Klima-Maßnahmen-Register 2026

Landwirtschaft

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Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.

Der Anteil des Sektors Landwirtschaft an den Gesamtemissionen im Land betrug in 2023 etwa 7,1 Prozent. Die Emissionen in diesem Bereich entstehen aus der Tierhaltung, der Nutzung landwirtschaftlicher Böden, aus der Vergärung sowie aus dem landwirtschaftlichen Verkehr. Das Sektorziel für 2030 gibt hier eine Minderung um 39 Prozent (gegenüber 1990) vor.

KLIMA.LÄND: Übersicht der Maßnahmen im Sektor „Landwirtschaft“

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3. Kommentar von :Sonni

Pensionspferdehaltung statt Nahrungsmittelproduktion

Pferde haben eine nicht zu unterschätzende CO2-Bilanz hauptsächlich verursacht durch Futterproduktion, Transport und Haltung. Trotzdem hat die Pensionspferdehaltung zugenommen. Zur CO2-Bilanz der Pferde kommt, dass die Pferdebesitzer mit ihren meist nicht klimaneutralen Kfz teilweise von weit her zu ihren Pferden kommen. Die Umwidmung wertvoller

Pferde haben eine nicht zu unterschätzende CO2-Bilanz hauptsächlich verursacht durch Futterproduktion, Transport und Haltung. Trotzdem hat die Pensionspferdehaltung zugenommen. Zur CO2-Bilanz der Pferde kommt, dass die Pferdebesitzer mit ihren meist nicht klimaneutralen Kfz teilweise von weit her zu ihren Pferden kommen. Die Umwidmung wertvoller Ackerböden für die Freizeitpferdehaltung erscheint sehr fraglich. Die nahrungsmittelproduzierenden Landwirtschaft darf nicht abgelöst werden von einer freizeitorientierten Landwirtschaft. Auch muss sichergestellt sein, dass keine landwirtschaftlichen Subventionen für diese Umwidmung genehmigt werden.

1. Kommentar von :Anke Hofmann

Ernährung ist DIE Stellschraube für Arten- und Klimaschutz

"Baden-Württemberg kann alles außer Hochdeutsch", heißt es sinngemäß. Daher bitte deutlich mehr Engagement in Sachen Ernährungswende. Es ist nachgewiesen, dass eine pflanzenbasierte Ernährung die Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit Lebensmittelherstellung auf ein Viertel der Treibhausgasemissionen eines Vielffleischessers reduzieren kann

"Baden-Württemberg kann alles außer Hochdeutsch", heißt es sinngemäß. Daher bitte deutlich mehr Engagement in Sachen Ernährungswende. Es ist nachgewiesen, dass eine pflanzenbasierte Ernährung die Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit Lebensmittelherstellung auf ein Viertel der Treibhausgasemissionen eines Vielffleischessers reduzieren kann (vgl. Scarborough et al. 2023: Scarborough, P., Clark, M., Cobiac, L. et al. Vegans, vegetarians, fish-eaters and meat-eaters in the UK show discrepant environmental impacts. Nat Food 4, 565–574 (2023) - University of Oxford: Vegans, vegetarians, fish-eaters and meat-eaters in the UK show discrepant environmental impacts | Nature Food ). Die not-wendige Ernährungswende wird auch im aktuellen Agora Agrar-Report sowie in den IPCC-Veröffentlichungen immer wieder erwähnt. Mir scheint, vor allem die südlichen Bundesländer tun sich schwer damit. Daher bitte Mut und Haltung in der Stärkung pflanzenbasierter Ernährungsweise mit Vorreiterfunktion der öffentlichen Verwaltung, Schulen, Kitas. Nicht nur für einen gesunden Planeten, sondern auch für gesunde Menschen. Eine pflanzenbasierte Ernährung führt nicht nur zu mehr Klima- und Artenschutz, sondern auch zu einer deutlichen Reduktion von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, entzündlichen Gelenkerkrankungen und v.a. Darmkrebs.
Wie die Auswirkungen unserer jetzigen Ernährung sich global auswirken, ist in dem wissenschaftlich sehr gut begleiteten Film "Wir essen bis zum Aussterben" zu sehen. Er kann gratis unter https://www.eating2extinction.com mit Sprachauswahl gestreamt werden.

Nur mit Ernährungswende schaffen wir es! Und das Tolle ist, hier kann jede und jeder von uns sofort etwas tun und die eigene Selbstwirksamkeit im Arten- und Klimaschutz erleben.

Liebe Landespolitiker:innen: Tun sie das Richtige und seien Sie Vorbild. Und unterstützen Sie landwirtschaftliche Betriebe beim Umstellen auf pflanzenbasierte Landwirtschaft.