Nichtraucherschutzgesetz

Aufklärung / Risikobewusstsein

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Eine Frau befestigt einen „Rauchen-Verboten“-Aufkleber an einer Scheibe (Bild: © dpa).
  • Werbung (Hier ist keine Einflussnahme möglich, da das Land keine Gesetzgebungskompetenz für diesen Bereich besitzt.)
  • Kampagnen
  • Als Teil der Bildung
  • Risikobewusstsein, insbesondere Rolle von Sport / Lebensführung

Ergänzungen durch die Online-Beteiligung

  • Positivbotschaften: Vorteile Nichtrauchen
  • Risiko Passivrauchen
  • Aufklärung über Sucht in Schulen, Krankenhäusern, et cetera
  • Soziale Auswirkungen des Rauchens
  • Spezielle Aufklärung über neuartige Tabakprodukte / Vapes
  • Umweltbelastungen kommunizieren
  • Auswirkungen andere Stoffe, nicht nur Nikotin
  • Vorbildfunktion der Eltern

Kommentare

Sie konnten den Themenbereich bis zum 16. August 2024 kommentieren. Vielen Dank für Ihre Kommentare!

11. Kommentar von :ohne Name 103467

Viel zu wenig Riskobewusstein und politisch geförderte Verharmlosung

Ich kann dem Vorredner nur zustimmen. Süße Fruchtwolken und bunte Verpackungen in den Auslagen neben Süßigkeiten und das für paar Euro. Die neuen Produkte an Vapes verschleiern die Gesundheitgefahren. Den Schülern ist das selten im Ausmaß bewusst. Es ist Lifestyle so wird es auch beworben. Den Erwachsenen scheint das ja dann auch keine Alternative […]

Ich kann dem Vorredner nur zustimmen. Süße Fruchtwolken und bunte Verpackungen in den Auslagen neben Süßigkeiten und das für paar Euro. Die neuen Produkte an Vapes verschleiern die Gesundheitgefahren. Den Schülern ist das selten im Ausmaß bewusst. Es ist Lifestyle so wird es auch beworben. Den Erwachsenen scheint das ja dann auch keine Alternative zum Rauchen zu sein, sondern nur eine geschmackvolle Abeechslung, die man diskreter in Zügen, Bussen, auf der Arbeit (wie bei uns leider) heimlich konsumieren kann. Das wird ja auch noch so beworben. Man muss mal überlegen, wenn das so weitergeht und in der Nähe von Schulen solche Geschäfte illegal an die Kinder verkaufen, dann haben sie in 1-2 Jahren das erreicht was sie wollten. Sie haben dann auf unserem Nacken eine neue Generation gezüchtet. Man muss sich überlegen, wenn 800 von 1000 Vapern parallel so oder so Rauchen ist das Konzept der Züchtung einer neuen Generation voll am Laufen. Deswegen müssen unbedingt mehr Kampagnen vor allem zu den Gefahren des Vapens und dem Müll im ganzen Ländle geschaltet werden. Aber nur Kampagnen bringt wenig. Das muss zu festen Projektwochen im Unterricht gehören und da muss schon bei den kleinen angefangen werden. Sogar 11-12 jährige konsumieren schon. Die Geschäfte, die diese Produkte verkaufen sollten nagh dem 2. Verstoß beim Jugendschutz gnadenlos dicht gemacht werden. Nachsicht ist dort deplatziert. Wir können unsere Kinder nicht mehr anders schützen.

12. Kommentar von :Rauchfrei

Schul-Pflichtpraktika in der Pneumologie

No risk no fun - schon klar. Aber wieviel fun ist es Wert, wenn man irgendwann mal an einem Beatmungsgerät hängt.

Aufklärungskampagnen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen könnte ein Ansatzpunkt sein.

Girls- and Boys-Day im Pflegedienst!

13. Kommentar von :ohne Name 102363

Das Mythos der 95 % weniger Schädlichkeit

Zunächst einmal ist die richtige Fragestellung nicht, um wie viel weniger schädlich ein Produkt im Vergleich mit einem der tödlichsten Konsumgüter dieser Welt ist, sondern: Wie gesundheitsschädlich ist ein Produkt bzw. seine Emissionen? Trotzdem ist es wichtig, dem Mythos von den 95 % weniger Schädlichkeit den Garaus zu machen. Es gibt genügend […]

Zunächst einmal ist die richtige Fragestellung nicht, um wie viel weniger schädlich ein Produkt im Vergleich mit einem der tödlichsten Konsumgüter dieser Welt ist, sondern: Wie gesundheitsschädlich ist ein Produkt bzw. seine Emissionen?

Trotzdem ist es wichtig, dem Mythos von den 95 % weniger Schädlichkeit den Garaus zu machen. Es gibt genügend wissenschaftliche Beiträge dazu. Auf deutsch, leicht zu lesen und trotzdem sehr ausführlich hier: www.at-schweiz.ch/de/at-blog/95/

Nur ein paar kurze Schlaglichter:

1. Die „Studie", die diesen 95-%-Wert in die Welt setzte, stammt von willkürlich zusammengesuchten Personen, von denen nicht einmal alle etwas mit Tabakforschung zu tun hatten und von denen aber einige in Beziehung zur Tabakbranche standen.

2. Die 95 % werden heute rein gesundheitlich vermarktet, während die damaligen Kriterien ganz unterschiedlich waren, z.B. Verlust von materiellen Gütern=Einkommen, Wohnung, Job..., Beziehungsverlust in der Familie oder bei Freunden, Schadensrisiko durch Brände, Vergiftung, Passivkonsum... , Umweltschädigung, Risiko von Straftaten=Schmuggel, Wahrscheinlichkeit von Familienstreitigkeiten u.a.

3. Diese Kriterien, die teilweise gar nichts mit Gesundheit zu tun haben, wird man heute ganz anders beurteilen als 2014, dem Erstellungsjahr der Bewertung, als der E-Zigaretten-Markt und die E-Zigaretten selbst noch ganz anders waren als heute.

4. Last but not least: Nicht mal Mathe beherrschten die Autoren: Ihren eigenen Ergebnissen zufolge wäre die Schädlichkeit sogar um 96 % geringer. Aber wahrscheinlich ist 95 die bessere Zahl, was sich an der sorglosen Übernahme durch Presse, aber auch Gesundheitsverbände als schlau gedacht erwies. Schlau ist aber nicht wahr. Und unumstritten sind die 95 % nur auf den ersten Google-Seiten, weil die Dampferblogs offensichtlich ordentlich Geld in die Suchmaschinenoptimierung stecken.

14. Kommentar von :Josteba

Aufklärung in der Jugend ist wichtig

Meiner Meinung nach sollten die Kinder und Jugendlichen öfter und umfassender über die Risiken des Rauchens, aber auch über Alkohol- und Drogenkonsum aufgeklärt werden. Zwar wird man damit nicht alle erreichen, aber den/die ein oder andere/n wird es vielleicht dennoch davon abhalten, schädliche Substanzen zu konsumieren.

15. Kommentar von :ohne Name 103752

Zur 95%-Studie

Da die Sache mit dem sogenannten "95%-Mythos" immer wieder aufgegriffen wird: Man sollte sich mal anschauen, warum die jeweiligen Autoren der Meinung sind, dass diese Behauptung nicht korrekt ist. Auf einige dieser "Beweise" möchte ich im folgenden etwas eingehen.   "Beim Konsum von E-Zigaretten werden giftige Substanzen eingeatmet, was zu […]

Da die Sache mit dem sogenannten "95%-Mythos" immer wieder aufgegriffen wird:

Man sollte sich mal anschauen, warum die jeweiligen Autoren der Meinung sind, dass diese Behauptung nicht korrekt ist. Auf einige dieser "Beweise" möchte ich im folgenden etwas eingehen.

 

"Beim Konsum von E-Zigaretten werden giftige Substanzen eingeatmet, was zu Vergiftungen, Lungenschäden und Verbrennungen führen kann."

-> Dabei wird dann auf Studien verwiesen, in deren "Abschluss" steht:

"E-Zigaretten können gesundheitsschädlich sein, insbesondere für Nichtraucher sowie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Ihre Auswirkungen auf viele wichtige gesundheitliche Folgen sind ungewiss. E-Zigaretten können für Raucher von Vorteil sein, die sie verwenden, um das Rauchen vollständig und schnell aufzugeben, sie sind derzeit jedoch keine zugelassenen Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung."

Aha. Das ist also der "Beweis". Es wird gesagt, dass es so sein KÖNNTE.

 

"Nikotinhaltige E-Zigaretten können bei Nichtrauchern Abhängigkeit oder Sucht verursachen"

-> Und Nikotinfreie E-Zigaretten?

Außerdem bedeutet "kann verursachen" nicht "verursacht immer".

 

"Junge Nichtraucher, die E-Zigaretten verwenden, beginnen häufiger mit dem Rauchen und werden zu regelmäßigen Rauchern als Nichtnutzer."

-> Kinder und Jugendlichen ist der Erwerb und und Konsum sowieso bereits untersagt. Somit bleiben volljährige, wahlberechtigte, selbstbestimmte Bundesbürger, die selbst entscheiden dürfen, was sie ihrem Körper antun möchten.

Warum wird überhaupt auf Nichtraucher Bezug genommen? Es heißt doch "[...] ist 95% weniger schädlich als Zigaretten rauchen". Die Referenzgruppe sollten also Raucher und nicht Nichtraucher sein. Die Kernaussage ist "Wenn man aus freiem Willen mit einem Konsum anfangen will, dann ist der Konsum von E-Zigaretten weniger schädlich als der Konsum konventioneller Zigaretten."

Niemand hat die Aussage getroffen, dass der Konsum gesünder ist als ein Nicht-Konsum.

 

"E-Zigaretten führen nicht zu einer Verringerung des Schadens, wenn die Benutzer weiter rauchen (was die meisten tun). Diese Studie ergab keinen Unterschied zwischen der Häufigkeit rauchbedingter Erkrankungen bei E-Zigaretten-Benutzern und Rauchern sowie der Selbsteinschätzung ihres Gesundheitszustands sechs Jahre später."

-> Verrückt. Wenn man das gleiche weiterhin macht wie bisher ist der Schaden nicht geringer? Wenn ich am Tag zwei Liter Softdrinks trinke und dadurch zunehme, kann ich nicht noch zusätzlich einen Liter Light-Softdrinks trinken und dadurch wieder abnehmen? Das ist natürlich eine interessante und sensationelle Erkenntnis.

Die genannte Studie www.europeanreview.org/article/20859 unter "228 E-Zigaretten-Nutzer (alle ehemalige Raucher), 469 Tabakraucher und 215 Doppelnutzer vor" schlussfolgert:

"Nach sechs Jahren konnten bei E-Zigaretten- oder Doppelnutzern keine Hinweise auf eine Schadensminderung festgestellt werden. Der vollständige Wechsel zu E-Zigaretten könnte Tabakentwöhner dabei unterstützen, abstinent zu bleiben, aber die Verwendung von E-Zigaretten zusätzlich zu Tabak verbesserte die Raucherentwöhnung oder -reduzierung nicht."

E-Zigaretten können also den Absprung von der Tabakzigarette unterstützen. Ist das nicht das verfolgte Ziel in Deutschland? Weniger Leute am Glimmstängel?

Ich selber bin vor mehreren Monaten von heute auf morgen von der Tabakzigarette (~20 Jahre (+/-) / etwa 20 Zigaretten pro Tag) auf nikotinfreies Dampfen umgestiegen. Seitdem hatte ich nicht einen einzigen Rückfall und körperliche geht es mir auch besser. Ohne Dampfen hätte ich das sicher nicht geschafft. Das können Nichtraucher aber sicherlich nicht nachvollziehen.

 

Interessant ist insgesamt, dass alle Gegen-"Argumente" im "Möglichkeitsbereich" formuliert sind.

"Es könnte schädlich sein"

"Es ist möglich, dass XYZ"

"Es ist nicht ausgeschlossen, dass ..."

 

Wenn man in ein Flugzeug einsteigt, wird durch die Sicherheitsanweisung auch gesagt: "Ja, es könnte schon was passieren". Trotzdem gilt das Flugzeugs als ein extrem sicheres Verkehrsmittel.

16. Kommentar von :ohne Name 102363

So funktioniert wissenschaftliche Sprache

Wissenschaftliche Sprache ist korrekt: Wenn ein erhöhtes Risiko für bestimmte Konsumfolgen besteht, heißt es absolut korrekt: „... kann/können xy verursachen" und nicht „verursacht/verursachen xy", denn das würde heißen „verursacht/verursachen immer xy". So einfach ist das, und es ist kein Grund, eine Aussage anzuzweifeln, sondern im Gegenteil, sie […]

Wissenschaftliche Sprache ist korrekt: Wenn ein erhöhtes Risiko für bestimmte Konsumfolgen besteht, heißt es absolut korrekt: „... kann/können xy verursachen" und nicht „verursacht/verursachen xy", denn das würde heißen „verursacht/verursachen immer xy". So einfach ist das, und es ist kein Grund, eine Aussage anzuzweifeln, sondern im Gegenteil, sie ernst zu nehmen.

 

Was die angeblichen 95 % betrifft, lesen Sie www.at-schweiz.ch/de/at-blog/95/. Da werden Sie eine Menge klarer Aussagen dazu finden, warum dieser Wert nicht haltbar und nicht gesundheitlich vermarktbar ist.

17. Kommentar von :Passifist

Mobilisieren der Nicht/Mitraucher

Die Diskussion über die Gefahren des Mitrauchens und möglichen Lösungen muss viel breiter geführt werden. Wenn 70 % der Bevölkerung nicht rauchen wollen aber zum Mitrauchen genötigt bzw. gezwungen werden muss doch gehandelt werden, im Besonderen bei der Politik. An alle Mitraucherinnen: Erhebt eure Stimmen und pocht auf euere Rechte zur […]

Die Diskussion über die Gefahren des Mitrauchens und möglichen Lösungen muss viel breiter geführt werden. Wenn 70 % der Bevölkerung nicht rauchen wollen aber zum Mitrauchen genötigt bzw. gezwungen werden muss doch gehandelt werden, im Besonderen bei der Politik.

An alle Mitraucherinnen: Erhebt eure Stimmen und pocht auf euere Rechte zur Selbstbestimmung/Freiheit.

 

18. Kommentar von :ohne Name 103752

Argumentationmethodik

Bitte die Aussagen genau lesen. Die verwendete Studie sagt, dass E-Zigaretten gesundheitsschädlich sein können. Das sind Zigaretten auch. Und zwar nachgewiesen. Ich habe nie gesagt, dass sie gesünder sind als Nichtkonsumieren. Keiner muss wegen meiner Aussage mit dem E-Zigarettenkonsum anfangen. Im Übrigen ist die angebrachte Studie in meinem […]

Bitte die Aussagen genau lesen.

Die verwendete Studie sagt, dass E-Zigaretten gesundheitsschädlich sein können. Das sind Zigaretten auch. Und zwar nachgewiesen.

Ich habe nie gesagt, dass sie gesünder sind als Nichtkonsumieren. Keiner muss wegen meiner Aussage mit dem E-Zigarettenkonsum anfangen.

Im Übrigen ist die angebrachte Studie in meinem vorherigen Beitrag eine Zusammenfassung von 400 Veröffentlichungen.

Es wird angebracht, dass es in den Veröffentlichungen Beweise gibt, dass Lungenschädigungen (EVALI) und eine unmittelbare Inhalationstoxizität (also direkt beim Konsum) inkl. Krampfanfälle auslösen kann. Diese werden aber auf Nikotin und hauptsächlich, aber nicht ausschließlich auf "E-Liquids mit THC (und dem Zusatzstoff Vitamin E-Acetat, der in vielen, aber nicht allen THC-haltigen Produkten gefunden wurde)" zurückgeführt. Zur Erinnerung: In Deutschland ist THC-Liquid meines Wissens nach nicht legal, auch nicht nach der Cannabis-Legalisierung. Über Nikotin ist ja vieles bekannt und nicht jede E-Zigarette erzeugt Nikotin. Ich kenne auch viele, die nikotinFREI Dampfen.

 

Im Weiteren Verlauf wird in der Studie geschrieben "Es liegen keine ausreichenden oder gar keine Belege über die Auswirkungen des Konsums von E-Zigaretten mit und ohne Nikotin auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Atemwegserkrankungen (mit Ausnahme von Lungenschädigungen), die psychische Gesundheit, die Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen, die Fortpflanzung, den Schlaf, die Wundheilung, neurologische Erkrankungen (mit Ausnahme von Krampfanfällen) sowie endokrine, olfaktorische, okuläre, allergische und hämatologische Erkrankungen vor". onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.5694/mja2.51890 - Abschnitt "Health outcomes"

Das ist natürlich ein starker Beweis, dass E-Zigaretten NICHT weniger schädlich sind als normale Zigaretten, oder?

Ich habe das Gefühl dass kaum einer die verwendeten Studien liest. Aber seit Corona, Attila Hildmann und QAnon weiß man ja, wie manche Personen mit Beweisführungen umgehen.

 

Aber da erneut auf den Blog bei at-schweiz.ch verwiesen wird:

Auf diesen wollte ich eigentlich nicht eingehen, da dieser die angebrachte These (speziell die Zahl 95%) in Frage stellt und nicht widerlegt. Vielmehr wird geschrieben:

"Eine wissenschaftliche Debatte über Risiken und möglichen Nutzen von E-Zigaretten tut Not

 

Generell lässt sich zwar sagen, dass die in den E-Zigaretten enthaltenen Liquide weniger toxische Substanzen aufweisen als der Tabak in gerauchten und erhitzten Produkten, doch ist es unmöglich, das geringere Risiko beim Konsum dieser Produkte wissenschaftlich zu beziffern. Es braucht eine Debatte über das relative und das potenziell verminderte Risiko von E-Zigaretten im Vergleich zu anderen Formen des Nikotin- und Tabakkonsums. Dabei sind exzessive Vereinfachungen, die lediglich der Kommunikation und den Interessen einiger weniger dienen, zu vermeiden. Vielmehr hat die Debatte in einem seriösen wissenschaftlichen Rahmen stattzufinden, komplett losgelöst von potenten wirtschaftlichen und finanziellen Interessen."

-> Ist doch ein guter Ansatz, oder? Einfach mal wissenschaftlich untersuchen.

 

Aber zu Ihren Argumenten:

Zu 1.

Ist es notwendig, dass alle beteiligten Personen nur aus der Tabakfoschung kommen? Es ist eine Studie und kein Gutachten. Grundsätzlich ist eine Studie nur eine Vorgehensweise, mit der neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Man kann sich das Wissen auch dabei aneignen, auch wenn man es später nicht mehr braucht.

"Es scheint sogar, dass gewisse Teilnehmer keinerlei Fachkompetenz im Tabakbereich aufwiesen, wie etwa Kgosi Letlape, ein südafrikanischer Augenarzt, der augenscheinlich noch nie Tabakforschung betrieben hat."

Okay, er ist der erste schwarze in Südafrika, der die Zulassung als Augenarzt bekommen hat. Aber er ist immerhin Mediziner und

- ehemaliger Präsident des Health Professions Council of South Africa (HPCSA)

- ehemaliger Vorsitzender der South African Medical Association (SAMA)

- ehemaliger Präsident der World Medical Association (WMA)

- ehemaliger Geschäftsführer des Tshepang Trust.

- Mitglied des Global Hygiene Council

- Gründer der Africa Medical Association (AMA) (2006)

- Mitbegründer der Africa Harm Reduction Alliance (AHRA), deren Ziel darin besteht, das Bewusstsein zu schärfen und die Menschen über die Notwendigkeit der Schadensreduzierung und der Förderung des Wohlbefindens aufzuklären

- seit langem für eine gleichberechtigte Gesundheitsversorgung der Südafrikaner engagiert

- als Gesundheitsaktivist Mitglied verschiedener Gesundheitsausschüsse und Arbeitsgruppen

Ganz klar! Kein Grund daran teilnehmen! Der hat ja nichts mehr Tabakforschung gemacht.

 

zu 2.)

Dazu hätte ich gerne eine Quelle, woher ihre Kenntnis darüber stammt. Mir liegt weder die "95%-Studie" vor, noch konnte ich diese Begriffe in dem Blog-Artikel finden. Vielleicht passt die Antwort von Punkt 3.

 

zu 3.) Diese Kriterien werden auch in aktueller Studien eingebracht. Das ist bei Studien, die sich auf "E-Zigaretten" beziehen, auch notwendig. Das Aerosol ist ein Teil davon. Es ist halt eine Studie über E-Zigaretten und nicht über das Aerosol aus selbigen, somit müssen die Geräte ebenfalls betrachtet werden. Schaut man sich die "Sicherheit von E-Scootern" an, muss man die Akkus und Geräte an sich auch einbeziehen und nicht nur das Fahren an sich.

zu 4.)

Wer kann nicht rechnen? Der Artikel sagt "Die Experten gelangen so zum Schluss, dass Wasserpfeifen (Shishas) im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten (100 %) ein Risiko von lediglich 14 Prozent, E-Zigaretten ein Risiko von 4 Prozent aufweisen. Aufgrund dieser Zahlen wäre es gemäss der Experten also richtiger zu sagen, E-Zigaretten seien 96 Prozent weniger gefährlich als herkömmliche Zigaretten, und nicht 95, wie später immer gesagt wurde."

Also hat die Presse daraus 95% gemacht und nicht die "Autoren"

 

Vielen Dank

Kommentar vom Moderator

Anmerkung der Redaktion

Sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer,

wir möchten alle Kommentierenden bitten, die Netiquette zu beachten und anderen Kommentierenden mit Respekt zu begegnen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Online-Redaktion

19. Kommentar von :ohne Name 103467

Ist es notwendig, dass alle beteiligten Personen nur aus der Tabakfoschung kommen?

Selbstverständlich ist es notwendig, die jahrzehntelange massive Einflussnahme durch tabaknahe Protagonisten hat zu massiven Manipulationen, Verzerrungen, Verdrehungen geführt und nur das Hauptziel nicht zu regulieren bzw. Regulierungen zu verzögern bzw. Regulierungen abzuschwächen verfolgt. Notwendig ist es auch weil mit den Hintergründen der […]

Selbstverständlich ist es notwendig, die jahrzehntelange massive Einflussnahme durch tabaknahe Protagonisten hat zu massiven Manipulationen, Verzerrungen, Verdrehungen geführt und nur das Hauptziel nicht zu regulieren bzw. Regulierungen zu verzögern bzw. Regulierungen abzuschwächen verfolgt. Notwendig ist es auch weil mit den Hintergründen der Beeinflussung seitens Tabakgeldern oft nicht transparent umgegangen wird und die Interessenskonflikten nicht angegeben werden. Das geschieht auch heute noch., z.B. wenn es um Platzierungen von Studien in entsprechenden Portalen wie z.B. BMJ usw. geht. Das ist auch bei der "95% Studie", die lediglich eine Schätzung abgibt und so pauschal ist, dass diese 2 Punkte allein diese schon schwächen.

 

Zusammengenommen sind die Folgen von Intransparenz, unwissenschaftlicher Arbeit (Pauschale Schätzungen auf dünnen Eis über tausende von Produktvarianten hinweg gepaart mit Auslassungen schon zu seinerzeit bestehenden Problemfeldern eine Manipulation und die internationale Einbindung in die Medienlandschaft geschieht auch nicht von Zauberhand und ganz besonders engagierten Journalisten. Die haben meist weder die Zeit noch den Hintergrund nach einer mittlerweile nicht mehr existierenden Public Health England zu graben. Nicht transportiert werden z.B. interessanterweise dann in die gleichen Hände der jeweiligen Journalisten, die ganz interessante Aufdeckung mit sich bringen und tatsächlich im investigativen Journalismus tätig sind. Beispielhaft hierfür wären die nachfolgenden Veröffentlichungen:

Kenber, Billy (2024): Civil servant in charge of vaping policy advised e-cigarette giant, in: The Times am 23.03.2024.

Kenber, B. (2023): Tobacco giants linked to attacks on World Health Organisation. Industry has helped fund pro-vaping scientific reasearch and hospitality for MPs.

Kenber, B.(2023): Revealed: how tobacco giants are bankrolling secret pro-vaping campaign, in: The Times am 14.12.2023.

Kenber, Billy (2023): Revealed: How youth vaping hit UK and became an epidemic, in: The Tines am 17.12.2023.

 

Dort geht es darum wie so eine 95% Aussage zustande kommt und mehr. Diese Namen tauchen auch in Deutschland in der politischen Interessenvertretung mit Mitgliedern des Bundestags in den relevanten Ausschüssen auf und auf Lobbyeventtalks, z.B.

cmk.tagesspiegel.de/cms/articles/17570/anzeige/politik/politik-im-focus

 

Auch die Namen dieser Wissenschaftler werden dann weiter hierzulande zitiiert und angeführt. Dazu kommt vielleicht zu gegebenem Zeitpunkt noch mehr. Es geht schließlich immer so weiter.

 

Ich finde es besonders problematisch, wie schwach unsere Medienlandschaft hierzu ist. Dadurch, dass seit Jahren und Jahrzehnten die Missachtung von Gesetz, mutwillige Missachtung Gütekriterien wissenschaftlichen Arbeitens einfach zugunsten der Manipulation gesamter Gesellschaften und des Wählers genutzt werden, hat die Glaubwürdigkeit und Zufriedenheit in alle Richtungen einen sehr schwierigen Stand und werden gerade solche politischen Regulierungsbestrebungen wie diese hier (sofern sie überhaupt bestehen-noch ist nichts in Stein gemeißelt), mit Argusaugen von allen Seiten betrachtet.

 

Ich hab hier z.B. zwei aktuelle Beispiele zum Thema Missachtung von Gesetzen und die sind für mich schon genug.

Wozu gibt es Gesetze, wenn sie si konsequent von gewissen Marktakteuren missachtet werden? Sind das dann auch noch jene, die uns irgendwas von weniger schädlich erzählen wollen und ihnen ginge es um die Gesundheit? Wer soll das noch glauben? Im Fall von Philip Morris muss man nichts mehr sagen, aber auch bei E-Zigarettenakteuren hat es den Anschein, man wäre besonders bemüht das Märchen von nur den bösen Chinesen, den bösen Kiosk- und Tankstellenbetreibern voranzutreiben. Dass dies nur ein Märchen ist und allerorts, auch im Fachhandel vorne und hinten nichts stimmt und das wiederum auf die Art und Weise wie der Markt von hiesigen Importeuren ausgestaltetet wird, zurückzuführen ist und damit gerade jene Verbände, die hier beteiligt, aktiv und/ oder zumindest sich in den Kommentaren auch in der Verantwortung stehen soll gänzlich verschwiegen werden? Zumindest aber sollen ausschließlich Behörden dafür ins Kreuzfeuer genommen werden. Aber bei nicht verkehrsfähigen Produkten gubt es auch das UWG Gesetz. Das wird aber überhaupt nicht thematisiert. Ich komme nicht um den Eindruck umhin, die Geister, die man rief, will man nun einzig auf Verantwortlichkeit der Dritten abschieben.

 

www.dutchnews.nl/2024/08/philip-morris-gets-round-dutch-flavoured-tobacco-ban/

 

Lenzen-Schulte, M. (2024): Interessengesteuertes Framing: Vom Tabakproduzenten zum Nikotintherapeuten, in: Deutsches Ärzteblatz 2024; 121 (16) A-1068/B-920, abgerufen am 07. 08.24 unter: cms.aerzteblatt.de/archiv/240658

 

Die Presse im pauschalen Sinn hat es auch nicht gemacht. Das Mediengeschäft dient nicht hauptsächlich dem Zweck der Information und Aufklärung, schon gar nicht, wenn man dafür nicht oder gewissen Aufassungen nach (nicht meine Aufassung) genug zahlt. Aus diesem Grund hat sich das Mediengeschäft ausdifferenziert. Es gibt eine Reihe von Europa bzw. Brüssel-und Hauptstadtbriefings. Diese kosten aber ordentlich und sind für den Durchschnittsbürger nicht leistbar. Der sonstige Mainstream bekommt dann das Dürftigste, Populismenmeere und solchen sich wiederholenden schwachen Themen, die in Deutschland altuell und auch schon vor Jahren immer wieder hochgejazzt werden. Das scheint die einfachste Variante den Wähler zu mobilisieren. V.a. geht es um Meinungsbeeinflussung und mehr oder minder undurchsichtigen Platzierungen. Mal ist es ein super Ökonom, zu dessen Hintergründen nichts gesagt wird, dann ein Interview mit einem Onkel Doktor mit mehr Meinung als Fakten, aber ein Onkel Doktor. Das wirkt. Dann eine herzzerreißende Geschichte von einer Person aus dem Volke z.B. beim Frühstücksfernsehen. Recherchiert man dann war das z.B. die Schwester eines Industriellen, der bekannt ist und damit auch die Zielsetzung oder es werden ganz dreist Lügen platziert ohne jegliche Faktenchecks.

In vielen Medien werden auch immer Publikationen mit zugekleisterten Anzeigen von British American Tobacco u.ä. solche Anzeigen sind sind auch heute noch an der Tagesornung und ebenfalls nicht aus der Kaffeekasse und damit für jeden finanziell zu tragen.

 

20. Kommentar von :ohne Name 103752

Ach schade

Folgende Probleme habe ich jetzt basierend auf dem vorherigen Kommentar 1. Kritisiert wurde zuvor, dass sich einige Autoren nicht mit TabakFORSCHUNG auseinandergesetzt haben und meine Frage war, ob es notwendig ist, dass für die Studie ALLE Autoren mit der Tabakforschung vertraut sind. Tabakforschung bedeutet nicht der Tabakindustrie nahestehend. […]

Folgende Probleme habe ich jetzt basierend auf dem vorherigen Kommentar

1. Kritisiert wurde zuvor, dass sich einige Autoren nicht mit TabakFORSCHUNG auseinandergesetzt haben und meine Frage war, ob es notwendig ist, dass für die Studie ALLE Autoren mit der Tabakforschung vertraut sind. Tabakforschung bedeutet nicht der Tabakindustrie nahestehend. Diese werden auch in dem Schweizer Blog getrennt genannt.

 

2. Die nachfolgenden vier Artikel - allesamt vom selber Autor - befinden sich leider hinter eine Paywall. Da sie diese in ihrer Argumentation anbringen können Sie sicher etwas über dessen Inhalt sagen und kurz beschreiben, wie es zu der 95%-Studie gekommen ist.

Zu dem 2. Beitrag "Tobacco giants linked to attacks on World Health Organisation." konnte ich rausfinden, dass hier Philip Morris Einfluss genommen hat, als es speziell um die IQOS ging. Ein Produkt, welches a) von Philip Morris entwickelt wurde, b) ein Tabakerhitzer und keine Vape ist, und c) erstmals 2014 - bzw 2016 in Deutschland - also nach der Studie - eingeführt wurde. Dieses Produkt kann in der 95%-Studie als gar enthalten gewesen sein. Vapes, also Dampfgeräte ohne Tabak(blätter), wurden bereits 2003 entwickelt und auch schon 2006 in Deutschland eingeführt

 

3. Sie finde es "besonders problematisch, wie schwach unsere Medienlandschaft hierzu ist." Ich finde es faszinierend, wie stark die Meinung derer ist, die sich meiner Einschätzung nach wenig bis gar nicht damit auseinandersetzen und das meiste "Wissen" auf Basis von "HörenSagen" haben.

Wenn es so viele Gesetzesverstöße gibt, Sie haben ja schon zwei angebliche Gesetzesverstöße angesprochen (Ich bin kein Jurist, kann es daher nicht beurteilen), sollte es ja kein Problem sein, dies an die entsprechenden Stellen der Judikative weiterzugeben. Diese ist ja für die Einhaltung der erlassenen Gesetze zuständig.

 

4. Die Berichterstattung der Medien einzubeziehen ist meiner Meinung nach sehr fragwürdig. Wenn man lange genug sucht findet man sicherlich immer einen Beitrag, der die eigene Meinung widergibt. Dadurch wird sie aber nicht zur Wahrheit. Für die Findung der Wahrheit gibt es Gutachten und Gerichtsentscheide. Im entferntesten Sinne zählen dazu auch Studien, da diese oft mehrere Veröffentlichungen auswerten. Hier könnte man den Begriff "Schwarmintelliganz" einbringen.

Ich habe in keinerlei Medien bisher gehört "Das Konsumieren von E-Zigaretten ist definitiv unschädlich" und das würde denk ich auch niemand von sich geben. Und das Unternehmen mit entsprechend viel Geld ihre eigenen Produkte bewerben, ist auch alles andere als überraschend. Jedoch kann man da nicht alle E-Zigaretten über einen Haufen werfen. Tabakerhitzer (mit echtem Tabak) und Vapes (mit Liquid) sind komplett unterschiedliche Technologien. Hersteller von E-Zigaretten-Liquid arbeiten nicht mit Tabakproduzenten und z. B. Philip Morris (Tabakzigaretten und Tabakerhitzer) produziert keine Liquids für Vapes. Die Einflussnahme von PM auf Berichte über Tabakerhitzer (im speziellen IQOS) kann ich nachvollziehen und ist bei großen Unternehmen mit großer (nicht nur Tabak-)Lobby nicht selten, die Einflussnahme auf Berichte über Liquids halte ich für eher unwahrscheinlich.