Innovationspreis Lehmbau

Lehmbaupreis für vier innovative Projekte

Vier herausragende Lehmbauprojekte haben den Innovationspreis Lehmbau BW erhalten. Der Preis würdigt herausragende Bauten, Gebäudekonzepte und zukunftsweisende Innovationen aus dem Land, die sich mit Lehm als nachhaltigem Baustoff auseinandersetzen.

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Ministerin Nicole Razavi MdL (untere Reihe, 3.v.l.) und Staatssekretärin MdL (untere Reihe, 2.v.l.) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Innovationspreises Lehmbau BW 2025
Ministerin Nicole Razavi (untere Reihe, Dritte von links) und Staatssekretärin Andrea Lindlohr (untere Reihe, Zweite von links) mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Innovationspreises Lehmbau BW 2025

Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen hat vier herausragende Lehmbauprojekte mit dem Innovationspreis Lehmbau BW sowie eine Abschlussarbeit mit dem Nachwuchspreis Lehmbau BW ausgezeichnet. Bei der feierlichen Preisverleihung am Donnerstag, 23. Oktober 2025, im Rundofen in Zell am Harmersbach sagte die Ministerin Nicole Razavi: „Lehm ist einer der ältesten Baustoffe der Welt – und zugleich einer der zukunftsfähigsten. Seine natürliche Verfügbarkeit, die positiven Auswirkungen auf das Raumklima und sein geringer Energiebedarf machen ihn zu einem wichtigen Baustein für nachhaltiges Bauen. Die ausgezeichneten Projekte zeigen uns aber auch: Es braucht Know-how sowie passende Rahmenbedingungen, um die Vorteile des Baustoffs Lehm voll auszuschöpfen. Genau diese Balance zwischen Tradition und Innovation wollen wir mit dem Innovationspreis Lehmbau BW sichtbar machen.“

Der Innovationspreis Lehmbau BW wurde zum zweiten Mal verliehen. Der Preis würdigt herausragende Bauten, Gebäudekonzepte und zukunftsweisende Innovationen aus Baden-Württemberg, die im Zeitraum 1. Januar 2019 bis 31. Mai 2024 in Baden-Württemberg realisiert wurden und die sich intensiv mit Lehm als nachhaltigen Baustoff auseinandersetzen.

Die ausgezeichneten Projekte

Eine unabhängige Jury mit Fachleuten aus Bautechnik, Architektur sowie Handwerk und Politik hat aus allen 19 Einreichungen die besten Projekte ausgewählt. Bei der Auswahl wurde neben der beispielgebenden Materialverwendung und einer nachhaltigen, energieeffizienten Bauweise unter anderem auch Wert auf das Nutzungskonzept, die Anpassungsfähigkeit der Räume, Aufenthaltsqualität, Ästhetik und eine gute Baukultur gelegt. 

„Wer mit Lehm baut, baut klimaschonend“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen, Andrea Lindlohr: „Bauen mit Lehm spart Energie, nutzt regionale Ressourcen und schafft langlebige, gesunde Gebäude. Die prämierten Projekte zeigen eindrucksvoll, dass Klimaschutz und Baukultur zusammengehören – und dass Lehm dabei eine Schlüsselrolle spielen kann.“

Die Vorteile von Lehm

Lehm ist in vielen Böden enthalten und damit regional verfügbar. Da das Material im Erdaushub häufig enthalten ist, findet die Gewinnung als Nebenprodukt von Erdarbeiten statt. Durch die Aufbereitung des Materials und die Mischung von unterschiedlichen Lehmen lassen sich genormte Baustoffe herstellen. Für den Herstellungsprozess wird weniger Energie benötigt als bei mineralischen Baustoffen. Da der Lehm lediglich getrocknet wird, ist ein einfaches Recycling möglich. Damit kann er einen großen Beitrag für klima- und ressourcenschonendes Bauen und Sanieren leisten.

Neben den ökologischen Vorteilen hat Lehm auch einen positiven Einfluss auf das Raumklima. Er ist atmungsaktiv, kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Seine thermische Trägheit sorgt für ausgeglichene Temperaturen. Sichtbar belassene Lehmoberflächen haben eine warme, natürliche Ausstrahlung und eine behagliche Atmosphäre. 

Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen, Mediathek: Bilder zum Herunterladen

Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen: Innovationspreis Lehmbau BW