Nationalparkgesetz

Ein Wanderer steht im Nordschwarzwald beim Ruhestein am Aussichtspunkt Wildseeblick. (Bild: Uli Deck / dpa)

Nationalparkgesetz

Gebiet und Zweck

„Gebiet und Zweck“ umfasst die Paragrafen 1 bis 5.

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Im ersten Abschnitt werden die rechtlichen Grundlagen des Nationalparks Schwarzwald geregelt. Sie umfassen insbesondere die förmliche Erklärung eines umgrenzten Gebiets zum Nationalpark und den Schutzzweck. Außerdem sind hier die Bereiche „Bildung und Information“ sowie „Wissenschaftliche Beobachtung und Forschung“ im Nationalpark Schwarzwald geregelt.

Fragen und Antworten: Weitere Informationen zum Gebiet

Karten

Nationalpark Schwarzwald: Entwurf der neuen Nationalparkgrenzen als interaktive Karte

Wesentliche Inhalte des Gesetzentwurfs

  • Die Anpassung der Gebietsgröße in Paragraf 1.
  • Die Aktualisierung der Übersichtskarte und der Detailkarten sowie flurstückscharf festzulegende Außengrenze des Nationalparks in Paragraf 2 und den Anlagen 1 und 2.
  • Klarstellungen und Ergänzungen zu den verschiedenen Schutzzwecken des Nationalparks in Paragraf 3 sowie zur wissenschaftlichen Beobachtung und Forschung in Paragraf 5, jeweils insbesondere mit Blick auf den Klimawandel.

Wortlaut der Gesetzesänderung

Kommentare

Sie konnten den Gesetzentwurf bis zum 18. Juli 2025 kommentieren. Vielen Dank für Ihre Kommentare!

25. Kommentar von :Ulrich Sapel

Lückenschluss mit Lücken

Dass der nun vorliegende Gesetzesentwurf zustande gekommen ist, ist begrüßenswert.

Allerdings ist hier nicht der wünschenswerte große Wurf gelungen, sondern leider nur ein Minimalkonsens erreicht worden.

Im Besonderen fehlt ein deutlicher Flächenzuwachs. Mit über 2800 ha hat das Land BaWü eine nennenswerte Fläche von der Murgschifferschaft

Dass der nun vorliegende Gesetzesentwurf zustande gekommen ist, ist begrüßenswert.

Allerdings ist hier nicht der wünschenswerte große Wurf gelungen, sondern leider nur ein Minimalkonsens erreicht worden.

Im Besonderen fehlt ein deutlicher Flächenzuwachs. Mit über 2800 ha hat das Land BaWü eine nennenswerte Fläche von der Murgschifferschaft übernommen. Es bleibt mir unverständlich, dass davon nur knapp 1300 ha (also weniger als 50%) in das Nationalparkgebiet übergehen.

Weiterhin bleibt mir unverständlich, dass etablierte Zonen des NLP zwecks des Borkenkäfermanagements an ForstBW abgetreten werden sollen. Falls diese Regelung Bestand haben sollte, muss sichergestellt sein, dass ForstBW in diesen Zonen sich wirklich auf das Borkenkäfer-management beschränkt. Der ohnehin kleinere Nordteil wird durch die Abtretungsflächen A01, A05 und A10 regelrecht abgeschmolzen.

Mit lediglich ca. 1,5 KM Länge entlang der Hundseckstraße (L80b) zwischen Schindelhof und Pandurenhof ist letztlich nur eine sehr enge Verbindung zwischen den beiden ursprünglichen NLP Teilen erreicht worden. Ich fürchte, dass sich dieser Engpass zu einer schwer zu überwin-denden Barriere für Flora und Fauna entwickeln wird.

Zum Schluss möchte ich die bisherigen Kommentierungen unterstützen, in denen dafür plä-diert wird, den Schutzzweck des NLP durch das Stichwort Artenvielfalt / Biodiversität auszuweiten.

 

14. Kommentar von :Waldameise

Mehr Waldfläche im Nationalpark

Wir brauchen mehr Fläche im Nationalpark für eine biologische Vielfalt. Jede Fläche zählt, deshalb keine Flächen an ForstBW abtreten. Der Nationalpark hat das Borkenkäfer-Management sehr gut im Griff. 10 Jahre gute Arbeit. Warum soll das geändert werden? Wir brauchen keine weiteren Wirtschaftswälder sondern einen lückenlosen Nationalpark als

Wir brauchen mehr Fläche im Nationalpark für eine biologische Vielfalt. Jede Fläche zählt, deshalb keine Flächen an ForstBW abtreten. Der Nationalpark hat das Borkenkäfer-Management sehr gut im Griff. 10 Jahre gute Arbeit. Warum soll das geändert werden? Wir brauchen keine weiteren Wirtschaftswälder sondern einen lückenlosen Nationalpark als Rückzugsgebiet für Wildtiere, für eine Artenvielfalt und für nachfolgende Generationen, damit diese auch noch 'Waldwildnis' erleben können. In anderen Bundesländern funktioniert das! Es geht, man muss es wollen und nicht nur den Wirtschaftswald sehen.

18. Kommentar von :Luchs134

Minimalerweiterung - BW kann nicht nur kein Hochdeutsch!

Kein großer Wurf - die 1.263 ha Flächenzuwachs bleiben meilenweit hinter dem möglichen Potenzial zurück. Das Wildnisziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt von 2 % wird weiter krachend verfehlt. BW steht bei 0,21 % und ist bundesweites Schlusslicht. Die Priorisierung von mehr Naturschutzfläche für den Nationalpark ist nicht

Kein großer Wurf - die 1.263 ha Flächenzuwachs bleiben meilenweit hinter dem möglichen Potenzial zurück. Das Wildnisziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt von 2 % wird weiter krachend verfehlt. BW steht bei 0,21 % und ist bundesweites Schlusslicht. Die Priorisierung von mehr Naturschutzfläche für den Nationalpark ist nicht vergeudete Waldfläche, sondern wertvolle Investition in die Zukunft.

20. Kommentar von :Josef Rauwolf

Flächengröße der Erweiterung

Schon ein Blick auf eine Karte mit den bisherigen Abgrenzungen der beiden Teilgebiete zeigt, dass der Nationalpark in seiner jetzigen Ausprägung in gewisser Weise Stückwerk war.

Ich begrüße daher sehr, dass es eine Erweiterung geben soll, die beide Teile des Nationalparks miteinander verbindet.

Etwas enttäuschend finde ich, dass es für diese

Schon ein Blick auf eine Karte mit den bisherigen Abgrenzungen der beiden Teilgebiete zeigt, dass der Nationalpark in seiner jetzigen Ausprägung in gewisser Weise Stückwerk war.

Ich begrüße daher sehr, dass es eine Erweiterung geben soll, die beide Teile des Nationalparks miteinander verbindet.

Etwas enttäuschend finde ich, dass es für diese Verbindung nur eine minimale Flächenerweiterung von ca. 10 000 Hektar auf dann ca. 11 000 Hektar geben soll.

Was die Flächengröße für den einzigen Nationalpark im Baden-Württemberg anbelangt, steht das Ländle im Vergleich zum benachbarten, seit Jahrzehnten CSU-regierten Bayern, sehr bescheiden da. Dort gibt es bereits zwei Nationalparke mit Flächengrößen von jeweils etwa 25 000 Hektar, zusammen also ca. 50 000 Hektar. Bayern ist zwar deutlich größer als das Baden-Württemberg, jedoch nicht fünf mal so groß.

Angesichts dieser Zahlen irritiert mich, dass sogar Flächen ausgegliedert werden sollen, die bisher zum Nationalpark Schwarzwald gehörten.

Ich rege daher an und bitte darum, im weiteren Entscheidungsprocedere eine deutlichere Vergrößerung der Nationalparkfläche anzustreben.

12. Kommentar von :ohne Name 136007

Erweiterung ohen Abtretungsflächen (auf der Karte rot markiert)

In der Gesetzesbegründung wird angeführt: „Auch das mit der Ausweisung eines Nationalparks stets verbundene Ziel des Prozessschutzes kann nun noch besser erfüllt werden. Denn je größer und kompakter ein Prozessschutzgebiet (Kernzone) ist, umso größer ist seine Artenzahl und die Populationsgröße der Arten. Damit wird auch der Erhalt der

In der Gesetzesbegründung wird angeführt: „Auch das mit der Ausweisung eines Nationalparks stets verbundene Ziel des Prozessschutzes kann nun noch besser erfüllt werden. Denn je größer und kompakter ein Prozessschutzgebiet (Kernzone) ist, umso größer ist seine Artenzahl und die Populationsgröße der Arten. Damit wird auch der Erhalt der Biodiversität mit zunehmender Flächengröße effektiver.“

 

Es wird richtigerweise Bezug genommen, dass Artenvielfalt und Biodiversität Platz zur Entfaltung benötigen. Diese Feststellung ist allgemeingültig und auch außerhalb der Kernzone anwendbar. Folgerichtig ist die Erweiterung des Nationalparks und die Schließung dieser Lücken.

 

Gleichzeitig werden mit den Abtretungsflächen (auf der Karte rot markiert) Flächen entnommen, welche sich über die Jahre entwickeln konnten und nun Rückabgewickelt werden. Es erschließt sich daher nicht, warum diese Flächen dem Nationalpark entnommen werden sollten und so die (Weiter-)Entwicklung vorhandener Artenvielfalt und Biodiversität durch u.a. Waldbewirtschaftung gefährdet werden (schwarz und rot markiert).

 

Die Erweiterung sollte, um nicht zu sagen muss, inklusive dieser Flächen (A01-A14) stattfinden. Gleichzeitig muss die Bürgerschaft in den Erweiterungsgebieten wohl kommunikativ besser abgeholt werden, denn ein Nationalpark mit Umweltschutz, Artenvielfalt und Biodiversität ist kein „Gegner“.

 

27. Kommentar von :Dr. Harald J. C. Orth

Gebietsgröße & Entwicklungsperspektiven

Nur ein ausreichender und zusammenhängender Bereich kann die Natur zur natürlichen Ursprungslandschaft wieder werden lassen, mit entsprechender lokaler Flora & Fauna.

 

Der nächste Schritt mit recht kleiner Erweiterung und Zusammenschluss ist daher unabdingbar & konsequent, kann jedoch nur ein Zwischenschritt sein, um das Natugebiet an sich weiter

Nur ein ausreichender und zusammenhängender Bereich kann die Natur zur natürlichen Ursprungslandschaft wieder werden lassen, mit entsprechender lokaler Flora & Fauna.

 

Der nächste Schritt mit recht kleiner Erweiterung und Zusammenschluss ist daher unabdingbar & konsequent, kann jedoch nur ein Zwischenschritt sein, um das Natugebiet an sich weiter sukzessive zu optimieren und auch thematisch -sinnhafterweise- ergänzend das Umfeld des Kaltenbronns wieder in die Überlegungen mit einzubeziehen.

 

Zum Wohle und Miteinander und im Einklang von Mensch & Natur, Klima und nachhaltigem Wohlergehen aller.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. H. Orth

3. Kommentar von :Marianne

§1 Absatz1 Satz 2

Das Gebiet müsste sehr viel größer sein.

15. Kommentar von :David91

Größe

Die Fläche muss noch deutlich werden, mit 1200 ha wird das Ziel von 2% der Landesfläche nicht Ansatzweise erreicht. Vor allem große zusammenhängende Flächen erlauben natürliche Entwicklung und sind ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz.

13. Kommentar von :ST

Nationalparkflächen sind eine Investition in die Zukunft

Flächenzuwachs bleiben meilenweit hinter dem möglichen Potenzial zurück Das Wildnisziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt von 2 % wird weiter verfehlt. BW steht bei 0,21 % und ist bundesweites Schlusslicht.

Die Priorisierung von mehr Naturschutzfläche für den Nationalpark ist nicht vergeudete Waldfläche, sondern wertvolle

Flächenzuwachs bleiben meilenweit hinter dem möglichen Potenzial zurück Das Wildnisziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt von 2 % wird weiter verfehlt. BW steht bei 0,21 % und ist bundesweites Schlusslicht.

Die Priorisierung von mehr Naturschutzfläche für den Nationalpark ist nicht vergeudete Waldfläche, sondern wertvolle Investition in die Zukunft.

22. Kommentar von :DaFischer573

§ 2 Gebiet des Nationalparks

Den Nationalpark zu erweitern ist richtig und wichtig.

Das Wildnisziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt von 2 % wird jedoch weiter verfehlt. BW steht bei 0,21 % und ist bundesweites Schlusslicht. Die Priorisierung von mehr Naturschutzfläche für den Nationalpark ist nicht vergeudete Waldfläche, sondern wertvolle Investition in die

Den Nationalpark zu erweitern ist richtig und wichtig.

Das Wildnisziel der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt von 2 % wird jedoch weiter verfehlt. BW steht bei 0,21 % und ist bundesweites Schlusslicht. Die Priorisierung von mehr Naturschutzfläche für den Nationalpark ist nicht vergeudete Waldfläche, sondern wertvolle Investition in die Zukunft. Ohne Wald kein Leben!