Es hat sich gezeigt, dass die G8 Gymnasien nur genommen werden, wenn die G9 Schulen voll sind.
Die Schulen, die beides anbieten können, haben nur wenige, die G8 wählen (2 - 3 im Vergleich zu 800 SuS).
Wenn Schulen beides anbieten müssen, geht das bei kleineren überhaupt nicht. Dann können viele Kurse nicht angeboten werden, weil
Es hat sich gezeigt, dass die G8 Gymnasien nur genommen werden, wenn die G9 Schulen voll sind.
Die Schulen, die beides anbieten können, haben nur wenige, die G8 wählen (2 - 3 im Vergleich zu 800 SuS).
Wenn Schulen beides anbieten müssen, geht das bei kleineren überhaupt nicht. Dann können viele Kurse nicht angeboten werden, weil Räumlichkeiten und Personal fehlen. Das geht zu Lasten der Qualität!
Die Möglichkeit für schnell lernende SuS bestand schon immer in besonderen Fördermöglichkeiten und schlussendlich Überspringen von Klassen bei besonderer Begabung.
32.
Kommentar von :ohne Name 62905
G9 für alle!
Schon die Einführung von G8 war ein Fehler!
9 Jahre Gymnasium waren perfekt.
Die Klasse 11 als Puffer zwischen Mittelstufe und Kursstufe wird seit G8 schmerzlich vermisst. Oft kommt es jetzt vor, dass Schüler, um ihnen den mittleren Bildungsabschluss zu ermöglichen, gnädigerweise von 10 nach 11 versetzt werden. Dann sitzen sie aber gleich in der
Schon die Einführung von G8 war ein Fehler!
9 Jahre Gymnasium waren perfekt.
Die Klasse 11 als Puffer zwischen Mittelstufe und Kursstufe wird seit G8 schmerzlich vermisst. Oft kommt es jetzt vor, dass Schüler, um ihnen den mittleren Bildungsabschluss zu ermöglichen, gnädigerweise von 10 nach 11 versetzt werden. Dann sitzen sie aber gleich in der Kursstufe, und es ist eine Katastrophe.
Viele, vor allem männliche Schüler, sind "Spätzünder", erlangen erst im Lauf von Klasse 13, die es nun nicht mehr gibt, wirkliche persönliche Reife. Die persönliche Reife wirkt sich oft positiv auf die Leistungen aus.
Völlig klar ist, dass man, wenn man mehr Zeit hat, sich intensiver mit Lerninhalten auseinandersetzen und vertiefter und vor allem auch nachhaltiger lernen kann. G8 gleicht einem Galopp durch den Lehrplan, Inhalte wurden damals praktisch nicht reduziert. Schüler lernen sich Bulimie-Wissen an und haben oftmals zu Beginn der Kursstufe eklatante Lücken im Grundwissen. Im Gegenzug wird die Kursstufe immer anspruchsvoller, und es kommen - IQB sei Dank - immer noch mehr Inhalte dazu. Was für eine Diskrepanz!
Nicht zuletzt dient Schule nicht nur der Aneignung von Wissen, sondern auch der Persönlichkeitsbildung. Hobbys, Mitgestaltung des Schullebens, vertieftes Nachdenken über Lebens- und Gesellschaftsfragen - all dies ist wichtig und kommt doch bei G8 permanent zu kurz.
Man hat das Gefühl, die grüne Regierung (die CDU hält sich ja weitgehend raus bzw. hält still, obwohl sie uns zusammen mit der FDP das Schlamassel ja eingebrockt hat), ist allein ideologisch unterwegs, indem sie dauernd sagt, dass ein 9-jähriger Weg ja über die Gemeinschaftsschulen oder die beruflichen Gymnasien möglich sei. Dabei verkennt sie völlig, dass beide Alternativen pädagogisch und inhaltlich und oft vom Niveau her etwas völlig Anderes sind als ein grundständiges Gymnasium, wo die Vorbereitung aufs Abitur in Klasse 5 beginnt. Die Gemeinschaftsschule wird zum Erfolg verdammt, und wenn sie keinen Erfolg hat, werden die Ergebnisse schöngeredet.
In Wirklichkeit geht es der Regierung um die Abschaffung des Gymnasiums überhaupt.
11.
Kommentar von :ohne Name 57808
Den 9-jährigen Weg zum Abitur gibt's bereits
Den 9-jährigen Weg zum Abitur gibt's bereits: entweder über mittlere Reife an der Realschule mit nachfolgendem Abitur am beruflichen Gymnasium oder dem Besuch einer Gemeinschaftsschule mit allgemeinbildendem Abitur.
Für sehr viele Abiturienten scheint aber ohnehin ein Studium sowieso nicht mehr das Ziel zu sein.
Weswegen sollte man dann jetzt
Den 9-jährigen Weg zum Abitur gibt's bereits: entweder über mittlere Reife an der Realschule mit nachfolgendem Abitur am beruflichen Gymnasium oder dem Besuch einer Gemeinschaftsschule mit allgemeinbildendem Abitur.
Für sehr viele Abiturienten scheint aber ohnehin ein Studium sowieso nicht mehr das Ziel zu sein.
Weswegen sollte man dann jetzt auf Biegen und Brechen nochmal flächendeckend G9 einführen?
16.
Kommentar von :RoF
Nachteile des G8
Das achtjährige Gymnasium mit seiner jetzigen Oberstufe hat aus meiner Sicht vor allem zwei Nachteile:
Die Stundenpläne der zweijährigen Kursstufe sind überfrachtet, Unterricht in der 10./11. Stunde ist zunehmend die Regel. Das bedeutet, dass die SchülerInnen kaum noch Zeit und Energie für umfangreichere Hausaufgaben haben, schließlich wollen sie
Das achtjährige Gymnasium mit seiner jetzigen Oberstufe hat aus meiner Sicht vor allem zwei Nachteile:
Die Stundenpläne der zweijährigen Kursstufe sind überfrachtet, Unterricht in der 10./11. Stunde ist zunehmend die Regel. Das bedeutet, dass die SchülerInnen kaum noch Zeit und Energie für umfangreichere Hausaufgaben haben, schließlich wollen sie nicht all ihre Hobbys aufgeben. Das selbstständige Arbeiten zu Hause ist aber vor allem in der Oberstufe unabdingbar.
Ein zweites Problem ist aus meiner Sicht die frühe Einführung der zweiten Fremdsprache in Klasse 6. Im alten G9 begann die zweite Fremdsprache in Klasse 7, was die Möglichkeit geboten hat, erst einmal zwei Jahre lang Sicherheit im Erlernen der ersten Fremdsprache zu gewinnen.
Ein G9 mit einer dreijährigen Oberstufe wäre eine gute Möglichkeit, in beiden Fällen eine Verbesserung zu erreichen.
28.
Kommentar von :ohne Name 62611
G8/G9
Schon die Einführung von G8 war ein riesengroßer Fehler, viele andere Bundesländer sind schon zu G9 zurück - wir sollten auch nicht länger damit warten zum Wohle unserer Kinder, die bei den vollgefüllten Stundenplänen und Nachmittagsunterricht kaum noch Zeit für´s Lernen haben oder für Hobbys.
17.
Kommentar von :ohne Name 61921
G9 flächendeckend
Aus eigener langjähriger Erfahrung am Gymnasium mit G9 kann ich berichten, dass das eine Jahr eben doch einen gewaltigen Unterschied macht! Die Schülerinnen und Schüler sind reifer, gelassener, haben auch noch Zeit für etwas anderes und das Arbeiten mit ihnen ist ein anderes.
Außerdem - die meisten nutzen das eingesparte Jahr zum Chillen und nur
Aus eigener langjähriger Erfahrung am Gymnasium mit G9 kann ich berichten, dass das eine Jahr eben doch einen gewaltigen Unterschied macht! Die Schülerinnen und Schüler sind reifer, gelassener, haben auch noch Zeit für etwas anderes und das Arbeiten mit ihnen ist ein anderes.
Außerdem - die meisten nutzen das eingesparte Jahr zum Chillen und nur sehr wenige zum Arbeiten oder Studieren. Warum also nicht wieder allen mehr Zeit geben. G9 flächendeckend! Jetzt!
9.
Kommentar von :Tacheles
Bildung ist unser wichtigster Wirtschaftsfaktor
Es geht nicht nur um die Frage, wie mit G8 und G9 umgegangen wird, sondern es sollte debattiert werden, wie wir unseren wichtigsten Wirtschaftsfaktor, nämlich unser geistiges und körperliches Kapital zukunftsfähig machen. (Bodenschätze etc. haben wir ja quasi keine.)
Dazu gehört meines Erachtens, dass die Politik unsere Gesellschaft, insbesondere
Es geht nicht nur um die Frage, wie mit G8 und G9 umgegangen wird, sondern es sollte debattiert werden, wie wir unseren wichtigsten Wirtschaftsfaktor, nämlich unser geistiges und körperliches Kapital zukunftsfähig machen. (Bodenschätze etc. haben wir ja quasi keine.)
Dazu gehört meines Erachtens, dass die Politik unsere Gesellschaft, insbesondere Eltern schulpflichtiger Kinder, komplett informiert, was unser Schulsystem bietet und wie die Anschlüsse an die Arbeitswelt aussehen. Wie schon in anderen Kommentaren mehrfach erwähnt, haben wir nämlich G9 über Realschule/Gemeinschaftsschule/Werkrealschule/Berufsfachschule + berufliche Gymnasien. Das hat sogar den Vorteil, dass bis dahin die Jugendlichen besser erkennen, wo ihre Stärken und Vorlieben liegen. Dadurch können sie sich nach KLasse 10 die passende gyymnasiale Oberstufe aussuchen. Außerdem nimmt dieser Weg den Druck, den manche Eltern und über diese auch deren Kinder bereits in der 4. Klasse spüren, wenn es darum geht, die weiterführende Schule zu wählen.
Ein wirtschaftlich-politischer Aspekt ist sicherlich, ob viele (unqualifizierte) Studierende die Zielgröße sind, weil man wenig hilfreichen internationalen Tests nacheifert, die nicht zwingend zum praktizierten Unterrichtsmodell passen oder ob man Fehler anderer Länder gar nicht erst macht, sondern Bewährtes beibehält. Würde man Lezteres wählen, wäre es klug, G8 wirklich nur für besonders gute Schüler*innen vorzusehen und als Fördergymnasium zu betrachten, bei dem alle, die das Niveau nicht erbringen können frühzeitig in Klasse 5/6 durch Nichtversetzung in die Realschule verwiesen werden. Spätzünder und gute Schüler*innen könnten über Realschulen zu qualifizierten Auszubildenden werden, die wir so dringend benötigen und - bei entsprechender Eignung - über berufliche Gymnasien auch problemlos noch studieren. Das würde dann auch die Realschulen stärken und aufwerten. Als Folge davon wären Gemeinschaftsschulen und die wenigen Hauptschulen keine Auffangbecken mehr, sondern solide Schularten, die primär auf eine Ausbildung vorbereiten. Und auch da ist wieder Information gefragt, denn an Beruflichen Schulen kann sowohl ein dem Hauptschulabschluss gleichwertiger Schulabschluss nachgeholt als auch nach der Hauptschule ein dem mittleren Bildungsabschluss gleichwertiger Abschluss gemacht werden. Auch in der Ausbildung kann durch entsprechend gute Leistung aus dem Hauptschulabschluss ohne Zusatzprüfung ein mittlerer Bildungsabschluss werden. Und wer nach der Ausbildung möchte, kann in mehreren Jahren in Teilzeit oder in einem Vollzeitjahr die Fachhochschulreife erwerben und dann an einer FH oder in der gemachten Fachrichtung auch an einer Uni studieren.
Die Beruflichen Schulen sind diesbezüglich fast eine eierlegende Wollmilchsau und es gibt - zumindest in Baden-Württemberg - eigentlich keinen Abschluss ohne Anschluss. Nur weiß das kaum jemand!!!
Mein Votum bezüglich der obigen Kernfrage:
Wir brauchen G8 und G9.
G8 für alle Überflieger in Form Allgemeinbildender Gymnasien und G9 als Komposition aus mittlerem Bildungsabschluss (Realschule) und Beruflichen Gymnasien für all jene, die gute Schüler*innen sind oder eben nicht schon in der 4. Klasse leistungsmäßig aufdrehen.
Das darf aber keinesfalls losgelöst von restlichen Bildungssystem entschieden werden und die Informationen müssen vorab direkt (übers Fernsehen und social media) zu allen Menschen kommen, damit die Verunsicherung vor dem unbekannten Alternativweg, der dann der neue Regelweg für viele sein wird, schwindet. Und vor allem müssen wir endlich erkennen, dass unser Wohlstand auf Bildung und Fleiß fußt und uns Bildung nicht zu teuer sein darf und wir auch aufhören müssen, immer noch mehr nach Freizeit, Entlastung und Spaß zu streben. Arbeit strengt an, das sollten auch unsere Kinder lernen. (Wobei ich keinesfalls möchte, dass es wie in Südkorea ausartet.)
31.
Kommentar von :Mr. Gandalf
G9 für alle ermöglichen!
Wie können die letzten Landesregierungen so penetrant den eindeutigen Willen der Bürger ignorieren?
Das macht mich echt fassungslos.
Allen Familien sollte auf Wunsch der G9 Bildungsgang ermöglicht werden - nicht nur denen, die zufällig in der Nähe einer der Modellschulen wohnen.
12.
Kommentar von :Michael Hirn
Aufgaben des Gymnasiums zuerst klären
Bevor über die Dauer der Lernzeit an den Gymnasien entschieden wird muss geklärt werden, welche Inhalte und Kompetenzen Schüler*innen am Gymnasien dort erwerben sollen. Bei der Umsetzung von G8 wurde das versäumt und im Wesentlichen wurde der gleiche Stoff in weniger Zeit gequetscht. Gleichzeitig gibt es über die Ergebnisse am Gymnasien
Bevor über die Dauer der Lernzeit an den Gymnasien entschieden wird muss geklärt werden, welche Inhalte und Kompetenzen Schüler*innen am Gymnasien dort erwerben sollen. Bei der Umsetzung von G8 wurde das versäumt und im Wesentlichen wurde der gleiche Stoff in weniger Zeit gequetscht. Gleichzeitig gibt es über die Ergebnisse am Gymnasien (Abschulungsquote; Qualifikation der Studierenden) deutliche Problemanzeigen. Ohne eine inhaltliche Grundsatzklärung werden alle organisatorischen Änderungen verpuffen.
15.
Kommentar von :ohne Name 59794
G9 - für alle!
Bitte gebt unseren Kindern Zeit zu lernen, zu wachsen, sich bewusst zu werden wohin es gehen soll und nehmt den Druck raus!
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G9 für alle
Es hat sich gezeigt, dass die G8 Gymnasien nur genommen werden, wenn die G9 Schulen voll sind.
Die Schulen, die beides anbieten können, haben nur wenige, die G8 wählen (2 - 3 im Vergleich zu 800 SuS).
Wenn Schulen beides anbieten müssen, geht das bei kleineren überhaupt nicht. Dann können viele Kurse nicht angeboten werden, weil
Es hat sich gezeigt, dass die G8 Gymnasien nur genommen werden, wenn die G9 Schulen voll sind.
Die Schulen, die beides anbieten können, haben nur wenige, die G8 wählen (2 - 3 im Vergleich zu 800 SuS).
Wenn Schulen beides anbieten müssen, geht das bei kleineren überhaupt nicht. Dann können viele Kurse nicht angeboten werden, weil Räumlichkeiten und Personal fehlen. Das geht zu Lasten der Qualität!
Die Möglichkeit für schnell lernende SuS bestand schon immer in besonderen Fördermöglichkeiten und schlussendlich Überspringen von Klassen bei besonderer Begabung.
G9 für alle!
Schon die Einführung von G8 war ein Fehler!
9 Jahre Gymnasium waren perfekt.
Die Klasse 11 als Puffer zwischen Mittelstufe und Kursstufe wird seit G8 schmerzlich vermisst. Oft kommt es jetzt vor, dass Schüler, um ihnen den mittleren Bildungsabschluss zu ermöglichen, gnädigerweise von 10 nach 11 versetzt werden. Dann sitzen sie aber gleich in der
Schon die Einführung von G8 war ein Fehler!
9 Jahre Gymnasium waren perfekt.
Die Klasse 11 als Puffer zwischen Mittelstufe und Kursstufe wird seit G8 schmerzlich vermisst. Oft kommt es jetzt vor, dass Schüler, um ihnen den mittleren Bildungsabschluss zu ermöglichen, gnädigerweise von 10 nach 11 versetzt werden. Dann sitzen sie aber gleich in der Kursstufe, und es ist eine Katastrophe.
Viele, vor allem männliche Schüler, sind "Spätzünder", erlangen erst im Lauf von Klasse 13, die es nun nicht mehr gibt, wirkliche persönliche Reife. Die persönliche Reife wirkt sich oft positiv auf die Leistungen aus.
Völlig klar ist, dass man, wenn man mehr Zeit hat, sich intensiver mit Lerninhalten auseinandersetzen und vertiefter und vor allem auch nachhaltiger lernen kann. G8 gleicht einem Galopp durch den Lehrplan, Inhalte wurden damals praktisch nicht reduziert. Schüler lernen sich Bulimie-Wissen an und haben oftmals zu Beginn der Kursstufe eklatante Lücken im Grundwissen. Im Gegenzug wird die Kursstufe immer anspruchsvoller, und es kommen - IQB sei Dank - immer noch mehr Inhalte dazu. Was für eine Diskrepanz!
Nicht zuletzt dient Schule nicht nur der Aneignung von Wissen, sondern auch der Persönlichkeitsbildung. Hobbys, Mitgestaltung des Schullebens, vertieftes Nachdenken über Lebens- und Gesellschaftsfragen - all dies ist wichtig und kommt doch bei G8 permanent zu kurz.
Man hat das Gefühl, die grüne Regierung (die CDU hält sich ja weitgehend raus bzw. hält still, obwohl sie uns zusammen mit der FDP das Schlamassel ja eingebrockt hat), ist allein ideologisch unterwegs, indem sie dauernd sagt, dass ein 9-jähriger Weg ja über die Gemeinschaftsschulen oder die beruflichen Gymnasien möglich sei. Dabei verkennt sie völlig, dass beide Alternativen pädagogisch und inhaltlich und oft vom Niveau her etwas völlig Anderes sind als ein grundständiges Gymnasium, wo die Vorbereitung aufs Abitur in Klasse 5 beginnt. Die Gemeinschaftsschule wird zum Erfolg verdammt, und wenn sie keinen Erfolg hat, werden die Ergebnisse schöngeredet.
In Wirklichkeit geht es der Regierung um die Abschaffung des Gymnasiums überhaupt.
Den 9-jährigen Weg zum Abitur gibt's bereits
Den 9-jährigen Weg zum Abitur gibt's bereits: entweder über mittlere Reife an der Realschule mit nachfolgendem Abitur am beruflichen Gymnasium oder dem Besuch einer Gemeinschaftsschule mit allgemeinbildendem Abitur.
Für sehr viele Abiturienten scheint aber ohnehin ein Studium sowieso nicht mehr das Ziel zu sein.
Weswegen sollte man dann jetzt
Den 9-jährigen Weg zum Abitur gibt's bereits: entweder über mittlere Reife an der Realschule mit nachfolgendem Abitur am beruflichen Gymnasium oder dem Besuch einer Gemeinschaftsschule mit allgemeinbildendem Abitur.
Für sehr viele Abiturienten scheint aber ohnehin ein Studium sowieso nicht mehr das Ziel zu sein.
Weswegen sollte man dann jetzt auf Biegen und Brechen nochmal flächendeckend G9 einführen?
Nachteile des G8
Das achtjährige Gymnasium mit seiner jetzigen Oberstufe hat aus meiner Sicht vor allem zwei Nachteile:
Die Stundenpläne der zweijährigen Kursstufe sind überfrachtet, Unterricht in der 10./11. Stunde ist zunehmend die Regel. Das bedeutet, dass die SchülerInnen kaum noch Zeit und Energie für umfangreichere Hausaufgaben haben, schließlich wollen sie
Das achtjährige Gymnasium mit seiner jetzigen Oberstufe hat aus meiner Sicht vor allem zwei Nachteile:
Die Stundenpläne der zweijährigen Kursstufe sind überfrachtet, Unterricht in der 10./11. Stunde ist zunehmend die Regel. Das bedeutet, dass die SchülerInnen kaum noch Zeit und Energie für umfangreichere Hausaufgaben haben, schließlich wollen sie nicht all ihre Hobbys aufgeben. Das selbstständige Arbeiten zu Hause ist aber vor allem in der Oberstufe unabdingbar.
Ein zweites Problem ist aus meiner Sicht die frühe Einführung der zweiten Fremdsprache in Klasse 6. Im alten G9 begann die zweite Fremdsprache in Klasse 7, was die Möglichkeit geboten hat, erst einmal zwei Jahre lang Sicherheit im Erlernen der ersten Fremdsprache zu gewinnen.
Ein G9 mit einer dreijährigen Oberstufe wäre eine gute Möglichkeit, in beiden Fällen eine Verbesserung zu erreichen.
G8/G9
Schon die Einführung von G8 war ein riesengroßer Fehler, viele andere Bundesländer sind schon zu G9 zurück - wir sollten auch nicht länger damit warten zum Wohle unserer Kinder, die bei den vollgefüllten Stundenplänen und Nachmittagsunterricht kaum noch Zeit für´s Lernen haben oder für Hobbys.
G9 flächendeckend
Aus eigener langjähriger Erfahrung am Gymnasium mit G9 kann ich berichten, dass das eine Jahr eben doch einen gewaltigen Unterschied macht! Die Schülerinnen und Schüler sind reifer, gelassener, haben auch noch Zeit für etwas anderes und das Arbeiten mit ihnen ist ein anderes.
Außerdem - die meisten nutzen das eingesparte Jahr zum Chillen und nur
Aus eigener langjähriger Erfahrung am Gymnasium mit G9 kann ich berichten, dass das eine Jahr eben doch einen gewaltigen Unterschied macht! Die Schülerinnen und Schüler sind reifer, gelassener, haben auch noch Zeit für etwas anderes und das Arbeiten mit ihnen ist ein anderes.
Außerdem - die meisten nutzen das eingesparte Jahr zum Chillen und nur sehr wenige zum Arbeiten oder Studieren. Warum also nicht wieder allen mehr Zeit geben. G9 flächendeckend! Jetzt!
Bildung ist unser wichtigster Wirtschaftsfaktor
Es geht nicht nur um die Frage, wie mit G8 und G9 umgegangen wird, sondern es sollte debattiert werden, wie wir unseren wichtigsten Wirtschaftsfaktor, nämlich unser geistiges und körperliches Kapital zukunftsfähig machen. (Bodenschätze etc. haben wir ja quasi keine.)
Dazu gehört meines Erachtens, dass die Politik unsere Gesellschaft, insbesondere
Es geht nicht nur um die Frage, wie mit G8 und G9 umgegangen wird, sondern es sollte debattiert werden, wie wir unseren wichtigsten Wirtschaftsfaktor, nämlich unser geistiges und körperliches Kapital zukunftsfähig machen. (Bodenschätze etc. haben wir ja quasi keine.)
Dazu gehört meines Erachtens, dass die Politik unsere Gesellschaft, insbesondere Eltern schulpflichtiger Kinder, komplett informiert, was unser Schulsystem bietet und wie die Anschlüsse an die Arbeitswelt aussehen. Wie schon in anderen Kommentaren mehrfach erwähnt, haben wir nämlich G9 über Realschule/Gemeinschaftsschule/Werkrealschule/Berufsfachschule + berufliche Gymnasien. Das hat sogar den Vorteil, dass bis dahin die Jugendlichen besser erkennen, wo ihre Stärken und Vorlieben liegen. Dadurch können sie sich nach KLasse 10 die passende gyymnasiale Oberstufe aussuchen. Außerdem nimmt dieser Weg den Druck, den manche Eltern und über diese auch deren Kinder bereits in der 4. Klasse spüren, wenn es darum geht, die weiterführende Schule zu wählen.
Ein wirtschaftlich-politischer Aspekt ist sicherlich, ob viele (unqualifizierte) Studierende die Zielgröße sind, weil man wenig hilfreichen internationalen Tests nacheifert, die nicht zwingend zum praktizierten Unterrichtsmodell passen oder ob man Fehler anderer Länder gar nicht erst macht, sondern Bewährtes beibehält. Würde man Lezteres wählen, wäre es klug, G8 wirklich nur für besonders gute Schüler*innen vorzusehen und als Fördergymnasium zu betrachten, bei dem alle, die das Niveau nicht erbringen können frühzeitig in Klasse 5/6 durch Nichtversetzung in die Realschule verwiesen werden. Spätzünder und gute Schüler*innen könnten über Realschulen zu qualifizierten Auszubildenden werden, die wir so dringend benötigen und - bei entsprechender Eignung - über berufliche Gymnasien auch problemlos noch studieren. Das würde dann auch die Realschulen stärken und aufwerten. Als Folge davon wären Gemeinschaftsschulen und die wenigen Hauptschulen keine Auffangbecken mehr, sondern solide Schularten, die primär auf eine Ausbildung vorbereiten. Und auch da ist wieder Information gefragt, denn an Beruflichen Schulen kann sowohl ein dem Hauptschulabschluss gleichwertiger Schulabschluss nachgeholt als auch nach der Hauptschule ein dem mittleren Bildungsabschluss gleichwertiger Abschluss gemacht werden. Auch in der Ausbildung kann durch entsprechend gute Leistung aus dem Hauptschulabschluss ohne Zusatzprüfung ein mittlerer Bildungsabschluss werden. Und wer nach der Ausbildung möchte, kann in mehreren Jahren in Teilzeit oder in einem Vollzeitjahr die Fachhochschulreife erwerben und dann an einer FH oder in der gemachten Fachrichtung auch an einer Uni studieren.
Die Beruflichen Schulen sind diesbezüglich fast eine eierlegende Wollmilchsau und es gibt - zumindest in Baden-Württemberg - eigentlich keinen Abschluss ohne Anschluss. Nur weiß das kaum jemand!!!
Mein Votum bezüglich der obigen Kernfrage:
Wir brauchen G8 und G9.
G8 für alle Überflieger in Form Allgemeinbildender Gymnasien und G9 als Komposition aus mittlerem Bildungsabschluss (Realschule) und Beruflichen Gymnasien für all jene, die gute Schüler*innen sind oder eben nicht schon in der 4. Klasse leistungsmäßig aufdrehen.
Das darf aber keinesfalls losgelöst von restlichen Bildungssystem entschieden werden und die Informationen müssen vorab direkt (übers Fernsehen und social media) zu allen Menschen kommen, damit die Verunsicherung vor dem unbekannten Alternativweg, der dann der neue Regelweg für viele sein wird, schwindet. Und vor allem müssen wir endlich erkennen, dass unser Wohlstand auf Bildung und Fleiß fußt und uns Bildung nicht zu teuer sein darf und wir auch aufhören müssen, immer noch mehr nach Freizeit, Entlastung und Spaß zu streben. Arbeit strengt an, das sollten auch unsere Kinder lernen. (Wobei ich keinesfalls möchte, dass es wie in Südkorea ausartet.)
G9 für alle ermöglichen!
Wie können die letzten Landesregierungen so penetrant den eindeutigen Willen der Bürger ignorieren?
Das macht mich echt fassungslos.
Allen Familien sollte auf Wunsch der G9 Bildungsgang ermöglicht werden - nicht nur denen, die zufällig in der Nähe einer der Modellschulen wohnen.
Aufgaben des Gymnasiums zuerst klären
Bevor über die Dauer der Lernzeit an den Gymnasien entschieden wird muss geklärt werden, welche Inhalte und Kompetenzen Schüler*innen am Gymnasien dort erwerben sollen. Bei der Umsetzung von G8 wurde das versäumt und im Wesentlichen wurde der gleiche Stoff in weniger Zeit gequetscht. Gleichzeitig gibt es über die Ergebnisse am Gymnasien
Bevor über die Dauer der Lernzeit an den Gymnasien entschieden wird muss geklärt werden, welche Inhalte und Kompetenzen Schüler*innen am Gymnasien dort erwerben sollen. Bei der Umsetzung von G8 wurde das versäumt und im Wesentlichen wurde der gleiche Stoff in weniger Zeit gequetscht. Gleichzeitig gibt es über die Ergebnisse am Gymnasien (Abschulungsquote; Qualifikation der Studierenden) deutliche Problemanzeigen. Ohne eine inhaltliche Grundsatzklärung werden alle organisatorischen Änderungen verpuffen.
G9 - für alle!
Bitte gebt unseren Kindern Zeit zu lernen, zu wachsen, sich bewusst zu werden wohin es gehen soll und nehmt den Druck raus!