Mobilität

Radverkehr

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Ein wichtiges Instrument ist der Einsatz von Radkoordinatorinnen und Radkoordinatoren. Das Gesetz stellt eine Finanzierung dieser Stelle in jedem Stadt- und Landkreis sicher. Radwege werden dadurch in Baden-Württemberg systematisch weiter ausgebaut. Ziel ist, mit dem RadNETZ ein sicheres und lückenloses Wegenetz für den Radverkehr zu erhalten. Die Radkoordinatorinnen und Radkoordinatoren stellen das RadNETZ fertig.

Teil 2, Abschnitt 1: Radverkehr

Kommentare

Sie konnten den Abschnitt „Radverkehr“ des Landesmobilitätsgesetzes (PDF) bis zum 1. Oktober 2024, 17 Uhr, kommentieren. Vielen Dank für Ihre Kommentare!

13. Kommentar von :ohne Name 37263

Sicherheit Fehlanzeige

Ich fahre meinen Arbeitsweg mit dem Fahrrad und privat mit Anhänger zum Einkaufen etc. . Es gibt einen gut ausgeschilderten Radweg über die 20 km die ich zur Arbeit zurücklege. Leider führt dieser durch Industriegelänge, durch kleine Ortschaften und über einspurige geteerte Feldwege die allesamt vom Autoverkehr frequentiert werden. Als […]

Ich fahre meinen Arbeitsweg mit dem Fahrrad und privat mit Anhänger zum Einkaufen etc. . Es gibt einen gut ausgeschilderten Radweg über die 20 km die ich zur Arbeit zurücklege. Leider führt dieser durch Industriegelänge, durch kleine Ortschaften und über einspurige geteerte Feldwege die allesamt vom Autoverkehr frequentiert werden. Als Fahrradfahrer fühle ich mich hier nicht sicher und muss ständig mit großer Vorsicht fahren. Jetzt in der dunklen Jahreszeit fühle ich mich trotz Licht noch unsicherer von KfZs/ LKWs übersehen zu werden. Es würde sehr helfen den Radverkehr vom Auto durch bauliche Maßnahmen abzutrennen. Diese gestrichelten Linien auf der Fahrbahn machen das Fahrgefühl auch nicht sicherer. Autos haben meines Erachtens auf Schleichwegen abseits der großen Straßen nichts verlohren. Man könnte sehr große zusammenhängende Radwegenetze ohne viel Geld bekommen, wenn man einfach die ganzen einspurigen Nebenstraßen und Waldwege für den Autoverkehr unzugänglich macht und dies für den Radverkehr ordentlich ausschildert.

Wenn in Ortschaften Bauarbeiten sind führen die Umleitungen auch über die Radfernwege. Hier macht sich absolut niemand Gedanken um die Fahrradfahrer, dass diese nun einer erhöhten Gefahr ausgesetzt sind. Auch werden Baustellenschilder für den Autoverehr und noch allerleih Zeugs einfach auf Fahrradwege gestellt und damit das befahren behindert oder gar unmöglich gemacht. Autos parken einfach auf den angrenzenden Fahrradwegen zum Ausladen etc. . Das müsste ordentlich bestraft werden. Fußgänger spazieren mit einer Selbstverständlichkeit auf nur für den Fahrradverkehr freigegebenen Wegen und fühlen sich dann auch noch gegängelt. Hier müsste auch härter durchgegriffen werden.

Viele Fahrradwege in der Stadt sind nicht auf Fahrräder mit Anhängern oder Lastenfahrräder ausgelegt. Ich kann mit Anhänger nicht einfach auf dem Gesteig fahren, dieser ist meist zu schmal. Noch dazu, wenn der Fußverkehr hier auch noch gehen soll oder mal wieder was in den Weg gestellt wurde für Baustellen. Fahrradständer für Mountainbikes sind vielerorts nicht vorhanden.

16. Kommentar von :ohne Name 110538

Fahrradführerschein-Pflicht zur Erhöhung der Sicherheit von Kindern und Jugendlichen!

Um die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen zu erhöhen und auch um den Radverkehr nicht durch den ÖPNV zu kannibalisieren, muss es eine Fahrrad-"Führerschein"-Pflicht geben. Es muss auch Kurse für Kinder/Jugendliche ohne jegliche Fahrrad-Vorerfahrung geben.

Ggf. muss das Land passende Mietfahrräder kostengünstig anbieten.

14. Kommentar von :Jürgen Eichenbrenner

Radnetz Wegführung außerorts

Das Radnetz soll außerorts nach Möglichkeit nicht parallel zu Landstraßen geplant und gebaut werden, weil bei jeder Feldwegeinfahrt und Kreuzung umständliche Schleifen für Radwege angelegt werden. Es ist unattraktiv direkt neben schnellem, lautem und blendendem motorisierten Verkehr zu radeln und es gibt für manche Verbindungen kürzere Wegstrecken, […]

Das Radnetz soll außerorts nach Möglichkeit nicht parallel zu Landstraßen geplant und gebaut werden, weil bei jeder Feldwegeinfahrt und Kreuzung umständliche Schleifen für Radwege angelegt werden. Es ist unattraktiv direkt neben schnellem, lautem und blendendem motorisierten Verkehr zu radeln und es gibt für manche Verbindungen kürzere Wegstrecken, weil Radwege nicht so kurvig gebaut werden müssen wie KfZ-Straßen. Mancherorts wäre die Asphaltierung eines Waldweges kürzer, einfacher und vor allem flächenschonender als einen neuen zusätzlichen Radweg neben einer bestehenden Kreis-, Land- oder Bundesstraße anzulegen. Die Einsparung von Flächen in solchen Fällen sollte mit Bedenken vom Naturschutz abgewogen werden, wenn dadurch weniger Boden für Verkehrsflächen versiegelt wird.

8. Kommentar von :Michael Schimpf

Müsst ihr noch irgendwelche Parteifreunde mit leistungslosen Jobs versorgen?

Der ideale Lebenslauf eines Grünen ist es, nach einem 22-Semester-Soziologiestudium Radfahrbeautragter in Kiel zu werden (Guido Westerwelle).

Kommentar vom Moderator

Anmerkung der Redaktion

Sehr geehrter Herr Schimpf,

bitte achten Sie beim Verfassen Ihrer Kommentare auf unsere Netiquette.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Online-Redaktion

12. Kommentar von :Karin
Dieser Kommentar wurde durch den Nutzer gelöscht.
15. Kommentar von :Astrid Blin

Sicherheit und Sharing

Das Radnetz Vorhaben ist ein sehr gutes Ziel und hat in den letzten Jahren meines Erachtens schon sehr gute Fortschritte gemacht. Zu bedenken ist, dass durch die Veränderungen oft gefährliche Missverständnisse zwischen Rad- und Autofahrern entstehen. Eine bessere Beschilderung über ob und wo Radfahrer fahren dürfen/sollen wäre hilfreich, so wie […]

Das Radnetz Vorhaben ist ein sehr gutes Ziel und hat in den letzten Jahren meines Erachtens schon sehr gute Fortschritte gemacht. Zu bedenken ist, dass durch die Veränderungen oft gefährliche Missverständnisse zwischen Rad- und Autofahrern entstehen. Eine bessere Beschilderung über ob und wo Radfahrer fahren dürfen/sollen wäre hilfreich, so wie Radwege die nicht nur durch farblicher Markierung markiert, sondern auch physisch abgetrennt sind.

 

Die Einführung von Shared Bicycle Konzepten hat viele Städte Europas dynamisch und natürlich in fahrradfreundliche Städte wandeln lassen, siehe z.B. Valencia in den letzten 10-20 Jahren. Mehr Initiativen in die Richtung wären auch hierzulande sehr hilfreich.

18. Kommentar von :ohne Name 111282

Bedarfsplanung

Es sollte zwingend eine genaue Bedarfsplanung berücksichtigt werden. Radwegbau und Radweginstandhaltung sind teuer. Hier wird das Geld der Bürger (Steuern) verwendet. Es ist deshalb zwingend, dass Steuern nur dann ausgegeben werden, wenn es dafür auch einen nachweisbar hohen Bedarf gibt.   Vor dem Neubau von Radwegen beziehungsweise vor dem […]

Es sollte zwingend eine genaue Bedarfsplanung berücksichtigt werden. Radwegbau und Radweginstandhaltung sind teuer. Hier wird das Geld der Bürger (Steuern) verwendet. Es ist deshalb zwingend, dass Steuern nur dann ausgegeben werden, wenn es dafür auch einen nachweisbar hohen Bedarf gibt.

 

Vor dem Neubau von Radwegen beziehungsweise vor dem Rückbau von Radwegen sollte deshalb zwingend der Bedarf gutachterlich ermittelt werden. Dabei sollte die Bedarfsermittlung von einem unabhängigen Gutachter durchgeführt werden, damit es nicht zu Interessenskonflikte kommen kann.

 

Bei der Bedarfsermittlung sollte insbesondere berücksichtigt werden, wie viel Fahrradfahrer voraussichtlich den Radweg nutzen werden. Dabei sollte ein Zeithorizont von circa zehn Jahren betrachtet werden.

 

Ermittelt das Gutachten nur einen geringen Bedarf, sollte der Radweg nicht gebaut werden. Ermittelt das Gutachten einen ausreichend hohen Bedarf, kann der Radweg gebaut werden beziehungsweise der Rückbau eines Radweges unterbleibt.

 

Bei einem gutachterlich ermittelten ausreichend hohen Bedarf sollte dann aber zwingend geprüft werden, ob es Alternativen zum Radwegbau gibt. Welche dies sind, ist von Einzelfall zu Einzelfall zu entscheiden.

20. Kommentar von :Förster

Verkehrserziehung auf dem Rad bereits ab der 1. Klasse

Die Verkehrserziehung findet in der Regel erst in der 3. oder 4. Klasse statt. Dabei zeigt sich, dass viele Kinder motorisch noch unsicher auf dem Rad sitzen oder gar nicht fahren können. Das führt dazu, dass erlernte Verkehrsregeln nicht umgesetzt werden können. Zugleich müssen Kinder ab dem 10. Lebensjahr absolut sicher, zuverlässig und […]

Die Verkehrserziehung findet in der Regel erst in der 3. oder 4. Klasse statt. Dabei zeigt sich, dass viele Kinder motorisch noch unsicher auf dem Rad sitzen oder gar nicht fahren können.

Das führt dazu, dass erlernte Verkehrsregeln nicht umgesetzt werden können.

Zugleich müssen Kinder ab dem 10. Lebensjahr absolut sicher, zuverlässig und selbstständig auf der Straße im Verkehr mitfahren, wenn es keine Radwege gibt.

Deshalb sollte der Umgang mit dem Rad bereits ab der 1. Klasse verbindlicher Teil des Unterrichts an der Grundschule sein. In diesem Zusammenhang bietet sich der Sport- oder Sachkundeunterricht oder eine Art landesweite Projektwoche an.

 

Motorisch sichere Kinder haben auch die Möglichkeit, ein angemessenes Blickberhalten zu erlernen, die Richtung anzuzeigen und nötigen Falls einhändig zu bremsen.

22. Kommentar von :Förster

Winterdienst auf Radwegen

Radwege sind ganzjährige Alltagswege. Um die Mobilität zu gewährleisten, müssen Radwege ebenso wie Straßen von Schnee und Eis geräumt werden. Sonst müssen Menschen, die wie ich vom Auto aufs Rad umgestiegen sind, bei schlechtem Wetter völlig legal auf die Straße ausweichen. Dort ergeben sich vor allem für die Radfahrer erhebliche zusätzliche […]

Radwege sind ganzjährige Alltagswege. Um die Mobilität zu gewährleisten, müssen Radwege ebenso wie Straßen von Schnee und Eis geräumt werden. Sonst müssen Menschen, die wie ich vom Auto aufs Rad umgestiegen sind, bei schlechtem Wetter völlig legal auf die Straße ausweichen. Dort ergeben sich vor allem für die Radfahrer erhebliche zusätzliche Risiken, die nicht hinnehmbar sind.

 

Radfahren soll für möglichst viele Menschen eine ganzjährige Alternative zum PKW werden. Damit das möglich ist, muss die Diskriminierung beim Winterdienst aufhören.

19. Kommentar von :Förster

Radverkehrskoordinator:innen brauchen Vetorecht

- Radverkehrskoordinator:innen brauchen ein Vetorecht für den Fall von mangelhafter oder gar fehlender Planung von Radinfrastruktur. So wird die Nachhaltigkeit von investierten Steuergeldern abgesichert.   - Nach Unfällen mit Schwerverletzten (nicht erst mit Toten), müssen Kreuzungen unmittelbar auf die Möglichkeit hin untersucht werden, die […]

- Radverkehrskoordinator:innen brauchen ein Vetorecht für den Fall von mangelhafter oder gar fehlender Planung von Radinfrastruktur. So wird die Nachhaltigkeit von investierten Steuergeldern abgesichert.

 

- Nach Unfällen mit Schwerverletzten (nicht erst mit Toten), müssen Kreuzungen unmittelbar auf die Möglichkeit hin untersucht werden, die Verkehrsführung so zu optimieren, dass derartige Unfälle vermieden werden. (Vision Zero)

 

- Die Kommunen sollten zur Anlage baulich getrennter Radwege verpflichtet werden.

 

- Die Kommunen sollten dazu verpflichtet werden, Falschparker, die Sicherheit und Mobilitätsrechte der Bevölkerung gefährden oder einschränken, konsequent zu verfolgen. Dazu sollten einfach zu nutzende Möglichkeiten der Privatanzeige eingerichtet werden. Die Kommunen müssen Rechenschaft über die Anzahl der Anzeigen und ihre Ordnungsmaßnahmen im statistischen Sinne leisten.