Nationalparkgesetz

Zum Gesetzentwurf allgemein

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Hier hatten Sie bis zum 14. August 2013 die Möglichkeit den Gesetzentwurf im Allgemeinen sowie die Präambel zu kommentieren und zu diskutieren.

Ihre Hinweise oder Anregungen zu konkreten Regelungsvorschlägen und Paragraphen des Gesetzentwurfes konnten Sie direkt zu dem betreffenden Gesetzesabschnitt abgeben.

Aufgrund der besonderen politischen Bedeutung der mit diesem Gesetz erfolgenden erstmaligen Ausweisung eines Nationalparks in Baden-Württemberg für die Region Nordschwarzwald, das Land und darüber hinaus hat sich die Landesregierung dafür entschieden, dem Nationalparkgesetz eine Präambel mit den Motiven und Zielsetzungen voranzustellen. Die Präambel stellt die Bewahrung der einzigartigen Naturlandschaft des Nationalparkgebiets im Bewusstsein der Verantwortung für die Erhaltung der Schöpfung für die heutige und kommende Generationen als wichtigste Intention der Errichtung des Nationalparks dar. Zugleich werden der Prozessschutz, die auf Naturerleben gestützte Umweltbildung und die aktive weitere Entwicklung des naturnahen Tourismus genannt:

Präambel

Im Bewusstsein der Verantwortung für den besonderen Schutz der für den nördlichen Schwarzwald charakteristischen von Bergmischwäldern geprägten hochwertigen Naturlandschaft im Interesse der Erhaltung der Schöpfung für die heutige und kommende Generationen errichtet das Land Baden-Württemberg mit diesem Gesetz einen Nationalpark, der die Kriterien für einen Nationalpark der Kategorie II der International Union for Conservation of Nature and Natural Re-sources (IUCN) und der Organisation Europarc in spätestens 30 Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes erfüllen soll.

Die Ausweisung als Nationalpark gewährleistet eine im Sinne des Prozessschutzes vom Menschen weitgehend unbeeinflusste natürliche Entwicklung in Teilen des Gebiets, die über einen Zeitraum von 30 Jahren sukzessive auf 75 Prozent der Gesamtfläche des Nationalparks ausgedehnt werden sollen. Zugleich ermöglicht der Nationalpark der Bevölkerung ein unverfälschtes und unmittelbares Naturerleben in Einklang mit den Zielsetzungen des Naturschutzes im Gebiet.

Der Nationalpark berücksichtigt in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord die Interessen der ortsansässigen Bevölkerung an der Sicherung und Entwicklung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie die Belange der regionalen Entwicklung der gewerblichen Wirtschaft und des nachhaltigen Tourismus.
Er setzt in diesen Bereichen neue Impulse für die Region, die an allen maßgeblichen Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Nationalpark gleichberechtigt mitwirkt.

Kommentare

Hier hatten Sie bis zum 14. August 2013 die Möglichkeit den Gesetzentwurf im Allgemeinen sowie die Präambel zu kommentieren und zu diskutieren. Vielen Dank für Ihre Kommentare!

85. Kommentar von :Ohne Name

nabu und bund

Klar, dass hier die großen Naturschutzverbände wieder mitmischen. Aber nur weil man Mitglied in diesem Verein ist heißt das noch lange nicht, dass man auch Naturschützer ist. Wurde nicht erst vor kurzem über die Korruption der großen Naturschutzverbände im Fernsehen berichtet. Wenn die Politik etc korrupt ist, dann ist der Aufschrei groß, aber wenn […]

Klar, dass hier die großen Naturschutzverbände wieder mitmischen. Aber nur weil man Mitglied in diesem Verein ist heißt das noch lange nicht, dass man auch Naturschützer ist. Wurde nicht erst vor kurzem über die Korruption der großen Naturschutzverbände im Fernsehen berichtet. Wenn die Politik etc korrupt ist, dann ist der Aufschrei groß, aber wenn es Naturschutzverbände sind, dann sagt keiner was, denn diese haben ja das gute im Menschen für sich okkupiert. Jetzt kommen aber wieder gleich viele, die eingeschnappt sind und das Kommentar disliken. Genauso wie wenn man euch sagen möchte, dass Biomais doch nicht so Bio ist. Oder Holz aus anderen Ländern importiert werden muss. Oder Windkraft... Ihr seid getriebene eurer Ideologie.

 

 

daserste.ndr.de/panorama/archiv/2012/umweltverbaende103.html

88. Kommentar von :Ohne Name

Um was geht es eigentlich?

Die ethisch-politische Notwendigkeit zur Durchsetzung eines großräumigen Naturschutzgebiets ist nicht von der Hand zu weisen. Warum aber sind manche Leute vor Ort (ich sage bewusst nicht Betroffene) dagegen? Weil ein "Medienprofi" das Argument ANGST in immer neuen Variationen anbietet und weil leider die Lokalpolitiker teils aus Machtsicherung und […]

Die ethisch-politische Notwendigkeit zur Durchsetzung eines großräumigen Naturschutzgebiets ist nicht von der Hand zu weisen. Warum aber sind manche Leute vor Ort (ich sage bewusst nicht Betroffene) dagegen? Weil ein "Medienprofi" das Argument ANGST in immer neuen Variationen anbietet und weil leider die Lokalpolitiker teils aus Machtsicherung und teil aus einer Art Fraktionszwang heraus sich drei Mal wenden und sich dann der vermeintlichen Mehrheit hingeben. Und das Verteilen von Portalen und Infrastrukturmaßnahmen verursacht bei manchem Bürgermeister leuchtende Augen. Die Argumentation ist allerdings oft hahnebüchen: Als Mensch bin ich dafür, meine Bürger könnten aber dagegen sein. Was das übergeordnete Gremium, was meine Partei? Vielleicht sollte sich mancher Gegner fragen, von welcher Seite er geblendet wird. Bald kommen noch Argumente, dass der Schwarzwald aussterben wird und von Ossis, Käferzählern und Verkopften übernommen wird. Auch wenn ich bei der letzten Landtagswahl Grün gewählt habe - der Nationalpark hat mit Parteipolitik nichts zu tun - es ist einfach an der Zeit, das zu Ende zu bringen, was die CDU vor Jahren schon angestoßen hat.

226. Kommentar von :Ohne Name

Zu 220

Ja ich habe den Ausdruck 1. April auch nur benutzt um die Kuriosität dieses Widerspruches zu unterstreichen.   10000 ha Wald, der nicht berührt werden darf, können nicht den Wald und die Pflanzen ersetzen, die durch Vollernter kaputt gemacht werden. Ich habe bei Gott nicht die Absicht hier Holzfällern den schwarzen Peter zuzuschieben. Fakt ist, […]

Ja ich habe den Ausdruck 1. April auch nur benutzt um die Kuriosität dieses Widerspruches zu unterstreichen.

 

10000 ha Wald, der nicht berührt werden darf, können nicht den Wald und die Pflanzen ersetzen, die durch Vollernter kaputt gemacht werden. Ich habe bei Gott nicht die Absicht hier Holzfällern den schwarzen Peter zuzuschieben. Fakt ist, dass dieser Minister für den Einsatz solcher Waldzerstörungsmonster zuständig ist. Sie sind wahrlich technische Meisterwerke, wenn man die Geländegängigkeit und Kraft betrachtet, ökologisch sind diese jedoch der Wahnsinn. Es gibt weitaus bessere Möglichkeiten das Holz aus dem Wald zu holen. Rückepferde oder Holzernte mit dem Seilkran. Diese verursachen am Boden keine Schäden und andere Pflanzen werden nicht in Mitleidenschaft gezogen. In Kanada werden Bäume z.B, mit dem Helikopter aus dem Wald transportiert. Die Äste, die auf dem Boden zurück bleiben, könnte man zerhäckseln und verheizen. Jedoch bleiben sie auf dem Waldboden liegen und es dauert Jahre, bis Pflanzen dort wieder Fuß fassen können.

 

Mit 6 Mio, p.a. kann man viel Anfangen und mann kann mehr Natur schützen als 10000 ha.

Es ist ja nicht nötig von heute auf morgen damit anzufangen. Es hätte ja gereicht zu sagen dass man erst im Umkreis von 30 km um Auerhahnreviere, an niederschlagstarken Hängen, auf sensiblen Böden, in der Nähe von Naturschutzgebieten darauf verzichtet und dann später flächendeckend auf diese Vollernter verzichtet.

 

Desweitern wird es kommen, dass die Grünen den Nationalpark für Wahlkampfzwecke benutzen und sich damit Rühmen, dass Sie 10000 ha beruhigt haben. Gefeiert wird dann der Erhalt der heimischen Natur obwohl so gut wie gar nichts gemacht wird. Man kann so viel für die Natur machen mit dem Geld, um wesentlich mehr Artenschutz zu betreiben. Auch der Artikel von Prof. Dr. Dr. Paul Müller, der hier verlinkt wurde und den ich gelesen habe sollte einem doch zu Denken geben. Möchte Alexander Bonde wirklich am Niedergang des Niederwildes Schuld sein?

 

Ich wollte dieses Frühjahr eine Wildapotheke anlegen. Eine Blumen und Kräutermischung, die dazu dient dem Niederwild Deckung und wertvolle Äsung zu bieten. Eine extrem wertvolle Maßnahme für die ausgeräumten Landschaften und die abgeholzten Hecken. Der ha Blumenmischung kostet dort um die 150€ zuzüglich Düngung und Maschinen, so dass ein ordentlicher Betrag zu Stande kommt. Desweiteren kann ich die ja auch nicht Pflanzen wo ich will. Mais bringt halt mehr Geld als eine Blumenwiese, wirtschaftlich betrachtet, ökologisch nicht. Als Student kann man jedoch schlecht mal 500€ auf den Tisch legen und sagen, ich lege jetzt einen Wildacker an. Warum gibt es dort keine Förderung. Keinen Topf, der Menschen fördert, die aktiv etwas tun wollen und nicht nur einen beruhigten Wald besuchen. 

94. Kommentar von :Ohne Name

Sinn und Zweck des Nationalparks.

ich will es ganz kurz und knapp auf den Punkt bringen. Wir haben einen grünen Ministerpräsidenten und der muß eben seine "Spuren" hinterlassen. Dieser Nationalpark ist füer mich rein politisch motiviert und entbehrt jeglicher Grundlage, da ja ohnehin der größte Teil des Gebietes bereits unter Schutz steht. Ein weiterer Beweis der politisch […]

ich will es ganz kurz und knapp auf den Punkt bringen. Wir haben einen grünen Ministerpräsidenten und der muß eben seine "Spuren" hinterlassen. Dieser Nationalpark ist füer mich rein politisch motiviert und entbehrt jeglicher Grundlage, da ja ohnehin der größte Teil des Gebietes bereits unter Schutz steht. Ein weiterer Beweis der politisch bedingten Schaffung des Parks ist, daß er aus 2 Hälften besteht. Wo ist hier die Vernetzung ? Wo der Sinn ? Der Herr MP und seine Partei müssen sich vor Augen halten, daß er ohnehin nur ein "Protestministerpräsident" ist, da es Mappus mit seiner CDU einfach gründlich vergeigt hatte. Einen politischen Nationalpark, der mir als Mensch und Erholungssuchenden nur Beschränkungen bringt, brauchen wir ebenfalls nicht. Bezeichnend ist natürlich auch, daß man auf keinen Fall auf einen Bußgeldkatalog verzichten will. Grünes Gedankengut soll hier wohl mit der Peitsche "gelehrt" werden. Eine Umfrage hat auch erwiesen, daß der Park abgelehnt wird. Trotzdem wird er politisch durchgedrückt und den Wählern als akzeptiert und tolle Sache verkauft. Demokratie geht anders. Ich muß das alles ablehnen.

 

Manfred Seiler

77815 Bühl

38. Kommentar von :Ohne Name

Antworten zu : Auerwild, Rotwild, Jäger, Touris u. Co.

Was glauben sie warum der Auerhahn ein ursprünglicher Vogel im Schwarzwald ist ? Eben, weil der ursprüngliche Wald vielfältig ist - weil er sich stetig entwickelt - nach dem Prinzip Werden und Vergehen...und dabei offensichtlich Möglichkeiten u.a. für das Auerwild im Schwarzwald schafft - also nur keine Sorge vor dem "bedrohlichen […]

Was glauben sie warum der Auerhahn ein ursprünglicher Vogel im Schwarzwald ist ? Eben, weil der ursprüngliche Wald vielfältig ist - weil er sich stetig entwickelt - nach dem Prinzip Werden und Vergehen...und dabei offensichtlich Möglichkeiten u.a. für das Auerwild im Schwarzwald schafft - also nur keine Sorge vor dem "bedrohlichen Zuwachsen"....denn gerade wenn alte große Bäume natürlich fallen dürfen schaffen sie immer wieder neue größere Freiflächen, Veränderungen...eben auch z.B. neue "Balzplätze" etc.

Ja - und das vom (nicht nur heimischen) Jäger so gehegte Rotwild im Nordschwarzwald, hm ? Von wegen...da werden Wege für die Apfeltrestermüllentsorgung und Anfütterung genutzt, weil sie ja gute Schussbahnen bilden...gleichsam Lockstoffe/Hormone für Füchse u. anderes Wild reichlich verstreut sobald, bzw. schon bevor die Jagdsaison beginnt...und zu-bzw. angefüttert wird nicht dann, wenn der Winter extrem lang oder streng ist, sondern v.a. dann, wenn die lieben Jägersleute ihre Schusserlaubnis haben....diese Jäger, die dann aber andererseits immer gerne lauthals verkünden, dass das "böse Rotwild" ohne Jäger den ganzen Wald vernichten würde...dabei haben gerade v.a. die so "naturliebenden" Jäger u. Förster nicht nur das Rotwild in den Wald ge - und vertrieben. In lange nicht bejagden Revieren wurde vielfach nachgewiesen, dass das Rotwild normalerweise viel weniger scheu, tagaktiver und v.a. eben ursprünglich eher ein Wiesen/Rand/"Licht"waldbewohner ist....tja.....wir selbst haben sie zum "Bäumchenfressen" geradezu erzogen u. getrieben....u. auch sie werden dafür sorgen, dass der Nationalpark nicht "zu schwarz" wird...ganz sicher.

V.a. dann, wenn das Rotwild im NP endlich einmal die Möglichkeit hat sich wirklich im Schwarzwald gerade auch im Winter in dringend benötigte "Ruhezonen" zurückziehen zu können ( nämlich gerade durch die besonders geschützten u. für "alle Menschen" gesperrten Bereiche in den Kernzonen des NPs )....sie, also das zunehmend weniger scheu werdende Rotwild, werden dann im Sommer schon dafür sorgen, dass die Freiflächen frei bleiben, damit sie sich ihrer ursprünglichen Natur nach wieder natürlicher u. gesünder (angstfreier) entwickeln dürfen und können.

Denn bisher wurden die Freiflächen von den "ach so guten naturliebenden" ehrenamtlichen Jägern v.a. für bessere Sichtverhältnisse zum Erschießen der Wildtiere genutzt m.M.n. ( ich schätze dass im Schnitt mindestens alle 300 Meter im Radius ein Jagdsitz im Nordschwarzwald steht )....also von wegen Naturliebe der Jäger ( natürlich gibt es zum Glück auch Ausnahmen ).

Gerade für weniger Störung ( v.a. im Winter ) soll und wird der NP ( also besonders geschützte Bereiche in den Kernzonen ) sorgen, denn dann ist es erstmals im Schwarzwald möglich, dass größere Flächen rigoros gesperrt werden (eben nicht nur für Touristen, sondern auch um eben dort ein allzu lautes rücksichtsloses "einheimisches Ausleben der Heimatliebe" verhindern zu können u. nicht zuletzt ohne Waldarbeiter u. v.a. ohne von "Trophäenjägern" erschossen/erschreckt zu werden etc. ), so dass Auerhahn, Rotwild u. Co. wenigstens dort gute, bzw. bessere Chancen haben den zuweilen harten langen Winter im Schwarzwald heil überstehen zu können. Dann braucht das Wild auch keine Zufütterung mehr u. die Mortalitätsraten werden natürlich sein.

Den Zustand des Schwarzwaldes haben wir m.E. in erster Linie hier dem Land selbst u. seinen Bediensteten zu verdanken...v.a. weil "dank Lothar" u. Co, saurem Regen/Waldsterben, Borkenkäferplage durch Fichtenmonokulturen u. dem wachsenden Bewusstsein über die globale Umweltzerstörung/Artensterben und die damit verbundenen zunehmend belastenden teuren schrecklichen Folgen (Wassermangel, Millionen Hungernde/Flüchtlinge, Ressourcenkriege etc. ) ganz langsam sich ein "Umdenken" in Gang gesetzt hat...auch in der Fortwirtschaft u. selbst in manchen Jagdverbänden....und eben nicht den so "waldliebenden Einheimischen", die sich bisher nur selten über den Tourismus massiv/ernsthaft beklagt haben, vom dem sie seit Jahrzehnten - im Vergleich - nicht so schlecht leben, oder ?

Natürlich sollen hier keine Touristenmassen durch unseren kleinen NP "gekarrt" werden, denn dies würde ja das primäre Ziel des NPs konterkarrieren, aber der ein oder andere Naturliebhaber wird vermutlich den NP als zusätzliche Motivation für einen Besuch nutzen, oder einen Tag länger bleiben etc......zudem gibt es inzwischend genügend positive Beispiele u. Möglichkeiten um daraus einen "Öko-bzw. sanften Tourismus" gestalten/entwickeln zu können.

Der Wald und unsere einzigartige Natur brauchten keine Großväter.....sie wachsen von ganz alleine....ganz natürlich...u. es wäre schön unseren Kindeskindern davon noch etwas zeigen zu können, und damit "unseren Ursprung" bewahren u. von ihm endlich lernen zu können "MIT DER NATUR LEBEN ZU KÖNNEN".

MfG, Tannemoggel

47. Kommentar von :Ohne Name

Endlich wird er verwirklicht

Es freut mich sehr, dass der Nationalpark nun kommt. Jeder, der wirklich unberührten Wald schon erlebt hat, weiss von der Faszination die davon ausgeht. Der Gesetzesentwurf ist gelungen, alle Beteiligten werden in die künftige Entwicklung durch den Nationalparkrat/-beirat angemessen einbezogen.   Warum die Gegner den jetzigen "gepflegten" Wald […]

Es freut mich sehr, dass der Nationalpark nun kommt.

Jeder, der wirklich unberührten Wald schon erlebt hat, weiss von der Faszination die davon ausgeht.

Der Gesetzesentwurf ist gelungen, alle Beteiligten werden in die künftige Entwicklung durch den Nationalparkrat/-beirat angemessen einbezogen.

 

Warum die Gegner den jetzigen "gepflegten" Wald so schützenswert finden kann ich nicht nachvollziehen.

Was ist an eintönigen, artenarmen, düsteren Fichtenwäldern so toll?

Über diese schnellwachsenden Monokulturen freut sich eigentlich nur die Sägeindustrie, die in den Anliegergemeinden die Bevölkerung ja ganz erfolgreich aufgewiegelt hat.

 

Die vielzitierten "80% Gegner" aus diesen Anliegergemeinden - ich kanns nicht mehr hören.

Diese stellen doch k e i n e n repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung in B-W dar!

Waren in einer großflächigeren Umfrage nicht 51% für den Nationalpark?

Wenige Anliegergemeinden dürfen doch nicht über ein Gebiet bestimmen, das allen Bürgern gehört. Das wäre undemokratisch und hat daher richtigerweise auch keinen Einfluss auf den Entscheidungsprozess.

 

Es sind doch auch nur 1% der Waldfläche in B-W!

75% werden davon einmal Kernzone = gerade mal 0,75% der gesamten Waldfläche B-W.

Wem es da wirklich nicht gefällt oder wer da nicht mehr rein darf, der kann sich doch in den übrigen 99,25% vergnügen.

Weshalb also eine solche Aufregung?

 

Das angeblich gefährdete Auerwild (wegen zuwachsender Flächen) ist ein Beispiel dafür, wie hier Stammtischparolen nachgebetet werden, statt sich selber richtig zu informieren. Dazu hätte es genügt, die hier eingestellte Gesetzesbegründung zu lesen. Die ist immer interessanter als das Gesetz selbst.

 

Die für das Auerwild notwendigen Flächen m ü s s e n freigehalten werden.

Vgl. Gesetzesbegründung Abschnitt 1 zu § 3 (Schutzzweck) :

"Während Kare und Moore dem Prozessschutz überlassen werden können, sind andere Bereich wie die Grinden nur durch Pflegemaß-nahmen dauerhaft zu erhalten. Sie werden daher der Managementzone im Sinne von § 9 Absatz 1 Nummer 3 zuzuordnen sein. .........

Schutzzweck ist nach Nummer 5 ferner in den bereits durch Verordnung zu Vogelschutzgebieten erklärten Flächen die Erhaltung und Entwicklung der ebenfalls im Anhang aufgeführten geschützten Vogelarten dieser Gebiete. Insoweit gehen die europarechtlichen Natur- und Artenschutzvorschriften dem Nationalen Recht und damit auch dem Prozessschutzgedanken vor. Soweit zur Durchsetzung des Europäischen Naturschutzrechts auf Dauer Pflegeeingriffe erforderlich sind, werden die Lebensraumtypen und Habitate der Managementzone im Sinne von § 9 Absatz 1 Nummer 3 zugeordnet."

 

Gegenargument ist auch, dass auf großen Freiflächen (z.B. durch Sturmwurf) in den noch vorhandenen Fichtenmonokulturen wiederum überwiegend Fichten aufkommen (würden).

Aber gerade gegen diese Monokulturen wird ja in dem 30jährigen Entwicklungszeitraum (hoffentlich mit Nachdruck) vorgegangen!

Wieder die Gesetzesbegründung Abschnitt 1 zu § 3:

".... Um diesen Prozess [Waldfläche soll sich natürlich entwickeln] gezielt zu fördern, bedarf es in den noch nicht naturnah ausgebildeten Waldbeständen genau abgestimmter waldbaulicher Pflegemaßnahmen und W a l d u m b a u mit dem Ziel, in entsprechend der potentiell natürlichen Vegetation die Initialzündung für Mischwälder mit Tanne und Buche sowie Kiefer und einem entsprechend verminderten Anteil von Fichte zu setzen."

 

Während also außerhalb des Nationalparks die dort weiterhin vorhandenen und von den NP-Gegnern so geliebten düsteren Fichtenwälder wegen dem Klimastress allmählich eingehen (und den Borkenkäfer erfreuen), haben wir dann im NP vermehrt einen lichten, artenreichen Buchenmischwald.

Und da lässt es sich dann auch viel schöner Wandern als "im dunklen Tann".

92. Kommentar von :Ohne Name

Unterdrückung

Die Grünen werden nicht wieder gewählt. Es ist schön, dass sich die Grünen in den Bundesländern so schlecht anstellen, denn das schwächt die Grünen auf Bundesebene. Wollt Ihr euch wirklich unterdrücken lassen. Wollt Ihr wirklich einen Staat des totalen Verbotes, einen Staat, in dem man bei allem was man tut Angst haben muss das Falsche zu tun. […]

Die Grünen werden nicht wieder gewählt. Es ist schön, dass sich die Grünen in den Bundesländern so schlecht anstellen, denn das schwächt die Grünen auf Bundesebene. Wollt Ihr euch wirklich unterdrücken lassen. Wollt Ihr wirklich einen Staat des totalen Verbotes, einen Staat, in dem man bei allem was man tut Angst haben muss das Falsche zu tun. Schaut Euch doch die Pläne der Grünen an. Tempo 30 in der Innenstadt, Nationalparks gegen den Willen der Bevölkerung, etc. etc. Es reicht.

129. Kommentar von :Ohne Name

Allgemeingut

Die Gebietskulisse umfasst ausschließlich Staatswälder und die gehören uns Bürgern von Baden- Württemberg. Die Nationalparkgegner sollten das nicht als ihr Privateigentum, über das sie alleine verfügen können sehen. Die Bürger unseres Landes wollen mehrheitlich den Nationalpark. Die Befragungen/ Abstimmungen in den umliegenden Gemeinden waren nicht […]

Die Gebietskulisse umfasst ausschließlich Staatswälder und die gehören uns Bürgern von Baden- Württemberg. Die Nationalparkgegner sollten das nicht als ihr Privateigentum, über das sie alleine verfügen können sehen. Die Bürger unseres Landes wollen mehrheitlich den Nationalpark. Die Befragungen/ Abstimmungen in den umliegenden Gemeinden waren nicht auf das "Ob", sondern auf das "Wie" eines Nationalparks bezogen, das musste jedem klar sein. Die Landesregierung hat sich bei der Verwaltung des Staatseigentums schon auch an die Bürger unseres Landes, nicht nur an die Anlieger zu halten.

239. Kommentar von :Ohne Name

Nationalpark

Grundsätzlich begrüße ich das Vorhaben einen Nationalpark auszuweisen in vollem Umfang. Der Gebietsvorschlag (zwei Teilgebiete) stellt aus naturschutzfachlicher Sicht keine optimale Lösung dar, ist aber wohl den Besitzverhältnissen geschuldet. Man sollte unbedingt bemüht sein, die beiden Teilbereiche zusammenzuführen.

97. Kommentar von :Ohne Name

Mehrheitsverhältnisse im Nationalparkrat

Die Sitzverteilung im Nationalparkrat sollte bezüglich der Gemeinden nach Flächenanteil erfolgen. Es kann nicht sein, dass eine Gemeinde, die 60% der Fläche stellt nur mit einem Sitz vertreten ist. Demokratische Grundsätze sollten auch für dieses Gremium gelten.