Hier hatten Sie bis zum 14. August 2013 die Möglichkeit den Gesetzentwurf im Allgemeinen sowie die Präambel zu kommentieren und zu diskutieren.
Ihre Hinweise oder Anregungen zu konkreten Regelungsvorschlägen und Paragraphen des Gesetzentwurfes konnten Sie direkt zu dem betreffenden Gesetzesabschnitt abgeben.
Aufgrund der besonderen politischen Bedeutung der mit diesem Gesetz erfolgenden erstmaligen Ausweisung eines Nationalparks in Baden-Württemberg für die Region Nordschwarzwald, das Land und darüber hinaus hat sich die Landesregierung dafür entschieden, dem Nationalparkgesetz eine Präambel mit den Motiven und Zielsetzungen voranzustellen. Die Präambel stellt die Bewahrung der einzigartigen Naturlandschaft des Nationalparkgebiets im Bewusstsein der Verantwortung für die Erhaltung der Schöpfung für die heutige und kommende Generationen als wichtigste Intention der Errichtung des Nationalparks dar. Zugleich werden der Prozessschutz, die auf Naturerleben gestützte Umweltbildung und die aktive weitere Entwicklung des naturnahen Tourismus genannt:
Präambel
Im Bewusstsein der Verantwortung für den besonderen Schutz der für den nördlichen Schwarzwald charakteristischen von Bergmischwäldern geprägten hochwertigen Naturlandschaft im Interesse der Erhaltung der Schöpfung für die heutige und kommende Generationen errichtet das Land Baden-Württemberg mit diesem Gesetz einen Nationalpark, der die Kriterien für einen Nationalpark der Kategorie II der International Union for Conservation of Nature and Natural Re-sources (IUCN) und der Organisation Europarc in spätestens 30 Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes erfüllen soll.
Die Ausweisung als Nationalpark gewährleistet eine im Sinne des Prozessschutzes vom Menschen weitgehend unbeeinflusste natürliche Entwicklung in Teilen des Gebiets, die über einen Zeitraum von 30 Jahren sukzessive auf 75 Prozent der Gesamtfläche des Nationalparks ausgedehnt werden sollen. Zugleich ermöglicht der Nationalpark der Bevölkerung ein unverfälschtes und unmittelbares Naturerleben in Einklang mit den Zielsetzungen des Naturschutzes im Gebiet.
Der Nationalpark berücksichtigt in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord die Interessen der ortsansässigen Bevölkerung an der Sicherung und Entwicklung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie die Belange der regionalen Entwicklung der gewerblichen Wirtschaft und des nachhaltigen Tourismus. Er setzt in diesen Bereichen neue Impulse für die Region, die an allen maßgeblichen Entscheidungen im Zusammenhang mit dem Nationalpark gleichberechtigt mitwirkt.
Kommentare : Zum Gesetzentwurf allgemein
Hier hatten Sie bis zum 14. August 2013 die Möglichkeit den Gesetzentwurf im Allgemeinen sowie die Präambel zu kommentieren und zu diskutieren. Vielen Dank für Ihre Kommentare!
Mehrwert des Nationalparks Schwarzwald?
Der Mehrwert des geplanten Nationalparks Schwazwald steht in keinem Verhältnis zu den Kosten und Risiken, welches diese Projekt mit sich bringt. Den evtl. naturschutzfachlichen Mehrwert könnte man in einer ähnlichen Weise auch über eine zusätzliche Ausweisung kleinerer nicht wirtschaftlicher Waldflächen zu Bannwäldern erreichen. Der Bannwald Wilder
Der Mehrwert des geplanten Nationalparks Schwazwald steht in keinem Verhältnis zu den Kosten und Risiken, welches diese Projekt mit sich bringt. Den evtl. naturschutzfachlichen Mehrwert könnte man in einer ähnlichen Weise auch über eine zusätzliche Ausweisung kleinerer nicht wirtschaftlicher Waldflächen zu Bannwäldern erreichen. Der Bannwald Wilder Seee wird momentan von den Naturschützern als Paradebeispiel einer natürlichen Entwicklung ohne Einfluß des Menschen gesehen. Dieser Bannwald ist weit entfernt von 10000 ha.
Auch die touristische Entwicklung des Gebietes könnte man mit dem entsprechenden Input deutlich steigern. Wichtig dabei wäre die touristischen Attraktionen (Wasserfälle/Felsformationen/Seen/Naturchutzzentren) in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.
Eine Nationalpark in einem von Fichten dominierten Wald hätten selbst eingefleischte Naturschützer bis vor wenigen Jahren noch abgelehnt. Die Fichte ist vielen Naturschützern ein Dorn im Auge. Da ist es schon verwunderlich, dass gerade in einem solchen Gebiet nun ein Nationalpark eingerichtet wird.
Zeit wird's!
Ich bin froh, dass sich die Landesregierung zu diesem Gesetzesentwurf entschieden hat. Wir brauchen diesen Nationalpark, aus Naturschutz-, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen. Diese Region liegt touristisch am Boden, es braucht dringend neue Impulse. Ich finde es ebenfalls richtig, dass das Gebiet verlagert wurde, sollen doch die Gemeinden, die
Ich bin froh, dass sich die Landesregierung zu diesem Gesetzesentwurf entschieden hat. Wir brauchen diesen Nationalpark, aus Naturschutz-, aber auch aus wirtschaftlichen Gründen. Diese Region liegt touristisch am Boden, es braucht dringend neue Impulse. Ich finde es ebenfalls richtig, dass das Gebiet verlagert wurde, sollen doch die Gemeinden, die dagegen sind, sehen, wo sie bleiben.
Der Prozess ist vorbildlich, jeder wird gehört, jeder kann sich einbringen. So ein Gesetz sollte ein Erfolg werden!
zu Kommentar 158 - Herr Mayer / BUND
Sehr geehrter Herr Mayer, um es gleich vorweg zu nehmen, ich bin nicht aus dem Schwarzwald, aber trotzdem gegen den Park. Aus einfachen Gründen: Das Gebiet im Nordschwarzwald ist viel zu klein und auch zu stark besiedelt, um einen Nationalpark mit den dort hohen Schutzzielen überhaupt zu verwirklichen. Alles Andere ist schöngeredete Romantik.
Sehr geehrter Herr Mayer,
um es gleich vorweg zu nehmen, ich bin nicht aus dem Schwarzwald, aber trotzdem gegen den Park.
Aus einfachen Gründen: Das Gebiet im Nordschwarzwald ist viel zu klein und auch zu stark besiedelt, um einen Nationalpark mit den dort hohen Schutzzielen überhaupt zu verwirklichen.
Alles Andere ist schöngeredete Romantik.
Auch heute schon sind weite Teile des Gebiets bereits so geschützt, daß ich ein "Verschwinden" der Natur nicht erkennen kann. Somit macht für mich die ganze Diskussion keinen Sinn.
Hier wird lediglich für sehr teures Steuergeld irgendwelchen Ideologien hinterher gehechelt.
Ihr Vergleich mit dem Yellowstone hinkt viel zu sehr: Waren Sie dort schon einmal? Ich bereits zum dritten Mal und denke, daß ich mir eine Meinung bilden kann.
Was sind die Unterschiede?: Alleine die Größe des Parks mit fast 9000 qkm. Wir reden also von einem fast 100 mal größeren Park.
Dann die Besiedelung dort. Es gibt nämlich keine Städte und größere Dörfer im Park und auch außerhalb des Parks geht es eher klein, aber dafür sehr touristisch zu.
Sie können also unsere seit Jahrhunderten gepflegte Kulturlandschaft im Schwarzwald nicht ernsthaft mit einem Gebiet vergleichen, in welchem der Mensch noch nie wirklich Besiedlung oder Wald- und Ackerbau betrieben hat.
Genau wegen solcher Beiträge wie Ihrem ist die Stimmung aber so aufgeheizt und die Fronten verhärtet.
Ihre Sprüche wie "Ja zum Holz" ist wohl wenig geeignet, sachliche Diskussionen zu führen.
Im Schwarzwald arbeiten eben nicht 100% der Beschäftigten beim Forst oder in Sägewerken.
Es ist wenig hilfreich, die Seite der Andersdenkenden in die Ecke des "raubritterartigen Kapitalismus, der Natur vernichtet" zu stellen.
Es waren bei den Befragungen 80% der direkt Betroffenen dagegen, werden aber irgendwie überhaupt nicht gehört, geschweige denn für voll genommen.
Auch bei diesen 80% bin ich mir sicher, daß keine Mehrheit davon Sägewerksbesitzer oder Forstbedienstete sind.
Auch Ihre zitierte Forsa-Umfrage ist nicht gerade geeignet, hier für Aufhellung zu sorgen.
Oder wie glauben Sie denn wäre die Befragung ausgefallen, wenn diese repräsentativ in Baiersbronn durchgeführt worden wäre?
Es ist bei sogenannten "repräsentativen" Umfragen auch sehr einfach, für ein Projekt zu sein, wenn es mich nicht direkt betrifft und doch (relativ) weit weg ist. Schon alleine, wie die Frage gestellt wird, beeinflußt das Ergebnis. Und ich kann mir kaum vorstellen, daß die Frage der Forsa lautete:
"Wollen Sie für große Mengen Steuergelder einen Nationalpark haben, den die betroffene Bevölkerung aber komplett ablehnt?"
Die Umfragen bei den direkt Betroffenen waren derart eindeutig, daß es in einer guten Demokratie selbstverständlich sein sollte, das zu berücksichtigen.
Bitte bedenken Sie einmal das Folgende:
- dort wo die Umfragen so deutlich dagegen votierten, waren stets direkt Betroffene und nicht nur solche, die "mal am Wochenende" zum Spaziergang vorbei kommen
- die betroffenen Schwarzwälder leben dort seit Generationen und haben den Schwarzwald gehegt und gepflegt und uns die heute vorliegende Kulturlandschaft hinterlassen und ich denke, so schrecklich ist die Gegend wirklich nicht, als daß man sofort nach "besonderem Schutz" rufen müßte.
Wir sollten also diesen Menschen für das, was sie dort seit Generationen geleistet haben dankbar sein und ihnen Minimum den Respekt zollen, daß wir deren Meinung berücksichtigen!
- ohne sie hätten wir u.U. heute überhaupt gar kein Gebiet, über das wir als Nationalpark diskutieren könnten
- aber trotzdem gibt es genügend Politiker und Lobbyisten, denen es egal ist, was die Betroffenen denken und sagen?
Sehr tolerant ist das nicht!
Dafür kommen diese Personen dann mit scharfen polarisierenden Sprüchen um die Ecke, die sie nach meiner Meinung für einen sachliche Diskussion disqualifizieren.
Das von Ihnen zitierte "Stück Heimat" haben wir dort schon. Vor allem für die Menschen, die dort leben, ist es ihre Heimat. Und wenn die Menschen dort ihre Heimat so wollen, wie
sie heute ist, sollten sich nicht andere Menschen, die ihre Heimat dort nicht haben, sich mit ihrer Meinung über diese stellen.
In einer guten Demokratie sollten demokratisch herbeigeführte Entscheidungen auch respektiert werden.
Alles Andere ist keine Demokratie.
Stadt
Die Landbevölkerung wird sich nicht mehr lange an die Vorgaben, den an den Haaren herbeigezogenen Gesetzen, der naturfernen Politik und weitern realitätsfernen und romantischen Wertvorstellungen der Stadtbevölkerung beugen. Es gibt immer mehr von diesen, die dann aber behaupten Sie wissen was Landwirtschaft und Wald bedeutet. Was macht Ihr
Die Landbevölkerung wird sich nicht mehr lange an die Vorgaben, den an den Haaren herbeigezogenen Gesetzen, der naturfernen Politik und weitern realitätsfernen und romantischen Wertvorstellungen der Stadtbevölkerung beugen. Es gibt immer mehr von diesen, die dann aber behaupten Sie wissen was Landwirtschaft und Wald bedeutet. Was macht Ihr eigentlich wenn der Landwirt keine Lust mehr hat für Euch Milch zu produzieren weil Ihr zu geizig seid nicht mehr als 50 Cent dafür auszugeben. Es reicht so langsam. Das ist doch das große Problem hier, die eklatante Unwissenheit was auf dem Land passiert, damit die Stadtbevölkerung versorgt werden kann, und am Wochenende noch in den ruhigen Wald fahren kann. Es gibt Biolehrer, die erzählen in der Schule, der Hirsch ist der Mann vom Reh und Karotten wachsen auf den Bäumen. Mein Großvater erzählt mir immer gerne von der Zeit nach dem Krieg. Zum einen weil dieser beendet war, zum anderen weil es dort keine Regulationswut gab. Keine schwachsinnigen Gesetze, welchen schüttere Vorstellungen zu Grunde liegen.
Keine Mitbestimmung erwünscht, und dann auch schon mal vorsorglich rausreden!!
Was soll das alles? 80% der Befragten sprechen sich gegen einen Nationalpark aus und trotzdem hört die Regierung nicht auf seine Schäfchen. Nein noch schlimmer, schon vor der Einrichtung des Nationalparks schirmt man sich gegen den drohenden Misserfolg und der damit verbundenen Schmach ab, mit Aussagen wie "Wenn die Politik Fehler macht, müssen die
Was soll das alles? 80% der Befragten sprechen sich gegen einen Nationalpark aus und trotzdem hört die Regierung nicht auf seine Schäfchen. Nein noch schlimmer, schon vor der Einrichtung des Nationalparks schirmt man sich gegen den drohenden Misserfolg und der damit verbundenen Schmach ab, mit Aussagen wie "Wenn die Politik Fehler macht, müssen die Bürgen dafür bezahlen" => Geht`s eigendlich noch?
Kann das Volk eigendlich einer Landesregierung in der laufenden Amtszeit das Vertrauen absprechen und sie absetzen?
WIR BRAUCHEN KEINEN GESETZENTWURF, WIR BRAUCHEN EINE NEUE LANDESREGIERUNG!!!
Nationalparkgesetz
Interessengemeinschaft Obertal-Buhlbach 1. Vorsitzender : Karl Gaiser. Kraftenbuckelweg 3, 72270 Baiersbronn tel. 07449 382013 oder 0171 5005233 karl.gaiser@gmx.de Die Interessengemeinschaft Obertal-Buhlbach sowie der Bezirksbeirat Obertal haben sich mehrheitlich gegen die Einrichtung eines Nationalparks im Nördlichen Schwarzwald
Interessengemeinschaft Obertal-Buhlbach
1. Vorsitzender : Karl Gaiser. Kraftenbuckelweg 3, 72270 Baiersbronn
tel. 07449 382013 oder 0171 5005233
karl.gaiser@gmx.de
Die Interessengemeinschaft Obertal-Buhlbach sowie der Bezirksbeirat Obertal haben sich mehrheitlich gegen die Einrichtung eines Nationalparks im Nördlichen Schwarzwald ausgesprochen. Auch die Bevölkerung der Gesamtgemeinde Baiersbronn entschied sich bei einer Bürgerbefragung mit einer Mehrheit von über 78% gegen die Einrichtung eines Nationalparks. In anderen teilnehmenden Gemeinden sah das Ergebnis der Befragung ähnlich aus. Der Gemeinderat der Gesamtgemeinde Baiersbronn hat sich ebenfalls mehrheitlich gegen die Nationalparkpläne ausgesprochen und der Landesregierung empfohlen, von der Planung eines Nationalparks auf der Gemarkung Baiersbronn abzusehen. Genau so ablehnend sieht es auf Kreistagsebene und beim Regionalverband Nordschwarzwald aus.
Nach dem eindeutigen Bürgervotum und dem Versprechen „nichts ohne die Zustimmung der Bürger“ fordert die IGO deshalb die Landesregierung dazu auf, auf die Weiterverfolgung dieser Pläne zu verzichten, da ein Nationalpark gegen den Willen der betroffenen Bürger nicht funktionieren kann und wird.
Sofern die Landesregierung das Bürgervotum allerdings weiter ignorieren wird und trotz Allem keine Bereitschaft zeigt, von den Nationalparkplänen abzusehen, erhebt die Interessengemeinschaft Obertal-Buhlbach nachfolgende Forderungen:
1. Zurücknahme der Grenzen eines möglichen Nationalparks aus dem Sichtbereich des Baiersbronner Teilortes Obertal, komplette Herausnahme der Nordseite des Hohkopfes aus der Nationalparkkulisse. Am Buhlbach, der Rechtmurg und der Rotmurg liegen die Grenzen viel zu nah am Ort. Die im Gesetzesentwurf vorgegebenen Grenzen können so nicht akzeptiert werden! Badische Gemeinden würden gerne noch Flächen hergeben. Deshalb muss die vorgesehene Kulisse dort ausgebaut und vergrößert und in Baiersbronn zurückgenommen, also weiter nach Westen gerückt werden.
2. Keine Einschränkungen auf der B 500 (Schwarzwaldhochstraße), insbesondere keine Sperrung, keine Geschwindigkeitsbeschränkungen, kein Fahrverbot für bestimmte Fahrzeuge, (LKWs, Motorräder) sowie kein Rückbau der Parkplätze.
3. Keine Einschränkungen und Begrenzungen auf der L 401 (Ruhesteinstraße) auch in Bezug auf künftige Ruhesteinrennen. Sanierung dieser Landstraße und verkehrssicheren Zustand wieder herstellen (Motorradstrecke).
4. Sanierung des Weiherhaldensträßchens, neue Asphaltdecke, zumindest im der oberen Hälfte und Ausbesserung der schadhaften Stellen. Dieser wichtige Verbindungsweg zur Schwarzwaldhochstraße und ins „Badische“ muss weiterhin erhalten und mit Sondergenehmigung befahrbar bleiben. Keine Einschränkung der Sondergenehmigungen, auch nicht bei deren Wieder- und Neuerteilung.
5. Herausnahme der Steinhütte im Rotmurgtal aus der Nationalparkkulisse, da diese in Privatbesitz ist. Keine Einschränkungen am Geologischen Pfad im Bezug auf Renovierung, Instandhaltung, und evtl. Erweiterung, auch der Hütte. Ein kleiner Anbau ist geplant. Möglichkeit für eine Grillstelle muss weiterhin erhalten bleiben. Der See muss immer wieder ausgebaggert werden können, da er sonst komplett verlandet. Möglichkeit für späteren Stromanschluss (Kabelverlegung) Strecke muss weiterhin zur Kontrolle und Instandhaltung ohne Einschränkungen befahren werden können. Die Zufahrt zur Steinhütte muss jederzeit aus beiden Richtungen gesichert sein. Bewirtungen durch die IGO und Gastronomie, ebenso Feste, auch privater Natur müssen weiterhin in vollem Umfang möglich bleiben.
6. Herausnahme des Jägerhauses aus der Nationalparkkulisse, da es sich hier um ein Privatgelände handelt. (wie die Privatfläche Ries auf der Gemarkung der Gemeinde Seebach) Zufahrt muss auch zukünftig gesichert bleiben.
7. Herausnahme der Privatgrundstücke entlang des Buhlbachs Richtung Buhlbachsee aus der Nationalparkkulisse. Zufahrt zu diesen Grundstücken muss weiterhin gesichert bleiben.
8. Keine Einschränkungen, auch für Fahrzeuge und Maschinen, bei der Pflege der Wanderwege und Freizeiteinrichtungen (Sitzbänke, Brunnen, Hütten usw.) Keine Sperrung von Wegen und Pfaden, auch nicht suggestive, Sicherstellung der Verkehrssicherheit aller vorhandenen Wege und Pfade, auch noch nach der Entwicklungszeit von 30 Jahren.
9. Keine Einschränkungen bei Kirche im Grünen auf dem Schliffkopf. Pflege, Zugang und Erhalt des Platzes muss auch in Zukunft sichergestellt bleiben.
10. Betretungsrecht eines Großteiles des Gebietes, um z.B. Beeren und Pilze zu sammeln muss mindestens in heutigem Zustand erhalten bleiben.
11. Loipe Buhlbach: Herausnahme des kompletten Loipengebietes aus der Nationalparkkulisse, mit großzügigem Abstand, auch für später notwendige Erweiterungen. Keine Vorschriften und Bedingungen bei späterer Beschneiung oder Beleuchtung.
12. Verbindung der Langlaufloipe Buhlbach zu den Loipengebieten der Schwarzwaldhochstraße und in Richtung Sand, Ausbau der Loipe „Vorderer Lichtegehren“.
13. Erhalt unserer Terrainkurwege, die wir auch bei der Klassifizierung unseres Heilklimatischen Kurortes Obertal brauchen. Umlegung, Um- und Neubeschilderung müssen jederzeit möglich bleiben.
14. Zusicherung und Sicherstellung, dass das Prädikat „Heilklimatischer Kurort der Premium Class“ (gibt es in Deutschland nur 14 mal!) nicht durch abgestorbene Wälder und dadurch verminderte Luftqualität gefährdet ist. Zusicherung, dass keine Aberkennung des Prädikates erfolgen kann, deren Ursachen auf der Einrichtung des Nationalparks beruhen.
15. Schaffung einer Lagerfeuerstätte am Buhlbachsee, ähnlich wie im Sankenbach. Erhalt des Buhlbachsees als Erholungsgebiet, freier Zugang für jedermann. Da es sich um einen aufgestauten See handelt, müssen Instandhaltungsarbeiten auch an der Staumauer weiterhin möglich bleiben.
16. Schaffung eines Mountainbike-Wegenetzes um Obertal
17. Der angrenzende Startplatz für Paraglider bei der Zuflucht darf durch den Nationalpark nicht beeinträchtigt werden. Das Flugverbot für Paraglider muss aufgehoben werden, da es sich nicht vermeiden lässt, dass diese je nach Windrichtung auch über das Sperrgebiet fliegen.
18. Das jährliche Rockkonzert „Rock am Berg“ auf dem Ruhestein muss weiterhin ohne Einschränkungen stattfinden können. Dasselbe gilt für das Tunnelfest in Buhlbach auf dem Loipengelände.
19. Der Sitz des Nationalparkrates kann nur in Baiersbronn und der Vorsitzende kann nur der Baiersbronner Bürgermeister sein, da Baiersbronn von diesem Vorhaben am stärksten betroffen ist. Sitze im Rat müssen flächenanteilig an die betroffenen Städte und Gemeinden vergeben werden. Es ist unverhältnismäßig, dass eine Gemeinde mit unter 100 Hektar Flächenanteil das gleiche Stimmrecht hat wie eine Gemeinde mit 6.000 Hektar.
20. Ebenso müssen die zu erwartenden Gelder (Zuschüsse) auf die betroffenen Gemeinden im Verhältnis ihres Flächenanteils verteilt werden. Es kann wiederum nicht sein, dass Gemeinden, die kaum Flächen abgegeben haben Wildparks, Nationalparkportale, Nationalparkhäuser oder die Sanierung ihrer Kurhäuser finanziert bekommen, während andere im Urwald sitzen bleiben.
21. Der „Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald e.V.“ erhält einen Sitz im Nationalparkbeirat. Auch dem Verein „Unser Nordschwarzwald e.V.“ muss in diesem Falle ein Sitz zugestanden werden. Eine solche Vereinigung hier gezielt auszuschließen verstößt zweifellos gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Ebenso muss die Interessengemeinschaft Obertal-Buhlbach einen Sitz im Beirat bekommen, da etwa 60% des Nationalparks auf dem Gebiet des Baiersbronner Teilortes Obertal liegen und die IGO sich bisher hier um die Anliegen der Bevölkerung und um Touristische Belange kümmerte.
22. Ein Nationalpark-Portal sollte sich auf dem Gebiet der Gemeinde Baiersbronn befinden. Am Ortsende von Obertal in Richtung Ruhestein wäre ein geeignetes Baugrundstück vorhanden. Ein weiteres Grundstück befindet sich in der Ortsmitte Obertal.
23. Die Nutzung der vorhandenen Quellen, besonders Burkhardtsquelle, Wieslochquelle und Hängerquelle, muss weiterhin gesichert bleiben, ebenso die Wasserversorgung für das Bergwachtgebäude auf dem Ruhestein.
Neben diesen Forderungen erlauben wir uns natürlich auch noch einen Wunsch vorzubringen, damit wenigstens die Stimmung in der Bevölkerung dadurch vielleicht etwas positiver beeinflusst werden kann: Aus touristischer Sicht wäre es vorteilhaft, auf dem Burgkopf bei der Walterhütte eine bewirtete Wanderhütte zu erstellen. Durch den letztjährigen Sturm haben sich hier ganz neue Möglichkeiten ergeben. Das Gelände könnte vielleicht auch durch eine Sesselbahn erschlossen werden.
Ebenso wünschenswert wäre ein Wild- oder Luchsgehege in Obertal. Im Rotmurgtal zwischen Häusleshütte und Steinhütte wäre hierfür ein geeigneter Platz.
Da Vertreter der Landesregierung von Anfang an immer wieder behauptet haben, dass die Einrichtung eines Nationalparks keine negativen Einflüsse auf die Belange der Bevölkerung habe, dürfte es wohl ein leichtes sein, obigen Forderungen zu entsprechen. Ebenso wurde bereits mehrfach Mitbestimmung signalisiert.
Sollte oben angeführten Forderungen nicht ganz oder wenigstens größtenteils entsprochen werden, wird die Bevölkerung von Baiersbronn-Obertal niemals hinter diesem Projekt stehen können, denn es ist vorprogrammiert und gewollt, dass sich unsere Heimat dadurch wesentlich verändern wird, und das weniger im positiven Sinne. Es wird von der Landesregierung auch durchaus bewusst in Kauf genommen, dass die Bevölkerung auf Jahre hin gespalten bleibt. Immerhin lehnen fast 80 Prozent der Bürger dieses Baiersbronner Teilortes die Einrichtung eines Nationalparks ab. Deshalb müssen negative Folgen für Baiersbronn unbedingt so gering wie möglich gehalten oder vermieden werden.
Sollte die Idee eines Nationalparks im Nordschwarzwald trotz allen Widersprüchen doch durchgesetzt werden, ist die IGO auch nicht länger bereit, an den jährlichen Grindenpflegeaktionen teilzunehmen.
Karl Gaiser
1. Vorsitzender der Interessengemeinschaft Obertal-Buhlbach
Zu 192
Nach dem Studieren des Fachartikels von Prof. Dr. Dr. Paul Müller und der verlinkten Homepage und dem Vergleichen der Pläne der Grünen Landesregierung komme ich nun eindeutig zu dem Schluss, dass diese Partei nicht in der Lage sein kann die heimische Natur, Tier und Pflanzenwelt zu schützen. Ganz im Gegenteil! Dieser Fachartikel beantwortet alle
Nach dem Studieren des Fachartikels von Prof. Dr. Dr. Paul Müller und der verlinkten Homepage und dem Vergleichen der Pläne der Grünen Landesregierung komme ich nun eindeutig zu dem Schluss, dass diese Partei nicht in der Lage sein kann die heimische Natur, Tier und Pflanzenwelt zu schützen. Ganz im Gegenteil!
Dieser Fachartikel beantwortet alle Fragen, die sich bestimmt nicht nur Jäger sondern auch Biologen und Naturfreunde stellen. Aus dem Text geht ein eindeutiger Warnruf an die heutige Politik hervor, der anscheinend nicht gehört wurde.
Und auch meine Beobachtungen, die ich in der Natur mache wurden durch diesen Fachartikel gestärkt. Die Stadtbevölkerung, die vielleicht nicht die Möglichkeit hat jeden Tag in die Natur zu gehen und dort diese dramatische Entwicklung beobachten kann, hat bestimmt schon von Füchsen und Waschbären in der Stadt gehört. Es gibt bis jetzt jedoch keine einzige Stadt, die ein Fasanen, Auerhahn, Wildhasen, Wachtel oder Rebhuhn Problem hat.
Zudem wartet bestimmt nicht nur der Verfasser auf eine Antwort, bestimmt alle hier möchten wissen, warum Minister Bonde diese fragwürdigen falschen Schritte macht, die dazu führen werden, dass meine Enkel keinen Auerhahn oder Fasan mehr sehen werden dafür aber 10000 ha beruhigtes Land vorfinden. Man wird fragen, warum man unter anderem diesen Fachartikel ignorierte, warum sich die Grünen eine Umweltpartei nannten und dabei so viel Schaden angerichtet haben.
Frage an die Landesregierung
Im Anhang wird eine Quelle beigefügt, auf deren Homepage es einen Fachartikel von Prof. Dr. Dr Paul Müller, der sich dort zur Fangjagd äußert, zum Downloaden gibt ( Seite ganz unten ). Es wäre schön, wenn sich Herr Bonde und auch die Anderen hier die Zeit nehmen würden und diesen zweiseitigen Fachartikel aufmerksam lesen würden. Warum plant die
Im Anhang wird eine Quelle beigefügt, auf deren Homepage es einen Fachartikel von Prof. Dr. Dr Paul Müller, der sich dort zur Fangjagd äußert, zum Downloaden gibt ( Seite ganz unten ). Es wäre schön, wenn sich Herr Bonde und auch die Anderen hier die Zeit nehmen würden und diesen zweiseitigen Fachartikel aufmerksam lesen würden. Warum plant die Ladesregierung, für Raubwild etc. besonderen Schutz, während diese Maßnahmen für andere Arten wie den Fasan oder das Auerwild das Aus bedeuten und warum werden solche Erkenntnisse einfach nicht in Betracht gezogen.
In Bezug auf den Nationalpark möchte ich nun wissen, inwiefern es dort möglich sein wird, die Prädatorenpopulation zu regulieren um Bodenbrütern wie dem Auerwild es zu ermöglichen dort in Ruhe zu brüten. Erst vor kurzem bedankte sich der NABU bei den Jägern, da es diese schafften mit der Bejagung des Marderhundes die Niederwildpopulation Anklam zu retten.
http://www.jagdfakten.de/%C3%B6kologische-jagdgesetze/
http://www.natuerlich-jagd.de/index.php?option=com_content&view=article&id=389&Itemid=1
Nationalpark Nein Danke!
Eine Politik des Dialoges sollte es sein, ist es aber nicht. Es werden diejenigen gefragt, die oftmals gar nicht in der Region leben, die auch selbst kein Land besitzen. Die sich unter "Schwarzwald" eine schöne Touristen-Attrappe vorstellen und nicht wissen, wie es ist, im Schwarzwald zu leben und seinen Lebensunterhalt zu verdienen...
Eine Politik des Dialoges sollte es sein, ist es aber nicht. Es werden diejenigen gefragt, die oftmals gar nicht in der Region leben, die auch selbst kein Land besitzen. Die sich unter "Schwarzwald" eine schöne Touristen-Attrappe vorstellen und nicht wissen, wie es ist, im Schwarzwald zu leben und seinen Lebensunterhalt zu verdienen... Naturschutzverbände werden gehört und eingeladen, aber Bauernverbände oder die wirklich schöne und erhaltenswerte Holz-Gewinnung und -Bearbeitung bleibt auf der Strecke, werden nicht eingeladen oder gar gehört. Um jedes Auerhühnchen wird ein großes Aufheben veranstaltet - und was ist mit den Bauern- und Wald-Familien, die schon seit Jahrhunderten dort die Landschaft und diesen liebenswerten Wald pflegen? Sind die nicht auch schützenswert? Der Dialog wird gesucht mit Befürwortern; nicht mit uns, die wir hier schon seit Generationen leben und arbeiten. Uns berücksichtigt man allerhöchstens als Minderheit. Eine traurige Politik des geschickten Taktierens und Polemisierens! Und diejenigen, die es direkt betrifft, werden einfach von der Mehrheit der Gesamtbevölkerung überstimmt, deren Stimmen mit Naturschutz und Tierschutz "eingefangen" werden - das ist Ihre Politik des Dialoges!
Aber nach Dürmatt triumphiert die Wahrheit nie, ihre Gegner sterben nur aus. Die Wahrheit ist doch, dass der Schwarzwald so wie er ist geschützt werden sollte. Das ist Ihrer Politik schon bei der Land- und Milchwirtschaft nicht gelungen; nun soll auch noch die Waldwirtschaft "dran glauben". Mal sehen, wie lange es dauert, bis auch für die Bürger sichtbar wird, dass es im Schwarzwald immer weniger Milchkühe gibt und zukünftig wohl auch immer weniger Wald-Bauern, Sägewerke, und zu guter Letzt kommen dann auch endlich alle (Holz-)Kuckucksuhren aus dem Ausland - von da wo es noch bewirtschaftete Wälder gibt und Menschen, die in Ihrem eigenen Wald noch leben und arbeiten dürfen...
Schade!
Mein ganzes Leben lang kam es mir nie in den Sinn, die Grünen zu wählen. Doch in den zwei vergangenen Jahren entwickelte sich bei mir ein Sinneswandel. Aus dem für mich etwas marktschreierischen Fraktionschef Kretschmann wurde der überzeugende, glaubhafte, aufrechte und integre Ministerpräsident, eine echte Kontrastgestalt zu seinem Vorgänger und
Mein ganzes Leben lang kam es mir nie in den Sinn, die Grünen zu wählen. Doch in den zwei vergangenen Jahren entwickelte sich bei mir ein Sinneswandel. Aus dem für mich etwas marktschreierischen Fraktionschef Kretschmann wurde der überzeugende, glaubhafte, aufrechte und integre Ministerpräsident, eine echte Kontrastgestalt zu seinem Vorgänger und dessen undurchsichtiger Cleverness.
Ich hätte also die Grünen das nächste Mal – wegen Kretschmann! – mit vielen anderen, die ähnlich denken, vermutlich gewählt. Hätte!! Doch nun setzen mir die letzten Wochen zu. Nicht dass ich den Grünen ihr Lieblingsprojekt Nationalpark nicht gönne; sie dürfen es sogar engagiert und energisch angehen. Aber wenn man es dann gegen den erklärten deutlichen Willen der direkt Betroffenen rigoros und rücksichtslos durchsetzen will (schließlich beklatschen es ja alle Naturfreunde von Mergentheim und Heilbronn und Ulm und Reutlingen und Karlsruhe!) als sei dies alles zum Überleben von Natur und Mensch von allerhöchstem Rang, macht mich das sehr stutzig. Das hat nicht bloß ein Gschmäckle, sondern es stinkt recht undemokratisch nach ideologischer Diktatur. Dieses seltsame Vorgehen passt überhaupt nicht in mein Bild vom Ministerpräsidenten. Oder ist mein Bild letztlich doch zu schön?
Damit muss ich wohl oder übel zu meinem traditionellen Wahlverhalten zurückkehren. Schade.