Klima-Maßnahmen-Register 2026

Gebäude

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Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.

Der Anteil des Gebäudesektors an den Gesamtemissionen im Land betrug im Jahr 2023 22,6 Prozent. Die Emissionen entstehen vor allem durch den Energieverbrauch für die Bereitstellung von Warmwasser und Raumwärme. Sie sind also stark abhängig von der Witterung. Das Sektorziel für 2030 in diesem Bereich gibt eine Minderung um 49 Prozent (gegenüber 1990) vor.

KLIMA.LÄND: Übersicht der Maßnahmen im Sektor „Gebäude“

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Sie können den Themenbereich bis 27. März 2026 kommentieren.

3. Kommentar von :Kerstin

Klimaschutzmaßnahmen im Bereich Gebäude

1. Dach- und Fassadenbegrünung: Begrünte Dächer und Fassaden wirken wie natürliche Klimaanlagen, da sie die Umgebungstemperatur senken, CO2 binden und die Biodiversität fördern. Zudem schützen sie Gebäude vor Witterungseinflüssen und verlängern die Lebensdauer der Bausubstanz.  Sie reduzieren den Hitzeinseleffekt in Städten und entlasten das

1. Dach- und Fassadenbegrünung: Begrünte Dächer und Fassaden wirken wie natürliche Klimaanlagen, da sie die Umgebungstemperatur senken, CO2 binden und die Biodiversität fördern. Zudem schützen sie Gebäude vor Witterungseinflüssen und verlängern die Lebensdauer der Bausubstanz.  Sie reduzieren den Hitzeinseleffekt in Städten und entlasten das Kanalsystem bei Starkregen.

2. Installation von Wärmepumpen: Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus der Luft, dem Boden oder dem Wasser und sind besonders effizient, wenn Gebäude gut gedämmt sind. Sie können sowohl in Neubauten als auch in Altbauten mit niedrigen Vorlauftemperaturen eingesetzt werden. Sie reduzieren den CO2-Ausstoß erheblich und nutzen erneuerbare Energiequellen.

3. Energetische Sanierung: Maßnahmen wie die Dämmung von Wänden, Dächern und Fenstern sowie der Austausch alter Heizsysteme können den Energieverbrauch drastisch senken. Energetische Sanierungen machen Gebäude klimaneutraler und senken langfristig die Heizkosten.

4. Helle Dachziegel und reflektierende Materialien: Helle Dachziegel reflektieren die Wärmeeinstrahlung und verhindern eine Überhitzung des Gebäudes. Sie reduzieren den Kühlbedarf im Sommer und tragen zu einem angenehmeren Raumklima bei.

5. Regenwassermanagement: Maßnahmen wie Retentionsdächer, Entsiegelung von Flächen und Versickerungsmulden helfen, Regenwasser zurückzuhalten und Überflutungen zu vermeiden. Sie schützen Gebäude vor Wasserschäden und entlasten die Kanalisation bei Starkregen.

6. Solarenergie nutzen: Die Installation von Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen auf Dächern ermöglicht die Nutzung von Sonnenenergie zur Strom- und Wärmeerzeugung. Solarenergie ist eine saubere, erneuerbare Energiequelle, die den CO2-Ausstoß reduziert.

7. Anpassung an extreme Wetterereignisse: Maßnahmen wie sturmsichere Fenster, Schutz vor eindringendem Wasser und Verzicht auf Unterkellerung in hochwassergefährdeten Gebieten erhöhen die Widerstandsfähigkeit von Gebäuden. Sie minimieren Schäden durch den Klimawandel und erhöhen die Sicherheit.

8. Effiziente Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung: Moderne Lüftungssysteme sorgen für frische Luft, ohne Wärme zu verlieren. Sie verbessern die Luftqualität und reduzieren den Energiebedarf für Heizung und Kühlung.

9. Nachhaltige Baustoffe verwenden: Der Einsatz von recycelten oder nachwachsenden Materialien wie Holz, Lehm oder Hanf reduziert die CO2-Bilanz von Neubauten. Nachhaltige Baustoffe sind umweltfreundlich und oft energieeffizient in der Herstellung.

10. Smarte Gebäudetechnologien: Intelligente Steuerungssysteme für Heizung, Beleuchtung und Kühlung optimieren den Energieverbrauch. Sie helfen, Energieverschwendung zu vermeiden und den Betrieb effizienter zu gestalten.

2. Kommentar von :Felix Konrad

Gebäude als temporäre C-Senke | Substitution

Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

Baustoffe aus erneuerbaren Rohstoffquellen (Wald- und Feldwirtschaft, organische, nicht fossile Abfallstoffströme) drängen zahlreich auf den Markt. Diese Produkte enthalten Kohlenstoff, der über den Biokreislauf der Pflanzen aus der Atmossphäre gewonnen wurde. Damit sind sie eine Form von CCU (Carbon Capture

Baustoffe aus nachwachsenden Rohstoffen

Baustoffe aus erneuerbaren Rohstoffquellen (Wald- und Feldwirtschaft, organische, nicht fossile Abfallstoffströme) drängen zahlreich auf den Markt. Diese Produkte enthalten Kohlenstoff, der über den Biokreislauf der Pflanzen aus der Atmossphäre gewonnen wurde. Damit sind sie eine Form von CCU (Carbon Capture and Utilization) ohne, dass dafür Energie wie beim DACCS aufgewandt werden müsste.

Diese Baustoffe haben zwei entscheidende Vorteile:

  1. Sie ersetzen (meist energieintensivere) fossile und mineralische Baustoffe. -> SUBSTITIONSEFFEKT

  2. Sie binden Kohlenstoff in langlebigen Strukturen (Gebäuden) mit Verweildauern mit rechnerisch 20-50 Jahren (real bis zu mehrere 100 Jahre, je nach Einsatzort) und entziehen das Klimagas so dem Kreislauf -> KOHLENSTOFFSENKE

Förderung der Hersteller

Schon jetzt sehen wir, dass Frankreich mit einer starken Stroh- und Hanfarchitekturszene an uns vorbeigezogen ist. Das liegt einerseits an unserer restriktiven Bauvorschriften (MVV-TB) andererseits an den Hürden der Bauzulassung.

Gerne möchten wir anregen, dass das Land Gründungen der sog. "Bioökonomie" konkret unterstützt um die herankeimende dringend benötigte Lösungsvielfalt zur Blüte zu bringen.

-> günstigere Kredite für bioökonomische Geschäftsmodelle

-> Mittelbereitstellung für die Markteinführung (Zulassungsgebühren, technische Prüfungen, Beratungsleistungen etc.)

Förderung der Bauherrschaften

Der Einbau von nachwachsenden Rohstoffen ist bisher für den "Häuslebauer" kostspielig. Insbesondere Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen haben aufgrund der Skaleneffekte in der fossilen/mineralischen Industrie einen Kostennachteil, während die Vorteile (C-Senke, niedrige Herstellungsenergie) sich nicht kostenwirksam abbilden lassen.

Europäische Instrumente für diese Senkenpotentiale sind erst in Entwicklung befindlich.

-> Förderprogramme (z.B. Modifikation des ELR) um nicht nur Holz sondern alle bioökonomischen Baustoffe zu fördern

-> Ermittlung des C-Gehalts mithilfe von Ökobilanzen (vergl. "biosourcé" in Belgien und Frankreich) und Förderung dieses "Langzeitspeichers" in Abstufung der Anwendung nach Gebäudetyp und Materialeinsatz (z.B. MFH in Holzbauweise sollte günstiger gestellt sein als ein Discounter-Markt).

-> ggf. Ausweitung auf Möbel.

-> Nutzung von Labeln (Holz-von-Hier, PEFC, natureplus, Bioland etc.) um die Nachhaltigkeit von Wald- oder Feldwirtschaft sicherzustellen, sodass kein Raubbau als Negativfolge auftreten kann.

1. Kommentar von :Thorsten Braasch

grundsätzliche Gedanken

Ich wurde gebeten, meinen Gesamttext auf die (hoffentlich) passenden Themenfelder aufzuteilen. Hier nun also nur in stakkato ein paar Anregungen ohne Gesamtkontext. Sorry.

Mein roter Faden hinter allem: stets all das in BW unattraktiv teuer zu machen, was dem Leben auf diesem Planeten schadet (für alle Lebewesen!), und alles zu fördern – durch

Ich wurde gebeten, meinen Gesamttext auf die (hoffentlich) passenden Themenfelder aufzuteilen. Hier nun also nur in stakkato ein paar Anregungen ohne Gesamtkontext. Sorry.

Mein roter Faden hinter allem: stets all das in BW unattraktiv teuer zu machen, was dem Leben auf diesem Planeten schadet (für alle Lebewesen!), und alles zu fördern – durch Anreize (!!!), möglichst nur selten durch Verbote – was Leben weiterhin ermöglicht. Als Big Picture also (notabene über diverse Legislaturperioden hinweg) Eigenverantwortung, Selbstwirksamkeit, Solidargemeinschaft, Fairness, Gerechtigkeit, Demokratie, Menschlichkeit, Natürlichkeit, Ur-Urenkeltauglichkeit.

Das Ganze immer fußend auf Glaubwürdigkeit, Aufrichtigkeit, Konsequenz. Ich bin sicher, das killt dann auch sofort jede rechtsextreme Rückwärtsgerichtetheit und Herrenmenschenideologie, erst recht, wenn Menschen erst gar nicht mehr nach Europa flüchten müssen, da es in ihrer Heimat – aufgrund unseres Konsumverhaltens und Dekadenz – nicht mehr 50°C heiß wird, Dürren von Überschwemmungen von Wirbelstürmen von Dürren gefolgt werden und wir einfach unseren (Klamotten-)Müll und Mikroplastik in deren Vorgärten entsorgen.

Was von all dem gar nicht in Stuttgart gestaltet werden darf, sondern zwingend nach Berlin, Brüssel oder zur UNO gehört, dafür sorry again. Für dieses Kapitel hier rege ich also an:

·         in Hamburg baut eine junge Firma angeblich mit wiederverwertbaren Bausteinen, ganz ähnlich den Lego-Bauklötzen, aber komplett aus Lehm, Stroh oder irgendwas anderem Organischem, Nachwachsendem (in Graubünden scheint dies auch bereits sehr weit verbreitet zu sein mit sehr guten Ergebnissen und Kundenzufriedenheit). Kann all sowas nicht auch in BW ganz stark gefördert werden?

·         siehe auch z.B. Prof. Moritz Dörstelmann vom KIT Karlsruhe und gewiss ganz viele andere

·         die Grundsteuer reduzieren für alle Gebäudebesitzer, die ihr Gebäude bereits 3fach verglast und / oder außenisoliert und / oder mit Solar ausgestattet und oder mit Wärmepumpe, Erdwärme versehen haben? Die anderen zahlen halt 100% ihrer Grundsteuer

·         z.B. ab 2040 das Bauen mit Beton in BW verbieten, da nachwachsende Alternativen etabliert sind

·         letztlich schnappte ich etwas von Hausisolierung mittels Vakuumschicht zwischen Innen- und Außenwand. Kann BW z.B. dort Vorreiter werden?

·         Förderung von Wohnraumreduktion, wenn die eigenen Kinder aus dem Haus sind, gemeinschaftliche Wohnformen, etc.

·         angeblich ebenfalls in Hamburg werden nun leerstehende Bürogebäude doch als bezahlbarer (!) Wohnraum genutzt. Dazu waren offenbar auch dort Gesetzesänderungen nötig, aber das kann man ja machen, wenn so ganz pragmatisch Menschen endlich ein Dach über dem Kopf haben. Diejenige, die in diesem Bericht interviewt wurden, waren alle heilfroh, dass HH da so pragmatisch wurde und ihnen endlich in ihrem Alltag half

·         wäre es überhaupt möglich, all diese Einsprache- und Verzögerungsmöglichkeiten wenigstens schon mal in BW auf ein Minimum zu reduzieren, um deutlich pragmatischer und flexibler werden zu können? Am Ende muss m.E. das Allgemeinwohl im Vordergrund stehen („Was kann ich für die Gemeinschaft tun?“, nicht „Was kann die Gemeinschaft für mich tun?“). Die Menschen im Ruhrgebiet konnten ja auch nicht gefragt werden, ob die Zeche besser im Weserbergland stehen solle statt vor ihrer Haustür. Dort gab’s halt keine Kohle, bei ihnen schon. Also ausgleichende Gerechtigkeit gab’s im Ruhrgebiet Kino, Kneipen, pulsierendes Leben, im Weserbergland tote Hose

·         und sollten solche Einsprachen mit „Optik“ und wie das dann aussäh und das Landschaftsbild verschandele begründet werden, könnte man dem m.E. entgegenhalten, dass die Natur uns andernfalls fremdbestimmt eine andere Optik aufzwingen wird (abgestorbene Bäume, verdorrte Böden, Überschwemmungen, …), sollten wir nun nicht selbstbestimmt und proaktiv uns, unser Konsumverhalten, unser gewohntes Landschaftsbild anpassen