Wir stellen Ihnen hier den Abschnitt 6 des Gesetzentwurfes vor. Sie hatten die Möglichkeit diesen bis zum 15. Mai 2014 zu kommentieren und zu diskutieren.
Der sechste Abschnitt enthält zahlreiche neue Regelungen, welche bestimmte In-strumente und Einrichtungen im Rahmen des Wildtiermanagements vorsehen. Dazu gehören die aufeinander und auf die Managementstufen des ersten Abschnitts bezogenen Regelungen zum Monitoring, zum Wildtierbericht und zu besonderen Hegemaßnahmen. Der bereits bestehende Generalwildwegeplan erhält in diesem Abschnitt eine gesetzliche Grundlage. Als eigenständige Einrichtungen zur Erfüllung der Aufgaben des Wildtiermanagements erhalten die Hegegemeinschaften eine besondere gesetzliche Funktionsbeschreibung; sofern sie als Körperschaften des öffentlichen Rechts eingerichtet werden, sind die dafür erforderlichen Regelungen vorgesehen. Im Übrigen enthält der sechste Abschnitt angepasste Regelungen, die bereits das bisher geltende Recht vorgesehen hat, darunter die Regelungen zu Jagd- und Schonzeiten als das zentrale Steuerungsinstrument im Rahmen des Wildtiermanagements.
Kommentare
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§ 41-2 Jagdruhe im Frühjahr
Diese Bestimmung zeigt wie realitätsfern die Macher des Gesetzentwurfes sind. Außerhalb von den großen Waldgebieten wie Schönbuch, Rammert, Schwarzwald usw. besteht Baden Württemberg aus einer Vielzahl von kleinen im Feld verstreuten Wäldchen. Hier die Jagd im Wald zu verbieten kommt einem generellen Jagdverbot gleich. Und was soll diese Regelung überhaupt? Wenn man dem Wild wirklich Ruhe gönnen wollte müsste in der fraglichen Zeit ein allgemeines Betretungsverbot erlassen werden. Das würde aber Wählerstimmen kosten und da muss der Tierschutz halt zurückstehen.
Der Papst
Papst Franziskus sagte vor kurzem : wir müssen den Tieren ihre Würde zurückgeben.
Wo bleibt der Tierschutz und die Würde von Tieren in der Jagd ?
Schliefenanlagen, Totschlagfallen , Fuchsbaujagden , Hasenjagd .......................................................................
Diese Jagdmethoden sind in der heutigen Zeit ethisch nicht mehr vertretbar.
Wie können Jäger ihre Jagdhunde an lebenden Tieren ausbilden und am Sonntag in der Kirche sitzen?
Sind Jäger Atheisten ? Bin etwas ratlos Harald Späth
Zu 66. Kommentar Herr Dittmann
Sehr geehrter Herr Dittmann,
wie Sie richtig bemerken, ist mein Kommentator - also SIE - von wenig Fachwissen kontaminiert.
In dem hier besprochenen Gesetz geht es nicht um die Ausräumung der Landschaft, nicht um fehlgeleitete Agrarsubventionen, nicht um falsche Chemikaliengesetzgebung in Bezug auf Pestizide, nicht um die Energiewende, sondern um - richtig - Jagd und Wildtiermanagement.
Sie sind herzlich eingeladen, die von mir angelegten Benjeshecken oder gepflegten Wallhecken zu besichtigen. Diese Arbeit machen wir zusammen mit dem BUND regelmäßig, manchmal auch zusammen mit örtlichen Jägern. Bei neuen Windrädern habe ich mich ausgiebig um ökologisch sinnvolle Ausgleichsmaßnahmen bemüht.
Alle diese Maßnahmen bringen aber herzlich wenig, wenn nicht gleichzeitig der Prädationsdruck auf die gefährdeten Arten reduziert wird - hierzu gibt es genug wissenschaftliche Ausarbeitungen. Und freilaufende Katzen stellen nun mal eine der größten Gefahren für viele Singvögel und Kleinsäuger dar.
Sie schreiben, man kann den Katzen das Fangen von Tieren nicht per Gesetz verbieten, aber man kann durchaus Ihren Haltern vorschreiben, dass ein Gartenzaun eben ausbruchsicher für Katzen gestaltet wird - in den USA und Australien inzwischen schon gängige Praxis. Warum sollen Katzenhalter ihr Tier auf Kosten der Allgemeinheit und der Natur, vor allem der bedrohten Arten halten dürfen ?
Nein, der Gesetzgeber darf hier nicht Katzenschutzpolitik betreiben, sondern Naturschutz !
Dr. Christian Criegee, NABU-Mitglied
zu 60 und 63: Angeblich genetische Weitergabe
Ich staune immer mehr, welch weltfremde abstruse Theorien von Jagdgegnern hier mittlerweile vertreten werden, wenn die Sachargumente ausgehen.
Da ist wohl jedes Mittel recht ...
Und genau das ist das Problem: Wenn man von Natur keine Ahnung hat, aber alles besser weiß!
Jetzt wird beim Wild schon genetisch an die nächste Generation weitergegeben, wenn sie bejagt wird.
Sollte das angeblich so sein: Bitte SERIÖSE Quellenangaben!
Ich behaupte ja auch nicht, dass die Einstellung gegen die Jagd dazu führt, dass diese von Marsmenschen infiltriert sind und langfristig auf's Gehirn schlagen.
Geht's noch?
Was kommt als Nächstes? Jäger sind Taliban oder Mitglied von Al-Qaida? Die Achse des Bösen?
Oder planen Sie den Weltaufstand?
Hätten manche wohl gerne!
So langsam fehlen mir dazu echt die Worte ...
Aber ich finde es wirklich schlimm, wenn unsere Landesregierung auf solche verwirrten Menschen hört. Allerdings erklärt das manches.
Anmerkung der Redaktion
Sehr geehrte/r Haller,
wir freuen uns über lebendige und kontroverse Debatten auf dem Beteiligungsportal der Landesregierung. Denn Demokratie lebt von der Meinungsvielfalt und auch vom Streit in der Sache. Damit die Diskussion auf dem Beteiligungsportal fruchtbar ist und niemanden frustriert, müssen sich aber alle wie bei einer persönlichen Unterhaltung an gewisse Regeln halten. Diese Regeln haben wir in unserer Netiquette festgehalten.
Kurz zusammengefasst besagen die Regeln, dass alle Beteiligten auf dem Beteiligungsportal ein Mindestmaß an Fairness und Respekt gegenüber anderen Personen und Meinungen aufbringen müssen. Nicht zulässig sind also etwa rassistische, fremdenfeindliche, sexistische oder in anderer Weise beleidigende Kommentare. Bei Nichteinhaltung dieser Regeln sind wir leider gezwungen, Kommentare zu löschen.
Bitte halten auch Sie sich an die Netiquette, damit auch alle anderen Nutzerinnen und Nutzer des Beteiligungsportals von einer fairen und sachlichen Debatte profitieren können. Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Redaktionsteam
Nachhaltigkeit, Jagd u. Wildtiersschutz - wer hats erfunden
Sehr geehrte Damen u. Herren,
Dümmer wie grün gehts ja kaum noch. Nicht die Grünen, EU oder irgendwelche Intelligenten aus Industrie oder sonst wo her haben die Nachhaltigkeit in Forst, Jagd u. Natur erfunden.
*Wer hats erfunden*!! Das Ganze - (Nachhaltigkeit) entstand schon vor ca. 800 Jahren durch unsere Landwirtschaft, Jäger u. Forst und durch niemanden anderst. Da brauchen wir keine OBERSCHLAUEN, GRÜNE ODER NATURSCHUTZPARKS für 10 Mio. oder Stilllegungsflächen usw.!!!! Sehr geehrter Herr Blonde schon früher wurde mit Maß u. Ziel, Gewissenhaftigkeit, Ehrlichkeit und Respekt (anderst wie heutzutage)!!!!!!!!!! gewirtschaftet u. geerntet.
Man sieht ja was Grün erreicht, Alternative Energieen ohne Zukunftskonzepte oder in der Landwirtschaft in Sachen Tierschutz, Getreide oder Maissorten.usw. Die Deutschen und auch kleineren Mischbetriebe werden durch Auflagen ..Tierhaltung/ Schutz zum Aufgeben gezwungen dadurch entstehen schöne Großfarmen mit Massenproduktion und nicht Bio oder wir bekommen schon fröhlich Genmais vom Ausland. Auch unsere Zuchtschweine und Mastferkel kommen ,schnellst mit Power hochgezogen, von Tschechien oder Belgien usw..
Also lasst wenigstens noch unsere Jagd und Forst in Ruhe und funktioierend wie eh und je.
MFG L.Schumm
Vorstands Mitglied der Forstbet. Gemeinschaft
Hermuthausen-Hohenlohe
Anmerkung der Redaktion
Sehr geehrte/r L. Schumm,
wir freuen uns über lebendige und kontroverse Debatten auf dem Beteiligungsportal der Landesregierung. Denn Demokratie lebt von der Meinungsvielfalt und auch vom Streit in der Sache. Damit die Diskussion auf dem Beteiligungsportal fruchtbar ist und niemanden frustriert, müssen sich aber alle wie bei einer persönlichen Unterhaltung an gewisse Regeln halten. Diese Regeln haben wir in unserer Netiquette festgehalten.
Kurz zusammengefasst besagen die Regeln, dass alle Beteiligten auf dem Beteiligungsportal ein Mindestmaß an Fairness und Respekt gegenüber anderen Personen und Meinungen aufbringen müssen. Nicht zulässig sind also etwa rassistische, fremdenfeindliche, sexistische oder in anderer Weise beleidigende Kommentare. Bei Nichteinhaltung dieser Regeln sind wir leider gezwungen, Kommentare zu löschen.
Bitte halten auch Sie sich an die Netiquette, damit auch alle anderen Nutzerinnen und Nutzer des Beteiligungsportals von einer fairen und sachlichen Debatte profitieren können. Vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Redaktionsteam
Jagd- u. Wildtierschutz
Es ist mir unverständlich wie in einem NATURA 2000 Gebiet die Jagdvorgaben genau so zutreffen wie für "normale" Gebiete. In NATURA 2000 Gebieten sollten die Abschüsse bei Wildtieren grundsätzlich eingeschränkt werden, bzw. sollten gewisse Flächen in diesen Gebieten für bestimmte Wildtierarten schussfrei bleiben. So etwas muss heute möglich sein. Viele Tierarten sind bedroht, hauptsächlich durch die größer werdenden Verkehrsströme und durch die Umweltgifte die auch vor Menschen nicht halt machen. Deshalb gibt es kein Gegeneinander sondern nur ein Miteinander mit den Geschöpfen dieser Erde. Denn wir wissen: Der Mensch ist die größte Gefahr für unseren Planeten !
Jagd im Nationalpark
Zitat: "Die Jagdausübung in Schutzgebieten nach den Bestimmungen des Naturschutzrechts und des Landeswaldgesetzes muss dem jeweiligen Schutzzweck entsprechen. Die dazu erforderlichen Regelungen trifft die Behörde, die für die Erklärung zum Schutzgebiet zuständig ist, im Rahmen
der hierfür geltenden Vorschriften. Die Wahrnehmung des Jagdrechts ist zu gestatten, soweit der
Schutzzweck nicht entgegensteht. Die Jagd und das Wildtiermanagement im Nationalpark Schwarzwald müssen den Bestimmungen des Nationalparkgesetzes und den Vorgaben des Nationalparkplans entsprechen."
Kommentar:
Hier sehe ich eine Freikarte für die eigenständige Nationalparkbehörde. Dort werden also Wildtiermanagement (Jagd?) und Schutzziele von ein und der gleichen Behörde definiert und reguliert.
Für Waldschutzgebiete Bannwald und Schonwald (nach RV der zuständigen ob.Fortsbehörde) gilt dies sinngemäß nur für den Landeswald ?
Alle sonstigen Schutzgebiete sind demnach jagdlich zielorientiert nach den Maßstäben der zust. Naturschutzbehörde, die Jagdausübenden haben sich diesem Diktat zu beugen ?
Das ist dann nach meiner Ansicht eine klare Selbstermächtigung der Naturschutzbehörden.
Im Umkehrschluß müsste demnach eine Mitbestimmung der Naturschutzbehörden und vor allem der Naturschutz-NGOs außerhalb von Schutzgebieten unmöglich sein.
Widtierschutz, Nachhaltigkeit
Die bisherigen Regelungen zum Erhalt der Wildtierbestände aus jagdlicher Sicht sind völlig ausreichend. Sollte sich die Population einer bejagbaren Tierart zu sehr verringern, so wird diese unter Schutz gestellt. Für Tierarten, deren Populationen zahlenmäßige Größen erreicht haben, die zu übermäßigen Schäden in der durch den Menschen genutzten Landschaft (Kulturlandschaft) führen, müssen in einem Ausmaß bejagbar bleiben, durch das die Schäden auf ein Minimum reduziert werden können. Beim Schwarzwild darf es zu keinen Einschränkungen kommen, da deren Population, trotz unterschiedlichster Ansätze diese in ihrer Anzahl zu dezimieren, weiter zunimmt. Hinzukommt, dass beim Schwarzwild schon einzelne Tiere einen hohe Schaden verursachen können.
Gewaltmonopol
Artikel 20a des grundgesetzes schützt ".... in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere...."
dies geht aus meiner Sicht nachhaltig nur durch Berufsjäger im öffentlichen Dienst.
Niemand kann kontrollieren, was Jäger nachts draußen wirklich tun. Die Waffentechnik und Sichtgeräte bieten alle Möglichkeiten.
Auch sollte in einem Bannwald die Jagd verboten sein.
Jagdruhe
Es ist nicht erforderlich eine generelle Jagdruhe einzuführen, da ab Ende Januar(spät. ab 28.Febr.) bereits mit der heutigen Gesetzgebung, bis mind. 1. Mai , Schonzeit für die meisten Schalenwildarten(Rot-, Reh-, Dam-, Muffel- und Schwarzwild) besteht. Bei Schwarzwild mit Ausnahme von Frischlingen und Überläufern.
Mit diesem Zustand hat die Jägerschaft jahrelang hervorragend die Wildbestände in unserem schönen Land gehegt und selbstverständlich auch (in der Jagdzeit) bejagt. Die geplante Jagdruhe ist grundsätzlich also für keinen Jäger ein Problem. Mit einer Einschränkung: Die Jagd auf Schwarzwild(Frischlinge und Überläufer) MUSS weiterhin während der "Jagdruhe" möglich bleiben.
Nur im Wald ist es möglich in dieser Zeit effektiv auf Schwarzwild zu jagen, im Feld gelingt höchstens ein "Zufallstreffer". In der Zeit von Februar bis Mai werden durchschnittlich 25-50% des gesamten Jahresabschusses an Schwarzwild erreicht. Sollte dies zukünftig unterbleiben, wird auch dieser Anteil an Schwarzwild in die Vegetationsperiode gelangen und noch größere Schäden in der Landwirtschaft anrichten als wir heute schon haben. Der Passus, dass Schwarzwild ja auf dem Feld bejagt werden darf, ist völliger Unsinn, dies findet ja nur in einer Schadensituation statt und dann ist ja bereits Schaden entstanden. Es wäre wie wenn man der Baubehörde/Feuerwehr den präventiven Brandschutz verbieten würde und warten bis es brennt, dann kann ja immer noch gelöscht werden!!!!!
Das Zulassen der Jagd auf Schwarzwild im Feld auch während der "Ruhezeit", dient doch nur dazu, sich der Diskussion um Wildschaden in dieser Zeit nicht stellen zu müssen und ist absolut inkonsequent. Entweder Jagdruhe überall und auch keine Verantwortung für den Jagdpächter/Jäger bei einer Schadensituation oder Zulassen von Jagd auf Schwarzwild in Feld UND Wald.
Die geplante Jagdruhe wie sie zukünftig vorgesehen ist, braucht niemand, denn sie nützt auch niemand. Die Naturschutzverbände haben schon signalisiert, dass sie mit der heutigen Regelung leben können, das Wild hat mind. 3 Monate Ruhe und kann die Winterzeit gut bestehen(soweit dies mit dem heutigen Freizeitdruck eben möglich ist), und auch die Jägerschaft braucht keine Änderung.