Bürgerbefragung

Ein Meinungsbild gibt neue Impulse

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Abstimmung beim Filderdialog.

Eine Bürgerbefragung ist eine in der Regel anonyme, unverbindliche Befragung von Bürgerinnen und Bürgern zu bestimmten Themen der Verwaltung, etwa in Form eines auszufüllenden Papier- oder Onlineformulars oder als mündlich durchgeführtes Interview. Ziel ist es, die Einschätzung der Bürgerinnen und Bürger zu einem oder mehreren Themen zu ermitteln und ein Meinungsbild zu erhalten.

Um ein repräsentatives Ergebnis zu bekommen ist die Auswahl der Befragten dementsprechend zu gestalten (repräsentative Bürgerumfrage). Hierzu bietet sich die Einbindung einer spezialisierten Stelle an (z. B. Hochschulen, Meinungs- und Markt-forschungsinstitute).

Bürgerpanels

Ein Bürgerpanel ist eine regelmäßig (drei bis vier Mal pro Jahr) stattfindende Befragung von 500 bis 2.500 repräsentativ ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern. Diese erklären sich bereit, über einen Zeitraum von drei bis vier Jahren an den Befragungen teilzunehmen. Sie werden über die Umfrageergebnisse und deren weitere Verwertung unterrichtet. Das Hauptziel ist das Einholen von Meinungsbildern. Darüber hinaus vermögen Bürgerpanels zur Teilnahme an weiteren Partizipationsformen zu motivieren.

Aktivierende Befragungen

Die aktivierende Befragung dient dazu, in einem begrenzten Gebiet die Sichtweisen, Interessen und Bedürfnisse der dort lebenden Menschen zu erfahren. Dabei sollen die Befragten zum Nachdenken über ihre Situation angeregt werden. Dafür ist es notwendig, offene Fragen zu stellen. An die aktivierenden Befragungsgespräche schließt ein Zusammentreffen der Befragten an. Dort werden Ergebnisse ausgetauscht und weitere gemeinsame Handlungsschritte verabredet. Die aktivierende Befragung beginnt als Sammlung von Informationen aus der Bürgerschaft und mündet in Vorschläge, die die Menschen selbst erarbeiten. Sie entwickelt sich also zur Bürgerbeteiligung in Form von Foren.

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