bericht interviewt wurden, waren alle heilfroh, dass HH da so pragmatisch wurde und ihnen endlich in ihrem Alltag half

·         wäre es überhaupt möglich, all diese Einsprache- und Verzögerungsmöglichkeiten wenigstens schon mal in BW auf ein Minimum zu reduzieren, um deutlich pragmatischer und flexibler werden zu können? Am Ende muss m.E. das Allgemeinwohl im Vordergrund stehen („Was kann ich für die Gemeinschaft tun?“, nicht „Was kann die Gemeinschaft für mich tun?“). Die Menschen im Ruhrgebiet konnten ja auch nicht gefragt werden, ob die Zeche besser im Weserbergland stehen solle statt vor ihrer Haustür. Dort gab’s halt keine Kohle, bei ihnen schon. Also ausgleichende Gerechtigkeit gab’s im Ruhrgebiet Kino, Kneipen, pulsierendes Leben, im Weserbergland tote Hose

·         und sollten solche Einsprachen mit „Optik“ und wie das dann aussäh und das Landschaftsbild verschandele begründet werden, könnte man dem m.E. entgegenhalten, dass die Natur uns andernfalls fremdbestimmt eine andere Optik aufzwingen wird (abgestorbene Bäume, verdorrte Böden, Überschwemmungen, …), sollten wir nun nicht selbstbestimmt und proaktiv uns, unser Konsumverhalten, unser gewohntes Landschaftsbild anpassen

2. Kommentar von :Felix Konrad

Gebäude als temporäre C-Senke | Substitution

Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

Baustoffe aus erneuerbaren Rohstoffquellen (Wald- und Feldwirtschaft, organische, nicht fossile Abfallstoffströme) drängen zahlreich auf den Markt. Diese Produkte enthalten Kohlenstoff, der über den Biokreislauf der Pflanzen aus der Atmossphäre gewonnen wurde. Damit sind sie eine Form von CCU (Carbon Capture

Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

Baustoffe aus erneuerbaren Rohstoffquellen (Wald- und Feldwirtschaft, organische, nicht fossile Abfallstoffströme) drängen zahlreich auf den Markt. Diese Produkte enthalten Kohlenstoff, der über den Biokreislauf der Pflanzen aus der Atmossphäre gewonnen wurde. Damit sind sie eine Form von CCU (Carbon Capture and Utilization) ohne, dass dafür Energie wie beim DACCS aufgewandt werden müsste.

Diese Baustoffe haben zwei entscheidende Vorteile:

  1. Sie ersetzen (meist energieintensivere) fossile und mineralische Baustoffe. -> SUBSTITIONSEFFEKT

  2. Sie binden Kohlenstoff in langlebigen Strukturen (Gebäuden) mit Verweildauern mit rechnerisch 20-50 Jahren (real bis zu mehrere 100 Jahre, je nach Einsatzort) und entziehen das Klimagas so dem Kreislauf -> KOHLENSTOFFSENKE

Förderung der Hersteller

Schon jetzt sehen wir, dass Frankreich mit einer starken Stroh- und Hanfarchitekturszene an uns vorbeigezogen ist. Das liegt einerseits an unserer restriktiven Bauvorschriften (MVV-TB) andererseits an den Hürden der Bauzulassung.

Gerne möchten wir anregen, dass das Land Gründungen der sog. "Bioökonomie" konkret unterstützt um die herankeimende dringend benötigte Lösungsvielfalt zur Blüte zu bringen.

-> günstigere Kredite für bioökonomische Geschäftsmodelle

-> Mittelbereitstellung für die Markteinführung (Zulassungsgebühren, technische Prüfungen, Beratungsleistungen etc.)

Förderung der Bauherrschaften

Der Einbau von nachwachsenden Rohstoffen ist bisher für den "Häuslebauer" kostspielig. Insbesondere Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen haben aufgrund der Skaleneffekte in der fossilen/mineralischen Industrie einen Kostennachteil, während die Vorteile (C-Senke, niedrige Herstellungsenergie) sich nicht kostenwirksam abbilden lassen.

Europäische Instrumente für diese Senkenpotentiale sind erst in Entwicklung befindlich.

-> Förderprogramme (z.B. Modifikation des ELR) um nicht nur Holz sondern alle bioökonomischen Baustoffe zu fördern

-> Ermittlung des C-Gehalts mithilfe von Ökobilanzen (vergl. "biosourcé" in Belgien und Frankreich) und Förderung dieses "Langzeitspeichers" in Abstufung der Anwendung nach Gebäudetyp und Materialeinsatz (z.B. MFH in Holzbauweise sollte günstiger gestellt sein als ein Discounter-Markt).

-> ggf. Ausweitung auf Möbel.

-> Nutzung von Labeln (Holz-von-Hier, PEFC, natureplus, Bioland etc.) um die Nachhaltigkeit von Wald- oder Feldwirtschaft sicherzustellen, sodass kein Raubbau als Negativfolge auftreten kann.