Nichtraucherschutzgesetz

Neuartiger Tabak-Konsum

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Eine Frau befestigt einen „Rauchen-Verboten“-Aufkleber an einer Scheibe (Bild: © dpa).
  • Differenzierte Betrachtung: Elektro-Konsum versus Verbrennung
  • Schutz der Dampfer vor Rauchern
  • Rauchfreie Produkte weniger, aber trotzdem schädlich (Studienlage noch gering)

Ergänzungen durch die Online-Beteiligung

  • Titel: Neuartiger/Anderer Tabak-Konsum
  • Ausweitung der Definition des Rauchbegriffs
  • E-Zigaretten auf Rezept?
  • Generelles Verkaufsverbot
  • Auswirkungen von Einwegprodukten auf Umwelt
  • Umgang mit Cannabis
  • Positivliste für Aromen

Kommentare

Sie konnten den Themenbereich bis zum 16. August 2024 kommentieren. Vielen Dank für Ihre Kommentare!

32. Kommentar von :Healthy-in-Law

Klare Differenzierung notwendig

Es muss bei den E-Zigaretten zu den normalen Zigaretten und allen anderen Produkten klar differenziert werden. Leider werden die E-Zigaretten immer wieder mit normalen Zigaretten verglichen und fälschlicherweise genau so schädlich angesehen. Leider ist es schwierig das aus dem Gedanken der meisten Leute raus zu bekommen. Ständig tauchen irgendwo in […]

Es muss bei den E-Zigaretten zu den normalen Zigaretten und allen anderen Produkten klar differenziert werden. Leider werden die E-Zigaretten immer wieder mit normalen Zigaretten verglichen und fälschlicherweise genau so schädlich angesehen. Leider ist es schwierig das aus dem Gedanken der meisten Leute raus zu bekommen. Ständig tauchen irgendwo in den Medien Berichte auf wie schädlich das Dampfen oder auch passiv dampfen ist und noch viele andere kuriose Meldungen. Und das wird nicht mal hinterfragt sondern einfach nur als gegeben hingenommen um die E-Zigarette schlecht dastehen zu lassen. Viele Fakten bzw. auch mittlerweile Studien belegen, dass das Dampfen die besser Wahl zum Rauchausstieg ist. Und ich selbst, war auch erst starker Raucher (2 Schachteln pro Tag), dann Dampfer und seit 2019 bin ich erfolgreich komplett ausgestiegen und somit wieder Nichtraucher / -dampfer. Es gibt so viel Potenzial die E-Zigarette richtig zu nutzen.

Klar kommen auch noch Faktoren wie der Jugendschutz dabei auf. Einweg Vapes sind leider sehr beliebt bei vielen Jugendlichen aber Trend ist auch Bald wieder zuende dank der Batterieverordnung der die Einweggeräte komplett vom Markt wegreguliert hat. Was mir persönlich aufgefallen ist, ich kenne auch einige Jugendliche die Dampfen aber diese erhalten die Geräte nicht illegal oder von andern Jugendlichen. Hier ist das Elternhaus der Ansatz, beide Eltern Raucher und erlauben es dem Jugendlichen Einweg Vapes zu dampfen bzw. kaufen diese dann auch noch für den Jugendlichen. Das war bei mir früher nicht anders als ich Anfang der 90er angefangen habe zu rauchen allerdings durfte man damals noch mit 16 Jahren legal rauchen. Jugendliche sollten weder rauchen noch dampfen aber im Endeffekt eins von beiden würde eh inn einem Raucherhaushalt passieren und dann ist die Einweg Vape doch schon eher die gesündere Variante als der Glimmstengel.

11. Kommentar von :102258

Sondermüll - falsche Entsorgung

Das Problem bei den Vapes ist, dass viele diese im Hausmüll oder öffentlichen Mülleimer entsorgen. Da diese allerdings elektronisch funktionieren müssen sie im Sondermüll (Wertstoffhof) entsorgt werden. Das ist aus Umweltsicht eine riesen Katastrophe. Hierüber sollte mehr aufgeklärt werden z.B. auf der Verpackung.

40. Kommentar von :ohne Name 130987

Eigenkonsum vs. Nichtraucher vs. Schutz der Dampfer vor Rauchern

Im Ausgangskommentar war neben dem Konsum auch der Passivkonsum erwähnt. Zitat: "[...] womit unsere Kinder und wir Tag für Tag zzgl. Zum Tabakrauch eingenebelt werden". Da es sich hier um das "Nichtraucherschutzgesetz" dreht, sehe ich den eigenen Konsum hier als nebensächlich an. Ich will auch keinem Verbieten, sich den ganzen Tag in der […]

Im Ausgangskommentar war neben dem Konsum auch der Passivkonsum erwähnt. Zitat: "[...] womit unsere Kinder und wir Tag für Tag zzgl. Zum Tabakrauch eingenebelt werden".

Da es sich hier um das "Nichtraucherschutzgesetz" dreht, sehe ich den eigenen Konsum hier als nebensächlich an. Ich will auch keinem Verbieten, sich den ganzen Tag in der Innenstadt einer Großstadt in eine Baustelle zu setzen.

 

Rauch ist im nicht-chemischen Sprachgebrauch das Produkt einer Verbrennung (Festkörperchen im Luftgemisch), Dampf ist das Produkt beim Erhitzen einer Flüssigkeit (Tröpfchen im Luftgemisch). Es wird auch nichts auf 300°C erhitzt. Die Flüssigkeit verdampft beim Kontakt mit einem Spule bei etwa 120-200 °C.

 

Die Konzentration dieser Stoffe ist in der Gesamtflüssigkeit sehr gering. Sie bewegt sich irgendwo im einstelligen Prozent- oder Promillebereich. Hauptbestandteile sind - wie früher schon erwähnt - Propylenglykol und Glycerin, denen beide bis jetzt keine gesundheitsschädigende Wirkung nachgewiesen werden konnte und welche auf gleicher Weise in Diskonebel eingesetzt werden.

 

Es ist richtig, dass man die Zulassung von Aromen für Lebensmittel nicht mit einatmen gleichgesetzt werden kann, aber was passiert, wenn man diese Lebensmittel dann erhitzt? Muss man dann die Küche verlassen?

Bezieht man sich aber wieder auf das Einatmen anstatt Erhitzen: In der Apotheke bekommt man Duftöl "Atme durch". Dies ist laut Herstellerangabe "Ideal für die Aromatherapie und für Aromadiffuser geeignet." und "Befreit und beruhigt die Atemwege, unterstützt das Immunsystem."

Inhaltsstoffe: Eucalyptus Globulus Leaf / Twig Oil, Mentha Piperita (Peppermint) Oil, Abies Sibirica Oil, Citrus Limon (Lemon) Peel Oil, Lavandula Angustifolia (Lavender) Oil, Geraniol, Citral, Geraniol, Limonene, Linalool

Ganz ohne Warnhinweis, dürfte demnach sogar in Innenräumen verwendet werden, wo sich Babys befinden.

 

Die Zulassung für Kosmetika kann und will ich nicht beurteilen, da ich nicht sagen kann, wie die Rohstoffe bei der Produktion der Kosmetika verarbeitet werden und ob sie dabei erhitzt werden. Auch bei Duftölen weiß ich nicht, ob die in der Produktion eventuell erhitzt werden. Ich weiß aber, dass wirklich niemand 100-200°C heißen Dampf direkt einatmet. Bei der E-Zigarette ist es nur bekannt, dass die Flüssigkeit einmal durch hohe Temperaturen verdampft ist. Aber auch H-Milch wird einmal "Ultrahocherhitzt".

 

Wenn das alles so schädlich wäre, wie es - auch in den Medien - teilweise dargestellt wird, warum gibt es dann keine Studie, die das auch belegt. Also eine Studie, die gesicherte Erkenntnisse zu den Inhaltsstoffen benennt - ohne "kann verursachen" und "möglicherweise" oder gar "explodierende Akkus". Sollte es sie geben bitte Quelle angeben.

 

E-Zigaretten gibt es seit der Einführung in Europa im Jahr 2006 seit über 15 Jahren. Der Trend der (Zigaretten-)Raucher ist rückläufig, die Zahl der Dampfer steigt. Die Zigarettenindustrie hat den Trend verpasst und versucht mit "Tabakerhitzern" mitzuhalten. Nicht einmal die enorm starke Tabaklobby schafft es nachzuweisen, dass Dampfen gesundheitsschädlich(er) ist?

 

Aber hier geht es ja gar nicht um die "eigene Inhalation", sondern um die "Nichtraucher". Das heißt man müsste hier ermitteln, was nach dem Ausatmen noch enthalten ist.

Im Gegensatz zu Zigaretten sind E-Zigaretten bei Nichtbenutzung unschädlich. Zigaretten werden einmal angezündet und qualmen/rauchen auch ohne Zug an selbiger. E-Zigaretten geben nur Dampf ab, wenn der Dampf von Anwendern eingeatmet wird. Somit gibt es für Außenstehende keinen _unmittelbaren_ Kontakt mit dem Dampf.

 

Ich finde es schwachsinnig, über ein "Verbot von Dampfen in der Öffentlichkeit zu reden", aber das nachgewiesene schädliche Rauchen erlaubt ist. Alternativ kann man ja auch einfach alles verbieten. Selbst Sauerstoff ist in höheren Konzentrationen schädlich.

 

Viel mehr sollte man darüber nachdenken, wie die Dampfer vor Rauchern geschützt werden können. Aktuell müssen Dampfer in die selben Bereiche wie die Raucher. Da beim Rauchen auch Teer und Kohlenmonoxid erzeugt werden (die früher auch mal auf den Zigarettenschachteln angegeben waren, aber entfernt werden mussten, da sie "gesünder als andere" vermuten ließen) und von umstehenden zwangsläufig eingeatmet werden, sollte man Dampfer entsprechend der erwiesenen Schädlichkeit nicht mit Tabakblätter-Konsumenten zusammen betrachten.

 

Schon über dem Kommentarbereich in diesem Diskussionspunkt steht:

- Schutz der Dampfer vor Rauchern

- Rauchfreie Produkte weniger, aber trotzdem schädlich (Studienlage noch gering)

 

"Rauchfreie Produkte" ist leider nicht spezifisch genug.

Vermutlich sind hier Tabakerhitzer (z. B. IQOS) gemeint. Bei diesen entsteht kein Rauch, da nichts verbrannt wird. Dennoch wird hier Tabak erhitzt und gibt schädlich Stoffe ab, die von der Pflanze in den Blättern gespeichert wurde. Es sind weniger als bei der Verbrennung, aber dennoch sind sie vorhanden. Dies sagt sogar Philip Morris selber: "Da Tabakprodukte zum Erhitzen den Tabak nicht verbrennen und daher kein Verbrennungsprozess stattfindet, erzeugen sie keinen Rauch, und ihre Aerosole enthalten im Vergleich zu Zigarettenrauch weniger und geringere Mengen schädlicher Bestandteile (die genaue Reduktion schädlicher Bestandteile variiert zwischen den einzelnen Produkten, für Analyseangaben siehe die Website des jeweiligen Herstellers)."

[https://www.pmi.com/markets/switzerland/de/forschung-und-innovation/iqos/tabakprodukte-zum-erhitzen-e-zigaretten-und-zigaretten-wie-unterscheiden-sie-sich]

Für das Dampfen ist genau dieser Punkt aber nicht nachgewiesen. Diese These wird nur hypothetisch aufgestellt.

Über die E-Zigarette sagt Philip Morris (auf selbiger Seite): "Da kein Tabak verbrannt wird, erzeugen E-Zigaretten keinen Rauch, weshalb die von ihnen produzierten Aerosole weniger schädliche Bestandteile enthalten dürften als der Rauch herkömmlicher Zigaretten (die genaue Reduktion schädlicher Bestandteile variiert zwischen den einzelnen Produkten, für Analyseangaben siehe die Website des jeweiligen Herstellers)."

Hier ist mit "dürften" wieder ein Konjunktiv zu finden. Es gibt also keine Bestätigung, dass das Aerosol von E-Zigaretten diese Eigenschaft wirklich hat.

Marketingtechnisch würde Philip Morris das Dampfen im Gegensatz zum Tabakkonsum doch schlecht machen, wenn sie könnten, um den Absatz ihrer Produkte zu erhöhen.

3. Kommentar von :ohne Name 101964

kein Unterschied

Es sollte kein Unterschied zum herkömmlichen Rauchen geben

8. Kommentar von :ohne Name 102162

Geschmackssorten & Einwegvapes verbieten

Analog zu Kanada sollte der Verkauf von allen Geschmackssorten für Vapes verboten werden. Dies führt auch zu einem besseren Jugendschutz weil Vapes vor allem von Jugendlichen konsumiert werden.   Außerdem sollten Einwegvapes verboten werden. In jeder dieser Vapes ist ein Akku der eigentlich wieder aufgeladen werden könnte - stattdessen aber […]

Analog zu Kanada sollte der Verkauf von allen Geschmackssorten für Vapes verboten werden. Dies führt auch zu einem besseren Jugendschutz weil Vapes vor allem von Jugendlichen konsumiert werden.

 

Außerdem sollten Einwegvapes verboten werden. In jeder dieser Vapes ist ein Akku der eigentlich wieder aufgeladen werden könnte - stattdessen aber einfach weggeworfen wird. Das ist aus Umweltschutzgründen einfach nicht nachzuvollziehen.

4. Kommentar von :Adrian W

Propaganda der Tabakindustrie

E-Zigaretten (und vielleicht Shishas?) mögen weniger schädlich sein.   Tatsache ist aber, dass die Tabakindustrie durch die Verharmlosung der E-Zigaretten („die sind ja gar nicht so schlimm, man kann ja mal“) und die Jugend ansprechende Designs (die oft Stiften ähneln und sich einfach im Schulmäppchen verstecken lassen) gezielt die bisher wenig […]

E-Zigaretten (und vielleicht Shishas?) mögen weniger schädlich sein.

 

Tatsache ist aber, dass die Tabakindustrie durch die Verharmlosung der E-Zigaretten („die sind ja gar nicht so schlimm, man kann ja mal“) und die Jugend ansprechende Designs (die oft Stiften ähneln und sich einfach im Schulmäppchen verstecken lassen) gezielt die bisher wenig Tabak konsumierende Jugend abgeholt hat. Das ist statistisch sehr gut erkennbar.

 

Somit wäre es fatal, diese Produkte weniger streng zu regulieren.

 

Erst neulich haben bei einer Klassenfahrt meiner Schwester mehrere Schüler im Bus gevaped. Sie hat den Gestank gehasst und die Lehrer haben nicht eingegriffen. Sowas muss echt nicht sein.

6. Kommentar von :ohne Name 102144

Einstieg in die Nikotinabhängigkeit

Vapes sind der Beginn von Raucherkarrieren, schon im Jugendalter. An meiner Schule haben Zwölfjährige Vapes in der Hosentasche. Vapes sind massiv umweltschädlich. Sie bestehen aus Plastik und haben sogar eine Batterie und weitere schädliche Bauteile (Sondermüll). Die Menschheit braucht sie nicht. Deshalb Verbot!

9. Kommentar von :Hendrik

Verkauf von Vapes

Meiner Meinung nach sollte der Verkauf von Vapes mit Geschmackssorten sofort gestoppt werden. Sie sollten einfach genauso verboten werden wie Menthol Zigaretten kommt ja im Endeffekt auf das gleiche raus.

63. Kommentar von :Markus Ense 104280

Dampfer sind Nichtraucher

Wer nur noch dampft und nicht mehr nebenbei noch raucht (Dual-User) ist faktisch Nichtraucher. Das wird ihnen jeder Arzt anhand der Lungenfunktionswerte nach einem Jahr des Umstiegs bestätigen können. Die komplette Regeneration des Lungengewebes dauert zwar noch 7 Jahre, aber in der Zeit sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, rauchbedingte Krankheiten […]

Wer nur noch dampft und nicht mehr nebenbei noch raucht (Dual-User) ist faktisch Nichtraucher. Das wird ihnen jeder Arzt anhand der Lungenfunktionswerte nach einem Jahr des Umstiegs bestätigen können. Die komplette Regeneration des Lungengewebes dauert zwar noch 7 Jahre, aber in der Zeit sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, rauchbedingte Krankheiten zu erleiden stetig.

 

In dieser Situation empfinden die Dampfer es als Zumutung, in Raucherkabinen z.B. an Flughäfen genötigt zu werden. Dort ist man dem Passivrauch und dem Gestank schutzlos ausgesetzt. Das kann nicht im Sinne des Nichtraucherschutzes sein! Eine Differenzierung ist hier durchaus sinnvoll und angebracht.

 

Stellen sie sich vor, sie möchten einen leckeren Kaffee trinken. Dafür müssen sie aber in eine alkoholgeschwängerte Bar mangels Alternative. Koffein und Alkohol sind beides keine gesundheitsfördernde Stoffe. Der Gesetzgeber wischt das weg mit dem Argument, es ist beides schädlich, daher ist es in seinen Augen gleich zu behandeln.

 

Was der Gesetzgeber dabei aber nicht berücksichtigt, ist das Schädigungspotential. Jedem wird wohl einleuchten, dass Koffein signifikant weniger schädlich ist als Alkohol. Eine Gleichsetzung wäre daher ein Fehler. Genauso verhält es sich auch mit dem Tabak (absorbiert sehr schädliche Verbrennungsstoffe) und der E-Zigarette (keine Verbrennung).

 

Natürlich ist der Konsum von Liquids nicht "gesund". Aber das behauptet auch niemand! die Wortschöpfung "gesündere Alternative" gibt es ausschließlich in den Medien. Dieser Begriff ist kürzer und einprägsamer als "deutlich weniger schädlich als..." und wird in seiner verkürzten Form deshalb in den Artikeln verwendet - auch wenn das nie jemand so gesagt hat.

 

Wie ging das doch gleich mit dem Framing...?

10. Kommentar von :102258

Jugendliche

Zum Schutz von Kinder- und Jugendlichen sollten der Verkauf von Vapes stark eingeschränkt werden. Oftmals verstehen diese nicht, dass Vapes sehr gesundheitsschädlich sind, da diese nach Melone oder Pfirsich schmecken. Dazu kommt noch das Problem mit dem Sondermüll und der falschen Entsorgung im Hausmüll.