Forst

Wälder speichern Wasser und schützen vor Erosion

Der Tag des Waldes am 21. März rückt die Bedeutung der Wälder für Klima und Wasserhault in den Mittelpunkt. Pilotprojekte im Land zeigen, wie Mischwälder Klimaextremen wie Starkregen und Dürre besser standhalten können.

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Wasserrückhalt im Wald
Symbolbild

„Unser Waldboden wirkt wie ein großer Schwamm. Er nimmt Niederschläge auf und gibt sie zeitverzögert wieder ab. Regenwasser fließt dadurch langsamer ab und schützt vor Starkregen, Bodenabtrag und mindert das Risiko von Sturzfluten in Städten und Dörfern. Die verschiedenen Bodenschichten filtern das versickernde Wasser auf natürliche Weise, bevor es als sauberes Grundwasser zur Verfügung steht. Gerade im Sommer ist der Wald für viele Besucher ein angenehmer Ort, denn hier ist es oftmals kühler, da die Bäume über die Verdunstung auf ihren Blättern die Umgebungsluft abkühlen. Der Wald trägt so auch zur Wolkenbildung und lokalen Niederschlägen bei. Die Zunahme von Dürre- und Starkregenereignissen erfordert es, unsere Wälder zu klimaresilienten Mischwäldern umzubauen. Zudem sind weitere Maßnahmen, wie zum Beispiel die Gestaltung von Wasserquerungen im Bereich der Waldwege nötig, um das Wasser möglichst lange im Wald zurückzuhalten“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich des bevorstehenden internationalen Tag des Waldes am 21. März.

Der Klimawandel macht einen Umbau der Wälder notwendig. „Wir wissen heute, dass strukturreiche Mischwälder einen positiven Beitrag für die Regulierung des Wasserhaushalts leisten“, erklärte Minister Hauk. „Vor allem Laubmischwälder lassen in der laubfreien Zeit im Winter mehr Regen und Schnee bis zum Boden durchdringen, was die Neubildung von Grundwasser maßgeblich unterstützt“, betonte Hauk.

Pilotprojekte zum Wasserrückhalt im Wald

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt begleitet landesweit zahlreiche Projekte zum Wasserrückhalt im Wald. Die Projekte haben Pilotcharakter und werden daher wissenschaftlich begleitet, um so wertvolle Erfahrungen in der Wirksamkeit und Umsetzung verschiedener Maßnahmen zu sammeln. Die Palette an Maßnahmen reicht von einer Optimierung des Wasserabflusses an Waldwegen, über die Zwischenspeicherung von Oberflächenabfluss in Mulden oder Retentionsflächen, bis hin zu einer Renaturierung von Gewässern im Wald.