Hier hatten Sie bis zum 15. Mai 2014 die Möglichkeit den Gesetzentwurf im Allgemeinen zu kommentieren und zu diskutieren.
Ihre Hinweise oder Anregungen zu konkreten Regelungsvorschlägen und Paragraphen des Gesetzentwurfes konnten Sie direkt zu dem betreffenden Gesetzesabschnitt abgeben.
Im Bewusstsein der gesellschaftlichen, ökologischen und ökonomischen Bedeutung, die der Jagd in Baden-Württemberg zukommt, entwickelt das Land Baden-Württemberg mit diesem Gesetz das geltende Jagdrecht weiter. Die Rahmenbedingungen für die Jagd haben sich während der letzten Jahrzehnte teilweise grundlegend verändert. Daraus haben sich zahlreiche Herausforderungen im Umgang mit Wildtieren und ihren Lebensräumen ergeben. In Baden-Württemberg wurden in den letzten Jahren zahlreiche erfolgreiche Pilotkonzepte im Umgang mit Wildtieren entwickelt und umgesetzt. Die Erfahrungen mit diesen Konzepten bieten eine Grundlage für die praxisgerechte Weiterentwicklung der jagdgesetzlichen Regelungen.
Das Gesetz passt das Jagdrecht den veränderten Rahmenbedingungen, neuen wildtierökologischen Erkenntnissen und den an das Jagdwesen gestellten Anforderungen, insbesondere des Naturschutzes und des Tierschutzes an. Mit der Weiterentwicklung des Jagdrechts leistet das Gesetz einen Beitrag, die Jagd als eine ursprüngliche Form der Nutzung natürlicher Lebensgrundlagen durch den Menschen in Baden-Württemberg zukunftsfähig zu erhalten und dabei die von der Jagd berührten Belange des Natur- und Tierschutzes sowie die Interessen der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft zu wahren.
Kommentare
Hier hatten Sie bis zum 15. Mai 2014 die Möglichkeit den Gesetzentwurf im Allgemeinen zu kommentieren und zu diskutieren. Vielen Dank für Ihre Kommentare!
Wildschweine / Studien / Sinn der Jagd /Vegan / Würde der Tiere / Zitate
@ 1151 ja eine Mehrheit hat Grün-Rot gewählt, aber sicher nicht hauptsächlich wegen der Novellierung der Jagd. S21, CDU und anderes waren da wohl der ausschlaggebende Punkt!
@ Hagen: sie hatten mir also abgesprochen, dass ich ein Tierfreund bzw. tierlieb sein kann, ohne mich zu kennen, allein wegen der Tatsache, dass ich „Jäger“ bin. Nur damit Sie es wissen, ich habe den normalen Jagdschein und den Falknerjagdschein. Ich habe weder mit Waffe noch Vogel je ein Tier zur Strecke gebracht. Aus beruflichen Gründen ist es aber ab und zu notwendig, ein Kaninchen oder eine Ratte zu töten(nur im Ausnahmefall, wenn frisches Futter nicht zur Hand ist), um einen Greifvogel oder Eule zu versorgen. Ich habe weder Kurz- noch Langwaffe, noch habe ich Vogel. Ich habe schlichtweg keine Zeit auf die Jagd zu gehen. Und wenn, dann würde ich mit dem Vogel jagen gehen; wenn irgendwann Zeit, Geld und Möglichkeit vorhanden sind auch mit der Langwaffe. Da ich verantwortungsvoll bin, wird vorher Schießtraining gemacht. Wir haben bei uns im Kurs (über 10 Jahre her) definitiv mehrfach gesagt bekommen, wenn ihr euch nicht sicher seit, dann lasst den Finger gerade. Die mir bekannten Jäger handeln so!
Die Naturschutzgruppe, in der ich bin, akzeptiert mich voll und ganz mit meinem Wissen und Erfahrung rund um die Eulen und Greife. Sie arbeiten oft Hand in Hand mit den Jägern zusammen und versuchen nicht, sie zu bekehren. Vielleicht ist es mit der Meinung ja ein wenig wie in einem bekannten sehr großen Verein (welcher kürzlich in den Medien für Aufsehen sorgte): die Spitze propagiert etwas und argumentiert mit den vielen Mitgliedern des eigenen Vereins, obwohl diese in Wirklichkeit gar nicht voll dahinter stehen. Wie schon jemand vorher geschrieben hat, die Mehrheit schweigt oder hat anderes, für sie wichtigeres zu tun!
Ich weiß nicht, ob sie die Studien gelesen haben, ich habe die Zeit nicht (werde dies aber sicher dieses Jahr noch nachholen, einfach, weil es mich interessiert), habe mir jedoch das Video von Herrn Dandliker's Vortrag angesehen. Sollten Sie auch mal machen, zum Beispiel wegen Hase und Fuchs. Lesen Sie einfach weiter, was ich dort gefunden habe ist aufgeführt.
Allgemein gehe ich davon aus, dass diejenigen, die hier wehement gegen die Jagd – in welcher Ausführung auch immer – sind, seltenst Betroffene sind! Sie tragen den Schaden nicht, sie müssen keine Zeit und Geld investieren um den Schaden auszugleichen, etc. Früher haben wir „Zivilisierten“ Tiger in Indien etc. ausgewildert, damit dies edle Tier weiter in der freien Wildbahn existieren kann. Die aufkommenden Probleme mussten dann vor Ort gelöst werden.
Nachfolgendes ist meine eigene Meinung, einige Jäger werden darüber wahrscheinlich meckern.
Zur Wildschwein-Diskussion:
klar, durch Jagd wird auch Druck aufgebaut, die Verluste sind höher, um die Art zu erhalten, wird die Reproduktion angekurbelt. So was lernte man früher auch mal in Biologie. Nahrung und andere Faktoren spielen aber eine genauso wichtige Rolle! Monofaktorielle Ursachen sind in der echten Natur (nicht unserer Kultur- und Industrienatur) äußerst selten. Wildschweine sind Opportunisten, Hasen Spezialisten. Bei Letzterem spielt der Verlust durch Habitat und Nahrungsangebot, höhere Exposition Beutegreifern gegenüber (wenig Deckung in unserer Kultur- und Industrielandschaft) durch die intensive Landwirtschaft die Hauptrolle (bedeutend größer als die Jagd). Häufig wird behauptet, der Jäger hätte ein großes Interesse an großen Mengen Wild. Beim Schwarzwild wohl kaum. Zu viel Schwarzwild bedeutet mehr Schaden, den der Jäger aus eigener Tasche zahlen muß. Also wird versucht beides zu reduzieren.
Ach ja, Genf. Ich habe mir das Video auf www.jagdreguliertnicht.ch angesehen. Ab ca. Minute 25 kommt das Wildschwein. Erst wenige Tiere, dann mehr, bei einer Grenze wurde weniger geschossen, explosionsartige Vermehrung. Anschließend (Minute 35) „man hat sehr stark eingreifen müssen, um die Population runterzukriegen“. In Genf haben sie nun ein Niveau zwischen 100 und 400 Individuen. Würde man dies in Baden-Württemberg machen wollen, wieviel % des Schwarzwildbestandes müsste geschossen werden, um auf ein ähnliches Niveau wie im Kanton Genf zu kommen? 10%, 40%, 60% oder vielleicht gar Richtung 90%? Welcher Prozentsatz wäre noch ethisch oder tierschützerisch vertretbar? Würde die private Jagd bei uns abgeschafft werden, wie viele Wildhüter bräuchten wir, um ähnliche Populationen wie im Kanton Genf zu erreichen?
Was leider auch gerne vergessen wird, parallel zur Abschaffung der privaten Jagd wurden Biotopverbesserungen bzw. Extensivierung durchgeführt, um dem Hasen zu helfen. Wird dies beim Wildtiermanagement ebenfalls getan (für alle Tierarten, die es nötig haben)?
Bei Minute 14.40 wird erklärt, dass die starke Reduktion des Fuchses durch die Tollwut dem Hasenbestand geholfen hat. Ja, das sagt G. Dandliker persönlich. Hat er etwa die Studien, die hier gegen Fuchsreduktion angebracht worden sind nicht gelesen? Müsste man also, wenn man die Hasen und andere Arten unterstützen will in der Anfangszeit die Fuchspopulation mit einer reduzierenden Krankheit infizieren, da die Jäger ja nicht so effizient sind? Wäre diese Vorgehensweise zur Unterstützung von bedrohten Arten ethisch und tierschutzrechtlich vertretbar? In dem Video werden auch die Methoden erklärt, wie man die einzelnen Wildtierarten daran hindert, Schaden zu verursachen. Elektrozäune und anderes. Würde also irgendeine Regierung dem Verbot der privaten Jagd zustimmen, müssen die Wildhüter, die Extensivierung (Biotopverbesserung) und Schadensverhindernde Maßnahmen bezahlt werden. Wenn die ersten beiden vom Steuerzahler getragen werden würden. Was ist mit den Elektrozäunen? Landwirte haben heute kaum noch Gewinnspannen, können diese es sich leisten ihren Mais oder anderes mit Elektrozäunen zu schützen? Oder darf der Steuerzahler diese auch noch tragen?
Was ist das besondere Management? Beim Management im Kanton Genf werden Scheinwerfer und Restlichtverstärker genutzt, damit man das Schwarzwild in der Nacht ethisch korrekt erlegen kann. In Deutschland sind aber beide Methoden verboten (§ 19 Bundesjagdgesetz Sachliche Verbote), somit auch in Baden-Württemberg! Ist das „Management Jagd? Auch beim Management wird das Wild aufgesucht, nachgestellt, erlegt und angeeignet. Somit dürfen die Jagdgegner auch das Management nicht akzeptieren. Auch hier sterben am Ende Tiere, oder?
Wie sieht es mit Ratten in den Städten und Dörfern aus? Hier wird vergiftet, obwohl der Opportunist Ratte ein ähnliches Verhalten (Vermehren) zeigt, wie die Wildschweine. Welcher der Jagdgegner geht zu seiner Stadtverwaltung und fordert die Einstellung der Rattenbekämpfung?
Zu Studien:
Es ist schön, wenn hier immer Studien aufgelistet werden. Klar, ist ja wissenschaftlich. Es müssen aber auch die Bedingungen der Studien bzw. der Studiengebiete, Ziel der Studie und einiges mehr berücksichtigt werden. Überspitzt gesagt, auf dem Mars konnte mit wissenschaftlichen Studien Sauerstoff nachgewiesen werden. Heisst dies automatisch, dass wir alles von der Erde dorthin verpflanzen können und normal auf dem Mars weiterleben könnten?
Wenn auf Jagdverbote in Nationalparks und ein eingependeltes „Gleichgewicht“ (in der echten Natur sind es Fliessgleichgewichte, da die Bedingungen sich sehr häufig ändern) hingewiesen wird, handelt es sich um die selben Bedingungen wie in einem bewirtschafteten Wald mit Mais und anderem Futter in der Umgebung? Neueste Studien werden teils als das Non plus Ultra dargestellt. Spinat wurde lange Zeit als eisenhaltig gepriesen, bei Wölfen soll die Sozialstruktur vom Alpha bis zum Omega Tier durchstrukturiert sein. Beides konnte – nach einigen Jahren – als falsch oder nicht auf die freie Wildbahn anwendbar nachgewiesen werden. Deshalb mit Studien immer vorsichtig sein, Ökologie oder allgemein Biologie ist hochkompliziert und kann nicht verallgemeinert werden. Es gibt immer Überraschungen und Faktoren, deren Einfluss unterschätzt wurde. Bodenbiologie ist zum Beispiel einer der unbekannten Gebiete in diesem Bereich.
Der Sinn der Jagd:
ist ganz einfach der Erwerb von Nahrung. Lieber ein gebeiztes Tier oder ein geschossenes Tier, als zu viel Fleisch aus dem Schlachthof. Ein Tier zu töten ist nie einfach. Zumindest für die, die dies in ihrem Leben schon ein- oder mehrere Male selbst getan haben. Es wird „Stolz“ auf die Beute oder die „Befriedigung“ ein Tier erlegt zu haben als barbarisch kritisiert. Was empfindet bitte schön, ein Gärtner, der dank Geschick einen sehr großen Kürbis im Garten hat und genüsslich zu essen verarbeiten wird? Befriedigung, Stolz oder Ekel und Abscheu?
Es wurde auch schon gesagt, dass Pflanzen auch lebendige Organismen sind. Sie werden von uns bei lebendigem Leibe gegessen, gekocht, gebraten, zerstückelt, ausgequetscht, gedünstet, verdaut. Was sagen viele Köche: sie empfinden es als einen Genuß, Befriedigung zu Kochen, Kochen ist eine Leidenschaft, eine Passion etc. Den Jägern wird hier oft vorgeworfen, es wäre „pervers“ und anderes. Wieso ist es beim Kochen nicht als ebenso „pervers“ anzusehen? Nur weil wir kochen müssen um zu überleben? Unsere Vorfahren haben auch überlebt, ohne zu kochen. Sie haben alles roh gegessen.
Wir lassen Pflanzen verdursten oder an Mangelernährung sterben (Rosinen, Schnittblumen) nur damit es unseren Geschmack kitzelt, bzw. unserem Schönheitsempfinden einen „Kick“ gibt. Stress bei Pflanzen glauben sie nicht? Auf zellularer Ebene unterscheiden sich Pflanzen und Tierzellen nicht wesentlich. Auf Stress (Hitze, Salz, Wasserverlust, Mangelerscheinungen, etc) antworten sie mit ähnlichen Mechanismen. Pflanzen kommunizieren auch miteinander. Was machen wir nun, verhungern?
Essen müssen wir auf jeden Fall. Teils sage ich den Leuten, sie sollten beim Fleischessen bitte nicht vergessen, dass ein Tier gestorben ist, damit sie weiterleben können. Jäger sind sich dessen wesentlich bewusster, als der normale Bürger.
Hätten unsere Vorfahren sich nicht in einer Krisenzeit hauptsächlich von Fleisch ernährt, hätten wir kein großes Gehirn entwickeln können. Wir könnten nun nicht von den PC's sitzen und über die Jagd argumentieren, sondern würden durch Afrika streifen und würden von Beutegreifern gejagt werden!
Vegan:
ich habe in einem Kommentar gelesen, wenn alle Veganer werden würden, dann bräuchte man nicht mehr so viel Anbaufläche (auch Futter für die Kühe,etc), die wieder von den Tieren genutzt werden könne. Dies funktioniert aber nur, wenn die Population des Menschen gleichbleibend bleibt. Bisher wächst die Weltbevölkerung ungehemmt weiter. Es würde wahrscheinlich nur ein Jahrzehnt dauern, und die für die Wildtiere freigewordenen Flächen würden wieder für den Nahrungsanbau genutzt werden müssen. Korrekt? Weitere Frage, wenn wir alle zum 1.1.2020 vegan werden würden, was geschieht mit den Kühen, Schweinen, Hühnern? Lässt man sie alle frei? Wenn ja, würden die Anbauflächen für das Viehfutter nämlich nicht frei werden, oder habe ich da einen Denkfehler?
Kurz, es gibt zu viele Menschen. Wir kratzen an der 8 Mrd. Marke. Die nächsten Tiere in unserer Gewichtsklasse wären Schweine. Schon mal im Internet gesehen, wieviele es davon auf diesem Planeten gibt?
In unserer zivilisierten Welt geht es uns echt zu gut. Wir müssen nicht ums überleben kämpfen, wie andere in anderen Regionen. Und weil es uns zu gut geht, wird vielen langweilig und man kommt auf irgendwelche Ideen und muss sie unbedingt durchsetzten. Ich sage nicht, dass alle Argumente die von den Gegnern kommen verdammenswert und falsch sind. Man muß aber alles zusammen sehen und vorausdenken. Nicht nur einen Teil davon.
Würde der Tiere:
vielfach wird gefordert, den Tieren soll ihre Würde zugestanden werden. Letzte Woche scheiterte ein Versuch, die Grundrechte für Menschenaffen im Deutschen Recht verankern zu wollen am Widerstand des Zoodirektorenverbandes. Sind die etwa alle Jäger?
- wird die Würde eines Hundes geachtet, wenn er – artungerecht – frisiert, gestylt, mit Chemikalien gewaschen, in menschliche Kleidung gesteckt wird?
- was ist mit der nicht sonderlich artgerechten Fütterung von Hunden (anstatt eines sehr hohen Fleischanteils mit viel Wasser sind im Trockenfutter über 50 % pflanzlich. Frisst ein Wolf so viel Grünzeug) und anderen?
- wie sieht es mit der Würde aus, wenn Tiere nach menschlichen Wünschen gezüchtet werden, die Tiere aber aufgrund der Züchtung, Schmerzen, Atemnot oder ähnliches erleiden (Stichwort Qualzucht)?
- wo ist die Würde eines Wildtieres, wenn es nach einem Wildunfall im Straßengraben qualvoll stirbt, während das vernunftbegabte Tier weiterfährt?
- was ist mit der Würde aller Organismen im Wasser, die durch Medikamente, Chemikalien, Plastik, radioaktives Material von uns beeinträchtigt werden?
- was ist mit der Würde der Meeresorganismen, die täglich den Lärm unserer Schiffe, Sonar, Echolot und anderes ertragen müssen oder über deren Rücken Sportbootfahrer fahren und diese verletzten und töten?
- dürfen Mücken, Zecken, Spinnen, Schlangen und andere „eklige Tiere“ auch an der Würde teilhaben?
Wir Menschen haben die Charta der Menschenrechte seit 1948, haben wir es seitdem geschafft, dass auf diesem Planeten für jede einzelne Person §1 gilt?
Haben wir es für Europa geschafft? Wie sieht es in Deutschland aus? Wie in einzelnen Städten? Wir schaffen es ja noch nicht mal für uns, wie illusorisch ist es, die selben Rechte für Tiere zu Fordern? Sie müssen dann auch für alle Tiere gelten, somit können wir im Grunde die gesamte Zivilisation auflösen und pflanzen sammelnd über den Planeten streifen. Unser Selbsterhaltungstrieb wird dieses aber garantiert verhindern.
Zitate:
man kann hier einige Zitate von heute als groß erachteten Menschen lesen. Aber: was hat Gandhi erreicht? Wurde in Indien der gewaltlose Widerstand weitergeführt? Wieviel Prozent der Gesamtbevölkerung auf diesem Planeten stimmen den Zitaten zu ?
Haben Gandhi, oder Heuss (hätte er dies Zitat in dem von den Jagdgegnern gewünschten Sinne dargebracht) sich aktiv für die Abschaffung der Jagd eingesetzt? Und warum? Weil hinter all den Zitaten die Person vergessen wird. Ich bin zwar kein Biographienvertilger, aber die häufig zitierten Personen hatten eines gemeinsam: sie waren anderen gegenüber tolerant ! Oder liege ich da falsch, Korrekturen nehme ich gerne entgegen.
Ok, verkneifen kann ich mir die beiden auch nicht:
„Jede einem Menschen zugefügte Beleidigung, gleichgültig, welcher Rasse er angehört, ist eine Herabwürdigung der ganzen Menschheit.“ Albert Camus, französischer Schriftsteller
„Die Natur hat uns nur einen Mund, aber zwei Ohren gegeben, was darauf hindeutet, daß wir weniger sprechen und mehr zuhören sollten.“ Zenon von Elea, griechischer Philosoph
Dies wird mein letzter Kommentar sein. Urlaub. Ich komme auch zwei mal durch den Kanton Genf. Bin mal gespannt, wieviele Wildtiere ich da tagsüber sehe.
Mit freundlichen Grüßen, viel Spaß noch beim Kommentieren und bis zu einer anderen Diskussion hier oder wo anders.
S.R.
Winterfütterung und "Jagdruhe"
Es kann nicht sein, das ein Ministerium entscheiden kann, wann gefüttert werden muss und wann nicht. Das kann der Jäger wohl selbst am besten entscheiden.
Vorallem bleibt die Frage immer noch offen, wer stellt das Trester zur Verfügung? Die Landesregierung sicherlich nicht. Wer stampft schon Trester ein, wenn es heißt, die Fütterung hängt allein von dem Ministerium ab.
Nehmen wir an, der Jäger hat kein Trester eingestampft, weil er nicht weiß, wie der Winter wird. Wird er mild oder wird er schneereich sein? Man weiß es vorher nicht. Es kommt wie keiner es vorausgesehen hat, ein strenger Winter, wo bitte soll jetzt der Jäger den Trester bitte herholen? Die Kommunen oder gar das Ministerium stellt es sicher nicht zur Verfügung. Machen Sie sich doch bitte darüber Gedanken.
Zur Jagdruhe:
Sie behaupten, die Jagdruhe soll die Beunruhigung im Wald mindern. Wie kann es sein, das nur der Jäger draußen bleiben soll und der Forst seine Bäume weiter fällen kann, die Hunde weiter im Wald frei herumlaufen können, die Jogger, Mountainbiker und Geocacher mitten in der Nacht durch den Wald weiterhin schlendern dürfen. Das ist die Wahre Beunruhigung für das Wild.
Über einen Kommentar kann ich hier nur lachen. Es sollen kommunale Förster eingestellt werden. Das kann nur von Leuten kommen, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Wenn es soweit kommen würde, wären diese Leute die ersten, die schreien, was mit den ganzen Staatsgeldern passiert. Noch ein Anhängsel, die Förster heut zu Tage sind keine Jäger mehr, sie sind Kopfgeldjäger. Sie sehen das Rehwild als Ungeziefer, die den Wald auffressen. Liebe Leute, einerseits heißt es, es gehört zur Natur, andererseits soll es keinen Verbiss geben. Was bitte schön möchten Sie denn wirklich, als die "Hobbyjäger" zu verbieten, die die Jagd ernst nehmen und Waidgerecht jagen. Gehen Sie zum Forst, ich kann Ihnen reines Gewissens sagen, das hat nichts mehr mit der Jagd zu tun.
Falls diese Person mich als auch als Choleriker bezeichnet möchte, bitteschön, ich bin wirklich Willensstark.
Und ich bin natürlich genau so Sachlich geblieben wie Sie.
Die Landesregierung sieht die Jagd, so wie Sie sie sehen wollen, nicht wie sie wirklich ist. Das ist das traurige.
"Macht doch euren Dreck alleine!"
Wenn man die Kommentare der Natur- und Tierschützer liest, die die Jagd gänzlich abschaffen wollen, bleibt eigentlich nur das o.a. Zitat von Friedrich August III von Sachsen.
Dann möchte ich aber folgende Fragen beantwortet haben:
1. Wer sorgt dann dafür, daß Wildschweine nicht noch mehr überhand nehmen?
2. Wer sorgt dafür, daß der übrige Schalenwildbestand den Lebensräumen angepasst wird?
3. Wer sammelt totes Wild nach Verkehrsunfällen auf?
4. Wer hilft mit bei der Bekämpfung von Wildseuchen?
5. Wer schafft neue/verbesserte Lebensräume für alle Wildtiere?
6. Wer ist für Wildschäden zuständig, wer bezahlt diese?
7. Wer macht künftig Wildtier-Monitoring?
usw. usw.
Wir Jäger müssen nicht jagen! Es wäre ein Versuch wert, ein oder zwei Jahre lang die Jagd einzustellen.
endlich wissenschaftliche Erkenntnisse zur Kenntnis nehmen! Tiere in Ruhe lassen!
Es ist unglaublich, wie bisher eine winzige Minderheit der Bevölkerung die Bedingungen für ein blutiges Hobby der Mehrheit aufzwingt. Wiesen und Wälder sind für alle da! Und an erster Stelle für die wenigen Wildtiere, die in unserer Welt noch verblieben sind.
Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, überall kann man Belege dafür finden: Die Natur, wenn man sie nur lässt, reguliert sich selbst und braucht keine Hightech-Schützen und Fallensteller, um zurechtzukommen. So schrieb gestern unter Nr. 1134 ein Herr Altdörfer, der wie andere besonders gern auf tolpatschige, unerfahrene Jungtiere anlegt oder sie grausam in Fallen fängt: „In meinem Jagdrevier werden jährlich ca. 50 Füchse erlegt, d.h pro 10 ha 1 Fuchs, davon werden 50% im Jungfuchsalter geschossen oder per Lebendfalle gefangen; Ich möchte nicht wissen was wäre wenn wir die nicht erlegen würden; Räude, Fuchsbandwurm, Tollwut.. usw.“
Füchse, wie andere Tiere, z.B. Wölfe, die wir hier hoffentlich auch bald begrüßen können und die sich sicher besser um Wildschweine kümmern können als die privilegierte Jägerschaft, vermehren sich nur bis zu einem bestimmten Grad. Krankheiten breiten sich vor allem dort aus, wo Menschen in die natürlichen Regelkreisläufe eingreifen.
Durch den Abschuss von Füchsen wird nicht einmal der Bestand von Tierarten gesichert, die die Herren Jäger gerne selber jagen wie Feldhasen oder Rebhühner – das haben riesige Feldversuche mit Totalabschüssen von „Raubzeug/Raubwild“ erbracht. (Mehr findet man überhaupt bei Josef H. Reichholf). Das ist aber Jägern, die sich hier mit aller Macht zu Wort melden, weil sie Einschränkungen ihres Hobbys befürchten, völlig egal, stattdessen wird hier unentwegt von „Ideologie“ und Einmischung der unqualifizierten Mehrheit der Bevölkerung gequatscht. Ich hoffe, die Landesregierung hält sich an die Wissenschaft, lässt wie beim Naturpark Nordschwarzwald den Mut nicht sinken, erinnert sich daran, wer sie gewählt hat, und setzt wenigstens diese schwache Reform des Gesetzes um.
Und der Storch bringt die Babys......( Jägersmann 1089 )
Wenn ich annehme , daß der Storch vielleicht die Babys bringt und dann den Rückgang der Geburtenrate mit dem Rückgang der Storchenpopulation in Verbindung bringe, ist klar : der Storch macht sowas. Und genau so argumentiert Dr. Pegel :
wenig Füchse vor 40 Jahren - viel Niederwild .
viele Füchse heute - wenig Niederwild. Also ist der Fuchs der böse Artenvernichter.
Von der Interpretation statistischer Zusammenhänge hat Dr. Pegel wohl wenig Ahnung.
Sein Zitat : " die Zeiten sind vorbei und werden wohl nie wieder kommen ". stimmt ja.
Und wer glaubt hier jetzt: wenn wir den Fuchs gnadenlos jagen, wird alles gut :
Die Auerhähne und Rebhühner tummeln sich dann in den Maisplantagen, sonnen sich in den abgeholzten Hecken, genießen ihre wöchentlichen Pestizidduschen , Raps bis zum Horizont- ideal zum brüten. Alle profitieren von unserer schönen neuen Landwirtschaft.
Vielleicht müssen dann auch ihre Kollegen bald nicht mehr nach Österreich zum Auerhahn schießen
Und ich hab nicht nur den Fuchs als Thema, sondern auch den versehentlichen Abschuß von Wolf
( mit einem Schäferhund verwechselt ), Grosstrappe ( vielleicht mit einem fliegenden Schäferhund verwechselt ) und Leitbachen ( vielleicht nur die Brille verwechselt ) .Hat hier auch noch keiner richtig drauf geantwortet.
Nochwas zum Fuchs : TOMWAIDMANN schießt in 3 Jahren keinen Fuchs, er hat wahrscheinlich ein gesundes Revier. RALF KÖNIG schießt so viel wie möglich und fördert damit den Nachzug von Füchsen meißtens aus dem Osten, von wo dann auch Tierseuchen zu uns transportiert werden.
Bellen ihre Füchse russisch , Herr König ?
Mehr Bürokratie und Kompetenzverlagerung
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit dem vorliegenden Gesetzentwurf wurde der Anspruch des Gesetzes auf Deregulierung konterkarriert. Das Gesetz enthält bis zu 30 Ermächtigungen zum Erlass von Rechtsverordnungen, eine Vielzahl weiterer Befugnisse der Jagdbehörden und Genehmigungsvorbehalte einschließlich Verpflichtungen und Duldungsvorschriften. Bürokratie wird aufgebaut und es wird am Parlament vorbei entschieden. Das beste Beispiel für Bürokratie ist die geplante Abschaffung des Kreisjagdamtes bei gleichzeitiger Einführung eines Jagdbeirates und hauptamtlichen Wildtierbeauftragten. Den Jägern in Baden-Württemberg wird zusammen mit dem Landesjagdverband die Kompetenz in Naturschutzfragen abgesprochen, obwohl sie anerkannte Naturschützer sind. Wir Jäger sind bereits heute dem Natur- und Tierschutz durch die Hege und Waidgerechtigkeit verpflichtet und neben unserer jagdlichen Ausbildung auch in Naturschutzfragen die einzigen staatlich geprüften Naturschützer. Die Übertragung von Rechten durch Mitspracherecht an den Natur- und Tierschutz außerhalb der Jägerschaft ist eine Bevormundung der betroffenen Grundeigentümer und der Jagdausübungsberechtigten, die weder praxisorientiert noch zukunftsorientiert ist. Ein modernes Jagdrecht muss die Eigenverantwortung der Betroffenen stärken und nicht die Betroffenen als untergeordnete Erfüllungsgehilfen für andere Interessen missbrauchen. Wenn das Jagdrecht weiter zu Lasten der Jägerschaft ausgehölt wird, beschleunigt sich der Trend zu unverpachtbaren Revieren in unerwarteter Weise. Jagdpacht ist mit hohem finanziellem Aufwand verbunden der sich nur mit Passion und Freude an der Jagd auf der Waage ausgleichen läßt. Diese Gesetzesvorlage trägt dazu bei, dass die Waage nicht mehr ausgeglichen sein kann. Am Ende des Tages werden die Grundeigentümer die Verlierer sein, denn die Dienstleistung Jagd wird, wenn die Entwicklung so weitergeht, nicht nur einen staatlich bezahlten Wildtierbeauftragten sondern in naher Zukunft bezahlte Jäger zur Verhinderung von Wildschäden erfordern.
Den Gesetzentwurf lehne ich in der gegenwärtigen Form ohne wesentliche und tiefgreifende Änderungen ab.
D. Bührer
breite Ablehnung des Gesetzentwurfs
Folgende Verbände lehnen den Gesetzentwurf ab und haben dies in entsprechenden Pressemitteilungen bekannt gegeben:
Landkreistag (Vereinigung sämtlicher Landkreise in Ba-Wü)
Städte- und Gemeindetag (Vereinigung aller Städte und Gemeinden in Ba-Wü)
Beide Bauernverbände
Waldbesitzerverband
Verband der Jagdgenossenschaften undEigenjagdbesitzer
Landesfischereiverband
Grundbesitzerverband
Forstkammer
Landesjagdverband
Das sagt doch schon alles
Dieses Gesetz darf so nicht kommen, denn es stellt sich gegen alle die nennenswert Eigentum besitzen.
Nur die Habenichtse, die die nicht zu verlieren haben und die gerne das Geld anderer ausgeben, die wollen dieses Gesetz.
Aber ich glaube nicht, dass das reicht, denn umsetzen müssen es die Landnutzer. Die haben auch die Schäden.
Oder die Natur- und Tierschutzverbände sollen mit ihrem ganzen Vermögen sowie dem Vermögen ihrer Mitglieder für entstehende Schäden durch ein vom Naturschutz dominiertes Jagdgesetz tragen.
Warum?
Warum soll ein Gesetzesentwurf mit aller Macht durchgedrückt werden wenn alle betroffenen Verbände und Interessengruppen mit dem vorliegenden Entwurf nicht einverstanden sind und noch eine Überarbeitung fordern?
Warum dürfen Vögel im Winter vor dem Fenster im Winter gefüttert werden und Wildtiere nicht?
Warum gibt soll es eine Jagdruhezeit geben wenn sie nicht für alle gilt? Müsste dann nicht für alle ein Betretungsverbot für den Wald eingeführt werden? Dies würde dann auch Spaziergänger und die Holzernte betreffen.
Wegen den milden Wintern und dem stark ausgeweiteten Anbau von Mais haben die Sauenpopulationen beste Voraussetzungen um sich rasch und stark zu vermehren. Die Risiko der Seuchenübertragung wird damit immer größer. In Falle eines Ausbruchs von ASP sind die wirtschaftlichen Schäden für betroffene Landwirtschaftliche Betriebe nicht überschaubar. Warum dürfen Sauen während der Jagdruhezeit auf dem Feld bejagd werden und nicht im Wald wo die Bejagung deutlich effektiver ist?
Warum dürfen Jäger nicht mit geprüften Totschlagfallen arbeiten und Privatleute mit Schlagfallen Mäuse fangen?
Wildtiere im Vergleich zu Zucht- u. Nutztieren
Grundsätzlich kann auch das Jagdgesetz kritisch beleuchtet werden, und wo nötig, im Verbund mit allen Beteiligten, eben auch der Jägerschaft, zeitgemäß geändert und verbessert werden. Es darf aber niemals, wie zzt. geschieht, nach einseitig idelogischen Vorstellungen angegangen und verändert werden.
Ich bin für ethisches jagen und für einen anständigen Umgang mit allen Tieren. Diesen Anspruch stelle ich an mich als Jäger wie auch an alle Jägerinnen und Jäger.
Jedoch wird seit Jahren in den Medien von katastrophalen Tierhaltungen in Zuchtanstalten berichtet. Zudem wird ein Umgang mit diesen Tieren gezeigt, der unter aller Würde ist. Wie diese Tiere zum Teil gehalten werden und was sie zu fressen bekommen ist verachtenswert.
Deshalb ist es absolut unverständlich, dass Politik sowie Natur- u. Tierschützer sich mit der Jägerschaft anlegen, wo es wesentlich wichtiger wäre sich darum zu kümmern, dass auch Zucht- u. Nutztiere artgerechter leben dürfen und ein Lebensende finden, das sich mit ethischen und moralischen Gefühlen vereinbaren lässt.
Solang Menschen, alles was ihnen im Supermarkt angeboren wird, essen, was aus vorstehend genannten Tierhaltungen stammt, sollte eine Novellierung des gesamten Jagdgesetztes hinten anstehen.
MF
Jäger sind KEINE Natur- und Tierschützer
Ständig wird von Jägerseite hier behauptet sie wären Natur - und sogar Tierschützer!
Um in Deutschland staatlich als Natur- oder auch Tierschützer zu gelten, reicht es völlig dies als Ziel in die Satzung zu schreiben. Und mehr nicht!
Ob Sie dem dann nachkommen oder nicht, wird nicht kontrolliert.
Jeder Kegelclub kann ein "staatlich" anerkannter Tierschutzverein sein, wenn Sie dies in ihre Satzung aufnehmen.
Und wenn dann die Jäger hier immer so darauf pochen staatlich als anerkannte Tierschützer zu gelten ist das einfach absolut lächerlich!
ZITAT Albert Schweitzer (1875-1965):
»Naturfreund ist derjenige, der sich mit allem, was in der Natur lebt, innerlich verbunden weiß, an dem Schicksal der Geschöpfe teilnimmt, ihnen, so viel er kann, aus Leid und Not hilft und es nach Möglichkeit vermeidet, Leben zu schädigen oder zu vernichten.«
oder auch ZITAT, Immanuel Kant, deutscher Philosoph (1724 - 1804):
»Unter allen Lebensweisen ist das Jagdleben ohne Zweifel der gesitteten Verfassung am meisten zuwider; das Noachische Blutverbot scheint uranfänglich nichts anderes als das Verbot des Jägerlebens gewesen zu sein.«
Ein für alle mal Tierschützer - NEIN, das seid Ihr nicht!
Kein Jäger hat das Recht, irgendeine Form der Jagdausübung mit Tierschutz zu rechtfertigen.
Das ist völlig absurd und es ist wirklich eine anmassende Frechheit, für WIE DUMM und naiv die Jägerschaft die "jagdfremde" Bevölkerung hält.
Wer dafür bezahlt, Tiere zu töten, kann sich doch nicht ernsthaft als Tierschützer bezeichnen. Jäger bezahlen für die Ausübung des Jagdrechtes.
Klar und eindeutig im Gesetz definiert: "Die alleinige Befugnis, dem jagdbaren Wild nachzustellen, es zu fangen, zu erlegen und sich anzueignen".
Ein Beispiel:
Ihr habt dem Fuchs regelrecht den Krieg erklärt um Bodenbrüter vor allem auch Feldhasen und Kaninchen zu schützen. (Diese Arten stehen auf der roten Liste bedrohter Tierarten)
Jährlich ballert ihr hier in BW aber über 8000 Feldhasen und 6000 Kaninchen selber ab!
Wie bitte passt das denn zusammen? Ist das Eure Art von Tierschutz?
2.tes Beispiel:
Fasane werden extra in Farmen gezüchtet um dann ein Tag vor einer Jagd aus gesetzt. Diese Tiere stammen aus Asien, sind handzahm und an Menschen gewöhnt.
Vor der Jagd werden noch intensiv Füchse bejagt, damit die nicht vor der Jagd den " Naturschützern" ihre Beute wegschnappen.
Tierschutz???
Hier noch einige Aussagen von Jägern hierzu:
JAGEN AUS FREUDE
"Wir jagen, weil es uns Freude macht, und was wir Hege nennen, ist blanker Eigennutz, gelegentlich Fressneid. Wir wollen den Habicht nicht fangen, weil uns die armen Fasanen leid tun, weil wir ihnen das ewige Leben wünschen. Wir wollen Habicht, Wiesel, Fuchs und Co. nur ans Leder, weil wir deren Beuteanteile selbst schlagen und kröpfen wollen."
(Bruno Hespeler, Journalist und Jagdautor, in seinem Buch "Raubwild heute")
FREUDE AM BEUTEMACHEN UND ÜBERLISTEN
"Wir Jäger sind nicht Ersatz für Großraubwild, wir entnehmen nicht nur Krankes und Schwaches aus der Wildbahn, wir jagen heute nicht zum Nahrungserwerb, sondern aus Freude am Beutemachen oder Überlisten. Das ist althergebrachtes Recht. Dafür zahlen wir, und dafür sollten wir auch einstehen. Die Fangjagd zählt zum festen Bestandteil dieses Rechtes."
(Wolfram Osgyan, Jagdautor, in seinem Buch "Erfolgreich Raubwild bejagen")
NUTZBARE NIEDERWILDBESTÄNDE
"(Durch die Fuchsjagd) sichern wir Jäger uns für die Zukunft nutzbare Niederwildbestände, bei denen wir im Herbst und Winter mit ruhigem Gewissen den Zuwachs abschöpfen können."
(Andre Westerkamp, Inhaber einer Fangjagdschule und Jagdautor, in der Jagdzeitschrift "Wild und Hund", Ausg. 17/2006)
EIN EHEMALIGER JÄGER BERICHTET
( Auszug: www.jagdkritik.ch/unsinn-der-jagd/jagereien/1041-ein-jaeger-steigt-aus.html) )
1. Die Behauptung, dass Jäger Umweltschützer oder Ökologen seien, ist lächerlich, genau so wie die Behauptung, dass die Jäger viele freiwillige Stunden im Jagdbezirk verbringen zum Wohle des Wildes, der Tiere und der Umwelt.
Alles, was der Jäger im Jagdbezirk tut, ist mittelbar oder unmittelbar mit der Jagd = »Ernte«, dem Abschuss oder mit dem geselligen Zusammensein verbunden.
Übrigens: Die so genannten Umweltschutzarbeiten bestehen größtenteils aus dem Aufbau oder Erhalt der Jägerobjekte - die ja dort, wo sie sich befinden, ohnehin ein naturstörendes Element sind -, oder aber zur Futtervorbereitung, die in den meisten Fällen nur ein Lockmittel für das Wild darstellt;
die Futterstellen und Futterfelder sind ja von Hochsitzen umstellt.
Die verschiedenen Reinigungsaktionen in Wald und Flur sind nur Sand in den Augen der breiteren Öffentlichkeit - und natürlich pure Jägerpropaganda.
Die Jäger mit ihren Hochsitzen, Fahrzeugen und ihrer Anwesenheit sind die größten Naturschädlinge unter allen Erdbewohnern!
Schon Friedrich der Große, König von Preußen (1740-86) hat erkannt: Jäger sind KEINE Tierschützer.
ZITAT:
»Die Jagd ist nicht die eines denkenden Wesens würdige Beschäftigung. Es steht zu befürchten, dass die Menschen, die sie ausüben, ebenso unmenschlich gegen Menschen werden, wie sie es gegen Tiere sind, oder dass die grausame Sitte, mit Gleichgültigkeit Schmerzen zu verursachen, ihr Mitgefühl für das Unglück ihrer Nebenmenschen abstumpft.
Der Jäger steht noch unter dem Metzger« .